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„Was bisher geschah…“ Teil 3

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Das bunte Potpourri an Themen aus Teil 1 und Teil 2 zeichnet auch den dritten Teil der Kategorie „Was bisher geschah…“ aus. Neben der 1. Bundesliga haben wir uns explizit mit der 3. Liga beschäftigt. Baba kommentierte das Bezirksderby zwischen dem Chemnitzer FC und Erzgebirge Aue. Darüber hinaus feierte die Berichterstattung aus den USA ihre Premiere. Baba machte sich auf den Weg und war Teil des Home-Opener des NYCFC im Yankee-Stadium. Viel Spaß beim Stöbern!

21. Eigentor durch Twitter und Co.!?

22. Traditionsvereine vs. Plastikclubs, Teil 1

23. Home Opener für den New York City FC (NYCFC)

24. Die 2014/2015er Bundesliga-Saison langweilig? Von wegen!

25. R.I.P. Fußball-Gott – ein Kommentar zur Relegation 2015 KSC vs. HSV

26. Wo steigt die Party?

27. Fußball Nimmersatt

28. Tatort Leipzig – Kommentar zum Spiel Deutschland vs. Georgien

29. Die Mutter aller Bezirksderbies

30. Ein Kommentar zum Testspiel Frankreich vs. Deutschland

 

By Baba und Nino

„Was bisher geschah…“ Teil 1

 

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Vor mehr als zwei Jahren haben wir, Baba und Nino, über die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien geschrieben. Der Gewinner und all die Geschichten rund um diese legendäre WM sind bekannt, zum Nachlesen geht’s hier lang.

Die Fortsetzung des Blogs folgte auf einer neuen Seite. Neu waren und sind ganz unterschiedliche Themen aus der bunten Welt des Fußballs. In der neuen Kategorie
„Was bisher geschah…“ wollen wir jeweils auf 10 Texte zurückblicken. Los geht’s mit Berichten zu EM-Qualifikationsspielen der deutschen National11 auf dem Weg zur Euro 2016, der begeisternden 3. Liga und dem himmelblauen CFC sowie den Trainer-Entlassungen bei den Traditionsklubs Hamburg, Schalke, Bremen und Stuttgart (jetzt 2. Liga). Darüber hinaus haben wir uns dem deutschen Clasico FCB vs. BVB und den Entwicklungen im Fußball generell gewidmet. Viel Spaß beim Stöbern!

1. EM 2016 Qualifikation Polen vs. Deutschland

2. EM-Quali Spiel 3 Deutschland vs. Irland

3. Die einzigartige und atemberaubende dritte Liga.

4. Ein Kommentar zu den Trainer-Entlassungen in Hamburg, Schalke und Bremen

5. Ein Kommentar zum deutschen Clasicò: FCB vs. BVB 2014

6. EM-Quali Spiel 4 Deutschland vs. Gibraltar

7. Ein Kommentar zum Rücktritt von Armin Veh in Stuttgart, beim Verein für Bewegungsspiele

8. FC Hollywut in der Arbeiterstadt

9. Dunkle Vorhersage

10. Der Anfang der Gegenrede zur Dunklen Vorhersage

By Baba und Nino

 

