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Schafft den Transferticker ab!

 

Ticker

#Transfer-Wahnsinn #Transfer-Irrsinn #Transfer-Theater…wie man’s auch nennen will, dass was in der 2017er-Sommer-Transferperiode gespielt wurde, war hochgradig nervend und ich war froh, dass das ganze Bohei Anfang September ein Ende gefunden hat.

Keine Frage, diesmal gab es mit dem 222-Mio-Wechsel von Neymar vom FC Barcelona zu Paris Saint Germain (den ich sportlich durchaus nachvollziehen kann, warum steht hier), und der erstmal einjährigen Ausleihe von Mbappè vom AS Monaco zu PSG, mit Möglichkeit zum Kauf für 180 Millionen im nächsten Jahr auch sehr, sehr viel zu berichten. Nicht zu vergessen: die streikenden Profis Dembelè #BVB #FCB und Coutinho #LFC.

Was mich aber nicht weniger nervt, ist die Tatsache, dass die Schließung des „Transferfensters“ nicht dazu geführt hat, dass dieses Thema von den üblich verdächtigen Sportmedien #Kicker #Sport1 #SportBild #SkySport #SPOX vorerst beendet wurde. Ganz im Gegenteil: Es wird weiter munter drauf los spekuliert, welcher Verein welchen Spieler „jagt“, „ins Auge fasst“, „auf dem Einkaufszettel hat“ und/oder in den jeweiligen „Poker um Spieler XY einsteigt“.

Das ganze Schmierentheater ist leicht erklärt: Die Zeitung A schreibt „nach unseren Informationen“ (wahlweise im „Eilmeldung“- und/oder „Exklusiv“-Modus) das Verein B den Spieler C will. Die Zeitung X berichtet über das Gerücht von Zeitung A und schmückt die „Geschichte“ noch etwas aus. Dann wird von Zeitung X der Verein B zum Gerücht von Zeitung A befragt. Ob denn was dran wäre, an dem Gerücht von Zeitung A. Im besten Fall antwortet Verein B auf die Frage von Zeitung X und Zeitung X macht daraus wieder eine „Geschichte“. So läuft das dann die ganze Zeit. Nicht mehr während einer Transferperiode, sondern das ganze komplette Jahr. Das die Sportmedien, allen voran deren Online-Angebote von Klickzahlen gewissermaßen abhängig sind, weil mehr Werbung geschaltet werden kann, dafür habe ich ja sogar noch Verständnis. Aber doch nicht mit jedem Sch…

Nehmen wir nur mal zwei der letzten Stilblüten des oben beschriebenen Spiels… Numero Uno:
Bayern Spieler Vidal wurde letztens von den beiden Mailänder Vereinen #Milan #Inter „heiß umworben“. Auffällig dabei auch die Kriegssprache „man plane einen neuen Angriff“ … mehr dazu später auf diesem Blog. Glücklicherweise war die Antwort von Bayerns Vorstandsboss Rummenigge eineindeutig: „Ich kann einen Abgang von Arturo zu 100 Prozent ausschließen.“

Numero Due:
Das von M. Basler in die Welt gesetzte Gerücht Bayern Trainer C. Ancelotti würde im Winter 2017 nach China wechseln und hätte sogar schon einen Vorvertrag unterschrieben. Nicht nur die Sportmedien nehmen diesen Ball dankbar auf und berichten über dieses „irre Gerücht“ und machen daraus wieder weitere „Storys“. Und was antwortet M. Basler auf die Frage, woher er das denn wüsste: „Das wurde mir zugetragen“. Der Quellen-Schutz geht natürlich bei Ehrenmann Basler vor, nannte sie zumindest „vertrauenswürdig“. Ahaa. Und so dreht sich das Spielchen weiter #GagaGerücht #SportBild

Nun kann das alles als Lappalie abgetan und gesagt werden: „Es gibt wichtigere Themen, kümmere dich um diese.“ Schon in der Kindheit wurde einem oft gesagt: „Der Klügere gibt nach.“ Was man damals noch nicht kapiert und einem auch nicht gesagt wurde (wohl aufgrund des Lerneffekts): „Dann gewinnt der Dumme.“

Auf den Transfer-Wahnsinn übersetzt heißt das: „Lies doch den ganzen Sch… nicht mehr.“ #Dumme Aber dann bleibt eben auch alles beim Alten. Nur wenn ich sage, was mir nicht passt, kann die Sache verbessert werden. Auf diese Weise kann doch Fortschritt stattfinden #Klügere.

