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Relegation ist geil! Alles oder Nichts! Es lebe die Relegation!

Fußball

Aus aktuellem Anlass ein alter Text (Ende Mai 2017) zum Thema Relegation:

Nachdem uns Nino die Abgründe der Relegation näher gebracht hat möchte ich den großen Stellenwert der Relegation hervorheben!

Ich liebe die Relegationsspiele. Punkt.

Jedes Mal wenn die Relegationsspiele anstehen freue ich mich darauf, auch wenn jetzt Wolfsburg gegen Braunschweig nicht so meine Vereine sind (ohne Übertreibung) und auch mein Verein oft nichts damit zu tun hat. Aber darum geht es nicht, sondern es geht um den Kick – alles oder nichts. Egal wieviel Geld die Vereine investiert haben und wie sehr ein Team auf dem Papier dem anderen überlegen ist – es stehen sich 11 Spieler gegenüber – die einen mit einer miserablen und die anderen mit einer tollen Saison. Und dann gibt es nur Hop oder Top. Da zeigt sich der wahre Charakter der Spieler und Fans.

Na klar ist es Mist, wenn dein Team unterliegt und nicht aufsteigt bzw. absteigt, ABER genau um diesen Kick geht es doch beim Fußball. Wir werden mit so vielen unwichtigen belanglosen Spielen, welche meist 1:1 oder 1:0 ausgehen, gelangweilt und haben einen Abonnement-Meister. Das ist alles langweilig und lässt mich nicht die Glotze anschalten, aber Relegation, Europapokalausscheidungsspiele, und WM oder EM Spiele, nachdem die unsäglichen Qualifikations- bzw. Gruppenspiele vorbei sind interessieren mich. Auch Pokalspiele erinnern mich daran, worum es beim Fußball geht: ein sportliches Kräftemessen von zwei Teams, die jeweils vor heimischer Kulisse die Chance haben sich zu beweisen, Helden und Antihelden hervorzubringen und uns als Fans in Ekstase zu versetzen oder in die Verzweiflung zu drängen.

Ich will beim Fußball noch was fühlen und ich erinnere mich noch sehr lebhaft als Chemnitz in der Relegation gegen Osnabrück für die 2 Liga auswärts das Hinspiel verlor. Kujat hatte den Ball im Strafraum mit der Hand abgewehrt und die Osnabrücker durch Elfmeter das Heimspiel gewonnen. Nachdem Chemnitz in der gesamten Saison so gut wie kein Spiel verloren hatte und seit über 1000 Spielminuten kein Gegentor kassiert hatte und dann das. Es war zum Haare raufen. Zum Rückspiel an der Gellertstraße hatte ich auch Karten und stand in einem hoffnungslos überfüllten Block, als eben jener Kujat das entscheidende 2:0 markierte. Direkt vor unserem Block und dann auf der Werbebande sich feiern ließ. Irre, es war der Wahnsinn. Die Fischerwiese explodierte und in meinem Block war Pogo angesagt. Bier und Menschen flogen umher und es war ein Rausch, den ich heute fast 18 Jahre später immer noch fühle. So sollte sich der Fußball zumindest ab und an mal anfühlen. Relegation hat den selben Geschmack.

Früher als Kids haben wir auch mit dem FC vor-dem-Haus gegen den FC hinter-dem-Haus gespielt und was waren das für Feste wenn wir die Jungs, die ein bissel älter waren, geputzt haben. Daran erinnere ich mich und nicht an ein Unentschieden am 13. Spieltag von Verein X gegen Verein Y in Liga Z.

Die Relegation verspricht Spannung, welche doch vom Vollblutfan gewünscht wird, ganz im Gegensatz zum bloß Fußball konsumierenden Eventfan. Der will seine Bayern, Barcelona oder Madrid nicht verlieren sehen, sondern gesichert zum Titel begleiten. Daher gefällt mir auch der Playoff-Modus ganz gut, weil es da immer die Chance gibt, dass da ein Favorit mal strauchelt und ein kleinerer Verein über sich hinauswächst.

