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„Was bisher geschah…“ Teil 9

Neun

Das letzte Mal einstellig, dann sind wir schon bei Numero 10. Vorher können wir in aller gebotenen Bescheidenheit in unserer Rückblicks-Kategorie „Was bisher geschah…“ wie eh und je auf einen bunten Strauß an Themen zurückblicken. Wir haben uns dem ewigen Thema „Relegation“ mit einem Pro und Contra gewidmet und so wie es aussieht, werden wir wohl dazu niemals einer Meinung sein. Wenn schon dann beim Thema Kommerz. Die 10 Anti-Kommerz-Gebote sind immer noch eine gute Orientierung, etwas proaktiv gegen die Kommerzialisierung im Fußball-Geschäft zu tun. Bei aller Schwierigkeit der konsequenten Umsetzung.

Eine luftige Geschäftsidee hatten wir allerdings für Timo Werner. Leider aufgrund der ihn ereilenden Schmäh-Rufe aus der Not geboren. Einen empörten und immer noch unbeantworteten Leserbrief an den 11Freunde Chefredakteur und u.a. auch SternStimme Philip Köster hatte dies auch noch zur Folge.

Fehlen durfte unser geliebter Chemnitzer FC selbstverständlich nicht. Diesmal vertreten mit einem Kommentar zum Sieg im Sachsenpokal 2017, der wiederum zum vermeintlichen Traumlos FC Bayern München in der 1. Runde des DFB-Pokals geführt hatte.

Wie immer: Viel Spaß beim Stöbern!

By Baba und Nino

81. Was bisher geschah…Teil 5

82. Relegation ist Mist

83. Der unabsteigbare HSV – der Traum von einer Huldigung!

84. Kommentar zum Sachsenpokalfinale Lok Leipzig vs. CFC

85. Relegation ist geil! Alles oder Nichts! Es lebe die Relegation!

86. Die luftige Geschäftsidee für Timo Werner

87. Die 10 Anti-Kommerz-Gebote

88. CFC vs. FCB – Das Pokal-Traumlos!?

89. Leserbrief zur stern-Stimme Philipp Köster

90. Ein Bericht vom Spiel Houston Dynamo vs. FC Dallas

P.s: Weitere Leseempfehlungen sind auch der Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7 und last but not least Teil 8.

 

w.z.b.w. Ein Kommentar zum Videobeweis – Teil2

Videobeweis

Der erste Teil zum Videobeweis-Kommentar (hier geht’s zu Teil 1) beschäftigte sich mit den Problemen und den Beteiligten, die mehr oder weniger allesamt dazu beitragen, dass der Videobeweis aktuell einen eher ausbaufähigen Stellenwert in der 1. Fußball-Bundesliga genießt.

Nun soll es sich um die Ansätze und Lösungen drehen, die zum Gelingen des Videobeweises beitragen können. Hierbei hilft es, sich in Erinnerung zu bringen, warum der Videobeweis testweise eingeführt wurde. Nämlich um die Schiedsrichterriege (Bibiana Steinhaus ist hier miteingeschlossen) bei ihren Entscheidungen mit technischen Hilfsmitteln zu unterstützen. Nicht erst seit der Saison 2016/2017 gab es Diskussionen über Schiri-Fehlentscheidungen und daraus resultierende Benachteiligungen von den betroffenen Clubs. Noch viel länger gibt es den Fangesang „Schiri wir wissen wo dein Auto stand…hat gut gebrannt, hat gut gebrannt“. Nicht zu vergessen: „Schieber, Schieber-Rufe“, gepaart mit „Fußball-Mafia-DFB“. Es war also längst an der Zeit, auch im Fußball weitere technische Hilfsmittel zu nutzen, die in anderen Sportarten wie z.B.

Tennis,

Baseball,

Cricket,

Hockey,

Football,

Eishockey,

Fechten und

Ski Alpin schon seit Jahren zum Einsatz kommt.

Wie kann es also gelingen, dass der Videobeweis seinen eigentlichen Zweck erfüllt (weniger Fehlentscheidungen, mehr Unterstützung für die Schiris)? Vielleicht sogar etwas wie Akzeptanz für den Videobeweis unter allen Beteiligten zu schaffen? Hier ein paar Vorschläge:

1. Eine realistische Erwartungshaltung

Fußball ist ein Spiel das von Fehlern lebt. Gäbe es z.B. keine Stellungs- oder Abspielfehler, so würden im Enddefekt keine Tore fallen. Das Ergebnis: Zwei Mannschaften, die sich taktisch neutralisieren und ein fast fehlerloses Spiel abliefern (was kein Fan dauerhaft sehen will).

Wie beim Spiel, so ist es auch bei den Schiedsrichtern. Sie werden auch mit dem Videobeweis weiterhin Fehlentscheidungen treffen. Das gehört zum Fußball wie zum Leben dazu. Also, eine realistische Erwartungshaltung an den Spieltag legen und der Versuchung widerstehen, zu glauben, dass es mit dem Videobeweis keine Fehlentscheidungen mehr geben wird. Im Übrigen entscheiden ja auch immer noch Menschen und keine Pfeif-Roboter.