Also liebe Sportmedien XYZ: Bald ist ja Weihnachten und da darf man sich bekanntlich was wünschen: Bitte schafft den Transferticker ab! Widmet euch anderen Themen, Themen die Substanz haben. Überlegt bitte zweimal, ob ihr jede noch so absurde Nachricht und/oder Informationen von Sportmedium XYZ abschreibt, weiter spinnt oder auf irgendwelche Spekulationen von sogenannten Experten hört. Es ist doch sicherlich auch für jeden Journalisten immer wieder frustrierend, wenn man bei Verein B nachfragt, ob an dem Gerücht von Zeitung X was dran ist und die Antwort erhält: nein. Gerade in Zeiten von Fake News sind sauber recherchierte Meldungen eine Wohltat.

Es wäre ein kleiner Mosaik-Stein, dem ganzen Wahnsinn um #Kommerzialisierung #Eventisierung des Fußballs Einhalt zu bieten. Ansonsten muss sich der Fußball-Fan an die Einhaltung der 11-Anti-Kommerz-Gebote halten und so seinen Beitrag leisten.

Ich bin mir nämlich fast sicher, dass auf dem Transfermarkt weiterhin mit aller Ausdauer und Entschlossenheit täglich jedes noch so lausige Gerücht heiß und fettig gehandelt wird…Wetten, dass..?

By Nino

 

Pro Neymar Wechsel

GeldFußball

Drei Wochen ist es nun her: der brasilianische Fußballspieler Neymar wechselte vom FC Barcelona zu Paris Saint Germain. Für 222 Millionen Euro. Weltrekord-Transfer. Dieser Wechsel beschäftigte die Sport- und Medienwelt über Wochen. +++Eilmeldung+++BreakingNews+++gehörten zur Tagespflicht aller üblichen Verdächtigen Sportmedien. Es bestand so gut wie keine Chance sich dem Wechsel-Theater zu entziehen. Es dauert bei jedem Gespräch über Fußball nicht lange und die Frage „Und was sagst du zum Neymar-Wechsel?“ wurde gestellt. Da die Diskussionen bisweilen kontrovers geführt wurden, ist es mal wieder an der Zeit für ein „Pro“ und „Contra“. Ich nehme das runde Leder auf und nehme die Position Pro Neymar-Wechsel ein.

Vorab dazu einige Anmerkungen: Die 222 Millionen Euro Transfersumme und das Zustandekommen über Beraterverträge usw. sind der bisherige, bittere Höhepunkt des allseits kritisierten Transferwahnsinns. Aber auch diese Eskalation hat es etwas Gutes, denn nur dadurch wird auch dem letzten Fußball-Fan klar, in welchen Sphären sich der Fußball im Allgemeinen und das Finanzgebaren von Vereinen und Investoren im Speziellen entwickelt hat. Von schwer bis gar nicht ist beispielsweise zu vermitteln, welche Gehälter mittlerweile gezahlt werden (müssen).

Neymar hat auf seiner ersten PSG-Pressekonferenz gesagt, dass es ihm nie um Geld gegangen sei. Er sei seinem Herzen gefolgt. Dies kann verständlicherweise als die typische Folkore abgetan werden, wenn Spieler zu einem anderen Verein wechseln… der einem das doppelte Gehalt zahlt.

Überdies zeigt dieser Wechsel auf, dass es noch viele Schlupflöcher im Rahmen der Regeln des Financial Fair Play gibt. Wenn es die UEFA damit ernst meint, dann besteht die Möglichkeit Konsequenzen zu ziehen. Das Ausreizen der Regeln hat, so bitter das auch ist, auch immer eine positive Seite. Umso eher verschärft man sie oder schafft sie wieder ab.

Zudem ist Neymars Formulierung bedauerlich, dass er hier Teil eines Projektes sein will. Ein Projekt ist eben ein Vorhaben, was zeitlich begrenzt ist. In den wenigsten Fällen ist es ein langfristiges Vorhaben, ein auf Nachhaltigkeit angelegtes. Dies steht eben im Widerspruch zu den bisherigen Traditionen im Fußball. Ein Verein ist kein Projekt. Hätte er doch einfach gesagt, er will bei PSG Teil einer Entwicklung sein. Einer Vision meinetwegen. Das er etwas mit aufbauen will. Das ist, neben der obszönen, finanziellen Dimension, ein weiterer Wermutstropfen.

