Schlagwort-Archive: Tabelle

Zum Vergessen. Der CFC beim Berliner AK.

BAK Panorama

25. Spieltag in der Regionalliga Nordost Saison 2018/2019. Der Berliner AK vs. Chemnitzer FC. Wieder das Topspiel des Tages. Wieder ein Spiel in turbulenten Zeiten. Das Hinspiel, dass zu einem Tanz der Emotionen wurde gewann der CFC überragend mit 3:1. Die Stadt Chemnitz stand wegen der rechtsextremistischen Vorkommnisse in Folge des Todes von Daniel H. im Mittelpunkt. Nun steht der CFC wegen der Trauerzeremonie für den verstorbenen Thomas H. erneut in der Kritik. Das Abhalten dieser und der anschließende Umgang damit, führten zu Suspendierungen, Rücktrittserklärungen, Amtsniederlegungen und zur Sperre von Daniel Frahn. Summa summarum befindet sich der CFC seit sieben Tagen im Ausnahmezustand. Das Nachholspiel vs. BFC Dynamo unter der Woche verloren die Himmelblauen noch dazu mit 1:2. Da der Berliner AK auch nicht gewinnen konnte, konnte diese Niederlage ohne größere Schmerzen verarbeitet werden.

Schmerzen hingegen bereitete mir eher die öffentliche Darstellung des CFC durch seine Vertreter und derjenigen, die zu der ganzen Misere eher schweigen, anstatt zur Aufklärung beizutragen. Wo sind denn z.B. die sonst so lautstarken Ultras Chemnitz 99? Sie standen ja bei der Trauerzeremonie in der ersten Reihe. Den ganzen Aufruhr können sie sich allerdings gar nicht erklären. In Teilen ist das sogar verständlich, hatten doch viele in der Stadt wie z.B. die Freie Presse, die Sparkasse Chemnitz, die Stadt Chemnitz die Dienste von Haller Security bzw. über Subunternehmen in Anspruch genommen. Doppelmoral lässt grüßen. Unverständlich bleibt aber immer noch, warum ausgerechnet im Stadion An der Gellertstraße einem Rechtsextremisten gedacht werden musste! Das konnte und kann man nicht von der Person Thomas H. trennen. Gerade auch nicht Politik und Fußball, die in Chemnitz ja schon immer mit im Stadion zusammensaßen. Aber diesem Thema widme ich mich mal später.

Nun erstmal wieder Fußball, denn an sich hatte ich mich auf dieses Spiel schon länger gefreut. Nur wurde diese Freude durch die bittere Woche erheblich eingetrübt. So passte es dann auch, dass der Wettergott es auch nicht gut meinte. Der Sonntag startete mit Sonnenschein, jedoch kamen 20 Minuten nach Spielbeginn Wolken und obendrein noch Regen mit kräftigem Wind hinzu. Vor dem Anpfiff setzte der Berliner AK noch ein Zeichen und hielt eine Trauerminute für die Opfer des Anschlags in Christchurch in Neuseeland ab. Das war angemessen und würdig.

DSC_1251

Angepfiffen wurde pünktlich und das Spitzenspiel hatte schnell seinen ersten Höhepunkt. In der 9. Minute traf die Nr. 11 A. Kargbo mit einem sehenswerten Fallrückzieher zur 1:0 BAK-Führung. Das im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nicht noch weitere BAK-Tore fielen, lag einzig an deren Unvermögen, das runde Leder im Chemnitzer Kasten unterzubringen. Die Himmelblauen blieben derweil blass, die Angriffsbemühungen verliefen erfolglos. So ging es mit dem 0:1 Rückstand in die Pause. In dieser wurden die 1.127 Zuschauer u.a. mit „Hurra“ von den Ärzten und „Und wir leben“ von den Toten Hosen musikalisch unterhalten. In Anbetracht der derzeitigen Situation beim CFC vielleicht ein kleiner Seitenhieb des BAK-Präsidenten Han, der diesmal bei keiner privaten Hochzeitsfeier zugegen war, sondern kurz vor dem Spiel noch mit Auto erschien.

Unterhaltsam ging es auch in der zweiten Halbzeit weiter, denn schon sieben Minuten nach Wieder-Anpfiff gab es den nächsten Aufreger. Zunächst jedoch im positiven Sinne, denn der Jakubow-Ersatz J. Mroß rettete mit einer klasse Parade. Diese hatten wohl alle Zuschauer gesehen, jedoch nicht die Grote’sche Hand bei einer Abwehrreaktion. In Folge dessen gab es Diskussionen, die nicht das Ergebnis hatten, dass es keinen Elfmeter gab. T. Deniz traf mit einem flachen Schuss zum 2:0 für den BAK.

Danach war es für den CFC ein Spiel zum Vergessen. Keine wirklichen Angriffsbemühungen und weiterhin Glück aufgrund des sich fortsetzenden Unvermögens der Berliner weitere Tore zu schießen. Die mitgereisten CFC-Fans harrten im Regen aus und sorgten auch für unüberhörbare Grüße an den Insolvenzverwalter K. Siemon. Diese hier wiederzugeben entspricht nicht meiner Kinderstube. Ganz abgesehen davon, dass damit weiterhin die Zeichen auf Konfrontation stehen und beiden Seiten auf ihrer Sicht der Dinge behaaren.

