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Kommentar zum Sanierungskonzept des CFC-IV…Teil 3

Euro

Nach Teil 1 und Teil 2 des Kommentars zum Sanierungskonzept des CFC-IV folgt nun der dritte und letzte Teil. Dieser beschäftigt sich mit der Analyse des letzten Punkts „5. Die Neuordnung des Verhältnisses zur Stadt Chemnitz“, mit dem Insolvenzverwalter K. Siemon Lösungen präsentiert, wie der Chemnitzer FC mit Hilfe der Stadt Chemnitz aus seiner misslichen Lage herauskommen kann.

Der Abschnitt umfasst 5 Seiten und zu Beginn wird gleich der nächste Hammer ausgepackt. Neben den schon fehlenden 493.000 Euro soll zur Risikoabdeckung weiteres Geld zum CFC fließen. Insgesamt macht das für das Jahr 2018 exakt 750.000 Euro. Sofern der CFC in die 3. Liga aufsteigt, soll der Zuschuss dann 1,25 Millionen Euro betragen. Dazu verpflichtet sich der CFC im Stadion Chemnitz in der laufenden Saison anzutreten und einen „Katalog der Gegenleistungen“ (insgesamt neun an der Zahl) zu erfüllen. Ohha, das Beste folgt immer zum Schluss, das kann man auch von diesem Schreiben behaupten. Wobei das Beste hier wohl eher für das provokativste steht.

Im Rahmen seiner Begründung, für die erneut dringend notwendige Finanzspritze, werden die Geschehnisse um den gewaltsamen Tod von Daniel H. Ende August 2018 ins Spiel gebracht. Das wirkt nicht nur aufgrund des Themenwechsel sehr eigenartig.

Die Schilderung seiner Aktivitäten, die Berichterstattung „zu korrigieren“ verdienen jedoch Anerkennung. Für viele Fans ist er ja die Hauptschuldige und wenn er über Wasser laufen würde, dann würde sie ihm vorwerfen, dass er nicht schwimmen kann. Hier hat er sich aber wirklich ins Zeug gelegt und im Sinne des CFC gehandelt.

Der Bogen wird aber leider mit dem Thema Rechtsradikalismus überspannt. Herr Siemon wäre hier klug beraten, wenn er die abscheulichen Vorkommnisse nicht auch noch für seine Zwecke instrumentalisiert. Das haben u.a. schon der BAK-Präsident Han zur Genüge getan und die Blamage folgte nicht nur auf sportlichem Fuße. Im Gesellschaftervertrag der CFC GmbH soll sogar darauf Bezug genommen werden. Dabei würde der Satz, der auf die Bezugnahme folgt, völlig ausreichen: „Zugleich wendet sich die CFC GmbH gegen jede Form von politischen und religiösem Extremismus“. Damit werden alle Seiten einbezogen und nichts kann und soll verharmlost werden.

Im Ergebnis seiner Argumentation könnte dann auch der Stadionname „Arena für Weltoffenheit, Toleranz und Fairness“ heißen. Nunja, inhaltlich konsequent, aber für ein Fußballstadion doch eher ungewöhnlich. Dabei gibt es genug andere Möglichkeiten, seine Haltung bzw. die der Himmelblauen zu zeigen. Die Möglichkeiten der Abkürzungen wurden auch von seinen Kritikern genutzt. Schnell machte die „Lösung“ WTF-Arena die Runde. Eine wohl eher unfreiwillig komische Einlage.

Bei allem Spaß muss hier aber darauf hingewiesen werden, dass es sich um ein sensibles Thema handelt. Es gibt wahrlich genug Namen für das Stadion und eigentlich sollte mit einer Jury bis Ende des Jahres ein passender gefunden werden. Ich kann nur hoffen, dass dies ein Ablenkungsmanöver ist und das die Fans, nicht nur bei dieser Thematik, mit einbezogen werden.