Aus sportlicher Sicht kann ich jedoch den Wechsel verstehen.

Der englische Telegraph kommentierte den Wechsel so: „Es ist längst bekannt, dass Neymar gut mit hohem Druck umgehen kann und aufblüht, wenn er in einem Team hinter niemanden zurücksteht. Die gigantische Transfersumme wird ihn nicht beunruhigen. Befreit von Lionel Messis Schatten hat Neymar die Chance zu glänzen.“

Ich ergänze hier noch, dass er aus dem Schatten des Traum-Trios Messi/Suarez/Neymar hervortritt. Jeder Abwehrreihe wurden Kopfzerbrechen bereitet. Messi schoss in der vergangenen Saison 2016/2017 in der Primera División 37 Tore, Suarez 29, Neymar hingegen „nur“ 13. Nur einer von dreien zu sein, das ist auf Dauer für einen Spieler mit den Ambitionen von Neymar zu wenig.

Ich teile daher die Einschätzung, dass er bei PSG der unangefochtene Chef einer Mannschaft sein will. Er führte 2016 schließlich auch als Kapitän die Seleção zu olympischen Gold im eigenen Land.

Die BBC konzentrierte sich auch auf den Sportler Neymar und stellte fest: „Mit 25 im besten Alter und kurz vor einer WM, die seine Karriere definieren kann, hat sich Neymar für einen Club entschieden, der ihm zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit macht, sowohl auf dem Platz als auch abseits davon.“

Selbstverständlich stellt sich die Frage, warum ein Spieler von einem der besten Clubs der Welt zu Paris Saint Germain wechselt. Von der besten europäischen Liga in die nach aktuellem UEFA-Ranking an Nummer 5 herumdümpelde französische Ligue 1. Warum also so ein sportlicher Abstieg? Weil er mit Barcelona alle auf Klubebene zu gewinnenden Titel gewonnen hat!? Sicherlich wäre eine Wiederholung dieser Titel eine Herausforderung. Aber es auch mit einem anderen Team zu schaffen, das ist die nächste große Herausforderung. In der Nordamerikanischen Basketball-Liga NBA steigt ein Spieler in den Rang einer Legende schneller auf, wenn er es schafft mit zwei verschiedenen Teams den Meistertitel zu holen.

Neben den Titeln auf Klubebene sind für Neymar auch die persönlichen Titel eines der treibenden Motive. Nehmen wir die Wahl zum Weltfußballer: Seit 2008 wird dieser Titel lediglich zwischen L. Messi oder C. Ronaldo vergeben. Da bei dieser Wahl meist nicht mehr nur sportliche Aspekte die Hauptrolle spielen, sondern z.B. auch weltweite Bekanntheit, hat hier Neymar eine wichtige Weichenstellung vorgenommen. Als herausragender Spieler von Paris Saint Germain hat er die Möglichkeit allein im Glanze der Anerkennung zu stehen, die Leistungen auf Weltklasse-Niveau vorausgesetzt.

Zudem ist er, wie die BBC schon anmerkte, im besten Fußballer-Alter. Mit 25 Jahren hat er noch einen großen Vertrag vor sich. Danach wird ihn wahrscheinlich auch das Schicksal der „älteren“ Spieler ereilen und junge Spieler seinen Stammplatz streitig machen. Ein Wechsel in eine andere Liga, USA und China lassen grüßen, bietet sich zum Ausklang einer Karriere mittlerweile an.

Ergänzend zur Argumentation des Telegraph und der BBC ist noch auf das große Risiko hinzuweisen. Neymar geht hier sportliches All-In. Paris Saint Germain wird das Gelingen oder Scheitern einer Saison am Abschneiden in der Champions-League festmachen. Es wird daher auf ein paar wenige Spiele, der Gruppenphase und der dann ggf. erreichten K.o.-Spiel-Phase hinauslaufen. In dieser stehen höchstens sieben Spiele an, in denen sich das Schicksal einer ganzen Saison entscheiden wird.

Und in diesen Spielen entscheiden Tagesform, die Liste der verletzten Spieler und andere Einflüsse. Hier kommt es z.B. auf die Breite des Kaders von PSG an. Dieser ist m.E. nicht in einer Verfassung, wie das bei den TOP Five 5 #Real Madrid #Atlético Madrid # FC Barcelona # FC Bayern München #Juventus Turin der Fall ist.