DSC_1253

Mit der 0:2 Niederlage setzt der CFC seine sportliche Mini-Krise mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen in Folge fort. Der Abstand zum Berliner AK beträgt nun sieben Punkte, kann jedoch mit dem Nachholspiel gegen den VfB Auerbach wieder auf 10 Punkte ausgebaut werden. Ausbaufähig ist hingegen auch die Musik-Auswahl bei den Berlinern. Nach dem Abpfiff ertönte noch D. Hasselhoff mit „Looking for Freedom“. Mehr gibt es dazu und zu diesem Spiel nicht zu sagen.

By Nino

 

Kommentar zum himmelblauen August, September und Oktober 2018

stadioneingang

Drei himmelblaue Monate können bisweilen verdammt lang sein. Aber die Uhren ticken beim Chemnitzer FC nicht schneller oder langsamer. Es ist der Takt der Ereignisse, der den Eindruck erweckt, dass entweder Stillstand beim CFC herrscht oder das Tempo der Erneuerung für einige zu schnell ist.

Dabei haben nur zwei Themen die himmelblauen Monate August, September und Oktober 2018 beherrscht. Zum einen diese fulminante Rekordserie von 14 Siegen in der Regionalliga-Nordost. Dazu kommt noch der 17:1 Testspiel-Sieg gegen ESV Eintracht Thum-Herold. Die 2:3 Testspielniederlage gegen den FSV Zwickau wird mal eben still und leise unter den Teppich gekehrt.

So ergeht es gelegentlich auch dieser jetzt schon historischen Leistung, die unter dem Getöse rund um das andere Thema, dem Insolvenzverfahren, unterzugehen droht. Daher lohnt es sich noch mal diese Siegesserie nachzuvollziehen:

2:0 Heimsieg vs. BFC Dynamo, 2:1 Auswärtssieg vs. SV Babelsberg 03, 3:0 Auswärtssieg vs. Rot-Weiß Erfurt, 2:1 Heimsieg vs. VfB Auerbach, 4:2 Auswärtssieg vs. Germania Halberstadt, 2:1 Auswärtssieg vs. VSG Altglienicke, 3:1 Heimsieg vs. Berliner AK 07, 1:0 Auswärtssieg vs. Budissa Bautzen, 3:1 Heimsieg vs. 1. FC Lok Leipzig, 4:0 Auswärtssieg vs. Optik Rathenow, 2:0 Heimsieg vs. Wacker Nordhausen, 3:1 Auswärtssieg vs. Hertha BSC II und der 4:0 Heimsieg vs. FC Oberlausitz Neugersdorf.

Macht insgesamt 42 Punkte, bei einem Torverhältnis von 38:10 Toren. Beste Offensive, beste Defensive. Vorzeitiger Herbstmeister. Dazu kommen noch die Siege im Sachsenpokal, 3:1 vs. Kickers Markleeberg (3. Runde) und im Achtelfinale der 4:2 Sieg gegen den FC 1910 Lößnitz. Mit dem Abstieg hat der CFC wohl nix mehr zu tun und die Chancen auf den Sachsenpokalsieg wurden weiter gewahrt. Sportlich könnte es also um einiges schlechter laufen.

Um diese sportliche Leistung Bilanz weiter einzuordnen, reicht nur der Blick ein Jahr zurück. Da hatten wir im himmelblauen Kommentar September und Oktober 2017 nach 14 Spieltagen in der dritten Liga festgehalten: „14 Spieltage sind absolviert, der CFC steht mit 16 Punkten (von 42 Möglichen) auf Rang 12. 4 Siege, 4 Unentschieden, 6 Niederlagen, negatives Torverhältnis von minus zwei (19:21 Tore).“ und „im Sachsenpokal war beim VfB Auerbach im Achtelfinale Schluss (1:2).“

Rein sportlich gesehen, kann es also sehr schnell anders laufen. Es könnte alles so schön himmelblau sein. Das Fan-Herz könnte wahrlich im Takt des Erfolges tanzen. Warum kann man sich immer nur so halb freuen und die „Spitzenreiter, Spitzenreiter-Gesänge“ nicht im vollen Brustton der Überzeugung geschmettert werden? Fast ist man geneigt, höhere Mächte könnten hier am Werk sein.

