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Zum Vergessen. Der CFC beim Berliner AK.

BAK Panorama

25. Spieltag in der Regionalliga Nordost Saison 2018/2019. Der Berliner AK vs. Chemnitzer FC. Wieder das Topspiel des Tages. Wieder ein Spiel in turbulenten Zeiten. Das Hinspiel, dass zu einem Tanz der Emotionen wurde gewann der CFC überragend mit 3:1. Die Stadt Chemnitz stand wegen der rechtsextremistischen Vorkommnisse in Folge des Todes von Daniel H. im Mittelpunkt. Nun steht der CFC wegen der Trauerzeremonie für den verstorbenen Thomas H. erneut in der Kritik. Das Abhalten dieser und der anschließende Umgang damit, führten zu Suspendierungen, Rücktrittserklärungen, Amtsniederlegungen und zur Sperre von Daniel Frahn. Summa summarum befindet sich der CFC seit sieben Tagen im Ausnahmezustand. Das Nachholspiel vs. BFC Dynamo unter der Woche verloren die Himmelblauen noch dazu mit 1:2. Da der Berliner AK auch nicht gewinnen konnte, konnte diese Niederlage ohne größere Schmerzen verarbeitet werden.

Schmerzen hingegen bereitete mir eher die öffentliche Darstellung des CFC durch seine Vertreter und derjenigen, die zu der ganzen Misere eher schweigen, anstatt zur Aufklärung beizutragen. Wo sind denn z.B. die sonst so lautstarken Ultras Chemnitz 99? Sie standen ja bei der Trauerzeremonie in der ersten Reihe. Den ganzen Aufruhr können sie sich allerdings gar nicht erklären. In Teilen ist das sogar verständlich, hatten doch viele in der Stadt wie z.B. die Freie Presse, die Sparkasse Chemnitz, die Stadt Chemnitz die Dienste von Haller Security bzw. über Subunternehmen in Anspruch genommen. Doppelmoral lässt grüßen. Unverständlich bleibt aber immer noch, warum ausgerechnet im Stadion An der Gellertstraße einem Rechtsextremisten gedacht werden musste! Das konnte und kann man nicht von der Person Thomas H. trennen. Gerade auch nicht Politik und Fußball, die in Chemnitz ja schon immer mit im Stadion zusammensaßen. Aber diesem Thema widme ich mich mal später.

Nun erstmal wieder Fußball, denn an sich hatte ich mich auf dieses Spiel schon länger gefreut. Nur wurde diese Freude durch die bittere Woche erheblich eingetrübt. So passte es dann auch, dass der Wettergott es auch nicht gut meinte. Der Sonntag startete mit Sonnenschein, jedoch kamen 20 Minuten nach Spielbeginn Wolken und obendrein noch Regen mit kräftigem Wind hinzu. Vor dem Anpfiff setzte der Berliner AK noch ein Zeichen und hielt eine Trauerminute für die Opfer des Anschlags in Christchurch in Neuseeland ab. Das war angemessen und würdig.

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Angepfiffen wurde pünktlich und das Spitzenspiel hatte schnell seinen ersten Höhepunkt. In der 9. Minute traf die Nr. 11 A. Kargbo mit einem sehenswerten Fallrückzieher zur 1:0 BAK-Führung. Das im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nicht noch weitere BAK-Tore fielen, lag einzig an deren Unvermögen, das runde Leder im Chemnitzer Kasten unterzubringen. Die Himmelblauen blieben derweil blass, die Angriffsbemühungen verliefen erfolglos. So ging es mit dem 0:1 Rückstand in die Pause. In dieser wurden die 1.127 Zuschauer u.a. mit „Hurra“ von den Ärzten und „Und wir leben“ von den Toten Hosen musikalisch unterhalten. In Anbetracht der derzeitigen Situation beim CFC vielleicht ein kleiner Seitenhieb des BAK-Präsidenten Han, der diesmal bei keiner privaten Hochzeitsfeier zugegen war, sondern kurz vor dem Spiel noch mit Auto erschien.