So, jetzt liegt der Ball im Feld Contra.

By Nino

Nur der CFC oder auf der Fischerwiese brannte der Baum!!!

CFC Mannschaft2017

Nun ist es endlich soweit und die ellenlange Vorbereitungszeit ist vorbei. Die Profis haben sich gut durch den Sommer gekämpft und den Abgängen stehen gute Neuzugänge zu Buche.

Grundlegend denke ich, dass es gut war, Koehlei gehen zu lassen, auch wenn er wohl menschlich und clubtechnisch ein Guter ist. Dennoch wurde es versäumt ein Team zu formen, welches Chancen herausspielen konnte, fitnesstechnisch gut drauf war und sich als Einheit präsentierte. Dann kam noch der ganze Mist mit dem Millionenloch hinzu und schon war unsere persönliche Chaossaison komplett – und das zum 50ten Geburtstag, der Jubiläumssaison!!! Da kann man am Ende froh sein, dass der CFC nicht abgestiegen ist, sondern weiterhin sportlich und finanziell für die dritte Liga qualifiziert ist.

Nachtreten bringt auch nix und somit kann ich Koehlei und Ulf Mehlhorn nur Danken für die Rettung in der letzten Saison und deren mediale Erscheinung.

Ob die Clubverantwortlichen um Dr. Hähnel einen guten Job machen, lässt sich schwer sagen, war doch Herr Dr. Hähnel maßgeblich an der positiven UND negativen Entwicklung in den letzten Jahren mit beteiligt. Aufstieg und Stadionbau kann er sich ganz groß auf seine Fahnen schreiben, aber eben auch die Versäumnisse in finanzieller Aufsicht. Ich bin mir sicher Dr. Hähnel trägt den Club im Herzen, dennoch finde ich, hätte er nach dieser Saison zurücktreten müssen.

Eins kann man auch über die vergangene Saison sagen: Es war nie langweilig, wenn ich zum Beispiel an das Spiel in Magdeburg denke, die Jubiläumsfeiern und Spiele, das Finanzdesaster mit Neuwahlen um die Jahreswende, der Kampf für die Lizenz am Ende der Saison und der Sachsenpokal-Gewinn mit dem DFB Pokal-Los der Bayern. Langweilig war es nie, dennoch könnte ich mir eine ruhigere Saison vorstellen – vor allem wenn man sportlich etwas erreichen will.

Mast, Danneberg, Dabanli, Cincotta, Fink, Bittroff, Jopek, Stenzel, Conrad, Türpitz haben den CFC verlassen und um es ehrlich zu sagen, nur Jopek, Danneberg und Mast hätten den CFC weitergebracht. Türpitz fehlt die Durchschlagskraft und ich wundere mich, warum er in Magdeburg als großartiger Spieler mit viel Kreativität gefeiert wird, wenn er das viel zu selten aufblitzen lassen hat. Conrad war viel zu viel verletzt und nur dann eine Stütze, wenn er voll belastbar war. Fink kann ich eigentlich kaum kritisieren, nachdem er in den letzten Jahren die Überlebensversicherung des CFC war. Aber seit November 2016 war er nur noch ein Schatten seiner selbst. Natürlich war das auch den Zuspielen geschuldet, aber er war nicht in Form, suchte oft viel zu eigensinnig und überhastet den Abschluss und kam mir wie ein Fremdkörper vor. Ich denke es war gut ihn zu verkaufen, da dies dem CFC sicher finanziell geholfen hat und er auch näher bei seiner Familie sein kann. Dabanli ist wahrscheinlich nie richtig angekommen und als Söldner einzuordnen. Cincotta war immer ein Versprechen auf einen schnellen Spieler mit Torgefahr auf der Außenbahn, hat sich aber letztendlich nicht durchgesetzt. Bittroff war zu anfällig in der Abwehr und manchmal wenig motiviert. Um Stenzel tut es mir leid, da er ja schon ein wenig zum Inventar des CFC gehörte. Dennoch nach rein sportlichen Dingen war es klar, dass sein Vertrag nicht verlängert werden würde.

Danke für alle Spieler, aber es gibt auch einen CFC nach Fink, Türpitz, Conrad Danneberg und Stenzel.