Sofern die Stadt Chemnitz und deren Stadträte dem Vorschlag von Herrn Siemon nicht zustimmen, schlägt dieser vor, die Ticketpreise um 75% zu erhöhen. Nach Ansicht dessen würde es aber gerade „die Besucher des Stadions treffen, die ohnehin schon hohe Eintrittsgelder zu zahlen haben und damit überfordert wären“. Hohe Eintrittsgelder? Das sind für mich die Plätze auf der VIP-Tribüne. Diese Besucher könnten dann schon ein bisschen mehr bezahlen. Jeder trägt nach seinen Möglichkeiten zum Stadionerlebnis bei. Vereinfacht gesagt: Die einen machen Stimmung, die anderen zahlen ein wenig mehr.

Nimmt man mal diese Polemik beiseite, ist die Erhöhung der Eintrittsgelder gar keine so schlechte Idee. Die Möglichkeit sich nur irgendwie von der Stadt und seinen Räten unabhängig zu machen, sollten doch genutzt werden. Wie wäre eine Ticket-Patenschaft oder ein Fonds für die Eintrittsgelder? Sicherlich gibt es noch andere Optionen. Ich denke, bei einer Zweckbindung wäre die Bereitschaft sich finanziell zu engagieren um einiges größer.

Ein Spendenaufruf, bei dem man am Ende nicht weiß wo das Geld landet, wird sicherlich keine große Unterstützung finden. Die Zahlung der Mitgliedsbeiträge läuft ja jetzt schon schleppend. Wohl auch deswegen, weil die Mitglieder nicht wissen, ob das Geld nicht in der Insolvenzmasse untergeht.

Letztendlich dienen die Vorschläge von Herrn Siemon dazu, die Stadt Chemnitz unter Druck zu setzen bzw. zumindest die Möglichkeiten einer erneuten finanziellen Unterstützung auszuloten. Alle Optionen zu prüfen ist grundsätzlich legitim, es kommt allerdings auch hier wieder darauf an, wie die Botschaft überbracht wird. Nach den aktuellen Entwicklungen sieht es wohl eher nicht danach aus, dass sich die Stadt Chemnitz auf eine erneute Hilfe einigen kann. Die Mehrheit der 60 Abgeordneten des Chemnitzer Stadtrats hat sich in einer gemeinsamen Presseerklärung gegen weitere Zuwendungen an den Chemnitzer FC ausgesprochen. Das Signal an den IV: kein weiteres Steuergeld für den CFC. Einen Vorteil hätte das zumindest: Das Ende des elendigen Spiels, die Förderung andere Sportarten und den kulturellen Angeboten in der Stadt gegeneinander auszuspielen. Im Umkehrschluss heißt das dann aber auch, dass der CFC jetzt noch mehr in Zugzwang ist, sich für Investoren zu öffnen und/oder neue Geldquellen ausfindig zu machen. Man kann also davon ausgehen, dass nicht wie bisher nur ein Investor bei der CFC Fußball GmbH einsteigen wird.

Wie es nun weitergehen wird, das steht in den himmelblauen Sternen. Dabei sind z.B. noch die Fragen offen, ob sich die Stadt wirklich ein ungenutztes Stadion leisten kann und/oder will? Oder ob Herr Siemon mit seiner Forderungen vielleicht „nur“ den Preis in die Höhe getrieben hat, um dann in Verhandlungen mit der Stadt realistische Forderungen einzubringen?

So oder so steht ein weiteres Kapitel im Chemnitzer Insolvenz-Theater an. Ich hoffe allerdings, dass dieses mit weniger Emotionen und Nebengeräuschen aufgeführt wird. Die Zukunft des CFC steht nun wieder mehr denn je in Frage.