Und damit sind wir beim zweiten Thema, dem Insolvenzverfahren. Die Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beim CFC gestaltet sich zunehmend schwieriger. Nach dem neusten Stand des Verfahrens fehlen noch 493.000 Euro im Budget und die Suche nach dem nötigen Geld wurde eifrig begonnen, freilich nicht ohne Nebengeräusche. Und wie im Leben ist es so: Beim Geld hört der Spaß und die Freundschaften auf. Das Insolvenzverfahren brachte zum Erschrecken und Erstaunen aller Beteiligten so einige Ungereimtheiten ans Tageslicht. Mittlerweile hat man das Gefühl, dass alle Beteiligten im Glashaus sitzen und eigentlich nicht mit Steinen werfen sollten. Das Geplänkel im Klein-Klein erschwert den klaren Blick auf die Zukunft. Mehr denn je stellt sich doch die Frage, was der CFC, seine Mitglieder/Fans und Sponsoren jeweils einzeln sowie gemeinsam wollen. Die Einstellung des Spielbetriebs wohl nicht. Soviel sollte sicher sein. Beim Weg das zu vermeiden, sind die Richtung und die Mittel unterschiedlicher Natur. Nun sind im Insolvenzverfahren die Zuständigkeiten klar verteilt. Das (letzte) Wort hat der Insolvenzverwalter. Damit eingehergehend auch die Verantwortung.

Neben dem Platz steht noch eine Menge Arbeit an. Das liefert sehr viel Gesprächsstoff und auch wir haben uns, z.B. mit der Kommentierung des Sanierungskonzepts des CFC-IV ausgiebig dran beteiligt. Auf jeden Fall in dem Bemühen, wenigstens das ganz Schreiben zu analysieren, wohlwissend das Nino kein Experte im Insolvenzrecht ist. Daher muss man selbstkritisch einschätzen, dass eine vollumfängliche Einordnung nicht möglich ist. Da sind dann die örtlichen Sportjournalisten gefragt. Ob sie denn wollen oder nicht. Oder können. Eine kritische Begleitung und der Blick von außen muss allerdings jederzeit möglich sein.

Bis zum Jahresende 2018 stehen in der Hinrunde der Regionalliga Saison 2018/2018 noch die Duelle gegen den 17.ten ZFC Meuselwitz, den 8.ten FC Viktoria 1889 Berlin sowie den 16.ten Bischofswerdaer FV 08 an. Rein tabellarisch gesehen, verfällt man leicht an den Gedanken, dass das Selbstläufer sind. Zu den 42 würden sich 9 weitere Punkte gesellen und die Rekordserie wäre auf 17 Siege ausgebaut. Die Einstellung wäre aber fatal, denn wer nachlässt, der hat schon so gut wie verloren.

Der Wechsel von guten und schlechten Nachrichten vollzieht sich auch in der CFC-Familie. Eine verloren gegangene Stütze ist wieder an die Gellertstraße zurückgekehrt. Die ehemalige Pressesprecherin N. Oeser wird den CFC wieder, vor allem bei der strategischen und konzeptionellen PR- und Medienarbeit, unterstützen. Eine schlechte Nachricht musste der CFC mit dem Ableben von FCK-Meisterspieler A. Müller verkraften. Mit einer Gedenkminute wurde ihm vor Anpfiff des Heimspiels gegen FC Oberlausitz Neugersdorf würdevoll gedacht. In solchen Momenten wird einem auch immer wieder klar. Fußball ist nicht alles und nur ein Spiel. Dafür ab und zu eine verdammt ernste Sache.

By Baba und Nino

 

Die Bubis der Alten Dame. Der CFC vs. Hertha BSC II

Abschluss Fans

13.ter Sieg? Erstes Unentschieden? Oder sogar erste Niederlage? Ausrutscher oder Ausbau der Rekordserie? Immer wieder diese Fragen rund um den fabelhaften Start des Chemnitzer FC e.V. in die Regionalliga Nordost Saison 2018/2019.

Neben dem grünen Platze stellen sich auch gerade eine Menge anderer Fragen. Wer ist z.B. der ominöse Investor mit dem die Gründung der Chemnitz Fußball GmbH durchgeführt wurde? Ich tippe mal auf die KPM Bau GmbH. Wie soll die Etatlücke von 493.000 Euro geschlossen werden? Ist das vielleicht nur eine eingeplante Finte des Insolvenzverwalters, die alles zukünftige Handeln als alternativlos erscheinen lässt? Die Antworten wird’s erstmal nicht geben, daher lieber Fußball, der ist zum Glück meistens auch keine so komplexe Sache wie ein Insolvenzverfahren. Der Ball muss ins Tor, um zu gewinnen, einmal mehr als es der Gegner schafft.

So stand zur willkommenen Ablenkung, nach dem mühevollen 3:1 Pokalsieg gegen die Kickers Markkleeberg, wieder der Alltag der Regionalliga an. Und in diesem gastierten die, auch in Zukunft weiterhin so heißenden, „Himmelblauen“ am 13. Spieltag bei der Nachwuchsmannschaft U23 von Hertha BSC. Der zweiten Mannschaft, den Bubis der Alten Dame. Abseits solcher Beschreibungen standen sich der tabellarisch betrachtet der aktuell Tabellendritte mit der zweitbesten Offensive gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter mit der besten Offensive gegenüber. Die zweitbeste Heim- gegen die auswärtsstärkste Mannschaft. So oder so ein Spitzenspiel. Viele Tore könnten also bejubelt werden.