Die Vorbereitung schien gut zu verlaufen und der 3:1 Sieg gegen Dynamo sticht dabei für mich heraus. Die „Experten“ vom MDR sehen den CFC im Abstiegskampf und dem kann ich keinesfalls zustimmen, da ich den CFC in einer guten Rolle sehe, der um die Plätze im oberen Mittelfeld spielt.

Von den Neuzugängen sind Laurin von Piechowski, Fabio Leutenecker, Marcus Mlynikowski, Myroslav Slavov, Maurice Trapp, Okan Aydin und Florian Trinks guter Ersatz für die abgewanderten Spieler. Mit Marvin Thiele und Alexander Dartsch hat der CFC auch noch eigene Spieler wieder oder dazugewonnen, denen ich den Durchbruch zutraue. Janik Bachmann und Björn Kluft sehe ich dagegen als Wildcards.

Mein Tipp für die Saison lautet: Wenn der CFC es schafft, ein Team zu formen sind die vorderen Plätze durchaus drin.

By Baba

 

Einmal China und zurück

China

Ein Kommentar von Baba:

Nun will ich mich auch einmal in einem Beitrag über den aufstrebenden chinesischen Fußball äußern:

Je nachdem wie sich jeder Fußballfan so fühlt werden entweder die chinesischen Millionen willkommen geheißen und oder die Absurdität und Exklusivität, welche in den vergangenen 1-2 Jahren auf dem Transfermarkt entstanden ist, angeklagt oder negativ dargestellt. Irgendwie wird diese Diskussion nicht vollständig und sachlich geführt und da mir das schon seit einer Weile krumm liegt hier mal meine Darstellung der gegenwärtigen Situation:

  1. China versucht seinen nationalen Fußball unbedingt voranzubringen. Da werden Fußballschulen gebaut, Fußball als Pflichtfach eingeführt und die nationale Liga stark promoted.
  2. Es werden viele europäische Trainer angestellt, sowohl in den Schulen als auch in der Liga.
  3. Pro Erstliga Team sind drei, 3, DREI Ausländer erlaubt, da sich das nationale Niveau steigern soll.
  4. Wohlhabende Besitzer und oder Gönner der Vereine kaufen für viel Geld gute Fußballer ein, welche ohne den Geldanreiz wahrscheinlich nicht nach China gewechselt wäre, siehe Oscar.
  5. Wenn diese hohen Ablösesummen fließen, müssen die Spender extra Geld in die Ausbildung des nationalen Fußballs investieren.
  6. Der chinesische Fußballverband lässt seine U20 Nationalmannschaft in der Regionalliga Südwest starten, als Freundschaftsspiel und mit einer guten Summe für die Vereine obendrauf.

Wenn ich mir diese Punkte so ansehe kann ich keine negativen Aspekte dieses Aufstrebens erkennen:

zu Punkt 1: Das China versucht seinen Fußball auf ein anderes Niveau zu heben, kann keiner verdenken und gibt mir als Fußballfan doch nur einen neuen Anreiz, sollten sie es denn schaffen so stark zu werden, dass sie auf internationalen Level sich duellieren können.

Zu Punkt 2: Es ist durchaus zu begrüßen, dass viele top ausgebildete Trainer in China eine Anstellung finden.

Zu Punkt 3: Eine Ausländerquote pro Team ist durchaus nützlich und sinnvoll, wenn man eine Sportart verbessern will.

Zu Punkt 4: Die hohen Summen kommen den Vereinen in Europa zu Gute und sie hätten wohl beim Verkauf in ein anderes Land weniger kassiert.

Zu Punkt 5: Ich finde der nationale Fußballverband hat damit eine großartige Struktur geschaffen, um auf lange Sicht davon wegzukommen Spieler aus dem Ausland zu kaufen und dafür die Geldgeber einzuspannen.

Zu Punkt 6: Dieser Punkt wurde kontrovers diskutiert, doch finde ich, dass dieser Austausch doch nur jedem hilft: Die Vereine bekommen ein extra Spiel mit Einnahmen durch die Fans, die Extrasumme und Catering. Zusätzlich kann sich die chinesische Mannschaft einspielen und sich einige Spieler vielleicht vorstellen. Dazu kommt das viele der in Deutschland lebenden Chinesen es wahrscheinlich begrüßen, das ihr Nationalteam hier spielt und wahrscheinlich die Spiele besuchen werden. Damit können neue Fangruppen erschlossen werden und ein kultureller Austausch findet statt.