By Nino

Lese-Empfehlung:

Kommentar zum Sanierungskonzept des CFC-IV…Teil 1

Kommentar zum Sanierungskonzept des CFC-IV…Teil 2

Pro Neymar Wechsel

GeldFußball

Drei Wochen ist es nun her: der brasilianische Fußballspieler Neymar wechselte vom FC Barcelona zu Paris Saint Germain. Für 222 Millionen Euro. Weltrekord-Transfer. Dieser Wechsel beschäftigte die Sport- und Medienwelt über Wochen. +++Eilmeldung+++BreakingNews+++gehörten zur Tagespflicht aller üblichen Verdächtigen Sportmedien. Es bestand so gut wie keine Chance sich dem Wechsel-Theater zu entziehen. Es dauert bei jedem Gespräch über Fußball nicht lange und die Frage „Und was sagst du zum Neymar-Wechsel?“ wurde gestellt. Da die Diskussionen bisweilen kontrovers geführt wurden, ist es mal wieder an der Zeit für ein „Pro“ und „Contra“. Ich nehme das runde Leder auf und nehme die Position Pro Neymar-Wechsel ein.

Vorab dazu einige Anmerkungen: Die 222 Millionen Euro Transfersumme und das Zustandekommen über Beraterverträge usw. sind der bisherige, bittere Höhepunkt des allseits kritisierten Transferwahnsinns. Aber auch diese Eskalation hat es etwas Gutes, denn nur dadurch wird auch dem letzten Fußball-Fan klar, in welchen Sphären sich der Fußball im Allgemeinen und das Finanzgebaren von Vereinen und Investoren im Speziellen entwickelt hat. Von schwer bis gar nicht ist beispielsweise zu vermitteln, welche Gehälter mittlerweile gezahlt werden (müssen).

Neymar hat auf seiner ersten PSG-Pressekonferenz gesagt, dass es ihm nie um Geld gegangen sei. Er sei seinem Herzen gefolgt. Dies kann verständlicherweise als die typische Folkore abgetan werden, wenn Spieler zu einem anderen Verein wechseln… der einem das doppelte Gehalt zahlt.

Überdies zeigt dieser Wechsel auf, dass es noch viele Schlupflöcher im Rahmen der Regeln des Financial Fair Play gibt. Wenn es die UEFA damit ernst meint, dann besteht die Möglichkeit Konsequenzen zu ziehen. Das Ausreizen der Regeln hat, so bitter das auch ist, auch immer eine positive Seite. Umso eher verschärft man sie oder schafft sie wieder ab.

Zudem ist Neymars Formulierung bedauerlich, dass er hier Teil eines Projektes sein will. Ein Projekt ist eben ein Vorhaben, was zeitlich begrenzt ist. In den wenigsten Fällen ist es ein langfristiges Vorhaben, ein auf Nachhaltigkeit angelegtes. Dies steht eben im Widerspruch zu den bisherigen Traditionen im Fußball. Ein Verein ist kein Projekt. Hätte er doch einfach gesagt, er will bei PSG Teil einer Entwicklung sein. Einer Vision meinetwegen. Das er etwas mit aufbauen will. Das ist, neben der obszönen, finanziellen Dimension, ein weiterer Wermutstropfen.

Aus sportlicher Sicht kann ich jedoch den Wechsel verstehen.

Der englische Telegraph kommentierte den Wechsel so: „Es ist längst bekannt, dass Neymar gut mit hohem Druck umgehen kann und aufblüht, wenn er in einem Team hinter niemanden zurücksteht. Die gigantische Transfersumme wird ihn nicht beunruhigen. Befreit von Lionel Messis Schatten hat Neymar die Chance zu glänzen.“

Ich ergänze hier noch, dass er aus dem Schatten des Traum-Trios Messi/Suarez/Neymar hervortritt. Jeder Abwehrreihe wurden Kopfzerbrechen bereitet. Messi schoss in der vergangenen Saison 2016/2017 in der Primera División 37 Tore, Suarez 29, Neymar hingegen „nur“ 13. Nur einer von dreien zu sein, das ist auf Dauer für einen Spieler mit den Ambitionen von Neymar zu wenig.

Ich teile daher die Einschätzung, dass er bei PSG der unangefochtene Chef einer Mannschaft sein will. Er führte 2016 schließlich auch als Kapitän die Seleção zu olympischen Gold im eigenen Land.

