Schlagwort-Archive: Podolski

Die luftige Geschäftsidee für Timo Werner

Idee

 

Timo Werner ist nicht zu beneiden. Der 21-jährige Fußball- und neuerdings auch Nationalspieler hat ein doppeltes Problem. Sein Erstes: Er hat im Hinrunden-Spiel der Bundesliga-Saison 2016/2017 gegen den #MeisterDerSchmerzen Schalke 04 zu einer Schwalbe angesetzt, diese formvollendet zu Ende gebracht und den nicht berechtigten Elfmeter noch selbst verwandelt. Die Entschuldigung bzw. die Einsicht, diese Aktion gerne rückgängig machen zu wollen, kam reichlich spät. Sein zweites Problem: Er ist Spieler von RB Leipzig. Der wohl polarisierendste und mit fehlender Ignoranz bedachte Fußball-Club in Deutschland.

Diese Probleme zusammengemischt, ergeben ein Gebräu des Hasses. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird Werner für sein Fehlverhalten, seine Club-Zugehörigkeit von „Fans“ abgestraft. Wer das nicht glauben will, der nehme sich etwas Zeit und lese die Kommentare unter Artikeln mit Timo Werner durch #JustDoIt.

Nun will ich gar nicht den Moralapostel raus hängen lassen oder eine Diskussion darüber führen, dass es „ja schon immer Reizfiguren“ und die Abneigung, mit der Tendenz zum Hass auf diese Spieler gab. Das Problem ist nur, dass diese Antipathie durch die sozialen Netzwerke, in diesem Fall eher der asozialen Netzwerke weitergeht und kein Ende in Sicht ist. Normalerweise ist so eine unfaire Aktion in ein, zwei Wochen aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden und es wird höggschdens in Saison-Rückblicken daran erinnert.

Bisher hat Timo Werner die ganze Fan-Wut an sich abprallen lassen und ist auch in kein Leistungstief gefallen. Wie Spieler auch damit umgehen können, das zeigen beispielhaft Mario Gomez und Francesco Totti.

Mario Gomez hat auf der Heimfahrt vom Relegationsrückspiel vs. Eintracht Braunschweig den eigenen Schmähgesang gesungen, mit dem die Braunschweiger Fans ihn zuvor noch bedachten. Die überwiegenden Reaktionen: „Yeahh, was für ne coole Reaktion!“ #BossMove

Die Roma-Legende Totti wurde in seiner langen Karriere mit vielen Witzen bedacht. Zum Beispiel konnte man immer wieder lesen bzw. gab es Hinweise darauf, dass er nicht so schlau gewesen sein soll, also in einem Team mit Lukas Podolski. Nun hatte aber Totti ein gutes Gespür für den treffsicheren Umgang mit all den Witzeleien. Er sammelte einfach alle Totti-Witze, veröffentlichte sie in einem Buch und spendete das Geld an einen guten Zweck. Das nenne ich mal einen #BossMove.

Da Timo Werner in naher Zukunft seine Fußballschuhe nicht fallen oder RB Leipzig verlassen wird, so schätze ich, dass er weiterhin einer der Reizfiguren bleiben wird. Wie könnte er nun sein doppeltes Problem lösen?

Variante 1: Der Klügere gibt nach. Er lässt den Hass weiter an sich abprallen und macht das, was er am besten kann. Tore schießen. Für RB Leipzig. Für die Nationalmannschaft. Die Entwicklung zum Teflon-Timo. Das würde aber auch bedeuten: Der Dumme gewinnt.

Variante 2: Er torpediert die dummen Aktionen mit einer noch dümmeren Aktion und schlägt daraus Kapital. Im Detail heißt das, dass er bei der nächsten Feiergelegenheit „Timo Werner ist ein Hurensohn“ singen sollte, zeitnah alle Beleidigungen und Witze über ihn sammeln sollte, diese in Buchform bringen und die Einnahmen an eine Organisation spenden, die sich gegen Hass engagiert. Müssten dann nicht alle ganz laut #BossMove schreien!?

Ich würde es machen!

By Nino

 

Stationen eines fast Gescheiterten?

PoldiFußball

Liebe Fußballgemeinde. An dieser Stelle möchte ich mich einmal zu dem wahnwitzigen Karriereverlauf unseres Fast-oder Halb-Weltmeisters Prinzenrolle Poldi äußern.

Persönlich fand ich es eine begeisternde Geschichte als er mit Köln in der Bundesliga spielte und einige Tore als junger Vollblutproll schoss. Erfrischend war sein Spiel und hart die Bälle, die er ins Tor drosch. Hätte Hoffenheim damals schon in der Bundesliga gespielt, wären wohl mehrere Netze in die Kreisklasse degradiert wurden.