2. Weniger Schauspiel, dafür mehr Fußball-Kunst

Die Fußballspieler sowie die Verantwortlichen/Offiziellen der Clubs sollten sich wieder mehr der Fußball-Kunst hingeben, anstatt sich mit ihren teilweise peinlichen Darbietungen für die Nachmittagssendungen bei RTL zu bewerben.

Die Performance „sterbender Schwan“ von H. Herrlich #Vizekusen und K. Papadopoulos #DinoHSV gibt es dann nicht mehr neben oder auf dem Platz, sondern nur noch im Schlachthof zu besichtigen.

Mehr Fußball-Kunst statt Schauspiel, da hilft auch ein Blick in das Regelwerk des DFB weiter. Denn zur Regel 12.3: „Verwarnungswürdige Vergehen“ steht geschrieben: „Ein Spieler wird verwarnt beim Protestieren durch Worte oder Handlungen.“

Kein Foul vergeht, bei dem eine Traube von Spielern zur Versammlung beim Schiri antritt, um mit Worten oder Handlungen mindestens eine gelbe Karte für den Foulenden zu fordern. Hier wird besonders deutlich, dass das oft geforderte Fingerspitzengefühl der Schiris überstrapaziert wird. Eine konsequentere Durchsetzung könnte der ganzen Schauspielerei Grenzen setzen. Müsste sich halt nur ein Schiri finden, der ein Exempel statuiert…leichter geschrieben, als getan.

3. Die Schiedsrichter

Damit bin ich bei den Schiedsrichtern, den manchmal ärmsten Säuen auf dem Platz. Umgeben von Besserwissern, 9mal-Klugen und wenigen, die die Regeln wirklich kennen. Wenn Profi-Fußballspieler gegeneinander spielen, dann müssen auch Profi-Schiedsrichter das Spiel leiten. Schluss mit dem Nebenjob „Bundesliga-Schiedsrichter“, alle Schiris sollten hauptberuflich pfeifen können. Hier dient ausgerechnet die Money-League, ähm die englische Premier-League als Vorbild, in der bereits 2001 die Schiedsrichter-Gesellschaft PGMOL aus dem Verband ausgegliedert wurde.

Dazu müsste der Deutsche Fußballbund allerdings seine Strukturen ändern bzw. neue schaffen. Vor allem aber die Posten nicht nach Gutdünken und/oder alten Männer- und Fan-Freundschaften verteilen. Mit M. Gräfe’s öffentlicher Kritik an der DFB-Günstlingswirtschaft wurde hier schon eine erste Strukturänderung angestoßen, dem Videobeweis sei Dank!

Darüber hinaus wurden die Rollen bei der Entscheidung neu definiert bzw. auch nur klargestellt. Der Schiri auf dem Platz trifft diese, nicht der Video-Assistent (soweit so selbstverständlich…).

4. Die (a-sozialen) Medien und Fans

Wer die letzte Entscheidung trifft, das sollten sich die Sportmedien und die Fans (wieder) bewusstwerden. Und wenn es mal zu einer Fehlentscheidung kommt, dann sollte diese nicht künstlich hochgejazzt werden. Auch wenn das Grundproblem der täglichen Berichterstattung besteht, so ist eine nüchterne Betrachtung des Videobeweises längst überfällig. Bei jeder Umfrage oder hochgeladenen Videos laufen die Kommentarspalten voller Beleidigungen usw. über. Ein bisschen mehr Gelassenheit, realistischer Erwartungshaltung (siehe auch 1.) und weniger Klick-Geilheit sind nicht nur für den geneigten Leser eine Wohltat.

Wenn nur die Hälfte der genannten Vorschläge umgesetzt würden, dann ist vielleicht irgendwann der Schiri nicht mehr die ärmste Sau auf dem Platz. Im besten Falle ist er eine Respektsperson, deren Entscheidung ohne großes Nörgeln und Entrüstungssturm akzeptiert wird.  Denn schließlich will sich jeder Fan nach dem Spiel über das Spiel unterhalten und nicht schon wieder darüber, dass der Schiri das Spiel verpfiffen hätte. Ansonsten ist auch klar: Jeder kann eine Pfeife werden.

Das Motto lautet also: Mehr miteinander, statt gegeneinander. Nicht nur hier die bessere Formel, die zu beweisen wäre. Dann heißt es vielleicht auch anerkennend: „Schiri…wir wissen wo dein Auto steht…hast gut geparkt, hast gut geparkt.“

By Nino

 

Leserbrief zur stern-Stimme Philipp Köster

Sterne

Lieber Herr Köster,

dies ist ein Leserbrief zu ihrem Artikel „Lasst die Fans doch Timo Werner auspfeifen!„.

Eigentlich war Ihre letzte „Kabinenpredigt“ zum Thema „Der Fußball und der Kommerz – ein hoffnungsloser Fall“ schon ein Leserbrief wert. Ich entschied mich dann aber nicht auf den öden Mecker-Zug aufzuspringen. Dann doch lieber die 10 Anti-Kommerz-Gebote formulieren und proaktiv etwas gegen die Kommerzialisierung im Fußball-Geschäft zu tun.