Ich liebe diese Alles oder Nichts Spiele, weil sie den Fußball lebendig machen, Helden und Antihelden hervorbringen, Geschichten erzählen, mich berühren und irgendwie das, was im Fußball durch die Kommerzialisierung verloren gegangen ist, wieder lebendig machen. Relegation ist Anarchie – da sie wie die anderen Alles oder Nichts Spiele nicht planbar ist und nur dafür schaue ich Fußball!!!

By Baba

Lese-Empfehlung: Relegation ist Mist

Finale in der HSV-Crunchtime

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Moin moin Freunde des Fußballs,

nach dem Halb-Finale in der HSV-Crunchtime sind wir nun endlich angekommen. Im großen Finale am 34. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga-Saison 2017/2018. Der Hamburger SV auf der Zielgeraden seines größten Comebacks. Wer hätte das gedacht, außer den eingefleischten HSV-Fans natürlich, dass der HSV eben doch noch nicht tot, geschweige denn solchen Schwachsinns wie „abgestiegen“ ist.

Denn bei allem Wunschdenken der HSV-Gegner ist doch eins klipp und klar: Mit einem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach ist es noch möglich den Relegationsplatz zu erreichen. Vorausgesetzt, die Wolfsburger verlieren zu Hause gegen den 1. FC Köln. Nach Prüfung aller Fakten und meines Bauchgefühls liegen diese Ergebnisse im Bereich des absolut Möglichen.

Die Kölner haben schon angekündigt, dass sie dieses letzte Spiel nicht herschenken wollen. Schließlich will man nicht derjenige Traditionsverein sein, der erstens gegen einen millionenschwer finanzierten Plastikclub verliert und damit beiträgt, dass der Hamburger SV zum ersten Mal in seiner Geschichte absteigt. Diesen Ziegen, ähm Bärendienst wollen die Kölner dem HSV und der gesamten Bundesliga nicht leisten. Die Kölner, da bin ich ohne jeden Zweifel, werden sich schon zu wehren wissen.

Der HSV hat zwar eine bittere Niederlage gegen die Frankfurter Eintracht einstecken müssen, aber die wurde ganz schnell abgehakt. Schließlich gilt es, das ganz große Ziel – die Relegation – nicht aus den Augen zu verlieren. Das ist genug Motivation, für die Spieler wie für die Fans. Klar, das eigentliche Ziel – direkter Klassenerhalt – ist nicht mehr möglich. Da bedurfte es eben einer minimalen Anpassung. Schwamm drüber, Mund abputzen, weiterhin fokussiert bleiben.

Ich kann es jedenfalls kaum erwarten: das volle Volksparkstadion, die euphorischen Fans, die Spieler voller Tatendrang und Siegeslust. Der Duft von Geschichte wird in der Luft liegen. Denn Geschichte wird in jedem Fall geschrieben. Entweder des größten Comebacks in der langen Bundesliga-Geschichte oder des 1. Abstieg des HSV. Letztere Option wird meinerseits selbstverständlich verdrängt. Die 1. Liga-Zugehörigkeit ist tief verankert in der HSV-DNA. Niemals 2. Liga!

Also kommt nur die erste Option in Frage und diese Rechnung ist super einfach:
HSV-Heimsieg gegen Mönchengladbach plus Auswärtssieg der Kölner in Wolfsburg, macht zusammen: 16. Tabellenplatz und Relegation gegen Holstein Kiel. Montag 21.05.2018, zweiter Sieg gegen die Kieler und der HSV bleibt weiterhin in der 1. Liga. Alles gut und alles bleibt beim Alten.

Wer jetzt meint, dass wäre unrealistisch, der hat den Hamburger SV nie verstanden. In der Relegation können wir unsere ganze Erfahrung ausspielen. Die Motivation Triple-Relegations-Meister werden zu können, wird die letzten Prozente aus den Spielern kitzeln. Anders kann ich mir es nicht vorstellen.

