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Hudson Derby – nö RB, nich hier!

StadiumAnpfiff

Ende August 2019 stand das Hudson Derby an. Mein NYCFC empfing den „Stadtrivalen“ aus New Jersey Red Bull New York im Yankee Stadium. Beide standen in der Tabelle im oberen Drittel nur drei Punkte entfernt voneinander in Schlagweite zur Spitze.

Ich hatte den NYCFC schon eine Weile nicht besucht, da meine Kids einfach noch nicht im Fußball-mündigen Alter sind und wahrscheinlich jeden Besuch einer kulturellen Veranstaltung in ein Spielplatzabenteuer mit Hüpfburg und Schlammschlacht verwandelt hätten. Dieser Gedanke hielt mich in den letzten Jahren von einigen Stadiongängen ab, da ich doch etwas vom Spiel haben und nicht nur Zirkusdompteur und Ordnungshüter spielen wollte. Dennoch haben meine Jungs in diesem Jahr Fortschritte im Fußball spielen wie schauen gemacht und ich liebäugelte mit dem Gedanken dem hoffentlichen Bullen Schlachten beizuwohnen.

Am Abend vorher veranstaltete die Trinkhalle Hofbräuhaus in NYC eine Ticketverlosung zum Spiel und ich meinte zu meiner Frau, dass ich diese ja eh gewinnen würde wenn, ja wenn wir da hingehen würden. Sie lachte nur und meinte später, dass sie uns einen Tisch reserviert hatte. Jetzt gab es kein Entrinnen mehr und schon befand ich mich mit meinen Kids und der Dame im angenehmen Klein Deutschlandidyll mit Schweinshaxe, Spätzle und einem Maß Kellerbier. Die Musik war laut und viele 80er Hits wurden von der Band interpretiert, so dass uns Blasmusik erspart blieb und unsere Kids für die Dauer des Aufenthaltes beschäftigt waren. Als es zur Ticketverlosung kam, gewann ich dann tatsächlich vier Tickets fürs Derby. Das war schon toll, wie selbstverständlich dies passierte. Danke HB Haus!

Tickets

Am nächsten Abend ging es in den Gourmettempel des Yankee-Stadions, wo wir bei perfekten Plätzen einen überragenden NYCFC anfeuerten. Perfekte Plätze nicht wegen der Platzierung im Stadion, sondern weil vor und hinter uns mehrere Reihen frei blieben, welche von meinen Kids gründlich genutzt wurden. Meine Kids in Himmelblau vom Chemnitzer FC waren dennoch verwirrt, warum man denn nicht für die Roten Bullen halten kann. „Scheiß Marketing“ schrillte es in meinem Kopf und wahrscheinlich haben meine Kids das auch gehört, da mein 4jähriger für einige Minuten „Scheiße Scheiße Scheiße“ vor sich hin trällerte! Da ist wohl noch einige Aufklärung notwendig.

CFC-Jungs

Das Spiel ist schnell erzählt. Ein munteres hin und her mit klarer Überlegenheit durch NYCFC. Dennoch ging der Kuhverein in Führung. Irgendwann konnte NYCFC seine Chancen in Tore umwandeln und gewann 2-1. Wobei ich Maxi Morales Agilität und Einsatz hervorheben möchte und Heber’s Hackentor zum 2-1.

FührungRedBull

TorjubelNYCFC

Endstand

Ein gelungener Abend im Yankees-Stadion welcher vom „wahren“ New York Club gewonnen wurde. An dieser Stelle könnte man sich immer über die Pseudo Vereine der MLS auslassen und ich bin mir sehr bewusst, wer als Sponsor beim NYCFC agiert. Dennoch möchte ich hervorheben, dass gerade eine gesunde Rivalität in so einer großen Stadt den Reiz des Fußballs zum Tragen bringt und beide Vereine eine Bereicherung für die MLS sind. Im Großen und Ganzen ist das Niveau der MLS beachtlich und der Unterhaltungswert enorm. Cheers!

Over and Out, euer Baba!