Die BBC konzentrierte sich auch auf den Sportler Neymar und stellte fest: „Mit 25 im besten Alter und kurz vor einer WM, die seine Karriere definieren kann, hat sich Neymar für einen Club entschieden, der ihm zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit macht, sowohl auf dem Platz als auch abseits davon.“

Selbstverständlich stellt sich die Frage, warum ein Spieler von einem der besten Clubs der Welt zu Paris Saint Germain wechselt. Von der besten europäischen Liga in die nach aktuellem UEFA-Ranking an Nummer 5 herumdümpelde französische Ligue 1. Warum also so ein sportlicher Abstieg? Weil er mit Barcelona alle auf Klubebene zu gewinnenden Titel gewonnen hat!? Sicherlich wäre eine Wiederholung dieser Titel eine Herausforderung. Aber es auch mit einem anderen Team zu schaffen, das ist die nächste große Herausforderung. In der Nordamerikanischen Basketball-Liga NBA steigt ein Spieler in den Rang einer Legende schneller auf, wenn er es schafft mit zwei verschiedenen Teams den Meistertitel zu holen.

Neben den Titeln auf Klubebene sind für Neymar auch die persönlichen Titel eines der treibenden Motive. Nehmen wir die Wahl zum Weltfußballer: Seit 2008 wird dieser Titel lediglich zwischen L. Messi oder C. Ronaldo vergeben. Da bei dieser Wahl meist nicht mehr nur sportliche Aspekte die Hauptrolle spielen, sondern z.B. auch weltweite Bekanntheit, hat hier Neymar eine wichtige Weichenstellung vorgenommen. Als herausragender Spieler von Paris Saint Germain hat er die Möglichkeit allein im Glanze der Anerkennung zu stehen, die Leistungen auf Weltklasse-Niveau vorausgesetzt.

Zudem ist er, wie die BBC schon anmerkte, im besten Fußballer-Alter. Mit 25 Jahren hat er noch einen großen Vertrag vor sich. Danach wird ihn wahrscheinlich auch das Schicksal der „älteren“ Spieler ereilen und junge Spieler seinen Stammplatz streitig machen. Ein Wechsel in eine andere Liga, USA und China lassen grüßen, bietet sich zum Ausklang einer Karriere mittlerweile an.

Ergänzend zur Argumentation des Telegraph und der BBC ist noch auf das große Risiko hinzuweisen. Neymar geht hier sportliches All-In. Paris Saint Germain wird das Gelingen oder Scheitern einer Saison am Abschneiden in der Champions-League festmachen. Es wird daher auf ein paar wenige Spiele, der Gruppenphase und der dann ggf. erreichten K.o.-Spiel-Phase hinauslaufen. In dieser stehen höchstens sieben Spiele an, in denen sich das Schicksal einer ganzen Saison entscheiden wird.

Und in diesen Spielen entscheiden Tagesform, die Liste der verletzten Spieler und andere Einflüsse. Hier kommt es z.B. auf die Breite des Kaders von PSG an. Dieser ist m.E. nicht in einer Verfassung, wie das bei den TOP Five 5 #Real Madrid #Atlético Madrid # FC Barcelona # FC Bayern München #Juventus Turin der Fall ist.

So, jetzt liegt der Ball im Feld Contra.

By Nino

Eine Abmahnung

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Irgendwann ist es zu viel…viel zu viel…im wahrsten Sinne des Wortes und dann muss dem negativen Gefühl einmal Luft gemacht werden:

Es geht mir gegen den Strich. Ach was, es geht mir auf den Sack und nervt!!!!

