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Pokal-Krimi deluxe! Das 13:12 des CFC vs. Lok Leipzig.

UltrasBeginn

Die Zutaten für ein herrlich-schönes Halbfinale im Sachsenpokal 2019 lagen auf dem Rasen. Abendsonne, Ostduell unter Flutlicht, der Chemnitzer FC vs. 1. FC Lokomotive Leipzig. Himmelblau vs. Blau-Gelb. Der Tabellenführer vs. den 6.ten der Regionalliga Nordost. 26 Punkte Unterschied. Im Hinspiel siegte noch der CFC-ICE vs. die Bummel-Lok mit 3:1, im Rückspiel gab es trotz 2:0 Führung eine 2:4 Auswärtsniederlage für die Himmelblauen. In dieser Saison also unentschieden. Aber was interessieren schon die Ergebnisse in der Liga? Der Pokal, ja genau der Klassiker darf nicht fehlen: der Pokal hat seine eigenen Gesetze!

Gemäß diesem Gesetz konnte man auch gern darauf hinweisen, dass der CFC die letzten drei Duelle für sich entscheiden konnte, allen voran das Finale 2016. Das war aber kein Grund übermütig zu werden. CFC-Trainer D. Bergner sprach daher im Vorfeld fast ehrfürchtig von Lok Leipzig als „Team der Stunde in der Regionalliga“. Gegen dieses fehlte weiterhin T. Müller, der mit den Nachwirkungen einer Gürtelrose zu kämpfen hatte.

Der Lok-Trainer B. Joppe konnte hingegen mit voller Kapelle nach Chemnitz reisen. Oder wie er es ausdrückte: „Seit heute sind alle wieder an Bord. Wir fahren mit großem Besteck nach Chemnitz.“ Jaja, da hat wohl jemand sein Praktikum in der Phrasendrescherei erfolgreich bestanden.

Angepfiffen wurde pünktlich unter stimmgewaltiger Begleitung und Ansage der Chemnitzer Fans.

Das Spiel startete flott, das Bemühen auf beiden Seiten war ersichtlich. Die Chemnitzer erwischten dabei den besseren Start und holten in den ersten Minuten einen Freistoß und zwei Ecken heraus. Letztere Ecke drückte der wiedergenesene M. Langer aus fünf Metern zur 1:0 Führung über die Linie. Lok-Torwart B. Kirsten war das erste Mal geschlagen.

M. Salewski reagierte auf seine Art und konnte sich nur mit einem groben Foul an D. Grote in der 11. Minute helfen. Diese hatte dann auch weitere Konsequenzen, denn Lok-Trainer B. Joppe holte den Heißsporn in der 22. Minute vom Platz. Ein Sicherheitswechsel, bevor die falsche Abfahrt, sprich Gelb-Rot genommen wurde. Zwar nicht die Gelb-Rote, aber eine weitere Gelbe Karte für den Leipziger R. Berger erzürnte B. Joppe im Folgenden dermaßen, dass er auf die Tribüne geschickt wurde. Nuja, nix mehr mit voller Kapelle.

Die Himmelblauen ließen sich einfach mal gar nicht davon beeindrucken und schenkten zwei Minuten später das nächste Tor ein. Wieder war es M. Langer, der aus 20 Metern zielsicher abzog und das zweite Mal B. Kirsten überwand. Was für ein Comeback.

Im Ergebnis des weiteren Spielverlaufs war ich fast geneigt zu schreiben, dass es eine eingleisige Angelegenheit werden würde. Aber so ist eben Fußball: keine voreiligen Urteile bilden. Mit der gefühlt ersten richtigen Torchance markierten die Leipziger in der 40. Minute den 1:2 Anschluss-Treffer. Die letzten Minuten nutzten die Himmelblauen für stürmische, aber leider erfolglose Bemühungen den alten 2 Tore-Abstand wiederherzustellen. So ging es 2:1 in die Halbzeitpause, aus derer beide Teams wechsellos zurückkamen.