Tatort Leipzig – Kommentar zum Spiel Deutschland vs. Georgien

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Fußball oder Tatort? Die Leidenschaft vs. die liebgewonnene Tradition. Das war die Frage zum Sonntag. Nach der blamablen Niederlage gegen Irland stand ja ein Endspiel um die Qualifikation 2016 an. Gut, es war die kleine Schwester eines „Do or Die“-Spiels, wahlweise auch „Tod oder Gladiolen“. Ein Punkt würde reichen und die Relegation wäre der Notausgang für den Weltmeister. Allein RTL würde sich freuen, schließlich könnte man nach deren Duktus dann die „spannendste EM-Qualifikation aller Zeiten“ mit 2 extra Spielen begleiten.
Die Entscheidung fiel aufgrund der neuen Technik zu Gunsten des Fußballs. Den Tatort kann ich mir ja an der Media-Theke anschauen.
Und schon in der ersten 15 Minuten wurde klar. Die deutschen Spieler wollten ihrem Trainer noch etwas mehr auf den Geist gehen…mit der fehlenden Chancenverwertung. „Wir sind im Moment nicht so tödlich für den Gegner, wie wir das schon waren“ fabulierte Löw vor dem Spiel äußerst unglücklich. „Die fehlende Konsequenz im Abschluss“ hätte es treffsicherer ausgedrückt. Aber hätte hätte Fahrradkette.
Und mit jeder vergebenen Torchance freut sich der Türkei-Legionär Mario Gömez noch mehr ins Fäustchen. „Man braucht halt auch einen, der das Ding reinmacht“ raunt es vom imaginären Stammtisch.
In der Halbzeitpause brillierte RTL mit dem was sie am besten können. Werbung zeigen. Die zweite Halbzeit ging ähnlich furios weiter. Mesut Özil hakte dankend in das stehengebliebene Bein von Jaba Kankawa ein. Elfmeter. Klar wie Kloßbrühe. Thomas Müller verwandelte. So kalt wie ein Eis. Doch die 1:0-Führungs-Freude hielt nicht lange. Das starre Bein des Herrn Kankawa transformierte sich flugs in ein bewegliches, welches mit einem strammen Schuss zum Ausgleich einnetzte. Es folgten weitere, folgenlose Angriffe. Die Zuschauer versuchten mit „Wir wollen euch kämpfen sehen“, die Jungs an der Ehre zu packen. Zum Glück waren die gastierenden georgischen Soldaten gänzlich ohne jede Motivation diesen Aufruf wörtlich zu nehmen. Und mit der jeder Minute wünschte ich mir einen Beruhiger für das Spiel. Einen wie Bastian Schweinsteiger, der mit seiner Präsenz und ordnenden Hand für die nötige Ruhe gesorgt hätte.
Eingewechselt wurde der Kapitän nicht. Dafür entschied sich Löw für den Neu-Wolfsburger Max Kruse. Und keine drei Minuten später: One-Touch-Fußball bei dem Pep Guardiola feuchte Augen bekommt. Özil auf Kruse…zack…drin…2:1 die Erlösungs-Führung. Und die hielt dann glücklicherweise bis zum Ende.
Damit ist #DieMannschaft kein Qualifier mehr, sondern ein Subscriber bei der Euro 2016. Als Gruppenerster. Standesgemäß! …ach die billigen Plätze am Stammtisch.
Der Siegtorschütze und Freizeit-Poker-Spieler Kruse ließ im Interview noch wissen das Löw ihm den Auftrag gegeben hätte „noch mal Vollgas“ zu geben. Klar dachte sich der VW-ler, war ja schließlich auch kein Test-Spiel.
Weitere Fußballspiele wird es bei RTL vorerst nicht mehr geben. Schade für RTL, gut für die Zuschauer. Sollen die sich lieber um das Comeback der „Samstag-Nacht“-Show bemühen, das war der letzte Treffer im Spiel um gute Unterhaltung.
Auf geht’s! Mit dem Taxi nach Paris! 10.07.2016.
By Nino

EM-Qualif Spiel 4 Deutschland vs. Gibraltar

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Nach den EM-Qualifikationsspielen gegen Schottland, Polen und Irland nun vs. Gibraltar. Ich gestehe, dass Gibraltar erst auf meinem geografischen Bildschirm sichtbar wurde, als ein Freund dort sein berufliches Glück suchte #Auslandserfahrung 🙂 Fußballerisch ist Gibraltar bisher geringfügig in Erscheinung getreten. Zumindest wusste man man dort, wie hoch man gegen den Weltmeister verlieren will. Der Torhüter, der hauptberuflich als Feuerwehrmann seine Brötchen verdient, hatte verlautbaren lassen, dass er nur 6 kriegen will, also Gegentore. Dann sei man nä-h-mlich besser als Brasilien, das bekanntermaßen im historischen WM-Halbfinale 2014 mit 7:1 die wohl schmerzlichste aller Niederlagen erlebt hatte.
Die Pressevertreter schwadronierten auf gewohnt semi-professionelle Weise, dass es nur „einen Sieger geben könnte“, ein „Pflichtsieg müsse her“ und es wurde nur über die Anzahl der Tore gelabert. Nach jeweils einem Sieg, Niederlage und Unentschieden hatten wohl einige schon die Hosen halbvoll, das es für die EM 2016 nicht reichen könnte. Da kam der Frischling Gibraltar gerade recht. Das hat übrigens so viele Einwohner wie das Berliner Regierungsviertel. Wie man so hörte sind die Menschen dort aber wesentlich entscheidungsfreudiger und sympathischer.
Die Vorbereitung der Nationalmannschaft war zunächst von Auszeichnungen #Silbernes Lorbeerblatt, der Kino-Weltpremiere #Die Mannschaft und der Preisverleihung #Bambi geprägt. Rücktreter #Klose&Lahm erhielten von der noch spielenden LivingLegend Schweinsteiger den Ehrenbambi. #EhreWemEhreGebührtTeil1. Der Goldene Löw-e war es dann, der mustergültig preis-gab, das man nun „den roten Teppich gegen den grünen Rasen“ tauschen müsse. Ein Formulierungs-Pass aller 1ter-Klasse…4 Sterne würdig.
Bei der Aufstellung probierte es Taktikfuchs Löw mit einer 3er-Kette…und täglich grüßt Pep Guardiola. Die erste Halbzeit war das erwartete Anrennen gegen einen 10er Riegel vor dem 11er-Raum. Thomas Müller doppelpackte und Mariooo Gööötze wurde es dann einfach zu bunt und schnappte sich sein Allgäuer-Herz und spielte nicht noch einen Pass und schloss allein ab. Das tat auch Liam Walker, der mit einem beherztem 34m Schuss urplötzlich Manuel Neuer prüfte #BesteSzene. Das Zwischenfazit zur ersten Halbzeit lautete: Gibraltar ist besser als Brasilien, die hatten damals schon 5 Tore gefangen.
In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel so zäh wie ein altes Rindersteak. Da sollte erst wieder ein Eigentor das frenetisch feiernde LaOla-Wellen-Publikum aus Nürnberg den Jubel-Pegel bis an die Schmerzgrenze treiben. Danach wurde es schnell wieder still, denn viel zu sehen gab es nicht mehr. Weniger vom Weltmeister, aber mehr von der Gibraltar’schen Mannschaft. Die kämpfte aufopferungsvoll um jeden Zentimeter. Es galt ja schließlich besser zu sein als Brasilien. Und das schafften sie dann auch…3 Gegentore weniger! Chapeau! #EhreWemEhreGebührtTeil2.
Von den three Points mal abgesehen muss ich mich schon fragen was das für ein Spiel war? Ein Spiel indem fast die ganze Zeit die 3er-Abwehrkette zu einer dritten Angriffsreihe wird und die gibraltischen Spieler nicht mehr als 5 Ballkontakte hintereinander schaffen. Maxi Kruse, Shkodran Mustafi und leider auch Luuuukas Podolski haben sich für weitere Aufgaben nicht empfohlen. Gut zu wissen, das Mesut Özil, Marco Reus, Mats Hummels und besonders Bastian Schweinsteiger bald wieder zurückkehren werden.
Am Dienstag, den 18.11. spielt zum Jahresabschluss der amtierende gegen den Ex-Weltmeister, der amtierende Europameister gegen den kommenden (?). Darauf würde ich derzeit keine Wette eingehen.
By Nino