Unterhaltsam ging es auch in der zweiten Halbzeit weiter, denn schon sieben Minuten nach Wieder-Anpfiff gab es den nächsten Aufreger. Zunächst jedoch im positiven Sinne, denn der Jakubow-Ersatz J. Mroß rettete mit einer klasse Parade. Diese hatten wohl alle Zuschauer gesehen, jedoch nicht die Grote’sche Hand bei einer Abwehrreaktion. In Folge dessen gab es Diskussionen, die nicht das Ergebnis hatten, dass es keinen Elfmeter gab. T. Deniz traf mit einem flachen Schuss zum 2:0 für den BAK.

Danach war es für den CFC ein Spiel zum Vergessen. Keine wirklichen Angriffsbemühungen und weiterhin Glück aufgrund des sich fortsetzenden Unvermögens der Berliner weitere Tore zu schießen. Die mitgereisten CFC-Fans harrten im Regen aus und sorgten auch für unüberhörbare Grüße an den Insolvenzverwalter K. Siemon. Diese hier wiederzugeben entspricht nicht meiner Kinderstube. Ganz abgesehen davon, dass damit weiterhin die Zeichen auf Konfrontation stehen und beiden Seiten auf ihrer Sicht der Dinge behaaren.

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Mit der 0:2 Niederlage setzt der CFC seine sportliche Mini-Krise mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen in Folge fort. Der Abstand zum Berliner AK beträgt nun sieben Punkte, kann jedoch mit dem Nachholspiel gegen den VfB Auerbach wieder auf 10 Punkte ausgebaut werden. Ausbaufähig ist hingegen auch die Musik-Auswahl bei den Berlinern. Nach dem Abpfiff ertönte noch D. Hasselhoff mit „Looking for Freedom“. Mehr gibt es dazu und zu diesem Spiel nicht zu sagen.

By Nino

 

„Was bisher geschah…Teil 8“

Acht

Während sich die deutsche Nationalmannschaft mit der Niederlage, ähm Niederlande in der Nations League duellierte, richteten wir zum achten Mal den Blick zurück auf unsere Texte des thebeautifulgameblogs. Heraus kam die Erkenntnis, dass es sich diesmal hauptsächlich um Aufreger-Themen gehandelt hat. RB Leipzig, Borussia Dortmund, der Chemnitzer FC, der FC Bayern München und die journalistische Hysterie, wenn es mal bei den Bayern nicht läuft. Das ist ja wiederum brandaktuell.

Dazu noch die zweite Erkenntnis, dass sich Fake News auch in der sportlichen Berichterstattung breit gemacht haben. Baba widmete sich dafür ausführlich einer Kölschen Legende und blickte zurück auf die Stationen des fast Gescheiterten Lukas Podolski. Legendär wie der Spieler. Viel Spaß beim Stöbern.

71. Hass auf RB Leipzig! Nicht mehr alle Dosen im Schrank? Teil 2
72. Dem BVB wachsen Flügel! Kommentar zum Pokalspiel vs. Hertha BSC
73. Das Leck mich am A…-Spiel. CFC vs. VfR Aalen
74. Fake News? Lese was du glauben sollst!
75. Quo vadis, Chemnitzer FC?
76. Stationen eines fast Gescheiterten?
77. Das Hör-Spiel Real Madrid vs. FC Bayern München
78. Leserbrief zum 11Freunde Artikel „Gezutzelte Weißwurst“
79. Alt vs. Jung. Kommentar zum Pokal-Halbfinale FCB vs. BVB
80. Kommentar zur FC Bayern-Journalismus-Hysterie

P.s: Weitere Leseempfehlungen sind auch der Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6 sowie Teil 7

By Baba und Nino

 

Himmelblauer Zahlenrausch

ZahlenMit dem 4:0 Auswärtssieg gegen den FSV Optik Rathenow gelang dem Chemnitzer FC der 11. Sieg im 11. Spiel in der Regionalliga Nordost, Saison 2018/2019. Das macht nach Adam Riese 33 Punkte. Bei den Toren stehen 29 eigene und 9 gegnerische zu Buche. Dazu 0 Unentschieden und 0 Niederlagen, auch wenn sich das von selbst ergibt. 10 Punkte Abstand zu den nächsten 3 Verfolgern Hertha BSC II, FSV Wacker Nordhausen und Berliner AK 07. Ganze 16 Punkte zum 5. und 6. Platzierten (Rot-Weiß Erfurt und FC Viktoria 1889 Berlin).