Etwas weniger engagiert gestalteten sich die ersten 10 Minuten der 2. Halbzeit. Das bemerkten wohl vor allem die Leipziger, die später wesentlich robuster und zielstrebiger in die Zweikämpfe gingen und sich tatsächlich auch Torchancen erspielten. Dieses Engagement wurde auch prompt belohnt. In der 66. Minute vollendete M. Pommer seinen eigenen eingeleiteten Angriff mit dem 2:2 Ausgleich. Großes Aufstöhnen auf der Chemnitzer Seite. Wieder eine 2:0 Führung verspielt. Sollte sich die Saison-Rückspiel-Geschichte wiederholen? Oder wird der Pokal seine eigene Geschichte weitererzählen?

Die Gedanken kreisten natürlich und die Nervosität stieg mit jeder Minute. Diese wurde mit Chancen auf beiden Seiten entsprechend erhöht oder beruhigt. Auf die Spitze getrieben wurde es dann in der 86. Minute von D. Bozic, D. Frahn und P. Itter. Alle drei schafften es nicht, den Ball im Tor unterzubringen bzw. B. Kirsten ein drittes Mal zu überwinden. Ganz fair betrachtet: Bester Mann der Leipziger. So blieb es beim 2:2 und die unvermeidliche Verlängerung musste die Entscheidung bringen.

In dieser zeigten sich die Himmelblauen wieder anfangs couragierter. Diese Phase unterstützte CFC-Trainer D. Bergner mit dem ersten Wechsel. In der 99. Minute brachte er P. Hoppe für D. Bociz. Das nützte aber 1.mal überhaupt nix, denn wieder machten die Leipziger das Tor. In der 102. Minute markierte K. Schulze den 3:2 Führungstreffer. In drei Halbzeiten ein Tor, nicht von schlechten Eltern. Aber auch die Himmelblauen haben gute Eltern, z.B. I. Karsanidis, welcher den Ball aus 20 Metern ins Tor drosch. 3:3 Ausgleich! Was für ein Spiel. Das Nervenkostüm war auf dem besten Wege ziemlich dünn zu werden. Und die nächste Zerreißprobe folgte wenige Minuten, denn es blieb beim 3:3 und das Elfmeterschießen musste diesen Pokal-Krimi entscheiden. Um sich der Entscheidung so nüchtern wie nur gerade möglich zu nähern, folgt das 11er Schießen folgendermaßen:

Hoheneder: Trifft zum 4:3

Schinke:       Trifft zum 4:4

Karsanidis:  Trifft zum 5:4

Steinborn:   Trifft nicht.

Blum:            Trifft zum 6:4

Urban:          Trifft zum 6:5

Grote:            Trifft zum 7:5

Schulze:        Trifft zum 7:6

Frahn:           Trifft nicht.

Pfeffer:          Trifft zum 7:7

Garcia:          Trifft zum 8:7

Zickert:          Trifft zum 8:8

Langer:         Trifft zum 9:8

Gottschick:    Trifft zum 9:9

Itter:               Trifft zum 10:9

Ziane:             Trifft zum 10:10

Hoppe:           Trifft zum 11:10

Urbaun:         Trifft zum 11:11

Jakubov:        Trifft zum 12:11

Kirsten:          Trifft zum 12:12

Hoheneder:   Trifft zum 13:12

Schinke:        Trifft nicht!!!!!!!!!!!!

Unfassbar!

Wahnsinn!

Das Nervenkostüm war nun nicht mehr dünn, es war einfach weg. 13:12! Wer sollte das einem glauben? Die Anzeigetafel hielt dieses verrückte Ergebnis an diesem jetzt schon legendären Abend fest.

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Von diesem Spiel werden wir unseren Kindern erzählen, versprochen!