Der Wettergott Petrus zeigte sich allerdings nicht von seiner besten Seite: 12 Grad bei bedecktem Himmel. Die 516 mitgereisten CFC-Fans hielten sich auch bedeckt. Stimmungsboykott war die Ansage.

Stadion Wetter

Das Spiel begann zunächst mit dem üblichen Spitzenspiel-Abtasten, bloß keine Fehler machen. Etwas offensiver waren zunächst die Herthaner, die mit ersten Torschüssen unseren Torhüter J. Jakubow prüften. Den ersten Aufreger für die Chemnitzer gab es in der 22.ten Minute. Nach Foul an D. Frahn war ein sächsisches „meine Fresse“ im ganzen Stadion zu hören. Alle Achtung dafür 😉 Der zweiter Aufreger folgte prompt. Hertha Bubi F. Egerer holte sich nach einem Foul als letzter Mann an D. Bozic den roten Karton ab. Dieser diente gewissermaßen als Initialzündung. Allerdings nicht für ein anschauliches Spiel, sondern für die weitere Verteilung von Karten. Es folgten innerhalb von vier Minuten drei Gelbe Karten, mit dem Höhepunkt der roten Karte für K. Velkow in der 42. Minute. Somit ging es 10 gegen 10 weiter. Zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck, dass einige Spieler nur ihr dünnes Nervenkostüm übergestreift hatten. Fußballerisch lief es für den CFC dann auch noch schlechter. Ein erst abgewehrter Freistoß konnte nicht unter Kontrolle gebracht werden, so dass R. Morack zur 1:0 Führung traf.

Mit diesem weiteren Stimmungssenker ging es in die Halbzeitpause, in der Zeit blieb sich alkoholfreies Bier zu kaufen. Im Ernst, liebe Herthaner. Nur alkfreie Plörre im gesamten Stadion? In Berlin? Bei einem Spiel in der Regionalliga? Das war mitnichten ein Risikospiel!

Unverändert ging es in die zweite Runde, in der die Himmelblauen von Beginn an zeigten, hier noch was holen zu wollen. Eine gelbe Karte wollte auch S. Kurt, das ehemalige Supertalent des deutschen Fußballs. Eine gelbe Karte für die Blockierung des Abstoßes. Jugendlicher Leichtsinn oder erfahrene Dummheit, ich weiß es nicht so genau. Mehr Cleverness und erfrahner machte es dann unsere Sturmspitze, in dem er den vorher von N. Hoheneder herausgeholten 11er sicher verwandelte.

Frahn 11er

Im Folgenden ließen sich die Chemnitzer nicht aus der Ruhe bringen, denn es folgten die 3G der Hertha Bubis: Geschiebe, Gefoule und Gemaule. Zweiteres hörte dann zum Glück auf, denn R. Garcia packte sich ein Herz, ließ am Mittelkreis zwei Bubis aussteigen und fand Kapitän D. Grote. Dieser traf aus 16 Metern unhaltbar für J. Klinsmann zum 2:1 Führungstreffer in der 71. Minute. 4 Minuten später schaffte es D. Bozic, nach toller Vorarbeit von D. Frahn, auf 3:1 zu erhöhen. Von diesen Schocks erholten sich die Bubis nicht mehr. Die Schlussminuten wurden von Cheftrainer D. Bergner genutzt, um die Torschützen R. Garcia und D. Bozic auszuwechseln. Das quittierten die still gebliebenen CFC-Fans, außer dem dreifachen Torjubel und „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Rufen, mit einem warmen Applaus. Publikumsliebling K. Hovi durfte ab der 89. Minute ran, konnte aber keine Akzente mehr setzen.

So blieb es beim 3:1 Auswärtssieg und dem unfassbar 13.ten Sieg in Folge. Große Freude brach dann nach Abpfiff aber nicht aus. Zumindest kam es noch zum Abklatschen der Fans mit den Spielern. Mehr Versöhnliches gab es dann aber nicht mehr. Vielleicht teilen sich Wacker Nordhausen und der Berliner AK noch die Punkte, das wäre das i-Tüpfelchen dieses Spieltags.

Endstand

Am 14. Spieltag kommt der FC Oberlausitz Neugersdorf zum Heimspiel ins Stadion Chemnitz. Ein neuer Name soll bis Ende des Jahres 2018 gefunden sein. Bis dahin wohl auch ein Investor bzw. dessen Name. Diskussionsstoff gibt es auch weiterhin in Hülle und Fülle bei den Himmelblauen.

By Nino

 

 

Himmelblauer Zahlenrausch

ZahlenMit dem 4:0 Auswärtssieg gegen den FSV Optik Rathenow gelang dem Chemnitzer FC der 11. Sieg im 11. Spiel in der Regionalliga Nordost, Saison 2018/2019. Das macht nach Adam Riese 33 Punkte. Bei den Toren stehen 29 eigene und 9 gegnerische zu Buche. Dazu 0 Unentschieden und 0 Niederlagen, auch wenn sich das von selbst ergibt. 10 Punkte Abstand zu den nächsten 3 Verfolgern Hertha BSC II, FSV Wacker Nordhausen und Berliner AK 07. Ganze 16 Punkte zum 5. und 6. Platzierten (Rot-Weiß Erfurt und FC Viktoria 1889 Berlin).