Schnell wurden er und damals noch Schweini (Kampfname: „Kampfschwein“, „Weltmeistermacher“ oder „Tennisrohrverleger“) zu den Helden erkoren, um die am Boden dahinsiechende Adlertruppe zu neuem Ruhm zu führen. Irgendwie kam es dann auch dazu über Umwege, mit großer Verzögerung und anders als gedacht. Jedenfalls wurde der jugendliche Poldi zum Prinz erkoren, um in die Fußstapfen des nun wirklich „Chefrohrverlegers“ Kaiser und leider senilen Beckenbauer zu treten. Dies war eine ganz schöne Bürde, denn wie in den Analen nachzuschauen ist, muss Rohrgott Beckenbauer wohl ein ganz intelligenter Spieler gewesen sein, der strategisch plante und mit vielen spielerischen und fußballerischen Talenten daherkam.

Wie auch immer man es sieht, der Prinz zog aus ins Großherzogtum von Steuerrechtsverbieger & Wurstdreher Uli, um seinen Thron zu besteigen. Doch wie wir alle wissen hat das irgendwie nicht funktioniert. Ob es an dem neuen Umfeld lag oder an der Ferne zu Mutti? Es lässt sich nur vermuten, aber irgendwie hat der Prinz, welcher bei der WM im eigenen  Lande noch zum besten Nachwuchsspieler vor dem unbekannten Spiel-mir-ein-Loch-in-den-Fuß-Messi und Ich-hab-die-Haare-schön-Ronaldo gewählt wurde, nie richtig die Weltmetropole am Rhein verlassen.

Ein typischer Schritt von $$$ in den Augen des Managers und wahrscheinlich auch in Poldis haben sozusagen alle Vorbehalte beseitigt und doch wurde der Prinz kein König und machte die Rolle zurück ins Erzbistum. Auch lässt sich über die Freundschaft zu Schweinebesteiger nur spekulieren: Fakt ist, nach anfänglicher Freundschaft in der Adlertruppe ist diese Freundschaft wohl in München verloren gegangen. Da beide nicht gerade mit allzu vielen verknüpften Synapsen gesegnet sind, kann ich nur vermuten, dass sich eine Freundschaft wohl doch nicht auf einer Affinität zum Playstationspiel aufbauen lässt.

Zurück im Chaosverein am Rhein wurde noch mehr vom ihm erwartet als bei Uli und das Management des Vereins hat nichts unversucht gelassen, dieses Unterfangen zu sabotieren. ER war zu groß geworden für den Geißbockclub und wollte nicht ewig gegen den Abstieg spielen. Es war fast wie, als hätte der Papst in der lokalen Gemeinde angefangen sich als Messdiener zu verdingen.

Nach dem zweiten Abstieg war endlich Schluss mit zurück in die Zukunft und der Verschwendung von Humankapital und Poldi zog aus, um der englischen Königin zu huldigen und ihr vorzuspielen. Man glaubte, dass er endlich angekommen war im großen Fußball und für eine Weile sah es auch so aus, da sein Ziehvater vor Ort große Stücke auf ihn hielt. Dies änderte sich bald, da auch Papa Wenger erkannte, dass aus dem jungen Talent zwar ein Mann geworden war, der aber leider sein Talent nicht weiter entwickelte hatte, wie seinerzeit sein Adlersturmpartner Super Salto Klößchen. Die Jahre im grauen Niemandsland der Bundesliga ohne wirkliche Konkurrenz rächten sich jetzt und ehe er sich versah, war seine Zeit auch hier abgelaufen und die Bank sein zu Hause.

In der Adlertruppe spielte er auch zunehmend eine kleinere Rolle und bei der WM beim 7:1 gegen Brasilien war sein Beitrag auf dem Platz marginal. Dennoch stach er als Hofnarr hervor und unterhielt die gleichgeschaltete Versicherungs-AG genannt „Löws Buben“ in beträchtlichem Maße. Selfies von ihm gingen um die Welt und wirklich jeder fand ihn sympathisch, auch ich, nachdem ich jahrelang meinen Groll hegte, da der Prinz es gewagt hatte, dem Capitano Ballack eine zu knallen. Aus dem Prinzen war ein Hofnarr geworden und es schien, dass er sich mit dieser Rolle für eine Zeitlang wohl fühlte. Und dennoch konnte er auch diese Rolle nicht allzu lange ausfüllen oder war er dieser überdrüssig geworden. Nach der EM 2016 ist auch der Prinzenrolle bewusst geworden, dass er nicht als Maskottchen in Erinnerung bleiben wollte und tat Allen und vor allem sich selbst und Jogibär einen riesigen Gefallen und trat zurück – gefühlte 9 Jahre zu spät.