Der CFC gewinnt diesen mittlerweile fantastischen Pokal-Krimi deluxe! Im Finale wartet der FSV Zwickau. Die „Schwäne“ stehen nach 34 Spieltagen auf dem 7. Rang der 3. Liga. Das schwerste Spiel des Jahres 2019 steht also für den Chemnitzer FC noch an. Aber heute heißt es erstmal Feiern! Für Zwickau heißt es: Chemnitz! Chemnitz! Wir fahren nach Chemnitz! Immer eine Reise wert…

By Nino

 

Kommentar zum himmelblauen Juni 2017 – Teil 1

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„Alles neu macht der Juni – Kommen und Gehen beim Chemnitzer FC.“ So lautete die Überschrift eines MDR-Sport-Im-Osten-Artikels zur Analyse des aktuellen CFC-Kaders. Damit war trefflich umschrieben, was bei den Himmelblauen gerade im Bereich der Kaderplanung passiert. Es war aber im Juni 2017 nicht nur ein Kommen und Gehen beim CFC, sondern auch ein Hoffen und Bangen, Auslosen und Jubeln und die Auseinandersetzung mit der Zukunft und Vergangenheit.

Zu Beginn des himmelblauen Junis stand erst einmal das Lizenzierungsverfahren für die neue 3.Liga-Saison an. Vor dem Hintergrund der Meldungen, dass es eine Finanzierungslücke von 2 Millionen Euro geben sollte und die Stadt Chemnitz nicht noch einmal „in die Bresche springen wolle“ war die Lage der Gefühle bei Hoffen und Bangen angesiedelt. Zu diesem Zeitpunkt fragte sich sicherlich nicht nur der geneigte Fan, woher so viel Geld kommen sollte. Vielleicht aus den Einnahmen aus dem 1.Runden-DFB-Pokal-Spiel? Diese Einnahmen konnten sicher eingeplant werden, nachdem der Sieg im Sachsenpokal 2017 vs. Lok Leipzig geholt wurde (zum Kommentar geht’s hier). Weitere Einnahmen sollten durch ein Benefizspiel vs. Dynamo Dresden generiert werden. Die Landeshauptstädter verzichten auf alle Einnahmen und sollen unter dem Motto „Tradition stirbt nie“ Anfang Juli zur Fischerwiese kommen. Dazu später mehr…

So oder so eine starke Geste der SGD’ler und ein weiteres Puzzlestück in den Lizenz-Unterlagen. Abgabetermin dieser war Freitag, der 2. Juni.

Nun war also eine Woche zwischen Hoffen und Bangen angesagt. Gespannt wurden die Nachrichten verfolgt, die erlösenderweise die Lizenzvergabe für den CFC vermeldeten. Tief durchatmen. Die feuchtgedrückten Daumen trocken gewischt und weiter geht’s. Planungssicherheit für mindestens ein Jahr. Allerdings fragen wir uns nicht mehr ganz genau, woher das viele Geld gekommen ist. Eine Ahnung davon bekommt man dann, wenn man sich anschaut, bei wem sich der CFC-Vorstand alles pflichtgemäß bedankt hat.

Nun galt es den Blick nach vorne zu richten. Die beste Gelegenheit gab es dazu schon zwei Tage später. Am Sonntag, den 11. Juni stand die DFB-Pokal-Auslosung an. Wieder ein Tag, an dem das himmelblaue Herz höherschlagen sollte.

Die „Losfee“ war Sebastian Kehl, BVB-Legende im sportlichen Ruhestand. Die Hoffnung lag auf einem machbaren Los, da die Einnahmen aus einem 2.Runden-Spiel auch sehr verlockend sind. Aber ob es dazu kommen wird, das steht in den himmelblauen Sternen. Denn Kehl zog das Traumlos FC Bayern München! Rekord-DFB-Pokalsieger vs. Rekord-Sachsenpokal-Sieger! Eine erste Einschätzung, ob es sich nun wahrlich um ein Traumlos handelt gibt’s hier.

Nach der Kategorie „Auslosen und Jubeln“ war dann wieder Kommen und Gehen beim CFC angesagt. Nach dem der Abgang von Björn Jopek verkündet wurde, stand einen Tag später die Vorstellung des neuen Trainers auf der Tagesordnung. Aus der Gerüchteküche wurden viele Namen auf dem Trainer-Teller serviert. Am Ende hat sich der CFC für Horst Steffen entschieden. Der 48jährige Fußball-Lehrer trainierte zu Letzt Preußen Münster und bringt noch Co-Trainer Sreto Ristic mit. Dazu später mehr.