Im heutigen Fußball wird viel zu viel nur noch mit Zahlen jongliert UND nur noch Siege zählen. Niederlagen, schönes Spiel, ein knappes 3-4; all das scheint nicht mehr zu zählen, sondern nur noch der schnöde Mammon, wie viel ein Spieler wert ist oder er verdient, wie viel Umsatz die großen Vereine machen, wie viel Zuschauer … nur noch Schwanzvergleich sobald man die Zeitung mit dem Fußballteil anklickt. Und dann ist da noch der Sauhaufen der den Fußballverbänden vorstehen sollte, sich aber nur selbst bereichert und gerade in einem Sumpf aus Korruption und Geklüngel versinkt, die FIFA. Brechen möchte ich da einfach nur „UARGH“

Ich frage mich, was hat all das mit dem Spiel zu tun und warum der Fußball in dieser Vereinigung aus Geld, Klüngelei, Sponsoring und Schwanzvergleich versinkt???

Ich will doch nur 22 Deppen sehen, die versuchen den Ball hinter die Torlinie zu bringen. Ist das zu viel verlangt?

Was mir wohl am meisten auf den Sack geht bei allem Fußball hochgejubel sind jetzt wohl die Gehälter. Leider, wirklich leider sind diese absolut aus dem Rahmen gelaufen und wir schmeißen das Geld den modernen Gladiatoren in den Rachen, weil sie begabt sind – im gegen den Ball treten…juhu! Großartig!!!

Irgendwie lässt mich das nicht kalt, wenn ich höre welche Summen da kolportiert werden: 90 Millionen für das verzogene Ego von „ich-hab-die-Haare-schön“ und „Eier-aus-Stahl“ Ronaldo oder 80 Mio. für den „will-mal-gerne-Hinterhofgangster“ und „ich-habe-die-Haare-noch-schöner“ Neymar, der mir bei jedem Interview die Galle hochkommen lässt, da er so ein unterbelichteten Eindruck hinterlässt als Opfer seines Talents und der Werbung, Mode etc. Nun ja sein Absturz wird nicht lange auf sich warten lassen, wenn ihn seine „Freunde“ und Familie ausgenommen haben und seine Karriere vorüber ist.

Nun ja diese Liste könnte man beliebig fortsetzen und ganz im Gegenteil zum Mainstream, tu ich das einfach mal, da es gerade zu seltsam ist, dass dieses Gesindel als Vorbilder vermarktet werden. Zlatan sollte bei Chuck Norris in die Lehre gehen, da er das Ego schon hat nur mit dem Intellekt und der Selbstwahrnehmung hapert es noch. Auch der Beißer Suarez muss entweder permanent unter Drogen stehen oder eine ordentliche Verhaltensstörung aufweisen,  sonst wäre er nicht so drauf. Jedenfalls hat er eine realistische Folge-Karriere als Lehrer für Piranhas in Aussicht 😉 . Da erscheint Messi geradezu als nett und auf dem Boden geblieben.

Dennoch: zu viel Geld für sinnfreie Leistung verdirbt den Charakter, da sich die oft sehr jungen Empfänger charakterlich nicht mehr weiterentwickeln müssen, weil das Heer von Ja-Sagern, welches sie umgibt, das oft nicht zulässt.

Im Endeffekt kann man sich von der dümmlichen Schwanzvergleichsdiskussion nur fernhalten, da es einen nur vom Wesentlichen beim Fußball abhält. Gerechtfertigt ist das in keiner Weise. Dennoch, leider wollen wir die Gladiatoren sehen und sie sind so tolle Werbeträger. Solange sich das nicht ändert, wird sich die Spirale immer weiter drehen. MIST!

By Baba

 

Kommentar zum „Transferwahnsinn“ Teil 1

 

Mit der Schließung des Winter-Transfer-Fensters ist es vorerst vorbei mit den andauernden Wasserstandsmeldungen, welcher Spieler zu welchem Club zu welchen Bedingungen wechselt. In einigen Sport-Redaktionen wird man wohl gar nicht wissen, worüber jetzt noch geschrieben werden soll. Dieser „Transferwahnsinn“ hat einen aber außer Atem gelassen, ts ts ts, der allerhellste Wahnsinn!!!