Nach seinem farblosen Intermezzo bei Inter Mailand schlug er bei Galatasaray Istanbul auf, wo er schon an fußballerisch gute Zeiten anknüpfen hätte können, doch leider seine Affinität zu sozialen Medien und sein unbedingter Wille zu Gefallen, ihm zum Kasper von Dikta…äh Präsident Erdogan machten.  #wennmankeineAhnunghateinfachmaldieFingerstillhalten – sieheTrumpf.

Jetzt da er endlich den Weg frei gemacht hat, für ehrlichen Leistungskampf im Adlerteam verlässt er uns auch schon, um beim japanischen Kaiser vorzuspielen und ich kann es kaum erwarten, wenn er sich in die internationalen Belange in Fernost einmischen wird. Es wird nicht langweilig um ihn und auch wird er nicht weniger bezahlt.

Ich kann es kaum erwarten Poldi nach seiner Bolzplatzkarriere als Unterhalter der Deutschen im Dschungel zu sehen oder als Juror für DSDS oder als Szenekenner für Fußball auf RTL2. Nun könnte man meinen, dass dies gemein ist und seine Karriere schmälert, aber dem ist nicht so. Ich denke, er wäre auf lange Sicht in Köln wohl sehr froh gewesen, anstatt rumgereicht zu werden, als Fußballer mit einem Versprechen auf die Zukunft, dass er nicht einlösen konnte, da es für jeden jungen Fußballer zu groß gewesen wäre. Der junge Mann Podolski hat immer Spaß gemacht, wenn er auf dem Platz seine Klebe rausgeholt hat oder halt neben dem Platz den sympathischen Spaßmacher gemimt hat. Genau für diese Unbeschwertheit muss man ihn einfach mögen.

Alles Gute in Japan Prinz Poldi. Wir sehen uns!!! Garantiert!

By Baba

 

„Was bisher geschah…“ Teil 2

Römische2

Mit dem Start der neuen Kategorie „Was bisher geschah…“ Teil 1 geht’s nun weiter mit Texten zur 1. Fußball-Bundesliga…hier haben wir Fazits zur Hinrunde der Saison 2014/2015 gezogen, ferner das Topspiel des VfL Wolfsburg vs. FC Bayern München kommentiert. Außerdem haben wir einen Blick über den Tellerrand gewagt und uns dem Boxing Day der Premier League sowie der Dokumentation „Die Mannschaft“ als Filmkritiker gewidmet. Kritisch betrachtet wurde die Wahl zum Weltfußballer 2014 und Entscheidungen des DFB-Sportgerichtes. Als Highlights bezeichnen wir, in aller demütigen Bescheidenheit, die Baba’sche Story über den wahnwitzigen Karriereverlauf von Lukas Podolski vom 1. FC Köln bis Arsenal London und die Nino’sche Erklärung wie um Himmels willen man doch zum FC Bayern München Sympathisanten werden kann 😉 Viel Spaß beim Stöbern!

By Baba und Nino

 

11. 1. Bundesliga: Fazit zur Hinrunde – Platz 13-18

12. The amazing boxing day in the premiere league

13. Kommentar zum Dokumentarfilm „Die Mannschaft“

14. Stationen eines fast Gescheiterten?

15. Kommentar zum Ballon d’oh!

16. 1. Bundesliga: Fazit zur Hinrunde – Platz 7-12

17. 1. Bundesliga: Fazit zur Hinrunde Platz – 1-6

18. Wölfe tragen Lederhosen! Anmerkungen zum Topspiel VfL Wolfsburg vs. Bayern München

19. Ja, ich bin ein Bayern München Sympathisant.

20. 2 Rote Karten…zwei Sperren und viele Fragen…Ein Kommentar zur DFB Sportgerichtsbarkeit

 

Stationen eines fast Gescheiterten?

Poldi1

Liebe Fußballgemeinde. An dieser Stelle möchte ich mich einmal zu dem wahnwitzigen Karriereverlauf unseres Fast-oder Halb-Weltmeisters Prinzenrolle Poldi äußern.
Persönlich fand ich es eine begeisternde Geschichte als er mit Köln in der Bundesliga spielte und einige Tore als junger Vollblutproll schoss. Erfrischend war sein Spiel und hart die Bälle die er ins Tor drosch. Hätte Hoffenheim damals schon in der Bundesliga gespielt, wären wohl mehrere Netze in die Kreisklasse degradiert wurden.
Schnell wurden er und damals noch Schweini (Kampfname: „Kampfschwein“, „Weltmeistermacher“ oder „Tennisrohrverleger“) zu den Helden erkoren, um die am Boden dahinsiechende Adlertruppe zu neuem Ruhm zu führen. Irgendwie kam es dann auch dazu über Umwege, mit großer Verzögerung und anders als gedacht.