Aber nicht nur die Trainer-Gespann-Vorstellung sollte diesen Mittwoch, den 14. Juni zu einem denkwürdigen machen, auch ein weiterer Abgang sorgte für Schlagzeilen. Stürmer und Fan-Liebling Anton Fink verlässt den CFC in Richtung Karlsruher SC. 222 Pflichtspiele, 118 Tore, Rekordtorschütze des CFC. Ein herber Verlust, sportlich wie menschlich. Die Rückkehr-Entscheidung zum KSC ist wohl auch eine Entscheidung für seine Familie. Auch hier nochmal: Danke und alles Gute, Toni! #FußballGott

Neben diesen Meldungen gab der CFC auch seinen Sommerfahrplan in Vorbereitung auf die 3.Liga-Saison bekannt. 3 Testspiele, ein Kurztrainingslager und das schon erwähnte Benefizspiel vs. Dynamo Dresden. Dann geht’s schon wieder los mit der bunten Welt der 3.Liga.

Eine weniger bunte Welt hat sich offenbar auch mit der Auslosung des DFB-Pokals für Ticketbetrüger eröffnet. Der CFC meldete das sogenannte „Fake-Tickets“ zum Verkauf angeboten werden. Daraufhin wurde vor dem Kauf solcher „Fake-Tickets“ gewarnt #AchtungBetrug. Wohl auch vor dem Hintergrund der hitzigen Debatte in der Fanszene über den Erwerb der Tickets, die auch viele #Eventfans auf den Plan gerufen hat. Es bleibt zu hoffen, dass alle Dauerkartenbesitzer, Mitglieder, Sponsoren an erster Stelle bei der Ticketvergabe stehen. Sicher keine einfache Aufgabe. Neben dieser standen auch weiterhin die Kader-Planung an. Dazu und zum neuen Trainer-Duo sowie zur Frage, was Chemnitz mit dem G20-Gipfel zu tun hat, gibt es mehr im Teil 2 zum himmelblauen Juni 2017…

By Baba und Nino

 

Kommentar zur FC Bayern-Journalismus-Hysterie

Test

Eine Woche ist es nun her, als der FC Bayern München gegen Borussia Dortmund im 2017er-DFB-Pokalhalbfinale verloren hat. In der Nachbetrachtung war dies ein Spiel von Alt vs. Jung, bei dem die jüngere Mannschaft mit mehr Glück, aber auch am Ende verdient gewonnen hat. Der FCB mal nicht im Pokalfinale, der BVB hingegen schon zum 4.mal in Folge. Soweit zum Außergewöhnlichen an diesem Spiel. An den Tagen danach erweckte jedoch der Blick in den deutschen Blätterwald den Eindruck, als hätten die Sport-Journalisten allesamt mächtig am Hysterie-Rad gedreht.

Dass die #BILD mit Überschriften wie „Bayern am Boden“, „Die schlimmste Krise seit 2012“, „7 Fragen, ob Ancelotti noch der Richtige ist“ und „Ende einer Ära“ besonders kräftig gedreht hat, ok, das gehört ja zur Tradition des Boulevard-Blattes.

Aber das auch die als seriös geltenden Medien auf den Hysterie-Zug aufgesprungen sind, das bleibt mir immer noch schleierhaft. Bei #SpiegelOnline war von der „Woche des Grauens“ zu lesen, beim #Stern das „Ende einer Ära – Jetzt helfen nur noch verrückte Dinge“, die #FAZ stellte fest, dass nicht nur die Spieler in die Jahre gekommen sind, die #Süddeutsche schrieb von einem „Falschen Spiel zur falschen Zeit“. Für den #Tagesspiegel war der FCB „Eine Ansammlung müder, verbrauchter Helden“. Die Sportmagazine/-seiten wie #11Freunde kamen zu dem Schluss, dass Trainer Ancelotti die Arbeit in München aufnehmen sollte. Bei #Sport1 kam man vergleichsweise zu einem milden Urteil und attestierte den Bayern einen Abwärtstrend, erwartet jedoch eine „Monster-Transfer-Offensive“ mit Transfers jenseits von 100 Millionen Euro. Bei #ZeitOnline stellte man dann (un)passenderweise fest, dass es „Festtage für Bayernhasser“ sind.