Beim weiteren Anblick der Tabelle wird deutlich, warum sich die Himmelblauen schon so früh punktetechnisch von der Konkurrenz absetzen konnten. 3 Teams (15.-13.ter) mit 12 Punkten, 5 Teams (11.-7.ter) mit 14 Punkten, 2 Teams (5.-6.ter) mit 17 Punkten und wie oben bereits erwähnt, haben der 2.-4.te jeweils 23 Punkte. Diese Regionalliga Nordost ist demnach momentan sehr ausgeglichen. Gerade die zu Beginn als stärkste eingeschätzte Konkurrenten wie FSV Wacker Nordhausen teilen sich zu oft die Punkte (bisher 5mal) oder wie Rot-Weiß Erfurt überraschen mit Niederlagen (bisher 2, bei 5 Unentschieden).

Was sagt das nun über die Leistungsfähigkeit der Himmelblauen aus? Jene fast komplett neu zusammengestellte Mannschaft, der man gut und gerne erst einmal etwas Zeit zum Einspielen und Eingewöhnen eingeräumt hätte. Der CFC hat sich bisher keine Schwäche erlaubt und gewinnt auch die schwierigen Auswärtsspiele (z.B. gegen Budissa Bautzen). Die Ausfälle der Leistungsträger wurden kompensiert und die 5. Gelbe Karte schon mehrmals zu keinem ungünstigen Zeitpunkt gezückt. So stehen die Himmelblauen als Spitzenreiter da und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vor allem wenn man an die Zeiten vor einem halben Jahr denkt: Da steckte der CFC noch tief im Abstiegskampf der dritten Liga.

Nun also im Kampf um die Rückkehr in diese dritte Liga? Ist es schon so weit über den Aufstiegskampf nachzudenken bzw. diesen Gedanken überhaupt zuzulassen? Diese einmalige Chance auf den direkten Aufstieg, ohne den Mist namens Relegation? Oder soll man diese Momentaufnahme nicht einfach mal genießen? Ich bin da hin und hergerissen. Es fällt zunehmend schwer, sich diesem Siegesrausch nicht zu ergeben.

Zumindest hat der CFC mit den 33 Punkten schon mal im Abstiegskampf ordentlich vorgelegt. Bei noch ausstehenden 23 Spieltagen sollten die restlichen 7 Punkte zur magischen 40 Punktemarke schon irgendwie erreicht werden. Vielleicht mit 1 Sieg, 4 Unentschieden und 1 Niederlage in den noch 6 ausstehenden Spielen der Hinrunde? Übrigens stand eine Niederlage bei Energie Cottbus am Ende der Regionalliga Nordost Saison 2017/2018 zu Buche. Bei 28 Siegen und 5 Unentschieden, die summa summarum zu 89 Punkten führten. Bei einem Torverhältnis zu 79:14. Was für eine beeindruckende wie vorbildliche (???) Bilanz.

Vielleicht hilft ja zur himmelblauen Ernüchterung der Blick auf die kommenden Spieltage. Da stehen mit dem FSV Wacker Nordhausen (als derzeit 3.ter) und der zweiten Mannschaft von Hertha BSC (als derzeit 2.ter) zwei Spitzenspiele an. Danach folgen 4 Spiele gegen Teams, die zurzeit nicht schlechter als Tabellenrang 12 stehen, also mehrheitlich im oberen Bereich zu finden sind. Was bei der Ausgeglichenheit und geringen Punktabstände wiederum nicht viel zu bedeuten hat.