Mecker-Zug deswegen, weil sich Ihre bisherigen 20 Texte nur um den FC Bayern München, Borussia Dortmund, Kritik am Kommerz oder was alles langweilig ist (die Meisterschaft generell, die dann der FCB gewinnt oder dessen schnöde Meisterfeier) oder den HSV drehen, dann aber nur in Verbindung mit dem FCB (8:0 Niederlage). Neben diesen Themen gibt es lediglich Ausnahmen (Nationalmannschaft, SC Freiburg, gute/böse Schwalben, Sportsgeist von Julian Nagelsmann). Aber das war es dann auch schon. Leider.

Jetzt also Timo Werner und die Pfiffe beim WM-Qualifikationsspiel vs. San Marino. Da die Pfiffe, vor dem Hintergrund der Vorgeschichte, so vorhersehbar wie das Amen in der Kirche waren, habe ich mich auch mit dem Thema beschäftigt und die passende bzw. luftige Geschäftsidee entwickelt. In der leisen Hoffnung, dass Timo Werner dann von allen sogenannten Fußball-Experten ein amtlicher #BossMove attestiert wird.

Kurz zusammengefasst müsste, wenn es nach Ihrer Meinung ginge, diesem unwürdigem Treiben jedoch kein Ende gesetzt werden, weil Timo Werner selbst dran schuld ist. Richtig so? Also immer schön weiter mit den Pfiffen und der einhergehenden öffentlichen Demontage eines Fußball-Spielers. Besteht denn noch die Chance, dass sich Timo Werner „rehabilitiert“? Ab wann kann denn nach Ihrer Ansicht nach Schluss damit sein? Den Fehler hat er, wenn auch reichlich spät, eingestanden und er würde es gerne rückgängig machen. Soll er mit dem Fußball spielen aufhören? Da sehe ich die Schlagzeile schon vor mir: „Timo Werner beendet Karriere- Die Pfiffe wurden ihm zu viel“. Reißerischer geht’s bestimmt, da kennen Sie sich besser aus.

Dabei geht es bei diesem Thema nicht nur um die Pfiffe, sondern auch um die leidigen Begleiterscheinungen, die sie kritisieren. Dazu will ich Ihnen folgendes sagen, zur besseren Nachvollziehbarkeit geht’s chronologisch oben los.

„Lasst die Fans doch Timo Werner auspfeifen!

Die allgemeine Empörung wegen der Pfiffe gegen Timo Werner ist völlig übertrieben und außerdem kontraproduktiv. Für den Spieler und die Funktionäre gilt: Einfach mal die Klappe halten, findet stern-Stimme Philipp Köster.

Es spricht nicht gerade für den Spannungsgehalt des einseitigen WM-Qualifikationskicks gegen San Marino, dass hinterher nicht über die bisweilen fahrlässige Chancenverwertung der deutschen Elf beim 7:0 debattiert wurde, sondern über die Pfiffe, die sich der Leipziger Stürmer Timo Werner bei seiner Einwechslung anhören musste.

Was war anschließend die Aufregung groß. Bei den Medien, die gleich mal mit ganz großen Kanonen schossen. „Unfassbar dämlich“ seien die Pfiffe gewesen, keuchte die „Welt“, der „Express“ fand sie gleich „einfach nur erbärmlich“ und Eurosport erblickte zitternd „eine wahre Hetzjagd“. Anders als mit derart pochender Halsschlagader können heute fußballerische Themen offenbar nicht mehr verhandelt werden. Was auch an der Dauerempörung der Funktionäre liegt. RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff keifte „Frechheit“ und Bundestrainer Jogi Löw barmte, einer, der 21 Tore in der Liga geschossen habe, „der darf nicht ausgepfiffen werden!““

Die von Ihnen zitierten Medien und deren Überschriften sind wirklich übertrieben und weit von sachlich entfernt, keine Frage. An sich bergen sie jedoch aber auch einen Funken Wahrheit in sich. Leider ist es, nicht wie von Ihnen genannt, ein fußballerisches Thema. Es geht schlichtweg darum, einen jungen Spieler wegen einer unfairen Aktion und seiner Vereinszugehörigkeit öffentlich zu beschimpfen. Ihr 11Freunde-Kollege Reich hat das treffsicherer beschrieben: „Indes: Mit Pfiffen ist es in der Causa Werner nicht mehr getan. Auf Mallorca gibt es mittlerweile T-Shirts mit Werner-Schmähungen zu kaufen, eine Ballermann-Schmeißfliege namens Ikke Hüftgold hat Werner gar ein »Lied« gewidmet, das niemand hören sollte, der nicht direkt zehn IQ-Punkte verlieren will.