Lese-Empfehlung: Das Hudson Derby und die schlechte Kopie (2016)

 

 

„Was bisher geschah…“ Teil 5

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Die Reihe „Was bisher geschah…“ geht bereits in die fünfte Runde. Diesmal sorgte Baba für den Blick über den „großen Teich“, in dem er sich hautnah und ausführlich dem Hudson Derby zwischen Red Bull New York und dem New York City FC widmete. Dieses endete 7:0 für Red Bull. Solch ein Ergebnis hat man ja in der Bundesliga nur, wenn der FC Bayern München auf den Hamburger SV trifft. Mal sehen wie lange noch

Weiter ging es mit der Abmahnung von Baba zu den finanziellen Auswüchsen in der Welt des Fußballs und den letzten beiden Teilen des Rückblicks auf die Bundesliga-Saison 2016. Danach war Schluss mit der Vergangenheit und wir haben uns mit der anstehenden Europameisterschaft in Frankreich beschäftigt. Dabei gab es die 22 Fragen zur EM und die Berichterstattung zum ersten Spiel vs. die Ukraine, bei dem Bastian Schweinsteiger seinen leider letzten grandiosen Auftritt hatte.

Wie immer: viel Spaß beim Stöbern!

By Baba und Nino

 

P.s: Weitere Leseempfehlungen sind auch der Teil 1, Teil 2, Teil 3 und last but not least Teil 4

41. Das Hudson Derby und die schlechte Kopie.

42. Saison-Rückblick 2016 Teil 2 Platz 12-7

43. Eine Abmahnung

44. Frankreich, Frankreich – Wir fahren nach Frankreich!

45. Saison-Rückblick Teil 3 Platz 6 – 1

46. In 22 Fragen zur EM 2016…die 1.ten 7

47. In 22 Fragen zur EM 2016…die 2.ten 7

48. In 22 Fragen zur EM 2016…die letzten 8

49. Das erste Date mit GER bei der EM vs. UKR

50. „Was bisher geschah…“ Teil 1

By Baba und Nino

 

 

„Was bisher geschah…“ Teil 4

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Es ist wieder an der Zeit zurückzuschauen. Im vierten Teil der Serie „Was bisher geschah…“ hat sich der Bayern-Sympathisant Nino der Situation von Pep Guardiola beim FCB beschäftigt. Darüber hinaus haben wir den erst halbjährlichen, nun gefühlt ständigen Transferwahnsinn kommentiert sowie die Eindrücke vom Sachsenderby CFC vs. SGD niedergeschrieben. Die „Eindrücke“ der ersten Trainerstation von Stefan Effenberg beim SC Paderborn konnten wir freilich nicht unkommentiert lassen. Keep on, Effe! Last but not least haben wir uns voller Neugierde auch dem Baseball und dem Frauenbasketball in New York City gewidmet. Viel Spaß beim Stöbern!

By Baba und Nino

P.s: Weitere Leseempfehlungen sind auch der Teil 1, Teil 2 und aller guten Dinge Teil 3.

31. Der FC Bayern München ohne Pep? Gut so…Teil 1!

32. Kommentar zum „Transferwahnsinn“ Teil 1

33. Der FCB und die Gerüchte-Küche. Dafür gibt’s keinen Stern

34. Kommentar zum „Transferwahnsinn“ Teil 2

35. Eindrücke vom Sachsenderby CFC vs. SGD

36. The Fight of the Tiger…Kommentar zu Stefan Effenberg beim SC Paderborn.

37. Der FC Bayern München ohne Pep? Gut so…Teil 2!

38. Sportliches Fremdgehen in New York City

39. Das Runde muss ins Runde! Frauen-Basketball in New York

40. Saison-Rückblick 2016 Teil 1 Platz 18-13

 

„Was bisher geschah…“ Teil 3

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Das bunte Potpourri an Themen aus Teil 1 und Teil 2 zeichnet auch den dritten Teil der Kategorie „Was bisher geschah…“ aus. Neben der 1. Bundesliga haben wir uns explizit mit der 3. Liga beschäftigt. Baba kommentierte das Bezirksderby zwischen dem Chemnitzer FC und Erzgebirge Aue. Darüber hinaus feierte die Berichterstattung aus den USA ihre Premiere. Baba machte sich auf den Weg und war Teil des Home-Opener des NYCFC im Yankee-Stadium. Viel Spaß beim Stöbern!

21. Eigentor durch Twitter und Co.!?

22. Traditionsvereine vs. Plastikclubs, Teil 1

23. Home Opener für den New York City FC (NYCFC)

24. Die 2014/2015er Bundesliga-Saison langweilig? Von wegen!

25. R.I.P. Fußball-Gott – ein Kommentar zur Relegation 2015 KSC vs. HSV

26. Wo steigt die Party?

27. Fußball Nimmersatt

28. Tatort Leipzig – Kommentar zum Spiel Deutschland vs. Georgien

29. Die Mutter aller Bezirksderbies

30. Ein Kommentar zum Testspiel Frankreich vs. Deutschland

 

By Baba und Nino

Das Hudson Derby und die schlechte Kopie.