Wahnsinn, dass der FC Bayern München Serdar Tasci als Ersatz-Innenverteidiger verpflichtet hat. Was imposant zeigt, dass Guardiola bei Transfers nix mehr zu sagen hat, Rummenigge’s Aussagen kein Tageshaltbarkeits-Datum haben und Matze Sammer & Micha Reschke wieder einmal ein feines Näschen für eine Überraschungscoup bewiesen haben. Kingsley Coman und Douglas Costa hatten ja schließlich auch sehr wenige Scouts auf dem „Das-ist-ein-interessanter-Spieler“-Zettel. Mich würde es nicht wundern, wenn sich Tasci, dieses fleischgewordene Abwehrbollwerk über die Bayern zurück in die National-11 spielt und im Sommer … bei der Europameisterschaft in Frankreich … DAS entscheidende Puzzleteil für den Endspiel-Sieg wird. Das wird DIE Story, Wetten dass…?

Wahnsinn auch, dass der Hamburger SV mal wieder Teil einer Panne ist. Diesmal waren es zu spät eingereichte Unterlagen. Warum muss auch erst am letzten Tag die Entscheidung gefällt werden? Eine Fax-Panne soll es jedenfalls nicht gewesen sein. War der E-Mail-Anhang zu groß oder war der Expressbrief-Bote zu langsam? Ich will es gar nicht wissen. Lieber HSV, auf dem Transfermarkt gibt es keine Verlängerung! Aber soviel zu diesem kleinklein.

Der Blick gilt dem großen Ganzen! Nämlich auf das was sich die Fußball-Fans im Sommer freuen dürfen. Damit meine ich nicht nur die Euro zwosechszehn oder Olympia in Rio de Janeiro, sondern auch auf die Sommer-Transfers. Das wird ganz großes Kino. Denn dann greift der neue englische TV-Vertrag so richtig und wird noch mehr Cash in die Kassen der Premier League spülen. Bei Stern.de habe ich mal die Überschrift „Premier League scheißt Europa zu mit Geld“ gelesen. Noch amüsiert davon folgte die Nächste: „Englische Clubs können künftig holen, wen sie wollen“. Die Ansage verkündete Arsenal London Trainer Arsene Wenger. Sollte den Bundesliga Clubs nun Angst und Bange werden? Von wegen!

Auch wenn die englischen Clubs mit ihren Millionen viele Spieler kaufen und mit höheren Gehältern ausstatten können, einige sanierungsbedürftige deutsche Clubs sollten diese Chance nutzen und ihre wechselwilligen und/oder unzufriedenen Spieler nach England abgeben. Für das Doppelte?? Das 3-fache!!! Die TSG aus Hoffenheim hat’s vorgemacht… 41 Millionen für Firmino #Liverpool oder Augsburg, die für kolportierte 31 Millionen Abdul Rahman Baba an #Chelsea abgegeben haben. Deren Sterne sind ja wahrlich aufgegangen, jede Woche lese ich von deren Sternstunden auf dem englischen Rasen.

Interessant wird auch sein, wie die Spieler ihre Wechsel begründen.

Beispiel Kevin de Bruyne: Dass er ein exzellenter Spieler ist, das bestätigen nicht nur die Statistiken. Bei dem Kaugummi-Transfer zu Manchester City wurden einige bemerkenswerte Äußerungen von ihm getätigt. Er brauche ein familiäres Umfeld, die Unterstützung der Mannschaft, des Trainers und der Fans. Das alles hatte er in Wolfsburg zu Hauf. Vielleicht glaubt er ja sauberere Luft dort vorzufinden???

Wenn es nicht diese Gründe sind, dann vornehmlich noch dieser: „Es war schon immer ein Kindheitstraum in der Premier League zu spielen“ #HeuMingSon#Tottenham

So oder so schießen sich die Engländer auf lange Sicht ein veritables Eigentor. Welche weitere Auswirkungen das alles auf das Mannschaftsgefüge, die Identifikation der Spieler mit dem Club und nicht zu Letzt der Fans mit ihren Lieblingsvereinen hat, dazu mehr im Teil 2 #11FreundeMüsstIhrSein

By Nino