Auch stelle ich mir vor, dass UnsNicolai den Siegtreffer gegen die Mönchengladbacher beschert und damit sein ganz persönliches Comeback feiert. Am ersten Spieltag trifft er zum Auftaktsieg, am 34. Spieltag zum letzten Sieg. Solche Geschichten schreibt nur der HSV. Was in der Relegation passiert, dazu komme ich später. In diesem Sinne: Niemals 2. Liga. Nur der HSV!

By Sören

 

P.s: wiederum vielen Dank an Baba&Nino für die Möglichkeit, auf ihrem Blog meine Gedanken loswerden zu können.

Halb-Finale in der HSV-Crunchtime

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Moin moin Freunde des Fußballs,

wir sind nun im Endspurt der HSV-Crunchtime. Nach 3 Siegen in 4 Spielen haben die Hamburger das vielbeschworene und zitierte Momentum des Siegers auf ihrer Seite. Und das völlig recht. Durch harte Arbeit und die wiedergefundene mannschaftliche Geschlossenheit befinden sich die Rothosen auf einer Welle der Euphorie. Trainer Titz hat für den 33. Spieltag das „Halbfinale“ ausgerufen, womit er klar und deutlich die Richtung vorgegeben hat. Nämlich, dass am 34. Spieltag zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach das „große Finale“ gespielt wird. Zu Hause im Volksparkstadion. Was für eine Dramatik.

Ich muss ja zugeben, dass diese Wochen der HSV-Crunchtime schon mehr als üblicherweise an meinen Nerven zehren. Klar, nach den letzten Jahren ist man als HSVer einiges gewohnt und weiß, dass erst die letzten Spieltage die ganze Saison entscheiden werden bzw. da der Klassenerhalt gesichert wird. Diese Saison 2017/2018 wurde der Spannungsbogen arg gespannt, aber zum Glück nicht überspannt. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann dieser, dass es wieder etwas ruhiger zugehen kann. Diese mediale Dauerpräsenz ist ja bald nicht mehr zu ertragen. Jeder sog. Experte gibt irgendwo seinen Senf dazu, meist auch ungefragt. Und ständig wird man selbst gefragt, warum man den eigentlich noch HSV-Fan ist. Tsss, was für eine Frage. Einmal die Raute im Herzen, immer die Raute im Herzen! Soweit zu den Leiden eines HSV-Fans, zurück zum sportlichen Geschehen.

Im Halbfinale der HSV-Crunchtime trafen wir auswärts auf Eintracht Frankfurt. Vor dem Spiel war allen klar, dass uns nur ein Sieg weiterhelfen kann. Mit der schmerzlichen 0:3 Auswärtsniederlage stehen wir weiterhin auf dem 17. Tabellenrang. Großer Dank geht auch an die Bullen von RB Leipzig, die die Wolfsburger mit einem 4:1 Heimsieg nach Hause schickten. Die kommen zu Hause an und werden feststellen, dass sie zwar immer noch auf dem 16. Tabellenrang stehen, aber die Angst vor der zweiten Relegation in Folge weiterhin omnipräsent ist.

Die Chancen auf die Triple-Relegation sind dagegen für uns um immer noch da. Im Heimspiel gegen Mönchengladbach wird es das Finale, auf das wir Fans immer gehofft haben. Zum Trotz der zahlreichen Unkenrufe, dass der HSV absteigen würde. Dabei scheint es auch beim letzten Experten nicht angekommen zu sein: Der HSV wird niemals absteigen! Niemals!

Die Niederlage schmerzt natürlich, keine Frage. Aber was nützt es sich damit weiter zu beschäftigen. Wir müssen nach vorne schauen. Und nach Wolfsburg. Die haben auch verloren und somit bleibt es dabei, dass wir es am letzten Spieltag immer noch aus eigener Kraft schaffen können. Das Ziel heißt jetzt Relegation.

Die Relegation, ach wie schön, da haben wir bisher ja nur gute Erfahrungen gemacht. Ungeschlagen sind wir da! Da würden wir erst einmal zum 1. FC Nürnberg aufschließen, der schon dreimal an der Relegation teilgenommen hat. Zweimal gewonnen, einmal verloren. Wir können uns also die alleinige Spitze sichern, indem wir dreimal die Relegation gewinnen. Mehr Motivation geht nicht! Danke auch an die DFL, dass diese Regelung wiedereingeführt wurde. Allen Anschein wird der Verlierer, ähm Gegner Holstein Kiel sein. Aber damit will ich mich erst beschäftigen, wenn es soweit ist.