Bei dieser geballten Kritik, weit entfernt von journalistischer Objektivität stellt sich schon einem die Frage, ob es für alle diese Sportjournalisten nicht eine willkommene Gelegenheit war, mal hart, aber unfair auf den Bayern-Punching-Ball einzudreschen? Klar, die Fallhöhe und die Ansprüche des FCB sind historisch gewachsen groß und der Umgang mit Niederlagen, gerade das Aus in der Champions-League vs. Real Madrid nicht immer souverän gewesen. Die derartige Infragestellung des bisher in der Saison Erreichtem und des Personals (Trainer wie Spieler) ist jedoch schlichtweg unangemessen.

Zudem stellt sich die Frage, warum die Leistung von Borussia Dortmund nicht das TOP-Thema war? Wenn der BVB mit seinem Jugendstil so weitermacht, hat er dann nicht eine #GoldeneZukunft vor sich? Ein weiterer Bayern-Konkurrent, der wieder mehr Spannung in den Meisterschaftskampf bringt. Dazu hätte ich gern etwas Ausführliches gelesen. Tagein tagaus wird doch über die langweilige Bundesliga lamentiert. Und dabei ist es offensichtlich gar nicht so schwer für diese BVB-Mannschaft Sympathien zu entwickeln.

Aber nein, keine positiven Schlagzeilen für den BVB. Dann lieber auf das Bayern-Mega-Krisen-Pferd aufspringen und alles auf die Klicks-Generierung und Auflage setzen.

Außerdem stellt sich mir bei diesem ganzen Mecker-Journalismus auch die Frage, ob das alles so repräsentativ ist? Am Ende sind es vielleicht 50 Sportjournalisten, die für die veröffentlichte Meinung der Reichweite-stärksten Medienhäuser sorgen. Wie die öffentliche Meinung hingegen aussieht, bleibt meist unklar.

Nach all der hysterischen Berichterstattung war interessant zu beobachten, wie die Verantwortlichen des FCB damit umgegangen sind: Trainer Ancelotti äußerte sich ein paar Tage später und gab Fehler bei seinen Entscheidungen zu Protokoll. Vorstandsvorsitzender Kalle Rummenigge wies bezüglich der Trainer-Frage darauf hin, dass über die Vertragslaufzeit nicht diskutiert wird. Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender Uli Hoeneß ließ verlauten, dass er es gar nicht so sieht, dass der Transfermarkt das Allheilmittel ist. Dies wurde dann auch gleich bestätigt, nämlich mit der Verlängerung der Verträge mit Kingsley Coman bis #2020 und Thiago bis #2021.

Die sportliche Reaktion zeigten die Spieler 3 Tage später auf dem Rasen. Mit 6:0 spielten sie den VfL Wolfsburg an die Wand. Da RB Leipzig in Ingolstadt nur Null zu Null spielte, feierte der FCB seine fünfte Meisterschaft in Folge. Der #Kicker wertete diese Meisterschaft nur als Trostpreis…

Nur zur Erinnerung: Vor gut zweieinhalb Jahren, zum Start in die Rückrunde der Saison 2014/2015, haben die Wolfsburger noch Lederhosen getragen und die Bayern mit 4:1 nach Hause geschickt. Aktuell spielt der VfL noch gegen den Abstieg, die erste Relegation wäre möglich, sofern der Hamburger SV sich nicht durch ein Relegations-Triple selbstverwirklichen will.

