Schlagwort-Archive: EM2016

„Was bisher geschah…“ Teil 7

Sieben

Mit Teil 7 unserer Kategorie „Was bisher geschah…“ schauen wir nach längerer Zeit mal wieder zurück auf bisherige Texte. Das diese mittlerweile, in aller Bescheidenheit:-), nicht mehr ein paar sind, sieht man darin, dass zwei Rückblicke mit dabei sind.
Die Hälfte der Texte beschäftigt sich allerdings mit RB Leipzig und dem damit verbundenen Dauerthema „Traditionsvereine vs. Plastikclubs“. Einem großen Traditionsverein widmete sich Baba, der einen vorausschauenden Nachruf für den Hamburger SV geschrieben hat. Mit dem ersten Abstieg in die zweite Bundesliga ist dieser dann auch brandaktuell. Viel Spaß beim Stöbern.

61. Die 22 Antworten zur EM 2016…die letzten 8

62. „Was bisher geschah…“ Teil 3

63. Gedanken zum Auftaktspiel zur 1. Fußball-Bundesliga Saison 2016/2017

64. Kommentar zur fehlenden Ignoranz für RB Leipzig

65. Danke für die Polarisierung, RB Leipzig! Teil 1

66. Danke für die Polarisierung, RB Leipzig! Teil 2

67. Traditionsvereine vs. Plastikclubs Teil 2

68. Nachruf zum Hamburger Sportverein – HSV

69. Hass auf RB Leipzig! Nicht mehr alle Dosen im Schrank? Teil 1

70. „Was bisher geschah…“ Teil 4

By Baba und Nino

 

P.s: Weitere Leseempfehlungen sind auch der Teil 1, Teil 2, Teil 5 sowie Teil 6.

„Was bisher geschah…“ Teil 6

SechsBlog

Aller guten Dinge sind sechs. Daher blicken wir bereits zum sechsten Mal in der Kategorie „Was bisher geschah…“ zurück. Dieser Teil steht ganz im Zeichen der Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft haben wir kommentiert, ebenso die Berichterstattung der Sportmedien, die allzu oft unter dem Motto „ohne Hirn und Verstand“ betrieben wurde.

Die 22 Fragen zur EM haben wir direkt nach dem finalen Kommentar zum Spiel Portugal vs. Frankreich beantwortet. Zum Abschluss folgte noch ein Ausblick auf die 3.Liga-Saison 2016/2017, hier mit besonderem Fokus auf die Traditionsmannschaften aus dem Osten Deutschlands. Die Prognose kann sich im Nachhinein durchaus sehen lassen…Viel Spaß beim Stöbern.

By Baba und Nino

 

P.s: Weitere Leseempfehlungen sind auch der Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und last but not least Teil 5

 

  1. Kommentar zum zweiten Date mit GER vs. POL
  2. EM-Berichterstattung OHV!?
  3. Kommentar zum EM-Spiel NIR vs. GER
  4. Kommentar zum EM-8telfinale Deutschland vs. Slowakei
  5. „Was bisher geschah…“ Teil 2
  6. Angst schießt keine Tore – Kommentar zu GER vs. ITA
  7. Finale ohohh! Ein Kommentar zu #PORFRA
  8. Die 22 Antworten zur EM 2016…die ersten 7
  9. Die 22 Antworten zur EM 2016…die zweiten 7
  10. Die neue – beste und einzigartigste 3. Liga

 

„Was bisher geschah…“ Teil 5

Römische5

Die Reihe „Was bisher geschah…“ geht bereits in die fünfte Runde. Diesmal sorgte Baba für den Blick über den „großen Teich“, in dem er sich hautnah und ausführlich dem Hudson Derby zwischen Red Bull New York und dem New York City FC widmete. Dieses endete 7:0 für Red Bull. Solch ein Ergebnis hat man ja in der Bundesliga nur, wenn der FC Bayern München auf den Hamburger SV trifft. Mal sehen wie lange noch

Weiter ging es mit der Abmahnung von Baba zu den finanziellen Auswüchsen in der Welt des Fußballs und den letzten beiden Teilen des Rückblicks auf die Bundesliga-Saison 2016. Danach war Schluss mit der Vergangenheit und wir haben uns mit der anstehenden Europameisterschaft in Frankreich beschäftigt. Dabei gab es die 22 Fragen zur EM und die Berichterstattung zum ersten Spiel vs. die Ukraine, bei dem Bastian Schweinsteiger seinen leider letzten grandiosen Auftritt hatte.

Wie immer: viel Spaß beim Stöbern!