Jetzt heißt es erst einmal vollste Konzentration auf das große Saisonfinale. Borussia Mönchengladbach hat gegen den SC Freiburg 3:1 gewonnen und hat nur noch theoretische Chancen auf die Europa-League. Zu unstetig ihre Leistungen schon über die ganze Saison. Aber eigentlich ist mir das auch egal, jetzt kann uns nix mehr aufhalten. Samstag, 12. Mai 2018, alle Spiele gleichzeitig, Fußballherz was willst du mehr. Und der HSV? Mittendrin statt nur dabei. All die Hater werden doch mit einem Auge oder Ohr beim HSV sein und verfolgen was da im Volksparkstadion passiert. An die Adresse all derjenigen, ich kann es euch schon mal verraten: Da wird Geschichte geschrieben. HSV-Geschichte! In diesem Sinne: Niemals 2. Liga. Nur der HSV!

By Sören

 

P.s: wiederum vielen Dank an Baba&Nino für die Möglichkeit, auf ihrem Blog meine Gedanken loswerden zu können.

Das Armutszeugnis der 1. Fußball-Bundesliga

WahnsinnBundesliga

Das Armutszeugnis der 1. Fußball-Bundesliga wurde am 32. Spieltag der Saison 2017/2018 eindrucksvoll abgelegt. Was war geschehen?

Der Hamburger SV gewinnt 3:1 auswärts gegen den VfL Wolfsburg. Nach 14 sieglosen Auswärtsspielen gewinnen die Hamburger das 2te Mal (!) in dieser Saison. Den letzten Sieg in der Ferne gab es am 2. Spieltag gegen den 1. FC Köln. Die Kölner? Mittlerweile abgestiegen! Der HSV? Noch 2 Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Wie haben sie das geschafft? Drei Trainerwechsel und durch Siege gegen FC Schalke 04. Mit hoher Wahrscheinlichkeit nächste Saison ein deutscher Vertreter in der Champions-League. Der 17.te schlägt den 2ten. Eine Woche später gewinnen die Schalker im Derby gegen Borussia Dortmund (2:0), den 3.ten der Tabelle. Schalke hat 24 Punkte Rückstand zum schon feststehenden Deutschen Meister Bayern München. Der FCB übrigens als einziger verbliebener Vertreter auf europäischer Fußball-Bühne. Wie viele Punkte hat der aktuell Absteiger Köln? 22 Punkte.

Die Bayern gewinnen mit einer C-Elf 4:1 gegen Eintracht Frankfurt. Jenes Frankfurt, welches Schalke im DFB-Pokalhalbfinale mit 1:0 rausgeschmissen hat und somit im Finale auf die Bayern trifft. Frankfurt damit nächste Saison ein deutscher Vertreter in der Europa League. Nächster Gegner des Hamburger SV? Eintracht Frankfurt, zuletzt drei sieglose Spiele hintereinander.

Das sich eingefleischte HSV-Fans wie Sören jetzt wieder berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen, ist völlig verständlich. Für ihn ist der HSV mittendrin in seiner Crunchtime. Die Rothosen schwimmen auf einer Welle der Euphorie und kann Frankfurt auswärts 3 Punkte abnehmen. Dann empfangen sie zum Endspiel die Borussia aus Mönchengladbach.