Beim weiteren Anblick der Tabelle wird deutlich, warum sich die Himmelblauen schon so früh punktetechnisch von der Konkurrenz absetzen konnten. 3 Teams (15.-13.ter) mit 12 Punkten, 5 Teams (11.-7.ter) mit 14 Punkten, 2 Teams (5.-6.ter) mit 17 Punkten und wie oben bereits erwähnt, haben der 2.-4.te jeweils 23 Punkte. Diese Regionalliga Nordost ist demnach momentan sehr ausgeglichen. Gerade die zu Beginn als stärkste eingeschätzte Konkurrenten wie FSV Wacker Nordhausen teilen sich zu oft die Punkte (bisher 5mal) oder wie Rot-Weiß Erfurt überraschen mit Niederlagen (bisher 2, bei 5 Unentschieden).

Was sagt das nun über die Leistungsfähigkeit der Himmelblauen aus? Jene fast komplett neu zusammengestellte Mannschaft, der man gut und gerne erst einmal etwas Zeit zum Einspielen und Eingewöhnen eingeräumt hätte. Der CFC hat sich bisher keine Schwäche erlaubt und gewinnt auch die schwierigen Auswärtsspiele (z.B. gegen Budissa Bautzen). Die Ausfälle der Leistungsträger wurden kompensiert und die 5. Gelbe Karte schon mehrmals zu keinem ungünstigen Zeitpunkt gezückt. So stehen die Himmelblauen als Spitzenreiter da und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vor allem wenn man an die Zeiten vor einem halben Jahr denkt: Da steckte der CFC noch tief im Abstiegskampf der dritten Liga.

Nun also im Kampf um die Rückkehr in diese dritte Liga? Ist es schon so weit über den Aufstiegskampf nachzudenken bzw. diesen Gedanken überhaupt zuzulassen? Diese einmalige Chance auf den direkten Aufstieg, ohne den Mist namens Relegation? Oder soll man diese Momentaufnahme nicht einfach mal genießen? Ich bin da hin und hergerissen. Es fällt zunehmend schwer, sich diesem Siegesrausch nicht zu ergeben.

Zumindest hat der CFC mit den 33 Punkten schon mal im Abstiegskampf ordentlich vorgelegt. Bei noch ausstehenden 23 Spieltagen sollten die restlichen 7 Punkte zur magischen 40 Punktemarke schon irgendwie erreicht werden. Vielleicht mit 1 Sieg, 4 Unentschieden und 1 Niederlage in den noch 6 ausstehenden Spielen der Hinrunde? Übrigens stand eine Niederlage bei Energie Cottbus am Ende der Regionalliga Nordost Saison 2017/2018 zu Buche. Bei 28 Siegen und 5 Unentschieden, die summa summarum zu 89 Punkten führten. Bei einem Torverhältnis zu 79:14. Was für eine beeindruckende wie vorbildliche (???) Bilanz.

Vielleicht hilft ja zur himmelblauen Ernüchterung der Blick auf die kommenden Spieltage. Da stehen mit dem FSV Wacker Nordhausen (als derzeit 3.ter) und der zweiten Mannschaft von Hertha BSC (als derzeit 2.ter) zwei Spitzenspiele an. Danach folgen 4 Spiele gegen Teams, die zurzeit nicht schlechter als Tabellenrang 12 stehen, also mehrheitlich im oberen Bereich zu finden sind. Was bei der Ausgeglichenheit und geringen Punktabstände wiederum nicht viel zu bedeuten hat.

Daher sollte der CFC sich nur mit sich selbst beschäftigen…das kann er ja am besten 😉

By Nino

 

 

Der Drops ist noch nicht gelutscht! Der CFC und der Abstiegskampf

DropsBlau

 

#MissionKlassenerhalt und #FürVereinundHeimatstadt. Mit diesen Slogans bzw. Hashtags hat der Chemnitzer FC zum Beginn des Jahres 2018 das Ziel für die Saison 2017/2018 in der 3. Bundesliga ausgerufen. Nach dem 28. Spieltag und dem unglücklichen 1:1 gegen den Halleschen FC schrieb mir Baba, dass er zwar hofft, aber diese Mission als gescheitert betrachtet und eine Runde Phrasenbingo spielte #DerDropsIstGelutscht.

Nun werden im Abstiegskampf immer besonders viele Phrasen bemüht, dass gehört dazu wie das Gebet in der Kirche. Allein mir fehlt der Glaube, dass der CFC den Klassenerhalt nicht mehr schaffen kann. Klar, das letzte Spiel gegen Halle war unglücklich. Ich denke nur an die 3 Pfostentreffer und die kuriose Szene von D. Frahn, der den Ball nicht über die Linie drücken konnte. Symptomatisch übersetzt: Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß. Das Frahn nach drei Monaten doch noch getroffen hat, stimmt mich wiederum optimistisch. Vielleicht ist ja jetzt „der Knoten geplatzt“ und weitere Tore können gerne folgen. Zudem spielte die Mannschaft deutlich engagierter und es wurden eklatante individuelle Fehler vermieden.