EM-Quali Spiel 3 Deutschland vs. Irland

DeutschlandIrland

Nach der 0:2 Pleite vs. Polen, nun also #TheBoysInGreen aus Irland. Im Vorfeld dieser Partie stellten sich gleich mehrere Fragen: Sind die Iren so fit und zielstrebig wie am Glas #Guinness? Sind sie die wahren Meister des Gewichthebens in der #Halbliter-Klasse? Wie geht Herr Löw mit der physischen Belastung und den Motivationsproblemen um? #AusredeNo.1+2

Darüber wurde ja in den letzten Tagen besonders viel geschrieben und gefachsimpelt. Zu viele Spiele, zu wenig Erholung etc. pp…Nunja, bei den Spitzenklubs der Frauen werden schon mal vier englische Wochen nacheinander gespielt…

Liegt es also an der Motivation? Wie soll sich die Spieler noch für den zweithöchsten Titel motivieren? Die EM ist erst in zwei Jahren, viel Zeit in einem schnelllebigen Fußballer-Leben. Was ist zu tun? Wie wird Jogi-Bär zum Motivations-Bär? Oder braucht es wieder den großen Motivator #Klinsmann, der so flammende Reden hält, das jedes Streichholz von alleine angeht? Oder soll Kloppo seine wahrste Liebe beim DFB finden? Läuft ja gerade nicht so gut…#BVB09. Der neue Assi Thomas Schneider jedenfalls wird diese Rolle nicht übernehmen können. Zu weich, kein Biss…ein(e) Schwa(l)be eben.

Also, Fragen über Fragen, deren Antworten vielleicht dieses Spiel liefern konnte. Durch die Niederlage gegen Polen hatte ich zumindest die Hoffnung, dass die Löw’schen Jungs heiß auf Wiedergutmachung waren. Notgedrungen musste wieder eine 11 auf den Platz, die noch kein Spiel miteinander bestritten hat. #AusredeNo.3 Karim Bellarabi machte gleich noch einen Startelfeinsatz….ja, is er denn scho Stammspieler?