Meiner bescheidenen Meinung nach, verdichten sich die Anzeichen, dass die Bayern keine „verrückten Dinge machen“ werden, so wie es ARD-Kommentator Mehmet Scholl nach dem Pokalspiel populistisch formulierte. Vielleicht kommen noch ein, zwei Spieler und unzufriedene werden verkauft #Costa. Das ist aber auch nur Kaffeesatzleserei, spätestens zum Anpfiff der neuen Saison wird feststehen, welche Schlüsse sie aus dieser Saison gezogen haben. Eins scheint aber wohl sicher: Das Nachwuchsleistungszentrum soll nicht umsonst gebaut worden sein. Wie man lesen konnte, soll dies das Hoeneß’sche Vermächtnis werden. Mehr Jugendstil würde dem FCB nicht so schlecht zu Gesicht stehen.

By Nino

 

 

 

Dem BVB wachsen Flügel! Kommentar zum Pokalspiel vs. Hertha BSC

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Der preisgekrönte 11Freunde-Liveticker kündigte das 2017er Achtelfinal-Pokalspiel Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin mit der Überschrift „Aufstand der Unanständigen“ an. Eine spöttische Anspielung auf das Statement des DFB-Präsi Grindel, der nach den gewalttätigen Ausschreitungen beim Spiel BVB vs. RB Leipzig den „Aufstand der Anständigen“ gefordert hatte.

Abgesehen von diesem Appell verbindet die beiden Vereine nämlich, dass sich einiger ihrer sog. „Fans“ zu unrühmlichen Entgleisungen hinreißen lassen haben. Auf Seiten der Herthaner brachten es „Fans“ zu Stande beim Spiel vs. RBL das Banner „Ey, Ralf wir warten sehnlichst auf deinen nächsten Burnout“ im Stadion zu platzieren. Auf Seiten der Borussen wurde u.a. der Banner „Burnout Ralle: Häng dich auf!“ präsentiert. Für beide Seiten glatte 11 von 10 Punkten auf der Hass-Skala.

Seit dem BVB vs. RBL-Spiel sind vier Tage vergangen und so gut wie jeder hat eine mehr oder weniger treffsichere Meinung über die Eskalation in Dortmund entwickelt. Auch ich habe meinen Senf dazu gegeben. Daher war ich gespannt auf dieses Pokalspiel, in dem hoffentlich wieder das schöne Spiel im Mittelpunkt stehen würde. Zudem war ich gespannt auf das Spiel eins nach dem Spiel, das eine Wende darstellen könnte. Eine Wende im Umgang und der Diskussion über das Modell RB im Speziellen und zur Kommerzialisierung vs. Tradition im Allgemeinen. Ob sich diese Hoffnung erfüllen wird, bleibt bis zu den Entscheidungen des DFB-Sportgerichts und der Konsequenzen des BVB mit seinen gewalttätigen „Fans“ abzuwarten. Ein erstes Zeichen setzte schon mal die BVB-Mannschaft um Kapitän Schmelzer, der vor dem Spiel per Video eine Erklärung verlas, in der sich die Mannschaft von der Gewalteskalation deutlich distanzierte. Ein klares Zeichen, insbesondere an die bisher so legendäre #GelbeWand, die mal wieder dunkelgelb geworden ist.

Was das Sportliche anbelangt, so traf der aktuell 4.te der Bundesliga #BVB auf den 6.ten #BSC, getrennt durch einen Punkt. Das letzte Aufeinandertreffen im DFB-Pokal gab es 2016. Im Halbfinale beendete die Borussia mit einem 3:0 den Traum der alten Dame Hertha vom langersehnten Heim-Finale. Eine offene Rechnung, die es also zu begleichen galt.

Ein Spiel mit Spannung konnte man also erwarten. Zur Überraschung entwickelte sich dieses auch, da in den ersten 20 Minuten auf beiden Seiten Großchancen herausgespielt wurden #V.Ibisevic #P.Aubameyang. Etwas besser machte es dann S. Kalou, der mit feiner Technik zur 1:0 Hertha-Führung einnetzte. Mit dieser ging es dann in die Halbzeitpause, aus der die BVB-Spieler spürbar wacher zurückkamen. In der Konsequenz führte das schon in der 47. Minute zum 1:1 Ausgleich durch M. Reus. Im Folgenden entwickelte sich das „Spiel auf ein Tor“ #Phrasendrescher#1. Aber dieses wollte nicht fallen, weitere Großchancen von #P.Aubameyang #M.Reus #O.Dembelé blieben ungenutzt. Die Berliner hielten sich in der Offensive dezent zurück, konzentrierten sich mehr auf die Defensive und hofften wohl auf den #LuckyPunch. Aber dieser erfolgte auf beiden Seiten nicht, so dass es kam es wie es kommen musste: Verlängerung! In dieser waren wiederum die Dortmunder der aktivere Part. Das betraf auch das Verletzungspech, ihre Besten M. Reus und O. Dembelè mussten verletzt raus.