Die „Dauerempörung der Funktionäre“ kommt ja auch nur deswegen zu Stande, weil es 1. zu einem Dauerthema geworden und 2. es die Pflicht von Funktionären ist, solchen Entwicklungen nicht tatenlos zuzuschauen. Was würde denn erst geschrieben, wenn die Funktionäre „ihre Klappe halten würden“? Dann heißt es doch: Timo Werner hat keine Unterstützer mehr. Niemand nimmt ihn in Schutz. Niemand stellt sich vor ihn. Die Funktionäre haben schließlich auch eine Verantwortung gegenüber den Spielern.

„Jeder darf pfeifen, wenn er will

Es wird Löw und die anderen Funktionäre erstaunen, aber tatsächlich dürfen Zuschauer in Fußballstadien pfeifen, wann und wo sie wollen. Der Erwerb eines Tickets verpflichtet nicht dazu, brav bei jedem schnöden Kurzpass zu jubeln und bei jedem eingewechselten Stürmer ekstatisch zu jubeln. Derzeit jedenfalls noch nicht, aber vielleicht überarbeitet Oliver Bierhoff ja gerade schon die Geschäftsbedingungen.

Dabei muss man überhaupt nicht darüber streiten, dass die Pfiffe gegen Werner albern sind. Der junge Mann ist vor längerer Zeit mal etwas zu engagiert durch den Schalker Strafraum geflogen, wobei die Schwalbe handwerklich nicht einmal ordentlich gearbeitet war. Sicher, anschließend wäre ratsam gewesen, den Pfiff des Referees nicht auch noch mit gerecktem Daumen zu quittieren und hinterher ein bisschen fixer Reue zu zeigen. Aber er ist noch „so jung“ (Joachim Löw), man könnte es also irgendwann auch mal gut sein lassen, was nicht minder für die bescheuerten Gesänge gilt, Timo Werners Mutter entstamme dem horizontalen Milieu.“

Hmh, wenn man nicht mehr darüber streiten muss, dass die Pfiffe gegen Werner albern sind, warum kann diese Albernheit kein Ende finden? Es stellen sich mir daher immer wieder die gleichen Fragen: Was soll er denn noch machen? Aufhören? Vereinswechsel? Das Bundes-Jogi darauf hinweist, dass er „so jung“ ist, ist absolut gerechtfertigt. Er ist 21 Jahre alt. Wenn’s gut läuft, dann spielt er noch 12 Jahre Fußball.

„Man muss allerdings auch konstatieren, dass sowohl Timo Werner als auch die umgebenden Funktionäre bislang keine allzu glückliche Figur machen. Um es kurz zu machen: Wäre der junge Nationalspieler klug beraten gewesen, hätte er einfach mal den Mund gehalten. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass immer mal wieder einzelne Spieler zu Sündenböcken gemacht werden. Er ist nicht der erste und nicht der letzte, dem so etwas passiert. Damit muss und kann man klar kommen. So wurde Mario Gomez ja über Jahre beharrlich ausgepfiffen. Der Stürmer nahm die Pfiffe des Publikums stets gelassen und unaufgeregt hin, jammerte nicht, kickte unverdrossen weiter und ist inzwischen wieder ein sehr wohlgelittenes Mitglied des Löw-Ensembles.“

Ihr Hinweis auf die früheren Zeiten ist richtig, macht die Sache aber dadurch nicht besser. „Sündenböcke“ oder „Reizfiguren“ wird es wohl auch in Zukunft geben. Dabei ist aber auch entscheidend, von welcher Seite so eine Rolle gefordert und gefördert wird. „Reizfiguren“ werden auch weiterhin ihre Reize neben und auf dem Platz setzen, um für Aufregung sorgen zu können. Da entwickelt sich ein dankbares Geben und Nehmen zwischen Spieler, Medien und Öffentlichkeit. Fußballspieler die gerne im Vordergrund stehen wollen, die gab es schon immer #Kahn #Cantona #Ronaldo #Effenberg #Matthäus #Basler

Haben Sie bei Timo Werner den Eindruck, dass er von den genannten Ex-Profis die Nachfolge antreten will? Das er geradezu nach Aufmerksamkeit giert? Dass er sich ständig in den Mittelpunkt drängt und hochgradig mitteilungsbedürftig ist? Ich schätze eher ein, dass er gerade das alles nicht will.

Des Weiteren hinkt der Vergleich zu Mario Gomez, auch wenn er jahrelang in der Kritik, teilweise berechtigt, teilweise unberechtigt stand. ARD-Kommentator und Ex-Profi Mehmet Scholl hat sich für seinen „Wundliegen-Spruch“ 3 Jahre später bei Gomez öffentlich entschuldigt. 3 Jahre sind in der Fußball-Welt eine verdammt lange Zeit.

Überdies ist Mario Gomez 31 Jahre alt und damit 10 Jahre älter als Timo Werner. Auch das ist in der Fußball-Welt eine verdammt lange Zeit.

Es stellt sich auch die Frage, woher Sie einschätzen wollen, dass man damit klarkommen muss und kommen kann? Abgesehen davon, ist es doch an der Zeit, mal die Regeln des Umgangs neu zu ordnen bzw. zu alten Tugenden zurück zu kehren. Was ist das denn bitte für eine Fußball-Kultur? Da braucht man sich auch nicht wundern, wenn sich immer mehr Fans vom Fußball abwenden, weil sie von solchen Aktionen einfach angewidert sind.