Die erhoffte heiße Motivation kühlte nach 20 Minuten so schnell ab, wie die Stimmung bei einem „wir-müssen-mal-reden“-Gespräch. Danach gab es nur wenige passable Ballstafetten, der berühmte #ZugZumTor fehlte und der fuhr ins nirgendwo. In der zweiten Halbzeit durfte sich dann Lukas, der #PrinceAusKölle Podolski ins Spielgeschehen einschalten. Er machte seine weiteren Ambitionen mit einem Katastrophenpass deutlich. Leider entwickelte sich auch in dieser Halbzeit ein Spiel, so schal wie ein abgestandenes Pils. Aber dann kam die Wende…in der 71. Minute! Da nahm sich der Neu-Madrilene Kroos seine Eier in die Hand und drosch das runde Leder mit einem platzierten Schuss erst an den linken Pfosten, damit er dann in der rechten Ecke eintrudelte. Kollektive Erleichterung, Aufatmen und das Publikum #AufSchalke hatte sich auch zu erkennen gegeben. In der 85. Minute dann der 1. nennenswerte Angriff der tapfer kämpfenden Iren und fast mit einem Tor gekrönt. Wäre da nicht Eric Durm mit einer Guido-Buchwald-Gedächtnis-Grätsche gewesen! #Ganz großer Sport. Diesen zeigten auch noch die Iren und erzielten mit einem ja, doch schön herausgespielten Spielzug in der 94. Minute den überraschenden 1:1 Ausgleich und damit auch zum Endstand.

Eine Frage wäre somit jedenfalls beantwortet: Ja, die Iren sind fit und zielstrebig wie am Glas, vor allem bis zum Letzten! Über die offensichtlichen Motivationsprobleme nach dem WM-Erfolg können sich nun alle selbsterannten Fußball-Experten und Küchenpsychologen den Mund fusselig reden. Als nächstes wartet die Mannschaft aus Gibraltar. Bisherige Ergebnisse: 0:7…0:7…0:3. 4 Gegentore weniger, optimistisch gesehen eine Verbesserung. So sehe ich das auch bei der NationalElf: Nach einer Niederlage folgte eine Unentschieden. Hauptsache nicht verloren und dieser Punkt kann in der Endabrechnung noch mal jaaanz wichtig werden 🙂

By Nino

EM 2016 Qualifikation Polen vs. Deutschland

PolenDeutschland

Nach der WM ist vor der EM. Im 1. Spiel gegen Schottland und ihre #TartanArmy gab’s ein schmeichelhaftes 2:1. #Raumdeuter Müller schnürte ein Doppelpack und sorgte für einen erfolgreichen Start. Nun also Spiel II der Qualifikation für die EM 2016 bei den Franzmännern.

Mit den Polen rund um Stürmerstar Lewandowski wartete wohl der stärkste Gegner in der Gruppe D#aher prophezeite Bundes-Jogi „auch ein ganz schweres und enges Spiel“…#O#M#G…wer das WM-Finale vs. #ARG gesehen hat, der weiß von einem schweren und engen Spiel zu berichten. Aber was soll #Jogirette auch schon machen? Er muss die Jungs nach dem höggschden aller Triumphe motivieren, damit sie mit Konzentration und jaaanz fokussiert das Spiel bestreiten.

Bei seiner Aufstellung vertraute er 9 WM-Helden und zwei Frischlingen. Am meisten überraschte dabei die Personalie Karim Bellarabi. Er spielte letzte Saison noch bei der Eintracht aus Braunschweig, welche in die 2. Liga abstieg, dann wechselte er zu #Vizekusen, machte dort ein paar gute Spiele und z@ck steht er bei seinem ersten Spiel (!) in der Start11 (!). So schnell kann’s gehen. Dahinter steckt wohl ein viel größerer Plan, den der Otto-Normal-Fußball-Laie spätestens am Abend des 10.Juli 2016 erkennen könnte #TagDesEM-Finals 🙂

Die Übertragung der #EuropeanQualifiers durch RTL ist leider noch gewöhnungsbedürftig. #Lehmann, Jens bewegt sich nämlich nicht so grazil auf dem Rasen der Rhetorik. Vielleicht sollte er lieber Werbung für einen Sportwettenanbieter oder Bratwürste machen!

Und was durften wir dann beobachten? Eine muntere Anfangsphase, gefolgt von vielen Torchancen und einem Publikum, das so euphorisch war, als würde dieser Abend historisch werden. Nach der Halbzeitpause kam Polen überraschend vor das Gehäuse von Libero Neuer und noch überraschender stand es eins zu null. Die weiteren Angriffsbemühungen des Weltmeisters scheiterten kläglich, Höhepunkt der Kracher an die Latte an, ähm von Podolski. Und wie heißt es so schön: „Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein.“ Summa summarum lässt sich also festhalten: #Historische Pleite für die Nationalelf. Ein überragendes Debüt von Bellarabi. Die Erkenntnis, das ein Welttorhüter auch Fehler macht. Und Polen darf sich nun bis zum Rückspiel #WeltmeisterBesieger nennen. #Gratulujemy zwycięstwa

Damit gebe ich ab…frei nach RTL-Manie: „Wir machen eine kurze Unterbrechung und geben ab zur #Werbung.“

By Nino