Ich selbst habe gehofft, dass sie es diesmal nicht schaffen. Dass es endlich vorbei ist, mit diesem ganzen „Niemals 2. Liga“ und „Unabsteigbar“. Nach diesem Spieltag ist alles wieder offen. Auch wenn ich in solchen Fällen kein Fan von Prognosen bin, so sehe ich folgende Szenarien vor mir: Szenario 1: Der HSV schafft wieder den direkten Klassenerhalt, der VfL Wolfsburg darf wie in der letzten Saison noch in die Relegation. Szenario 2: Der HSV schafft es am letzten Spieltag auf den Relegationsplatz und schafft den Klassenerhalt über diesen Umweg. Die Relegation spielen sie wahrscheinlich gegen Holstein Kiel, die am letzten Spieltag den dritten Platz erst endgültig gesichert haben. Noch völlig fertig davon, treffen sie auf einen euphorisierten HSV, der dann zweimal unentschieden spielt und aufgrund der Auswärtstorregel in der ersten Liga bleiben. Relegation, das können die Hamburger. Lewis Holtby wird sich mit stolz geschwelter Brust durchs Volksparkstadion tragen lassen. Mannschaft und Fans werden feiern, als hätten sie mal wieder die Deutscher Meisterschaft gewonnen. Allein du kannst es dir nicht ausdenken, aber wahrscheinlich wird es genauso kommen. So bitter so süß.

Was mich bei allem am meisten verwundert, ist die Tatsache, dass der HSV die Lizenz für die 1. Bundesliga bekommen hat. Ohne Auflagen. Ohne Bedingungen. Im Kicker ist zu lesen: „Das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 hatten die Hamburger mit einem Minus von 13,4 Millionen Euro abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten hatten mit 105,5 Millionen Euro einen neuen Höchststand erreicht.“ Wie ist es möglich, dass aufgrund solcher Voraussetzungen der HSV die Lizenz bekommt? Die Wette auf die Zukunft heißt höhere Einnahmen „durch Transfererlöse oder übermäßigen sportlichen Erfolg, zum Beispiel im DFB-Pokal„. Allein dafür: Respekt HSV.

Seitens der DFL wird den Hanseaten wohl so einiges zugetraut, in sportlicher wie finanzieller Perspektive. Und das ist dann wahrlich ein Armutszeugnis der gesamten Bundesliga. Es spricht ja nicht für die Ausgeglichenheit der Liga, wenn der 17.te den 2ten schlägt, sondern für fehlende Qualität. Nach 7 Siegen, 7 unentschieden und 18 (!) Niederlagen ist der HSV nach dem 32. Spieltag rechnerisch immer noch in der Lage die Liga zu halten. Eine Tatsche, die von vielen Experten geflissentlich übersehen wird.

Am Ende twittert der HSV wohl wie 2017: „Tick Tack, wir gehen euch weiter auf den Sack!  #therewillbehaters #immerersteliga“. Danke, Bundesliga!

By Nino

 

Mittendrin in der HSV-Crunchtime

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Moin moin Freunde des Fußballs,

nach dem tollen 1:0 Heimsieg gegen den SC Freiburg befinden wir uns nun mittendrin in der HSV-Crunchtime. Noch drei Spiele bis zum Wunder von der Elbe! Spiel 1 bzw. am 32. Spieltag der 1. Fußballbundesliga-Saison 2017/2018 stand das direkte Duell gegen den VfL Wolfsburg an. Im Vorfeld dieses Abstiegsknallers wurde, wie schon in den letzten Wochen der HSV-Crunchtime, wieder über die verschiedenen Abstiegsszenarien geschrieben. Dabei dachte ich, dass dieses lächerliche Niedermachen des HSV endlich aufhören würde. Wer hat denn gewonnen und wer verloren? Die Antwort ist klar: Nur der HSV! Also Ablage P und fertig.

Abgestiegen ist nämlich bisher nur der 1. FC Köln. Zum sechsten Mal übrigens schon. Was macht dagegen der HSV? Der bleibt erstklassig, davon bin ich weiterhin überzeugt. Erst Recht nach diesem grandiosen 3:1 Auswärtssieg gegen die „Wölfe“. Dieser Sieg war genau das, was wir noch gebraucht haben. Ein Kampf auf beiden Seiten, mit dem glücklicheren Ende für uns. Ach was sage ich glücklicheres Ende? Es ist das Glück des Tüchtigen! Denn nur wir haben die Tugenden auf den Platz gebracht, die es für den Abstiegskampf so dringend braucht: Einsatzwille, Laufstärke und letztendlich die Überzeugung, dass immer noch was gehen kann. Und das haben wir in diesem Sinne eindrucksvoll bewiesen. Klar, es war kein Tiki-Taka. Aber wen bitte interessiert das schon nach der Saison? Genau, niemanden! Wichtig sind die drei Punkte, die uns nämlich zwei Punkte an die Wolfsburger herangebracht haben.