Auch ein Blick auf die kommenden Gegner lässt bei mir Zuversicht aufkommen. Denn es stehen die Duelle gegen Werder Bremen II, Sportfreunde Lotte, SG Sonnenhof Großaspach und Rot-Weiß Erfurt an. Jene Teams also, die im unmittelbaren Tabellenumfeld des CFC stehen. Zwei Mannschaften drunter, zwei oben drüber. Summa summarum heißt das: Abstiegskampf deluxe. Mittendrin statt nur dabei. Die besten Chancen auf viele Punkte liegen jetzt auf dem Silbertablett. Der CFC muss jetzt nur noch beherzt zupacken und weiterhin so mutig und engagiert aufspielen.

Auch der Blick auf die Tabelle lässt bei mir Zuversicht aufkommen. Zum Stand 12. März 2018 liegen zwischen dem 17. und dem 11. Tabellenrang lediglich 5 Punkte. Ganze 5 Mannschaften haben 33 Punkte (12.ter bis 16.ter). In dieser Konstellation können Mannschaften ganz schnell in einen Abwärtsstrudel geraten. Ganz schnell müssen diese dann in den Abstiegskampf-Modus schalten. Ein klarer Vorteil für den CFC, der sich (leider) in diesem schon eine ganze Weile befindet.

In diesen vier Spielen muss der CFC mindestens 10 Punkte holen. Nicht zu vergessen das Nachholspiel gegen SV Wehen Wiesbaden, welches gefühlt schon ein zusätzliches ist. Er hat es also noch in der eigenen Hand. Schützenhilfe braucht’s noch nicht. Zudem stehen die Fans wie der 12. Mann hinter der Mannschaft, die Führungsriege agiert ruhig und lässt keine Diskussionen um Trainer und Mannschaft zu.

Kurzum: Der Drops ist noch nicht gelutscht. Daher heißt es: Hallo und Willkommen in den „Wochen der Wahrheit“ für die Himmelblauen. Der Kampf um den Verbleib in Bundesliga Nr. 3 geht in die heiße Phase. Phrasen-Bingo kann später gespielt werden, denn: Aufgeben ist keine Option 🙂

By Nino

 

Kommentar zum himmelblauen September und Oktober 2017

Zahlen

Im Kommentar zum himmelblauen August 2017 haben wir uns dabei erwischt, dass wir eine erste Bilanz zur fast runderneuerten CFC-Mannschaft und dem neuen Trainer-Team um Chef Horst Steffen ziehen wollten. Das war zu diesem Zeitpunkt noch reichlich verfrüht.

Nach nun mittlerweile 14 Spieltagen und drei Pokalspielen (DFB-und Sachsenpokal) haben wir uns mal in den Statistik-Keller begeben, um mit Hilfe des Blickes auf die nackten Zahlen Erhellendes zur Frage „Wie steht es um den CFC?“ zu Tage zu fördern.

Schauen wir uns zum Einstieg in diese (Achtung Spoiler!) Statistik-Tortur die 10 Spiele des CFC von September bis Oktober 2017 an: Das macht 4 Siege, 2 Unentschieden und 4 Niederlagen. Eine klassisch ausgeglichene Bilanz, oder? Wenn man näher hinschaut, kann’s auch so betrachtet werden: Unentschieden, Niederlage, Niederlage, Sieg, Unentschieden, Sieg, Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage. Eine klare Tendenz? Fehlanzeige!

Dann hilft vielleicht die „Heim/Auswärts“-Betrachtung?
Heim-Unentschieden, Auswärts-Niederlage, Heim-Niederlage, Auswärts-Sieg, Auswärts-Unentschieden, Auswärts-Pokalsieg, Heim-Sieg, Auswärts-Niederlage, Heim-Sieg, Auswärts-Pokalniederlage. Macht also: 2 Heimsiege, 2 Heim-Niederlagen, 1 Heim-Unentschieden, 1 Auswärts-Unentschieden, 3 Auswärts-Niederlagen, 2 Auswärts-Siege. Ja genau, das ist so wenig hilfreich wie lesbar 🙂 Also Schluss mit dem Klein-Klein der letzten 10 Spiele.

Kommen wir daher nun zur Gesamtschau und blicken auf die Tabelle der 3. Fußball-Bundesliga: 14 Spieltage sind absolviert, der CFC steht mit 16 Punkten (von 42 Möglichen) auf Rang 12. 4 Siege, 4 Unentschieden, 6 Niederlagen, negatives Torverhältnis von minus zwei (19:21 Tore).

Im Ergebnis der näheren Betrachtung wird zumindest deutlich, dass der CFC 11 Punkte zu Hause geholt hat (von Möglichen 21) und auswärts dagegen nur 5 von 21. Bilanz-technisch heißt das also: Der CFC ist bisher zu Hause besser, auswärts dagegen der kleine Bruder vom Punktelieferant.