Wie gesagt, ich kann beileibe nichts Negatives an dem Aufstreben des Fußballs erkennen, ganz im Gegenteil, ich denke dies bedeutet die Chance zu einem schönen Austausch und vielleicht zum Aufkommen einer neuen Fußballnation auf höchstem Niveau.

Keiner weiß was die Zukunft bringt, aber man muss sich gewiss nicht vor einem Aufstreben des Fußballs in China fürchten.

By Baba

„Was bisher geschah…“ Teil 4

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Es ist wieder an der Zeit zurückzuschauen. Im vierten Teil der Serie „Was bisher geschah…“ hat sich der Bayern-Sympathisant Nino der Situation von Pep Guardiola beim FCB beschäftigt. Darüber hinaus haben wir den erst halbjährlichen, nun gefühlt ständigen Transferwahnsinn kommentiert sowie die Eindrücke vom Sachsenderby CFC vs. SGD niedergeschrieben. Die „Eindrücke“ der ersten Trainerstation von Stefan Effenberg beim SC Paderborn konnten wir freilich nicht unkommentiert lassen. Keep on, Effe! Last but not least haben wir uns voller Neugierde auch dem Baseball und dem Frauenbasketball in New York City gewidmet. Viel Spaß beim Stöbern!

By Baba und Nino

P.s: Weitere Leseempfehlungen sind auch der Teil 1, Teil 2 und aller guten Dinge Teil 3.

31. Der FC Bayern München ohne Pep? Gut so…Teil 1!

32. Kommentar zum „Transferwahnsinn“ Teil 1

33. Der FCB und die Gerüchte-Küche. Dafür gibt’s keinen Stern

34. Kommentar zum „Transferwahnsinn“ Teil 2

35. Eindrücke vom Sachsenderby CFC vs. SGD

36. The Fight of the Tiger…Kommentar zu Stefan Effenberg beim SC Paderborn.

37. Der FC Bayern München ohne Pep? Gut so…Teil 2!

38. Sportliches Fremdgehen in New York City

39. Das Runde muss ins Runde! Frauen-Basketball in New York

40. Saison-Rückblick 2016 Teil 1 Platz 18-13

 

Kommentar zum „Transferwahnsinn“ Teil 2

Auch zwei Wochen nach dem Ende der Winter-Transferperiode wird im besten Kahn’schen Modus #ImmerWeiterImmerWeiter drauf los spekuliert welcher Club wie viele Millionen für DEN Transfer-Coup des Sommers zur Verfügung stellen will. 18 Mio. Jahresgehalt für Robert Lewandowski bei Real Madrid? Oder wechselt er doch zu Manchester City mit Pep Guardiola? Dorthin soll auch Neymar transferiert werden, für ein Jahresgehalt von 66 Mio. Als Ersatz soll Mesut Özil zum FC Barcelona kommen, der derzeit als Vorlagengeber bei Arsenal London seine Brötchen verdient. Das Motto lautet: Umso schräger, umso besser. Ich bin dafür, das ein Film gedreht wird: „Das Gerücht. Möge die Wahrheit erwachen.“

Jetzt Rolle rückwärts zum Transferwahnsinn. Dazu kurz zur Erinnerung … mit dem neuen Fernsehvertrag für die Premier League kassieren die englischen Clubs für die Spielzeiten von 2016 bis 2019 insgesamt rund 6,9 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Deutsche Fußball Liga #DFL plant für die Saison 2016/2017 mit Einnahmen in Höhe von 835 Millionen Euro. Im ersten Teil zum Transferwahnsinn habe ich versucht u.a. die Chancen für die deutschen Clubs zu skizzieren. Diese Skizze geht noch ein bisschen in die Verlängerung, bevor dann wirklich im Teil 3 der Blick in die Glaskugel zu den Auswirkungen auf das Mannschaftsgefüge, die Identifikation der Spieler mit dem Club und nicht zu Letzt der Fans mit ihren Lieblingsvereinen erfolgen soll.

Was steht also auf der „Must do“-Liste der Bundesliga-Clubs? Auf eine sehr gute Infrastruktur, volle Stadien und prächtige Stimmung können sie schon mal aufbauen.