Daher sollte der CFC sich nur mit sich selbst beschäftigen…das kann er ja am besten 😉

By Nino

 

 

Relegation zwischen Gut und Böse

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Nun ist es wieder soweit und die Relegation hat uns wieder. Dieses Jahr mit einer klaren Rollenverteilung.

Die Guten und Underdogs sind Holstein Kiel mit ihrem Stadion, das Probleme hat für die Bundesliga zugelassen zu werden. Vor nur 2 Saisons spielten sie unambitionierten 3. Liga Fußball. Jetzt sind sie auf dem Sprung in die höchste Spielklasse und das obwohl der eigene Trainer der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen hat und seinen Wechsel nach Köln vor ein paar Wochen verkündet hat.

Kiel steht Kopf und in der Handballmetropole hat sich eine große Euphorie breitgemacht. Bundesliga in Kiel? Nicht in Hamburg oder Rostock. Nein in Kiel. Das klingt ganz nach der Geschichte des gallischen Dorfes, welches gegen alle Übel Widerstand leistet.

Auf der anderen Seite steht Wolfsburg – der Werksclub, der bis vor dem Dieselskandal von Haupteigner VW nur in Championsleague-Sphären dachte. Diese Mannschaft gespickt mit Fußballmillionären in der Niedersächsischen Provinz. Denen fällt die Rolle des Bösen zu, da kein Fußballtraditionalist sich jemals damit anfreunden kann, diese Plastikclubs (Leverkusen, Hoffenheim, Leipzig) ohne Fanaufkommen im Nirgendwo in der höchsten Spielklasse zu sehen.

Die Rollen sind klar verteilt und das Hinspiel findet neben dem Bahnhof des Lieferbandes für VW in Wolfsburg statt. Wer schon mal da war, weiß wovon ich rede. Dennoch verspricht so ein Spiel eine geniale Stimmung, da dieses von der Spannung lebt. Alles oder Nichts – Es lebe die Relegation!

Holstein Kiel hat eine klasse Saison gespielt und Wolfsburg nicht. Doch hat Wolfsburg einen tollen Sieg über Köln hingelegt. Vom Gefühl her sehe ich Wolfsburg vorn, da sie einfach die besseren Spieler haben und über die gesamte Saison hinweg auf höherem Niveau spielen mussten. Kiel hingegen muss seine Stärken – den Kampf annehmen und ihre Konter konsequent fahren.

Zum Spiel: Wolfsburg nach anfänglichem abtasten dann langsam mehr und mehr überlegen und mit der Führung in der 13. Minute. Danach gibt es wenige Lebenszeichen von Kiel, die mir ein wenig ehrfürchtig erscheinen. 34. Minute endlich der Ausgleich aus dem Nichts. Drechsler mit wunderbarem Solo und der Vorarbeit zum wichtigen Auswärtstor! Nun fühlt es sich wie ein offener Schlagabtausch an. Wolfsburg mit 57% Ballbesitz. 40. Minute und dann ist es passiert – Wolfsburg striked again. Kiel muss vorsichtig sein und sich nicht auf den Schlagabtausch einzulassen. Kiel ist jetzt viel zu offen. Wolfsburg schwimmt auf einer Euphoriewelle.

Doch ab Minute 70 drehen die Kieler nochmal auf. Erspielen sich Chancen fast wie am Fließband. Aber auch in den 5 Minuten Nachspielzeit fehlt die letzte Konsequenz und es bleibt beim einzigen Tor für die Störche. 3:1 gewinne die Wölfe das erste Duell gegen die Störche. Am Pfingstmontag dann das zweite Duell. 0:0, alles auf Anfang.