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Am Samstag, den 21.5.2016 fand das Hudson Derby statt. Die vorherigen Vergleiche zwischen Red Bull und New York City FC waren allesamt durch Red Bull New York dominiert und klar gewonnen worden.

Da hier ein Derby aufkeimt, macht es die Sache schon interessant auch wenn es noch eine wirklich sehr junge Rivalität ist. Erst seit einem Jahr gibt es mit dem NYCFC eine zweite MLS Mannschaft in der Stadt.

Auf der einen Seite ist Red Bull (das in New Jersey angesiedelt ist), die sich seit dem Abgang von Thierry Henry vor einem Jahr, zu einem richtig guten Team entwickelt haben und einen richtig schönen Ball spielen.

Auf der anderen Seite ist NYCFC, der neue Club der im Yankee Stadion spielt und sich als das wahre New Yorker Team versteht. Aufgebläht mit drei internationalen Top-Alt-Stars (David Villa, Frank Lampard, Andrea Pirlo), nationalen Auswahlspielern (Mix Diskerud) und richtig guten Talenten (Jack Harrison). Nach den überschaubaren Leistungen in der Premieren Saison lief diese Saison auch schleppend an, doch in den letzten Spielen wurden Achtungserfolge gegen starke Gegner eingefahren (Portland Timbers).

Es war also alles bereit für das HUDSON- Derby und dann verliert NYCFC 0-7 … NULL zu SIEBEN zu Hause im Gourmettempel Yankee-Stadion!!! Eine „echte“ Mannschaft oder besser Marketingkampagne 😉 , gewinnt gegen eine Truppe von zusammengewürfelten Altsöldnern!

Worte waren schwer zu finden. Villa mit ganz wenigen Einzelleistungen und nur auf den eigenen Torerfolg bedacht, Pirlo fand gar nicht statt (kein Wunder, das er nicht zum italienischen EM Team gehört) und ein Lampard der bei seiner Einwechslung nach langer Krankheit mit Buuuh-Rufen bedacht wurde. WOW das ist harter Tobak. Mehr kann nicht schief gehen und wenn ich jetzt schreibe das NYCFC mehr Ballbesitz hatte und eigentlich das dominantere Team war, glaubt das ja eh niemand. Aber so war es. Red Bull war einfach stets brandgefährlich und NYCFC hat gefällig bis vor das Tor kombiniert und dann war Schluss. Red Bull hat die Tore gemacht und NYCFC nicht.

Und nachdem alles vorbei war, dachte ich gut vergessen und abhaken – nein – dann gab es vor dem Stadion Auseinandersetzungen zwischen den Fanlagern, was in Amerika relativ unüblich ist. Das hat mir dann den Rest gegeben und mich echt traurig gestimmt.

Daraus kann man nur schließen, dass nicht jede europäische Angewohnheit exportiert werden sollte und vielleicht auch nicht jeder alternde Star aus dem letzten Jahrtausend das Spiel unbedingt bereichert, in New York oder anderswo.

By Baba

 

Das Runde muss ins Runde! Frauen-Basketball in New York

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Am Pfingstsonntag war es wieder soweit, Baba und Nino sind schon wieder fremdgegangen. Nach dem ersten „Ausrutscher“ beim Baseballspiel der New York Yankees vs. Boston Red Sox führte uns die Neugier zum Home-Opener der New York Liberty vs. Dallas Wings.

WNBA, Frauen-Basketball also, im Madison Square Garden, dieser legendären Multifunktionsarena, die u.a. auch Heimat der New York Knicks (Basketball) und New York Rangers (Eishockey) sowie vieler Konzerte und sonstiger kultureller Highlight-Veranstaltungen ist. Im Eingangsbereich wird man Zeuge all der Sportslegenden, die hier ihre highesten Highs und tiefsten Tiefs erleben durften:-) Die Superlative sind hier zu Hause.

 

Halle

Pünktlich zum tip off hatten wir unsere Plätze erreicht. Spätestens als wir den Hall of Famer, Ex-Detroit Pistons Spieler und Knickerbocker-Trainer sowie amtierende Präsident der New York Libertys Isiah Thomas drei Reihen vor uns sitzen sahen, wurde uns bewusst, dass wir verdammt gute Plätze haben. #ThanksGrace.