Was die Pokal-Wettbewerbe betrifft, so sind die Himmelblauen gegen Rekordpokalsieger FC Bayern München rausgeflogen (hier geht’s zum Spielbericht) und im Sachsenpokal war beim VfB Auerbach im Achtelfinale Schluss (1:2). Das ist besonders bitter, weil eine Chance auf die erneute Teilnahme am DFB-Pokal 2018/2019 kläglich verspielt wurde. Gaaanz optimistisch gesehen, können sich die Himmelblauen nun auf den Liga-Alltag konzentrieren.

Auf dem Programm stehen bis zum Jahresende 2017 sechs Spiele. 4 Auswärtsspiele und 2 Heimspiele. 3 Spiele gegen Teams, die momentan vor dem CFC in der Tabelle stehen (Meppen, Magdeburg, Rostock) und 3 Spiele gegen Teams, die momentan hinter dem CFC stehen (Würzburg, Münster, Zwickau). Aber ob diese Betrachtung so hilfreich ist? Zumindest bestehen mehr Möglichkeiten, dass der CFC seine Auswärtsbilanz etwas verbessert. Jedoch liefern Zahlen und Ergebnisse nur die halbe Wahrheit über die Leistungsfähigkeit einer Mannschaft. Ebenso wenig ob z.B. die Spiele überlegen gewonnen oder unglücklich verloren wurden. Wie schätzt ihr also den Stand der Dinge beim CFC ein?

By Baba und Nino

 

 

1. Bundesliga: Fazit zur Hinrunde Platz – 1-6

Champions-League-Pokal

Nach dem ersten Teil folgte der zweite Teil und last but not least nun der letzte Teil der Trilogie des Fazits zur Hinrunde der 1. Bundesliga 2014/2015.

Nach #Tabellenkeller und #Niemandsland der Tabelle wird von diesem Teil gern von der „Fleischtopf“-oder etwas vegetarischer von der „Geldtopf-Region“ gesprochen. Denn mit den Plätzen 1-6 sind die Clubs von „sicher“ bis „so gut wie sicher“ in der nächsten Saison in der Champions-oder Europa-League dabei. Und bisher sind mit den Bayuwaren aus München, den Wölfen aus Wolfsburg, Vizekusen, den Fohlen aus Mönchsgladbach, den 04er-Knappen aus dem Schacht und dem FC Augsburg auch würdige Vertreter dabei.

Auffallend hier, das mit den Trainer/Manager-Duos #HeckingAllofs, #FavreEberl #WeinzierlReuter seit Jahren wohltuend solide Arbeit geleistet wird. Davon könnten sich einige Vereine mehr als nur eine Scheibe von abschneiden.

Der VfL Wolfsburg hat sich etwas überraschend als erster Bayern-Jäger (obwohl sie es bisher partout nicht sein wollten) eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Die Winterpause wurde vom tragischen Unfalltod von Junior Malanda überschattet. R.I.P. Dem Verein ist zu wünschen, dass der Fußball eine gute Verarbeitungsmethode sein kann und Zeit und Raum für die individuelle Trauerarbeit gegeben ist.

Bei Leverkusen hatte ich zu Beginn der Saison die Hoffnung, dass sie mit der von Roger Schmidt verpassten offensiveren Spielweise mehr Furore sorgen würden. Ich erinnere da nur an die spektakulären Auftritte in der CL-Quali und den Auftaktsieg gegen die Borussen aus Dortmund. Am Ende ging ihnen wohl die Puste aus, leidiger Höhepunkt die verspielte Tabellenführung in der Gruppenphase in der League der Champions. Nun müssen sie eben gegen Atlético Madrid ran.

Mönchengladbach steht zwar lediglich aufgrund des besseren Torverhältnisses auf Platz 4, ist jedoch dabei die Ernte für die wertbeständige Arbeit einzufahren. Wie die Wolfsburger müssen sie gegen einen „schwere Brocken“ ran. Und zwar gegen Europa-League-Titelverteidiger FC Sevilla. Mit „zwei Spielen wo alles passt“ ist ein Weiterkommen durchaus machbar.

Der Trainerwechsel #AufSchalke hat sich wohl nur für die Führungsriege bezahlt gemacht. Endlich ein Trainer von angeblichen Erfolgsformat, ein CL-Sieg kann schon blendend sein. Es bleibt abzuwarten ob die Schalker es schaffen, die immer noch fehlende Konstanz in ihr Spiel zu bringen. Im 8telfinale der CL steht mit Real Madrid die offiziell beste Vereinsmannschaft der Welt vor der Tür. Man möchte sagen: Schön…lass sie lieber zu.

Augsburg ist für mich die Überraschungsmannschaft dieser Hinrunde. Hier gibt es nur Top oder Flop, als einzige Mannschaft bei dem kein Spiel unentschieden abgepfiffen wurde. Ob sie es schaffen auch so eine sensationelle Rückrunde zu spielen, bleibt abzuwarten. Die Doppel- bzw. Dreifachbelastung der vorstehenden Mannschaften hat Augsburg nicht. Sie können sich voll und ganz auf die Liga konzentrieren. Ob das alles so gewollte ist, ich weiß es nicht. Sie könnten dann auch Opfer ihres eigenen Erfolges werden. Die in der kommenden Saison anstehende Belastung mit Europa League hat schon andere Mannschaften in Schwierigkeiten gebracht #Mainz#Frankfurt#Freiburg.