By Baba

 

Finale in der HSV-Crunchtime

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Moin moin Freunde des Fußballs,

nach dem Halb-Finale in der HSV-Crunchtime sind wir nun endlich angekommen. Im großen Finale am 34. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga-Saison 2017/2018. Der Hamburger SV auf der Zielgeraden seines größten Comebacks. Wer hätte das gedacht, außer den eingefleischten HSV-Fans natürlich, dass der HSV eben doch noch nicht tot, geschweige denn solchen Schwachsinns wie „abgestiegen“ ist.

Denn bei allem Wunschdenken der HSV-Gegner ist doch eins klipp und klar: Mit einem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach ist es noch möglich den Relegationsplatz zu erreichen. Vorausgesetzt, die Wolfsburger verlieren zu Hause gegen den 1. FC Köln. Nach Prüfung aller Fakten und meines Bauchgefühls liegen diese Ergebnisse im Bereich des absolut Möglichen.

Die Kölner haben schon angekündigt, dass sie dieses letzte Spiel nicht herschenken wollen. Schließlich will man nicht derjenige Traditionsverein sein, der erstens gegen einen millionenschwer finanzierten Plastikclub verliert und damit beiträgt, dass der Hamburger SV zum ersten Mal in seiner Geschichte absteigt. Diesen Ziegen, ähm Bärendienst wollen die Kölner dem HSV und der gesamten Bundesliga nicht leisten. Die Kölner, da bin ich ohne jeden Zweifel, werden sich schon zu wehren wissen.

Der HSV hat zwar eine bittere Niederlage gegen die Frankfurter Eintracht einstecken müssen, aber die wurde ganz schnell abgehakt. Schließlich gilt es, das ganz große Ziel – die Relegation – nicht aus den Augen zu verlieren. Das ist genug Motivation, für die Spieler wie für die Fans. Klar, das eigentliche Ziel – direkter Klassenerhalt – ist nicht mehr möglich. Da bedurfte es eben einer minimalen Anpassung. Schwamm drüber, Mund abputzen, weiterhin fokussiert bleiben.

Ich kann es jedenfalls kaum erwarten: das volle Volksparkstadion, die euphorischen Fans, die Spieler voller Tatendrang und Siegeslust. Der Duft von Geschichte wird in der Luft liegen. Denn Geschichte wird in jedem Fall geschrieben. Entweder des größten Comebacks in der langen Bundesliga-Geschichte oder des 1. Abstieg des HSV. Letztere Option wird meinerseits selbstverständlich verdrängt. Die 1. Liga-Zugehörigkeit ist tief verankert in der HSV-DNA. Niemals 2. Liga!

Also kommt nur die erste Option in Frage und diese Rechnung ist super einfach:
HSV-Heimsieg gegen Mönchengladbach plus Auswärtssieg der Kölner in Wolfsburg, macht zusammen: 16. Tabellenplatz und Relegation gegen Holstein Kiel. Montag 21.05.2018, zweiter Sieg gegen die Kieler und der HSV bleibt weiterhin in der 1. Liga. Alles gut und alles bleibt beim Alten.

Wer jetzt meint, dass wäre unrealistisch, der hat den Hamburger SV nie verstanden. In der Relegation können wir unsere ganze Erfahrung ausspielen. Die Motivation Triple-Relegations-Meister werden zu können, wird die letzten Prozente aus den Spielern kitzeln. Anders kann ich mir es nicht vorstellen.

Auch stelle ich mir vor, dass UnsNicolai den Siegtreffer gegen die Mönchengladbacher beschert und damit sein ganz persönliches Comeback feiert. Am ersten Spieltag trifft er zum Auftaktsieg, am 34. Spieltag zum letzten Sieg. Solche Geschichten schreibt nur der HSV. Was in der Relegation passiert, dazu komme ich später. In diesem Sinne: Niemals 2. Liga. Nur der HSV!

By Sören

 

P.s: wiederum vielen Dank an Baba&Nino für die Möglichkeit, auf ihrem Blog meine Gedanken loswerden zu können.