Eine Aufgabe wird es sein, auch weiterhin in die Ausbildung von jungen Spielern zu investieren, um einerseits auf kostenintensive Einkäufe so gut wie verzichten oder andererseits wechselwillige Spieler zu einem möglichst hohen Erlös verkaufen zu können. Wenn England klingelt, dann bitte die Ablöse schön nach oben treiben. Bayern Pillenkusen hat das schon ganz clever gemacht. Den wechselwilligen Heu Ming Son für 30 Mio. zu Tottenham Hotspur wechseln lassen und sich dafür mit Kevin Kampl und Javier Hernández # Chicharito qualitativ und quantitativ verbessert. Auch das Mittel der Vertragsklauseln sollte offensiver genutzt werden, damit die Vereine bei einem weiteren Transfer auch noch kassieren.

Es muss ja nicht gleich eine 300 Mio. Euro Klausel sein, die laut der Enthüllungsplattform Football Leaks im Vertrag von Toni Kross bei Real Madrid steht. Dieser soll, wenn er Madrid verlassen aber Real ihn nicht ziehen lassen will, die 300 Mio. zahlen bzw. hoffen, dass sein neuer Verein für diese Summe aufkommt. Beide Fälle scheinen mir un-real-istisch. Solche sog. #Abschreckungsklauseln gehören in Spanien zum Transfer-Geschäft dazu. Ist das nicht auch eine Option für die deutschen Clubs? So oder so muss diese Geld-Kuh so lange gemolken werden wie es geht.

Wenn sie nicht zu solchen Mitteln greifen wollen, dann sollten sie optimale Bedingungen für die Profis schaffen, damit auch hier eine Perspektive entwickelt werden kann. Es sollte für mehr Spieler ein Kindheitstraum sein, in der 1. Bundesliga, in der Liga der Weltmeister (zumindest bis 2018) zu spielen. Mit einer erhöhten Anzahl an Top-Spielern erhöht sich auch die Attraktivität der Liga. Was aus der geplanten Reform des Liga-Betriebs und dem DFB-Pokal wird, bleibt abzuwarten. Mit dem Anstoß der Diskussion durch die DFL wurde, typisch deutsch, erst einmal die Runde der Ablehnung eingeläutet. Eine vertiefte Diskussion und inhaltliche Auseinandersetzung erfolgt erst im zweiten, 3ten. Schritt.

Ein paar Schritte nach vorne muss auch der englische Fußballverband FA machen. Sicherlich klopfen die sich angesichts des TV-Vertrags immer noch kräftigst auf die Schultern. Allein das Geld wird die Probleme der Liga und der Nationalmannschaft nicht lösen. Zum einen wird die Ausbildung englischer Nationalspieler weiter ins Stocken geraten, wenn nur ausländische Spieler geholt und diese wohl auch mit Stammplatz-Garantien auf die Insel gelockt werden. Was passiert wenn die Three Lions bei Europameisterschaft 2016 in Frankreich zum wiederholten Male grandios und in Schönheit ausscheiden? Wie tief muss der Absturz sein? Beim DFB reichte das Vorrunden-Aus bei der EM 2000 in Portugal um eine ambitionierte Reform anzustoßen. 14 Jahre später konnten die Früchte dieser Arbeit geerntet werden. Dieser Milchmädchen-Rechnung folgend wäre bei der WM 2030 für England die Zeit reif.

Solange werden die Insulaner nicht warten wollen, denn der letzte Titel liegt ja schon ein halbes Jahrhundert zurück. Geld allein macht also nicht glücklich. Die heraufbeschworene Ära der englischen Dominanz könnte sich also auch ins Negative wenden.

By Nino

Der FCB und die Gerüchte-Küche. Dafür gibt’s keinen Stern.

MichelinMännchen

 

Vor einer Woche wurde nicht nur das Winter-Transfer-Fenster mit all seinem Wahnsinn geschlossen, nein auch der Wechsel von Pep Guardiola von Manchester City wurde offiziell bekannt gegeben. Seitdem vergeht kein Tag ohne eine Meldung welcher Spieler zum MCF wechseln oder sogar vor ihm flüchten könnte. Wird er Spieler von FC Bayern München mitnehmen? Wird er Neymar oder sogar Lionel Messi nach England lotsen können? Das Geld sitzt dort jedenfalls locker und interessant wäre es allemal zu sehen, wie Messi bei einem anderen Verein kickt. Die Spekulationen werden wohl leider bis zum Ende der Transferperiode im Sommer 2016 weitergehen. Leider deswegen, weil es zu nerven beginnt, wie die üblichen Verdächtigen Sportmedien jedes noch so absurde Gerücht entweder selbst verbreiten oder gar übernehmen und daraus weitere Geschichten generieren.