„Timo Werner: „Ein bisschen frech“

Werners Einlassungen zu dem Thema waren hingegen eher konfliktfördernd. „Ein bisschen frech“ seien die Pfiffe gewesen, konstatierte Werner. Das klang tatsächlich so, als weise ein Lehrer einen vorlauten Schulbuben zurecht. Auch sein Hinweis darauf, das Thema werde nur deshalb aufgebauscht, weil er bei RB Leipzig spiele, war eher unglücklich, lud diese Bemerkung die Pfiffe doch völlig unnötig noch mehr auf, nicht nur als Kritik an Werner, sondern en passant auch noch als Kritik am Brause-Franchise RB Leipzig.“

Nunja, wie oben bereits erwähnt, kam die Einsicht bei Werner reichlich spät und sein professioneller Umgang mit den Reaktionen ist noch, sagen wir mal, ausbaufähig. Der Hinweis auf RB Leipzig ist allerdings absolut richtig. RB Leipzig hat sich mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga zum polarisierendsten Club in Deutschland „entwickelt“. Der Hass auf RB Leipzig ist in der Gänze bald nicht mehr zu erklären. Meine Vermutung zu den Pfiffen von Nürnberg ist daher auch, weil Timo Werner die Schwalbe in einem Spiel vs. Schalke 04 „gearbeitet“ hat, wie Sie es so schön handwerklich beschrieben haben, und der 1. FC Nürnberg seit über 30 Jahren eine Fanfreundschaft mit Schalke 04 vereint. In den Farben getrennt, im Hass vereint. Manchmal ist die Fußballwelt eine kleine, wahrscheinlich beim IQ der Pfeifenden auch.

„Es sind die alten Gesetze der Aufmerksamkeitsökonomie: Je mehr öffentlichen Widerhall die Pfiffe finde, je mehr sich das Establishment aufregt, je mehr Schlagzeilen aufgeregt einen vermeintlichen Tabubruch verkünden, desto mehr werden sich die Leute beim nächsten Länderspiel wieder die Seele aus dem Leib pfeifen. Nicht, weil Werner das „Kollektiv-Feindbild der Fans“ ist, wie verkündet wurde. Sondern, weil es so verlockend ist, mit ein paar billigen Pfiffen die Fußballwelt in Aufruhr zu versetzen.“

Diese Einschätzung ist wahrlich eine originelle. Das würde also im Umkehrschluss bedeuten, dass die Nürnberger Fans im Wissen der alten Gesetze der Aufmerksamkeitsökonomie deshalb gepfiffen haben, weil sie mit ein paar billigen Pfiffen die Fußballwelt in Aufruhr versetzen wollten!? Dies wäre eine ganz und gar intellektuelle Glanzleistung. Damit spielt man dann in einer Liga mit dem ehemaligen BILD-Chefredakteur Kai Diekmann, der mit einem Tweet einen „Twitter-Shitstorm“ auslöst und sich am Ende dafür selbst lobt, wie er allen Twitteren die Mechanismen der Branche vor Augen geführt hat. Wenn es denn so wäre…

Außerdem können Sie doch nicht so naiv sein bzw. so tun, als würden Sie nicht zum Establishment gehören!? Sie sind der Chefredakteur des Magazins für Fußball-Kultur 11Freunde, geben Einschätzungen für Funk und Fernsehen ab und haben eine Kolumne bei stern.de. Auf neudeutsch heißt das ja #Influencer.

Das 11Freunde-Magazin hat sich ja bisher als kritischste Medium zum Thema Kommerzialisierung/RB Leipzig positioniert. Leider schießen Sie dabei auch eins ums andere Mal am Tor vorbei. Die Vorschläge wie gegen RB protestiert werden kann, reichten ja von Schallkanone bis zum Werfen von Bullenköpfen. Und sie machen sich ernsthaft Sorgen um die Fußball-Kultur? Wenn von Ihnen die öffentliche Demontage eines 21jährigen Fußball-Spielers nur als albern eingeschätzt wird, dann mache ich mir wirklich Sorgen um die deutsche Fußball-Kultur. Und nicht von der Sorte alà der jährlichen Uwe-Seeler-Sorgen um seinen HSV.

Daher wiederhole ich gern meine Fragen an Sie: Was kann Timo Werner tun, damit die Pfiffe gegen ihn ein Ende haben? Was muss Ihrer Ansicht nach passieren? Wo ist für Sie die Grenze des Erträglichen erreicht?

Soll es erst soweit kommen, dass wieder Abschiedsbriefe geschrieben werden? Sie erinnern sich an den für Mario Götze, von einem Focus-Online-Redakteur. Auch eine ganz feine Leistung. Soll das jetzt eine neue Tradition werden? Oder sehen Sie Schmähungen, Pfiffe und Anti-Gesänge als „Schmerzensgeld“ des horrenden und völlig überzogenen Gehalts? Und wer das nicht aushält, der solle lieber Beamtenmikado spielen?