Jedenfalls wurde der jugendliche Poldi zum Prinz erkoren, um in die Fußstapfen des nun wirklich „Chefrohrverlegers“ Kaiser und leider senilen Beckenbauer zu treten. Dies war eine ganz schöne Bürde, denn wie in den Analen nachzuschauen ist, muss Rohrgott Beckenbauer wohl ein ganz intelligenter Spieler gewesen sein, der strategisch plante und mit vielen spielerischen und fußballerischen Talenten daherkam.
Wie auch immer man es sieht, der Prinz zog aus ins Großherzogtum von Steuerrechtsverbieger & Wurstdreher Uli, um seinen Thron zu besteigen. Doch wie wir alle wissen hat das irgendwie nicht funktioniert. Ob es an dem neuen Umfeld lag oder an der ferne zu Mutti? Es lässt sich nur vermuten, aber irgendwie hat der Prinz, welcher bei der WM im eigenen  Lande noch zum besten Nachwuchsspieler vor dem unbekannten Spiel-mir-ein-Loch-in-den-Fuß-Messi und ich-hab-die-Haare-schön-Ronaldo gewählt wurde, nie richtig die Weltmetropole am Rhein verlassen.

Ein typischer Schritt von $$$ in den Augen des Managers und wahrscheinlich auch in Poldis haben sozusagen alle Vorbehalte beseitigt und doch wurde der Prinz kein König und machte die Rolle zurück ins Erzbistum. Auch lässt sich über die Freundschaft zu Schweinebesteiger nur spekulieren: Fakt ist, nach anfänglicher Freundschaft in der Adlertruppe ist diese Freundschaft wohl in München verlorengegangen. Da beide nicht gerade mit allzu vielen verknüpften Synapsen gesegnet sind, kann ich nur vermuten, dass sich eine Freundschaft wohl doch nicht auf einer Affinität zum Playstationspiel aufbauen lässt.
Zurück im Chaosverein am Rhein wurde noch mehr vom ihm erwartet als bei Uli und das Management des Vereins hat nichts unversucht gelassen, dieses Unterfangen zu sabotieren. ER war zu groß geworden für den Geißbockclub und wollte nicht ewig gegen den Abstieg spielen. Es war fast wie als hätte der Papst in der lokalen Gemeinde angefangen sich als Messdiener zu verdingen.

Nach dem zweiten Abstieg war endlich Schluss mit zurück in die Zukunft und der Verschwendung von Humankapital und Poldi zog aus, um der englischen Königin zu huldigen und ihr vorzuspielen. Man glaubte das er endlich angekommen war im großen Fußball und für eine Weile sah es auch so aus, da sein Ziehvater vor Ort große Stücke auf ihn hielt. Dies änderte sich bald, da auch Papa Wenger erkannte, dass aus dem jungen Talent zwar ein Mann geworden war, der aber leider sein Talent nicht weiter entwickelt hatte wie seinerzeit sein Adlersturmpartner Super Salto Klößchen. Die Jahre im grauen Niemandsland der Bundesliga ohne wirkliche Konkurrenz rächten sich jetzt und ehe er sich versah war seine Zeit auch hier abgelaufen und die Bank sein zu Hause.

In der Adlertruppe spielte er auch zunehmend eine kleinere Rolle und bei der WM beim 7:1 gegen Brasilien war sein Beitrag auf dem Platz marginal. Dennoch stach er hervor als Hofnarr und unterhielt die gleichgeschaltete Versicherungs AG genannt Löws Buben in beträchtlichem Maße. Selfies von ihm gingen um die Welt und wirklich jeder fand ihn sympathisch, auch ich, nachdem ich jahrelang meinen Groll hegte da der Prinz es gewagt hatte, dem Capitano eine zu knallen. Aus dem Prinzen ist ein Hofnarr geworden und es scheint, dass er sich mit dieser Rolle wohlfühlt, ist diese doch auch an einem Hofe anzusiedeln.

Nun ist er beim einst glorreichen Inter in der Modehauptstadt aufgeschlagen, um auf seine Einsatzzeiten zu kommen. Das mag berechtigt sein und es sei ihm zu wünschen, dass er seinen Beitrag leistet den am Boden liegenden italienischen Fußball wiederzubeleben. Seine Affinität zu den Medien wird ihm wohl nach dem Ende seiner Karriere zu einen Kommentatorposten verhelfen.

Die Erkenntnis der Geschichte vom Prinz ist diese, das als junger Spieler das Steuerersparnisherzogtum von Uli nicht für jeden als Karrieresprungbrett taugt UND geh niemals wirklich niemals zurück zum Geißbockclub. Zurück in die Zukunft ist immer ein Fehler.
Over and out.
Euer Baba

Poldi2