Für ein skurriles Ereignis sorgte dann noch S. Papastathopoulos, der in der 119. Minute (!) wegen Meckerns und abfälliger Gesten gen Schiedsrichter D. Aytekin mit Doppel-Gelb vom Platz flog. Da der Ball auch nicht mehr ins Tor flog, musste dieses Pokalspiel im 11er Schießen entschieden werden. Für dieses flog der wiedergenese Dortmunder O. Dembelè zurück auf’s Feld und ordnete sich in die Reihe der drei BVB-Torschützen ein. Da die Herthaner dreimal nicht trafen, endete das Spiel 3:2 im Elfmeterschießen. Fazit zum Spiel: Dem BVB wachsen Flügel!

By Nino

Kommentar zur fehlenden Ignoranz für RB Leipzig

RBvs.Dresden

„Tradition gegen Kommerz“. Das war das Motto zum DFB-Erstrundenpokalspiel zwischen Dynamo Dresden und RB Leipzig. Nicht nur ein Sachsen-Duell, nicht nur 1. Bundesliga gegen 2. Liga, sondern auch noch das ganz große Thema: „Traditionsclubs vs. Plastikclubs“. Auch Baba und ich haben uns diesem schon mit mehreren Beiträgen gewidmet. Angefangen mit Baba’s Dunkler Vorhersage, dem Anfang der Gegenrede dazu sowie dem ersten Teil vom Traditionsclubs vs. Plastikclubs. Nun muss man kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, dass diese Thematik nichts an ihrer Aktualität verlieren wird, nicht zuletzt durch den Aufstieg von RB Leipzig in das Oberhaus des deutschen Fußballs.

Mit diesem Aufstieg scheint nämlich für einige Fan-Gruppierungen das Hass-Fass übergelaufen zu sein. Nehmen wir nur drei Beispiele die illustrieren, in welcher Art und Weise versucht wird, den Verein RB Leipzig zu bekämpfen.

Numero uno: Beim Vorbereitungsspiel vs. FC Frankfurt wurden in der Nacht vor dem Spiel Steine und Schrauben auf dem Rasen des Frankfurter Stadion der Freundschaft verteilt. Diese wurden von den Frankfurtern entfernt und Leipzig gewann das Spiel mit 10:0.

Numero due: Die BVB-Ultras-Gruppe The Unity hat mit einem offenen Brief dazu aufgerufen, das kommende Bundesliga-Auswärtsspiel vs. RB zu boykottieren. „[…] Das Konstrukt des Aufsteigers aus Leipzig steht gegen alles, was wir mit Fußball verbinden. Es ist ein Skandal, dass eine rein kommerzielle Marketingaußenstelle eines österreichischen Getränkeherstellers tatsächlich in Deutschlands höchster Spielklasse antreten darf. Dies widerspricht allen sportlichen und emotionalen Werten […].“

Numero tre: Im Vorfeld des DFB-Pokalspiels haben die Dresdner Veranstalter den Leipziger Fans empfohlen, aus Gründen der Deeskalation mit einem getarnten Bus eine alternative Route zum Stadion zu fahren. Die Leipziger lehnten ab, mit der Begründung, dass man sich nicht verstecken wolle.

Diese Beispiele könnten noch durch weitere bereichert werden, allen voran dem Pokalspiel 2015 vs. Osnabrück, bei dem ein „Fan“ ein Feuerzeug auf Spieler D. Selke werfen wollte, allerdings den Schiri traf und somit die Entscheidung am „grünen Tisch“ herbeiführten bzw. das Weiterkommen über den unsportlichen Weg wählten.