Ich wäre wirklich dankbar, wenn Sie mir die Antworten zuspielen könnten.

Mit sportlichen Grüßen
By Nino

 

Kommentar zur FC Bayern-Journalismus-Hysterie

Test

Eine Woche ist es nun her, als der FC Bayern München gegen Borussia Dortmund im 2017er-DFB-Pokalhalbfinale verloren hat. In der Nachbetrachtung war dies ein Spiel von Alt vs. Jung, bei dem die jüngere Mannschaft mit mehr Glück, aber auch am Ende verdient gewonnen hat. Der FCB mal nicht im Pokalfinale, der BVB hingegen schon zum 4.mal in Folge. Soweit zum Außergewöhnlichen an diesem Spiel. An den Tagen danach erweckte jedoch der Blick in den deutschen Blätterwald den Eindruck, als hätten die Sport-Journalisten allesamt mächtig am Hysterie-Rad gedreht.

Dass die #BILD mit Überschriften wie „Bayern am Boden“, „Die schlimmste Krise seit 2012“, „7 Fragen, ob Ancelotti noch der Richtige ist“ und „Ende einer Ära“ besonders kräftig gedreht hat, ok, das gehört ja zur Tradition des Boulevard-Blattes.

Aber das auch die als seriös geltenden Medien auf den Hysterie-Zug aufgesprungen sind, das bleibt mir immer noch schleierhaft. Bei #SpiegelOnline war von der „Woche des Grauens“ zu lesen, beim #Stern das „Ende einer Ära – Jetzt helfen nur noch verrückte Dinge“, die #FAZ stellte fest, dass nicht nur die Spieler in die Jahre gekommen sind, die #Süddeutsche schrieb von einem „Falschen Spiel zur falschen Zeit“. Für den #Tagesspiegel war der FCB „Eine Ansammlung müder, verbrauchter Helden“. Die Sportmagazine/-seiten wie #11Freunde kamen zu dem Schluss, dass Trainer Ancelotti die Arbeit in München aufnehmen sollte. Bei #Sport1 kam man vergleichsweise zu einem milden Urteil und attestierte den Bayern einen Abwärtstrend, erwartet jedoch eine „Monster-Transfer-Offensive“ mit Transfers jenseits von 100 Millionen Euro. Bei #ZeitOnline stellte man dann (un)passenderweise fest, dass es „Festtage für Bayernhasser“ sind.

Bei dieser geballten Kritik, weit entfernt von journalistischer Objektivität stellt sich schon einem die Frage, ob es für alle diese Sportjournalisten nicht eine willkommene Gelegenheit war, mal hart, aber unfair auf den Bayern-Punching-Ball einzudreschen? Klar, die Fallhöhe und die Ansprüche des FCB sind historisch gewachsen groß und der Umgang mit Niederlagen, gerade das Aus in der Champions-League vs. Real Madrid nicht immer souverän gewesen. Die derartige Infragestellung des bisher in der Saison Erreichtem und des Personals (Trainer wie Spieler) ist jedoch schlichtweg unangemessen.

Zudem stellt sich die Frage, warum die Leistung von Borussia Dortmund nicht das TOP-Thema war? Wenn der BVB mit seinem Jugendstil so weitermacht, hat er dann nicht eine #GoldeneZukunft vor sich? Ein weiterer Bayern-Konkurrent, der wieder mehr Spannung in den Meisterschaftskampf bringt. Dazu hätte ich gern etwas Ausführliches gelesen. Tagein tagaus wird doch über die langweilige Bundesliga lamentiert. Und dabei ist es offensichtlich gar nicht so schwer für diese BVB-Mannschaft Sympathien zu entwickeln.

Aber nein, keine positiven Schlagzeilen für den BVB. Dann lieber auf das Bayern-Mega-Krisen-Pferd aufspringen und alles auf die Klicks-Generierung und Auflage setzen.

Außerdem stellt sich mir bei diesem ganzen Mecker-Journalismus auch die Frage, ob das alles so repräsentativ ist? Am Ende sind es vielleicht 50 Sportjournalisten, die für die veröffentlichte Meinung der Reichweite-stärksten Medienhäuser sorgen. Wie die öffentliche Meinung hingegen aussieht, bleibt meist unklar.

Nach all der hysterischen Berichterstattung war interessant zu beobachten, wie die Verantwortlichen des FCB damit umgegangen sind: Trainer Ancelotti äußerte sich ein paar Tage später und gab Fehler bei seinen Entscheidungen zu Protokoll. Vorstandsvorsitzender Kalle Rummenigge wies bezüglich der Trainer-Frage darauf hin, dass über die Vertragslaufzeit nicht diskutiert wird. Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender Uli Hoeneß ließ verlauten, dass er es gar nicht so sieht, dass der Transfermarkt das Allheilmittel ist. Dies wurde dann auch gleich bestätigt, nämlich mit der Verlängerung der Verträge mit Kingsley Coman bis #2020 und Thiago bis #2021.