Inwieweit sich die Münchner Bayern in Schwierigkeiten bringen, bleibt auch abzuwarten. Für Josep Guardiola wird es die Herausforderung sein, die Mannschaft bei Laune zu halten. Sofern alle Spieler gesund und fit sind, dann hat er mindestens 22 Spieler mit Stammplatz-Ambitionen. Ob er sich dafür bei Don Jupp Rat holen sollte? Er hat dies mustergültig in der historischen Triple-Saison 2013/2014 geschafft. Schau ma mal…

Meine Prognose für diese Region der Tabelle: Es kann nur einen Meister geben 🙂

By Nino

EuropaleaguePokal

1. Bundesliga: Fazit zur Hinrunde – Platz 7-12

Italien - Deutschland

Nach dem Fazit zur Hinrunde der Plätze 13-18  folgt nun Teil 2 der Trilogie.

Diese Tabellenregion wird mitunter als das „Niemandsland der Tabelle“, das „Feld der grauen Mäuse“ beschrieben. Zu schlecht für Europa, zu gut für die 2. Liga. Zum Glück für Hoppenheim, Hangover, Fränkfurt, Pader-born, Kölle und Mainz, dass die Abstände nach oben und wie unten mit nur 1nem Punkt nicht sonderlich groß sind. Das macht einerseits Hoffnung und andererseits Angst. Und diese Triebfedern werden wohl treue Begleiter in der Rückrunde für diese Mannschaften sein.

In Mainz hat man sich ja dafür entschieden, einen Trainer für das Konzept des Vereins zu holen. Der bislang nicht weltbekannte Kasper Hjulmand ergänzt sich bisher ganz gut mit der Karnevalsmentalität der Mainzer. In der ersten Runde des DFB-Pokals war jedoch der Spaß vorbei. Im legendären 9:10 gegen den Chemnitzer FC schied man ganz ohne Kamelle und Helau aus. In Chemnitz zu verlieren ist jedoch keine Schande #F#C#K.

Auch bei dem anderen Karnelsverein, dem #Effzeh aus Köln versucht man es jetzt mit Gelassenheit und träumt nicht nach zwei Siegen von Europa, sondern nach fünf von der Meisterschaft. Das Duo Höger&Schmadtke sorgt in der Domstadt für die notwendige Abseits-des-Rasens-Professionalität, ein Verbleib in der Liga sollte zu schaffen sein.

Ob es für den Neuling Paderborn reicht, bleibt abzuwarten. Einige Überraschungssiege und Unentschieden waren schon dabei. Die Mannschaft ist eingespielt, hat nix zu verlieren und keine Doppelbelastung durch den Pokalwettbewerb zu fürchten. Beste Zutaten also, noch für einige Furore zu sorgen.

In Hannover ist es hingegen wie eh und je. Die Trophäe „Graue Maus“ wird auch in diesem Jahr vergeben und es scheint so, als wenn die Hannoveraner ihr Triple verteidigen, ergo ein #Sextuple feiern können. Zumindest scheint die Mannschaft um Trainer Korkut stabil genug, um sich frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern.

In der Bankenstadt Frankfurt spielt mit 13 Toren der derzeit erfolgreichste Stürmer Alex Meier. Wenn er weiter so treffen sollte, wird er vielleicht noch ein Mann, ähm Spieler für Welttrainer Löw? Aber so hoch hinaus wie die Banken ihre Schulden-Türme bauen, wollen er und die Eintracht gar nicht. Mit dem neuen Trainer ist nämlich die Schaaf’sche Ruhe in die ach soooooo quirlige Stadt am Main eingezogen. Allerdings noch nicht in das Verhältnis von Offen- und Defensive. Frankfurt hat als einzige Mannschaft ein ausgeglichenes Torverhältnis. Das heißt zwar Offensivspiel en Masse, aber auch eine Abwehr so löchrig wie ein Käse (nein, kein Schweizer, das wäre jetzt zu viel der Phrasendrescherei 🙂 ). Dieses Problem gilt es zu lösen, denn um zu gewinnen…ja, nee is klar…ein Tor mehr und so.

Apropos „und so…“. Hoppenheim gibt’s ja auch noch. Werden sie ein ernstzunehmender Konkurrent für die 96er aus Hannover oder ein Club mit Ambitionen auf das europäische Parkett? Der Verein und sein Gebaren bleiben für mich ein Rätsel. Einzig Trainer Gisdol hat einen Effekt, er erinnert mich an Grinsebacke Klinsmann.

Meine Prognose für diese Region der Tabelle: Mindestens ein Verein schafft den Sprung auf die europäische Bühne, alle anderen bleiben der Liga erhalten. So schön wie traurig das auch sein mag.

By Nino