In der kulinarischen Welt wird die Qualität eines Restaurants nicht an Pokalen gemessen, sondern an der Anzahl der Sterne #Michelin. Ein Restaurant mit z.B. einem Stern hat „eine sehr gute Küche, welche die Beachtung des Lesers verdient“. Schau ich mir die Gerüchte-Küche beim FC Bayern München an und müsste diese beurteilen, so verdient sie nicht mal einen Stern. Da wird einfach ohne Geschmack, zu heiß und zu fettig gekocht.

Ein passendes Beispiel liefert dazu die letzte Gerüchte-Offensive der SPORT Bild, die gierig nach Klickzahlen von anderen #Sport1 #Kicker #SPON aufgegriffen wurde. Da soll es bei den Münchnern zu dicke Spieler gegeben haben. Da sollte nicht Serdar Tasci, sondern Herthas John Anthony Brooks als neuer Innenverteidiger verpflichtet werden. Dann soll Arturo Vidal im katarischen Trainingslager leicht alkoholisiert gewesen sein. Alle Gerüchte, wurden von Sportvorstand Matze Sammer mit einem klar und deutlichen „Das stimmt nicht und das ist die Unwahrheit“ zurückgewiesen.

Gegen letzteres Gerücht gehen die Münchner juristisch vor und ich bin wirklich gespannt, ob die Sport Bild Beweise liefern kann, dass Vidal in Katar Alkohol getrunken hat. Für beide Seiten ist die Fallhöhe ziemlich hoch. Die Bayern würden ziemlich blöd aus der Wäsche gucken, wenn Videos, Bilder und sonst was auftauchen würden. Die Sport Bild bzw. die Bild Zeitung im Allgemeinen hat ja nicht nur diesen Prozess an der Arschbacke. Offenbar gehört das in dieser Schreibbude zum guten Ton.

In der sonntäglichen Doppelpass Sendung konnte der Fußball-Chef der Sport Bild, Christian Falk auch leider nichts Erhellendes zu dieser juristischen Auseinandersetzung beitragen. Er verwies auf das „schwebende Verfahren“. Die Fortsetzung folgt also…

Nun lebt der Fußball auch von den Geschichten auf und neben dem Rasen. Wenn sie aber ins Absurde abdriften und gezielt Unwahrheiten verbreitet werden, dann stellen sich die etablierten Medien selbst ein Bein. Auch wenn die Online-Seiten ihr Geld mit Klickzahlen verdienen. Für den Klick, für den Augenblick. Mitleid gibt’s dafür nicht.

Gutes Geld könnten sie ja auch mit gut recherchierten Storys machen. Und es gibt so vieles, über das berichtet werden kann. Interessant wäre doch z.B. zu erfahren, was aus den groß angekündigten Initiativen für die Flüchtlinge geworden ist. Der FC Bayern hat da ziemlich viel angekündigt. Warum gibt es dazu keine Berichte?

Beim Kicker lässt man lieber einen Maulwurf zu Wort kommen und andere Medien wollen diesen ausfindig machen. Die Presseabteilung des FCB dementiert fleißig und die Sportjournaille schreibt Artikel darüber, dass die Bayern sich über die Berichterstattung aufregen und tadaa: fertig ist die Maulwurf-Affäre.

Ist es ein Geben und Nehmen? Ein abgekartetes Spiel? Ich weiß nicht, ob die Bayern es so nötig haben in der Presse präsent zu sein? Dabei bespielen sie ja schon sämtliche Kanäle, den Social Media Kram nicht zu vergessen #Twitter #Instagram #Facebook #Snapchat.

So oder so täte dem deutschen Fußall-Journalismus ein wenig mehr Seriosität ganz gut. Der Fußball schreibt so viele Geschichten, die eine größer, die andere kleiner. Da bleibt keine Zeit und Raum für Unwahrheiten und miese Storys, mit denen die Klickzahlen bzw. die Leserschaft erhöht werden soll. Vielleicht klappt es dann auch mit einem Stern, aber nicht für die Gerüchte-Küche, sondern für den journalistischen Anspruch an sich.

By Nino