Die sportliche Reaktion zeigten die Spieler 3 Tage später auf dem Rasen. Mit 6:0 spielten sie den VfL Wolfsburg an die Wand. Da RB Leipzig in Ingolstadt nur Null zu Null spielte, feierte der FCB seine fünfte Meisterschaft in Folge. Der #Kicker wertete diese Meisterschaft nur als Trostpreis…

Nur zur Erinnerung: Vor gut zweieinhalb Jahren, zum Start in die Rückrunde der Saison 2014/2015, haben die Wolfsburger noch Lederhosen getragen und die Bayern mit 4:1 nach Hause geschickt. Aktuell spielt der VfL noch gegen den Abstieg, die erste Relegation wäre möglich, sofern der Hamburger SV sich nicht durch ein Relegations-Triple selbstverwirklichen will.

Meiner bescheidenen Meinung nach, verdichten sich die Anzeichen, dass die Bayern keine „verrückten Dinge machen“ werden, so wie es ARD-Kommentator Mehmet Scholl nach dem Pokalspiel populistisch formulierte. Vielleicht kommen noch ein, zwei Spieler und unzufriedene werden verkauft #Costa. Das ist aber auch nur Kaffeesatzleserei, spätestens zum Anpfiff der neuen Saison wird feststehen, welche Schlüsse sie aus dieser Saison gezogen haben. Eins scheint aber wohl sicher: Das Nachwuchsleistungszentrum soll nicht umsonst gebaut worden sein. Wie man lesen konnte, soll dies das Hoeneß’sche Vermächtnis werden. Mehr Jugendstil würde dem FCB nicht so schlecht zu Gesicht stehen.

By Nino

 

 

 

Fake News? Lese was du glauben sollst!

fakenews

Fake News, Falschinformationen, alternative Fakten…wie immer es auch bezeichnet wird, es handelt sich dabei nicht um Tatsachen oder sogar die Wahrheit. Dieses Thema erreicht immer mehr an Relevanz und nicht erst seitdem der derzeit amtierende Präsident der USA, Donald J. Trump, diesen neuen Ausdruck in seinen eh schon limitierten Wortschatz aufgenommen hat.

Wenn über Fake News geschrieben wird, dann handelt es sich laut Spiegel Online um „bewusste Falschmeldungen, die sich viral verbreiten und eigens zu diesem Zwecke produziert wurden.“ Das primäre Ziel ist also Verwirrung stiften, Unruhe verbreiten, Debatten auslösen und/oder lenken.

Baba und ich haben uns auch schon mit diesem Thema beschäftigt. Bezeichnet haben wir dies aber noch als Gerüchteküche beim FC Bayern München oder haben uns dem mittlerweile ganzjährigen Transferwahnsinn gewidmet. Es ist ja immer wieder erstaunlich welche Spieler „im Visier“, „auf dem Zettel“ oder „der Einkaufsliste“ verschiedener Clubs stehen. Offenbar haben die Chefredakteure oder wie sie sich auch schimpfen…Director Digital…hier ein neues Geschäftsfeld entdeckt. Mehr „Eilmeldungen“ oder „Breaking News“ bedeuten mehr Klicks im Netz, die wiederum mehr Werbeeinnahmen generieren. Durch diese entsteht eine sogenannte „Gemengelage“ (beliebtes Wort der Journalisten), über die im späteren wieder berichtet wird. Ein Kreislauf, der meist nur von der nächsten Top-Meldung durchbrochen wird. Anhand von zwei aktuellen Beispielen kann dies eindrucksvoll und vor allem nachweislich erläutert werden:

Erstes Beispiel:
Am 20. Bundesliga-Spieltag hat der „24-Stunden-Sportnachrichtensender“-SkySportNews die „Meldung“ veröffentlicht, dass der Gesellschafterausschuss der Bayer-Fußball GmbH am Morgen vor der Bundesligapartie vs. Eintracht Frankfurt die Entlassung von Cheftrainer Roger Schmidt beschlossen habe. Sportdirektor Rudi Völler dementierte dies energisch mit „Schwachsinn“, auch weil es eine solche Sitzung nie gegeben hat. Er kündigte bis zu einer Entschuldigung von Sky einen Interview-Boykott an. Diese folgte prompt mit der Sky-Pressemitteilung „[…] Wir haben einen Fehler gemacht und haben uns bereits im Stadion unmittelbar nach der Partie entschuldigt […].“

Zweites Beispiel:
Das Sportmagazin „Kicker“ meldete Mitte Februar 2017 herrlich einfallslos: „Schmidt für Schmidt?“. Dabei wurde von einer Kontaktaufnahme von Bayer Leverkusen zum Mainzer-Trainer Martin Schmidt berichtet. Dieser wiederum dementierte diese Meldung und schob noch eine Einschätzung der ganzen Sache hinterher: „Ich finde, es ist ein Mangel an Respekt, auch gegenüber Mainz 05, so etwas hervorzubringen. Ich habe noch eineinhalb Jahre an Vertrag, bin mit den Spielern und Leuten hier zufrieden. Das ist reine Spekulation.“ Der Kicker titelte dazu in der #Headline: „[…] Nun dementierte der Schweizer mit 24-stündiger Verspätung – die Gemengelage ist hochinteressant.“