Leider werden noch viele weitere solcher Geschichten/Aktionen dazukommen. Leider deswegen, weil es wohl mehr dümmliche statt humoristische Aktionen geben wird. Ich wünschte ich könnte diese Aussage irgendwann revidieren und sagen, dass es viel mehr zum Lachen, als zum fremdschämen gab.

Denn eines müssen sich die Gegner von RB Leipzig immer wieder bewusst sein: Mit jeder Protestaktion, mit jedem Boykott, mit jeder Spielunterbrechung oder Entscheidung über das DFB-Sportgericht, mit jedem Spießrutenlauf der RB-Fans wird dieses Thema von den Medien äußerst dankbar aufgenommen. Dann wird dieses immer und immer wieder rauf und runter gespielt und der Vorwurf…RB sei nur ein Marketing-Instrument…von den Traditionalisten konterkariert. Der RB-Medienfuzzi hat wohl jetzt schon feuchte Träume, wenn er nur daran denkt, wie oft RB in den Schlagzeilen sein wird. Denn der hat auch schon von Alfred Selacher’s Spruch gehört: „bad news are good news“.

Nun habe ich auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen oder könnte die eine Lösung dieses Problems präsentieren.

Vielleicht sollten sich die Traditionsclubs und ihrer Anhängerschaft mehr darauf konzentrieren, dass sie die Mannschaft von RB Leipzig sportlich fair auf dem Rasen besiegen. Wenn es dabei bleibt, dass RB nur Spieler unter 23 Jahren und mit einem maximalen Jahresgehalt von 3 Mio. Euro einstellt, dann sollten sich einige Vereine mal hinterfragen, ob sie nicht gegen eine bessere Jugendmannschaft gewinnen sollten. Denn das ist meines Erachtens der einzige Weg, diesem Konstrukt die sportliche Stirn zu bieten. Auch auf Verbandsebene sollte mehr Energie aufgebracht werden, denn dort muss über die Statuten #50+1Regel konstruktiv diskutiert werden. Gerne wird dabei gegenargumentiert, dass der Konzern Red Bull bereits 100 Millionen Euro in das Projekt gesteckt habe. Das haben sie jedoch über den Zeitraum von 7 Jahren getan. By the way: Borussia Dortmund hat in der letzten Transferperiode über 100 Millionen Euro für Spieler ausgegeben. Aber ok es wäre unredlich, den BVB als einzigen (!) börsennotierten (!) Bundesligist (!) aus dieser Diskussion rauszuhalten…

Bei einem bin ich mir jedenfalls sicher: Bisher fehlt dem Ganzen die nötige Ignoranz gegenüber RB Leipzig. Um diesen Verein nicht die Aufmerksamkeit teil werden zu lassen, nach der er so strebt, so muss man RB einfach ignorieren. Bestes Beispiel dazu ist TSG Hoffenheim. Nach anfänglicher Euphorie ist auch dem „Retortenklub“ eine graue Maus geworden, die vor allem in den letzten Jahren um den Abstieg gespielt hat.

Und während ich diesen Text schreibe und bei einem dieser Anbieter von Informationen zum Thema Sport die neuesten News durchlese, kommt die Meldung „Wechselwitz: Großkreutz ätzt gegen RB Leipzig“ auf den Bildschirm. Mit einer ironischen Meldung über #Instagram „schockte“ er seine Fans, indem er den Wechsel zu RB bekannt gab. Schlauerweise hat er seine Meldung noch mit dem Hinweis #spaßGehörtDazu, #ironie und #isso verfeinert, damit es wohl auch der kleinste unter den Hellsten versteht.

Es lässt sich darüber streiten, ob das nun eine dümmliche oder humoristische Aktion ist. Auf jeden Fall eine weitere, die dem Marketinginstrument von Red Bull ein paar Schlagzeilen ohne jeglichen eigenen Aufwand geliefert hat. Also ein klassisches Eigentor!?

By Nino