Jetzt sind die Karten nochmal gänzlich neu gemischt. Die Wolfsburger müssen auswärts noch gegen RB Leipzig und zu Hause gegen die Kölner ran. RB Leipzig hat nur noch Endspiele ausgerufen, das Minimalziel Europa-League will erreicht werden. Die Kölner sind nach dem Abstieg sicherlich am Boden, wollen sich aber dennoch gebührend verabschieden. Das der VfL also zweimal gewinnt, dass halte ich für unwahrscheinlich. Sie sind ja vor allem mit sich selbst beschäftigt. Kurz vor Ende der Saison wollten sie Horst Heldt als Sportdirektor verpflichten. Der Versuch ist kläglich gescheitert, Sportdirektor Rebbe haben sie entlassen und im Enddefekt wurde nur Unruhe im Verein gestiftet. Auf solche Ideen kommen ja nicht mal die HSV-Verantwortlichen. Stand jetzt.

Bezogen auf die Punkteausbeute ist klar: Die Luft wird dünner und die zu holenden Punkte weniger. Aber die Hoffnung ist weiterhin da. Die Mannschaft, nein der gesamte Verein samt Fans und der Stadt Hamburg, sie alle werden sich mit aller Kraft gegen den 1. Abstieg stemmen. Die letzten Wochen haben eindrucksvoll gezeigt, dass wir es noch schaffen können.

Als nächster Gegner steht die Eintracht aus Frankfurt auf dem Plan. Die haben die letzten drei Bundesliga-Spiele verloren. Da ist die Luft komplett raus. Jetzt nachdem feststeht, dass Trainer Kovac zu den Bayern wechselt. Was ist aus den letzten Spielen deutlich geworden? Die Spieler bringen sich nicht mehr mit aller Konsequenz ins Spielgeschehen ein. Der emotionale Höhepunkt, das Erreichen des DFB-Pokals und damit sicher in der nächsten Saison auf Europas Bühne zu sein, ist erreicht. Jetzt fehlen die letzten Prozente, um auch gegen den HSV bestehen zu können.

Stichwort letzte Prozente: die haben unsere Rothosen wieder dahin gebracht, wo wir jetzt stehen. Nur noch zwei Punkte auf den Regelationsplatz. Von mir aus könnten wir in drei Tagen wieder spielen. Die Fans und die Mannschaft sind jedenfalls heiß. Heiß auf Erfolg. Heiß auf das Wunder von der Elbe. Am 33. Spieltag können wir diesem schon ein großes Stück näherkommen. In diesem Sinne: Niemals 2. Liga. Nur der HSV!

By Sören

P.s: nochmals vielen Dank an Baba&Nino für die Möglichkeit, auf ihrem Blog meine Gedanken loswerden zu können.

Willkommen in der HSV-Crunchtime Teil 2

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Moin moin Freunde des Fußballs,

nach der unglücklichen 2:0 Niederlage gegen die TSG Hoffenheim folgte ein immens wichtiger 1:0 Sieg gegen den SC Freiburg im heimischen Volksparkstadion.

Nun stehen 25 Punkte zu Buche und in der dritten Woche der HSV-Crunchtime kommt es zum Nordduell gegen den VfL Wolfsburg. Dieser hat gegen Borussia Mönchengladbach eine empfindliche 0:3 Auswärtsniederlage einstecken müssen. Klar, dass sie vor heimischen Publikum auf Wiedergutmachung aus sind. Klar, dass sie sich nicht weiter in den Abstiegsstrudel hineinziehen lassen wollen. Oh Moment, da sind sie ja gerade endgültig angekommen, haha. Genau wie der SC Freiburg, der sich allerdings mit den Wirren des Abstiegskampfs auskennt.