Da ist sie wieder, die Gemengelage. Selbstproduziert und dazu noch falsch. In Trump’scher Manier könnte man auch sagen: „Very fake news“. Aber zurück zu den ernstzunehmenden Menschen. Die sitzen hoffentlich mehrheitlich in den Redaktionsstuben. Sie haben nämlich die strukturellen wie finanziellen Möglichkeiten und damit die Macht die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

Der in beiden Beispielen betroffene Roger Schmidt schätzte diese Fake News ernüchternd ein: „Das gehört zum Geschäft.“ Nach dem Motto „Damit müssen wir leben.“ Mitnichten müssen wir damit leben! Dazu muss man sich lediglich die Funktion der Medien vor Augen führen! Diese ist laut der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb):

„[…]
– so vollständig, sachlich und verständlich wie möglich informieren,
– in freier und offener Diskussion zur Meinungsbildung beitragen und
– mit Kritik und Kontrolle durch investigativen (nachforschenden und aufdeckenden) Journalismus begleiten.
Damit nehmen die Medien die Rolle von Vermittlern und Hütern ein. […].“

Bei den Meldungen von Kicker und SkySportNews ist das nicht ansatzweise gelungen. Es ist ja auch viel zu abstrus zu behaupten, dass sich Sky, der Kicker und Leverkusen zu einem abgekarteten Spiel verabreden. D.h. solche Geschichten erfinden, zur Steigerung der Quote/Klickzahlen und um die Popularitäts-Werte von Bayer 04 in den Plus-Bereich zu hieven. #Vizekusen, als verhasster Werksklubs ohne Tradition kann noch ein paar Sympathie-Punkte vertragen, oder nicht!? Und SkySportNews ist seit kurzem, oh Wunder, frei empfang-bar. Aber wie bereits erwähnt, viel zu abstrus, eher was für naive Verschwörungstheoretiker mit Alu-Hut.

Ich gehe also davon aus, dass andere Beweggründe eine Rolle spielen müssen. Aber welche? Was treibt die Medien dazu an, solche bewusst falschen Meldungen zu verbreiten? Was sind die Motive? Ist es die schlechte Quote? Sind es miese Verkaufszahlen? Gibt es zwischen den Beteiligten noch offene Rechnungen? Persönliche Eitelkeiten? Verletzte Egos? Enttäuschte Schreiberlinge, die endlich einen „Coup“ landen wollen. Oder waren Praktikanten am Werk, die sich einen Scherz erlauben wollten? Und was ist mit der journalistischen Sorgfaltspflicht?

So oder so: In erster Linie beschädigen die Sportjournalisten ihre eigene Reputation plus die des Magazins oder Senders. Solche Aktionen sind noch billiger als Brötchen bei Lidl! Journalisten-Legende Henri Nannen würde sich jedenfalls im Grabe umdrehen!

Was gilt es nun zu tun, wie geht es weiter?

Als sichere Quellen gelten die Live-Interviews, die Pressekonferenzen, Pressemeldungen der Vereine, also alles was irgendwie nachprüfbar bzw. belegbar ist. Auch die Social-Media-Kanäle der Stars sind Quellen, auch wenn dadurch gelegentlich passable Eigentore geschossen werden.

Bitte nicht falsch verstehen: Es kann nicht die Aufgabe der Sport-Fans und interessierten Leser sein, jeden Artikel und Behauptungen nachzuprüfen. Es ist allerdings die Aufgabe den Verstand einzuschalten. Oder wie es die bpb treffend formuliert: […] „Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass die Medien und die in ihnen tätigen Personen nicht automatisch neutral und ohne eigene Interessen agieren. Die Bürger/innen sollten sich daher gegenüber den Medien und deren Berichterstattung eine kritische Haltung bewahren und bereit sein, nach Möglichkeit verschiedene Darstellungen zu vergleichen.“

Der jeweilige #11Freunde #Kicker #Sport1 #Sportbild #Zeit #Spiegel #FAZ #Welt #Stern-Leser könnte also auch bei den genannten anderen Sportmedien vorbeischauen und die Faktenlage vergleichen. Oder einfach mal nicht jeden Sch…lesen!

Vor diesem will ja in Zukunft #FocusOnline die Öffentlichkeit bewahren. Indem sie für #Facebook Fakten checken und systematisch verbreitete Lügen aufdecken. Ohjeohje, gerade diejenigen, die derzeit vor Gericht stehen, weil sie bei BILD Plus systematisch Inhalte geklaut haben sollen. Seriosität sieht jedenfalls anders aus.

Schau ma mal was noch darüber zu lesen sein wird…Vielleicht hilft es ja und es werden weniger Eigentore mittels Fake News geschossen. Kicker und Sky können ja als Vorbild dienen. Allgemein ist ja bekannt, dass sich Qualität am Ende immer durchsetzt…

By Nino