Kommentar zum himmelblauen September und Oktober 2017

Zahlen

Im Kommentar zum himmelblauen August 2017 haben wir uns dabei erwischt, dass wir eine erste Bilanz zur fast runderneuerten CFC-Mannschaft und dem neuen Trainer-Team um Chef Horst Steffen ziehen wollten. Das war zu diesem Zeitpunkt noch reichlich verfrüht.

Nach nun mittlerweile 14 Spieltagen und drei Pokalspielen (DFB-und Sachsenpokal) haben wir uns mal in den Statistik-Keller begeben, um mit Hilfe des Blickes auf die nackten Zahlen Erhellendes zur Frage „Wie steht es um den CFC?“ zu Tage zu fördern.

Schauen wir uns zum Einstieg in diese (Achtung Spoiler!) Statistik-Tortur die 10 Spiele des CFC von September bis Oktober 2017 an: Das macht 4 Siege, 2 Unentschieden und 4 Niederlagen. Eine klassisch ausgeglichene Bilanz, oder? Wenn man näher hinschaut, kann’s auch so betrachtet werden: Unentschieden, Niederlage, Niederlage, Sieg, Unentschieden, Sieg, Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage. Eine klare Tendenz? Fehlanzeige!

Dann hilft vielleicht die „Heim/Auswärts“-Betrachtung?
Heim-Unentschieden, Auswärts-Niederlage, Heim-Niederlage, Auswärts-Sieg, Auswärts-Unentschieden, Auswärts-Pokalsieg, Heim-Sieg, Auswärts-Niederlage, Heim-Sieg, Auswärts-Pokalniederlage. Macht also: 2 Heimsiege, 2 Heim-Niederlagen, 1 Heim-Unentschieden, 1 Auswärts-Unentschieden, 3 Auswärts-Niederlagen, 2 Auswärts-Siege. Ja genau, das ist so wenig hilfreich wie lesbar 🙂 Also Schluss mit dem Klein-Klein der letzten 10 Spiele.

Kommen wir daher nun zur Gesamtschau und blicken auf die Tabelle der 3. Fußball-Bundesliga: 14 Spieltage sind absolviert, der CFC steht mit 16 Punkten (von 42 Möglichen) auf Rang 12. 4 Siege, 4 Unentschieden, 6 Niederlagen, negatives Torverhältnis von minus zwei (19:21 Tore).

Im Ergebnis der näheren Betrachtung wird zumindest deutlich, dass der CFC 11 Punkte zu Hause geholt hat (von Möglichen 21) und auswärts dagegen nur 5 von 21. Bilanz-technisch heißt das also: Der CFC ist bisher zu Hause besser, auswärts dagegen der kleine Bruder vom Punktelieferant.

Was die Pokal-Wettbewerbe betrifft, so sind die Himmelblauen gegen Rekordpokalsieger FC Bayern München rausgeflogen (hier geht’s zum Spielbericht) und im Sachsenpokal war beim VfB Auerbach im Achtelfinale Schluss (1:2). Das ist besonders bitter, weil eine Chance auf die erneute Teilnahme am DFB-Pokal 2018/2019 kläglich verspielt wurde. Gaaanz optimistisch gesehen, können sich die Himmelblauen nun auf den Liga-Alltag konzentrieren.

Auf dem Programm stehen bis zum Jahresende 2017 sechs Spiele. 4 Auswärtsspiele und 2 Heimspiele. 3 Spiele gegen Teams, die momentan vor dem CFC in der Tabelle stehen (Meppen, Magdeburg, Rostock) und 3 Spiele gegen Teams, die momentan hinter dem CFC stehen (Würzburg, Münster, Zwickau). Aber ob diese Betrachtung so hilfreich ist? Zumindest bestehen mehr Möglichkeiten, dass der CFC seine Auswärtsbilanz etwas verbessert. Jedoch liefern Zahlen und Ergebnisse nur die halbe Wahrheit über die Leistungsfähigkeit einer Mannschaft. Ebenso wenig ob z.B. die Spiele überlegen gewonnen oder unglücklich verloren wurden. Wie schätzt ihr also den Stand der Dinge beim CFC ein?

By Baba und Nino