Wir, die Hamburger kennen uns damit auch bestens aus. Es ist uns hinlänglich bekannt, mit dem Dauerdruck umzugehen. Daher wissen wir auch, wie wir die Wiedergutmachung der Wolfsburger zu verhindern wissen. Auch wenn wir gegen unseren Relegationshelden und Ex-Trainer Bruno Labbadia spielen werden, so haben wir für solche Sentimentalitäten mindestens 90 Minuten keine Zeit. Entscheidend ist auf dem Platz und da werden wir die „Wölfe“ jagen.

Was mich dabei so optimistisch stimmt? Ja ganz einfach, weil das Spielsystem unter Christian Titz immer besser zum Tragen kommt. Die offensive Spielweise, das konsequente Anlaufen und die stetig besser werdende Defensive machen es immer schwerer, gegen uns zu bestehen. Mit diesen Tugenden können wir es auf jeden Fall noch schaffen, mindestens den Relegationsplatz zu erreichen, da ja leider nicht wie in den Vorjahren alle Mannschaften für uns spielen. Die Mainzer haben mit ihrem 2:0 Sieg am letzten Spieltag gegen Freiburg vorgelegt. Egal ist daher, wie sie gegen Augsburg spielen.

So oder so, sind wir jetzt wieder richtig mit dabei. Die erste Hälfte der HSV-Crunchtime ist fast geschafft. Dass die üblich verdächtigen Sportmedien davon rein gar nichts mitbekommen haben, lässt sich daran erkennen, wie sehr sie sich in der vergangenen Woche den Kopf wegen des HSV-Abstiegs zerbrochen haben. Schon beim Aufschreiben der ganzen Szenarien wie eventuell gegebenenfalls vielleicht doch der HSV absteigen könnte, müsste den Schreiberlingen doch aufgefallen sein, dass dies alles unrealistischer Bullshit ist. Der HSV wird niemals absteigen. Niemals 2. Liga. Nur der HSV. Da wiederhole ich mich gerne, sehr oft und wenn nötig mehrmals. Bei aller Liebe zu kritischen Journalismus, aber was soll das? Klicksgenerierung auf Kosten des HSV? Billiger geht’s nimmer! Selbst das wir die Lizenz für die 1. Liga bekommen haben, ist in der ganzen Miesmacherei untergegangen.

Auch wenn es wohl bis zum Spiel gegen den VfL Wolfsburg so weitergehen wird, ich lasse mich nicht davon abbringen, daran zu glauben, dass der HSV noch das Wunder von der Elbe schafft: den ersten Abstieg aus der 1. Fußballbundesliga zu verhindern. In diesem Sinne: Nur der HSV!

By Sören

P.s: wieder vielen Dank an Baba&Nino für die Möglichkeit, auf ihrem Blog meine Gedanken loswerden zu können.

Willkommen in der HSV-Crunchtime

 

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Moin moin Freunde des Fußballs,

nach dem 3:2 Sieg gegen Schalke 04 und der unglücklichen Niederlage gegen die TSG Hoffenheim ist der Hamburger SV endlich angekommen…in der Crunchtime. Die härtesten und auch schönsten Wochen einer jeden Bundesligasaison. Die heißeste Phase des Abstiegskampfes, in der die Nerven am blanksten liegen. Die letzten vier Spieltage, das ist wahrlich die Zeit, in der der HSV seine ganze Qualität ausspielen kann. Es ist jene Qualität: Im Abstiegskampf das schier Unmögliche, eben doch noch möglich zu machen.

Was habe ich mich gewundert, nachdem so gut wie alle Medien schrieben, dass der HSV absteigt und es keine Hoffnung mehr gibt. Dabei ist der HSV noch gar nicht abgestiegen und die Hoffnung ist nie gestorben. Der HSV ist lebendiger als je zuvor. Nach der Beförderung von Jugendtrainer C. Titz ging es doch nur bergauf, abgesehen von der kleinen Delle im Spiel gegen Hoffenheim.