Wie beim Baseball wissen die Macher der Libertys wie man es Showtechnisch krachen lässt. Neben dem „üblichen“ Brimborium der T-Shirt-Kanonen, Cheerleader Tänzchen und Cam’s #AirGuitar gab es als Highlight einen Kurzauftritt von Montell Jordan #ThisIsHowWeDoIt Im Anschluss sorgte eine DJane für weitere kurzweilige Unterhaltung.

Die Spielregeln waren uns im Gegensatz zum Baseball besser bekannt, so dass wir wussten warum es eine Pause gab, eine Spielerin das Feld verlassen musste oder die Spielzeituhr rückwärts lief.

Das Spielgeschehen ist im Allgemeinen ein wenig langsamer als bei den Männern und auch sieht man öfter mal einen Steal oder Airball. Aber im Großen und Ganzen beeindruckte uns die Geschwindigkeit und Kurzweiligkeit. Am Ende siegte die New Yorkerinnen mit 79-71 und die Stimmung war entsprechend freudig.

Auch dieser Sieg und die imponierende Kulisse werden nicht dafür sorgen, dass wir dem Fußball untreu werden, ABER die Möglichkeit ganz nah am Spielgeschehen und in angenehmer Atmosphäre für zwei Stunden die Hektik des New Yorker Lebens vergessen zu machen haben auch ihren Reiz.

By Baba und Nino

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Sportliches Fremdgehen in New York City

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Am 8. Mai 2016, dem Tag zur Feier aller Mütter, sind Baba und Nino in New York fremdgegangen. Im doppelten Sinne, mit der Sportart und den Vereinen. Im Yankee-Stadium stand die Mutter aller amerikanischen Derbys, das Spiel New York Yankees vs. Boston Red Sox auf dem Spielplan. Mit Baba`s Grace haben wir noch Eintrittskarten für diesen Klassiker der grössten amerikanischen Sportrivalität im Baseball bekommen #baberuth. Dies konnten wir uns auch als Liebhaber des Soccers – Fussball – Football? Uns nicht entgehen lassen.

Die Spielstätte, das weltberühmte NYCFC – Yankee – Stadium #thehousethatbabebuilt, ist einer dieser Orte, für die der Begriff Kathedralen des Sports geprägt wurde. Just amazing.

 

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Als Fußball-Fans sind wir im kulinarischen Bereich eher Stadionwurst und Bier gewöhnt, hier gab es neben Bier für 12 Dollar und HotDogs für 9 Dollar sowie allerhand Weiteres für den Gaumenschmaus, so dass wir uns fast wie in einem Gourmet-Tempel fühlten. Die Preise waren dementsprechend high, Ninos Mutter hätte gesagt: „Trink und iss mit Verstand!“

Mit Beginn des Spiels und ergo des ersten Innings begann auch die Suche nach den Regeln dieses Spiels. Klar war uns jedenfalls, dass ein Pitcher dreimal werfen darf und der Batter möglichst einen Homerun, was einem Tor oder Touchdown gleichkommt, schlagen kann. Zu Beginn schlossen wir uns sicherheitshalber den jubelnden Jankees-Fans an, unnötig auffallen stand heute nicht auf dem Programm. Die Spielregel-Unfestigkeit lies sich auch nicht durch empirische Beobachtung lockern, so dass wir uns dem kulinarischen und Showaspekten verstärkt zuneigten.

Und dabei sind wir voll auf unsere Kosten gekommen. Neben einer markerschütternden Soundanlage wurden auf der überdimensionalen Leinwand abwechselnd tanzende, feierende und essende Fans gezeigt. In längeren Pausen wurden die am besten gekleideten Fans gekürt oder Gewinner von Pizzen der Sponsoren-Pizzeria eingeblendet. Auch die Mannschaft der Yankees wurde Teil dieser Show, ob nun bei der Kür des best dressed Teamplayers oder dem Erkennes eines Songs #DrakeHotlingBling. Keine Frage, von Show verstehen die Amerikaner was. Hier sind sie schon great #UnsDonald. Auch das Patrioten-Herz wurde gewärmt…bei der Ehrung einer muttergewordenen Soldatin.

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Jene Show drumherum ließ auch die Zeit wie im Fluge vergehen und unsere Ahnungslosigkeit weit in den Hintergrund drängen. Ein nach zweieinhalb Stunden geschlagener Yankees-Homerun bildete für uns den passenden Abschluss dieses Abends. Es reifte ratzfatz die Einsicht, dass wir weiterhin dem Fussball treu bleiben, ABER einen Foulball zu fangen dennoch seinen Reiz hat.

By Baba und Nino

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