Es sind noch 4 Spiele zu spielen und das werden die Wochen des HSV, davon bin ich felsenfest überzeugt. Der HSV und seine Fans wissen nun um was es geht. Die Mannschaft ist wieder eine geschlossene Einheit und die Fans stehen wieder alle hinter ihr. Die paar Krawallmöpse, die noch vor ein paar Wochen noch die Spieler jagen wollten, ja die gibt es leider auch in Hamburg. Aber so viel dazu.

Die nächsten Gegner sind der SC Freiburg, der VfL Wolfsburg, die Eintracht aus Frankfurt und die Borussia aus Mönchengladbach. Die Frei- und Wolfsburger, zwei direkte Duelle mit der Konkurrenz. Zwei Mannschaften, die wir mit unserer neu gefundenen Offensivpower besiegen können. Das gilt auch für die Frankfurter und Mönchengladbacher, die haben im Kampf um die Europa League-Plätze Muffensauen bekommen. Sie spielen ja schließlich auch noch gegen uns und ganz Fußball-Deutschland wird darauf schauen, ob sie dazu beitragen, ob der HSV absteigen wird oder nicht. Aber egal, der HSV wird nicht absteigen. Niemals 2. Liga. Ich kann es nicht oft genug wiederholen.

Die Aussichten auf einen Verbleib des HSV in der Beletage des deutschen Fußballes stehen also wie immer gut in den letzten Spielen einer Saison. Ich denke, wir werden noch den direkten Klassenerhalt schaffen. Relegation das war mal. Und warum? Ja, weil der 1. FC Köln seine Euphorie-Phase im Sinne von „ohja, wir können das Wunder noch schaffen“ hinter sich hat, das Mainzer 05er-Restprogramm ist viel schwerer als unseres und die Wolfsburger sind längst nicht so bissig im Geschäft des Abstiegskampfes wie viele glauben. Das werden wir ja schon am 32. Spieltag sehen. Somit ist sie vollends angerichtet, die HSV-Crunchtime.

Und an all jene, die den HSV schon längst abgeschrieben hatten: Von der ARD-Sportschau, über FUMS, Sport1, Kicker bis WUMMS: Es geht mir wahrlich so was von auf die Nerven, dass ihr alle ihr tagein, tagaus euch mit dem HSV beschäftigt habt. Klar, wir haben auch Schlagzeilen geliefert. Die hollywoodreife Foulinszenierung von „Papa“…an sich selbst. „Papa“, aaach unser Mentalitätsmonster, er tut eben alles für den HSV. Sein Herz ist eine Raute, so verhält er sich dann eben auch. Trotz allem ein Ehrenmann. Dann die „Luschen-Affäre“ mit Klaus-Michael und Pierre-Michel. Die Trainer-Entlassungen von Markus und Bernd, die Beurlaubung von Heribert und Jens. Die Wieder-Inthronisierung von Bernd H. von 585 Mitgliedern als neuer HSV-Präsident, die angeblichen windigen Geschäfte von unserem neuen Berater Thomas.

Ja, so selbstkritisch muss man sein, bei uns ist immer was los und das alles hätte wahrscheinlich auch für zwei Saisons gereicht. Aber nochmal: Wir sind der HSV! Niemals 2. Liga! Unabsteigbar! Rechnerisch ist noch alles möglich! Und das zählt am Ende. Und ihr könnt noch so viele Gifs, Umfragen oder irgendwelche Texte schreiben.
All das wird nicht dazu führen, dass der HSV absteigt.

Der HSV wird aus dieser Saison gestärkt hervorgehen. Mit Bernd an der Vereinsspitze, mit Christian auf dem Trainerstuhl, da wird alles wieder besser.

Ich bin jedenfalls heiß wie Frittenfett auf die HSV-Crunchtime und freue mich schon auf die ganzen langen Gesichter, wenn der HSV es doch noch schafft. Mein Rauten-Herz hat dabei ein gutes Gefühl.

By Sören

 

P.s: vielen Dank an Baba&Nino für die Möglichkeit, auf ihrem Blog meine Gedanken loswerden zu können.