By Baba und Nino

 

P.s: Weitere Leseempfehlungen sind auch der Teil 1, Teil 2, Teil 3 und last but not least Teil 4

41. Das Hudson Derby und die schlechte Kopie.

42. Saison-Rückblick 2016 Teil 2 Platz 12-7

43. Eine Abmahnung

44. Frankreich, Frankreich – Wir fahren nach Frankreich!

45. Saison-Rückblick Teil 3 Platz 6 – 1

46. In 22 Fragen zur EM 2016…die 1.ten 7

47. In 22 Fragen zur EM 2016…die 2.ten 7

48. In 22 Fragen zur EM 2016…die letzten 8

49. Das erste Date mit GER bei der EM vs. UKR

50. „Was bisher geschah…“ Teil 1

By Baba und Nino

 

 

Stationen eines fast Gescheiterten?

PoldiFußball

Liebe Fußballgemeinde. An dieser Stelle möchte ich mich einmal zu dem wahnwitzigen Karriereverlauf unseres Fast-oder Halb-Weltmeisters Prinzenrolle Poldi äußern.

Persönlich fand ich es eine begeisternde Geschichte als er mit Köln in der Bundesliga spielte und einige Tore als junger Vollblutproll schoss. Erfrischend war sein Spiel und hart die Bälle, die er ins Tor drosch. Hätte Hoffenheim damals schon in der Bundesliga gespielt, wären wohl mehrere Netze in die Kreisklasse degradiert wurden.

Schnell wurden er und damals noch Schweini (Kampfname: „Kampfschwein“, „Weltmeistermacher“ oder „Tennisrohrverleger“) zu den Helden erkoren, um die am Boden dahinsiechende Adlertruppe zu neuem Ruhm zu führen. Irgendwie kam es dann auch dazu über Umwege, mit großer Verzögerung und anders als gedacht. Jedenfalls wurde der jugendliche Poldi zum Prinz erkoren, um in die Fußstapfen des nun wirklich „Chefrohrverlegers“ Kaiser und leider senilen Beckenbauer zu treten. Dies war eine ganz schöne Bürde, denn wie in den Analen nachzuschauen ist, muss Rohrgott Beckenbauer wohl ein ganz intelligenter Spieler gewesen sein, der strategisch plante und mit vielen spielerischen und fußballerischen Talenten daherkam.

Wie auch immer man es sieht, der Prinz zog aus ins Großherzogtum von Steuerrechtsverbieger & Wurstdreher Uli, um seinen Thron zu besteigen. Doch wie wir alle wissen hat das irgendwie nicht funktioniert. Ob es an dem neuen Umfeld lag oder an der Ferne zu Mutti? Es lässt sich nur vermuten, aber irgendwie hat der Prinz, welcher bei der WM im eigenen  Lande noch zum besten Nachwuchsspieler vor dem unbekannten Spiel-mir-ein-Loch-in-den-Fuß-Messi und Ich-hab-die-Haare-schön-Ronaldo gewählt wurde, nie richtig die Weltmetropole am Rhein verlassen.

Ein typischer Schritt von $$$ in den Augen des Managers und wahrscheinlich auch in Poldis haben sozusagen alle Vorbehalte beseitigt und doch wurde der Prinz kein König und machte die Rolle zurück ins Erzbistum. Auch lässt sich über die Freundschaft zu Schweinebesteiger nur spekulieren: Fakt ist, nach anfänglicher Freundschaft in der Adlertruppe ist diese Freundschaft wohl in München verloren gegangen. Da beide nicht gerade mit allzu vielen verknüpften Synapsen gesegnet sind, kann ich nur vermuten, dass sich eine Freundschaft wohl doch nicht auf einer Affinität zum Playstationspiel aufbauen lässt.

Zurück im Chaosverein am Rhein wurde noch mehr vom ihm erwartet als bei Uli und das Management des Vereins hat nichts unversucht gelassen, dieses Unterfangen zu sabotieren. ER war zu groß geworden für den Geißbockclub und wollte nicht ewig gegen den Abstieg spielen. Es war fast wie, als hätte der Papst in der lokalen Gemeinde angefangen sich als Messdiener zu verdingen.

Nach dem zweiten Abstieg war endlich Schluss mit zurück in die Zukunft und der Verschwendung von Humankapital und Poldi zog aus, um der englischen Königin zu huldigen und ihr vorzuspielen. Man glaubte, dass er endlich angekommen war im großen Fußball und für eine Weile sah es auch so aus, da sein Ziehvater vor Ort große Stücke auf ihn hielt. Dies änderte sich bald, da auch Papa Wenger erkannte, dass aus dem jungen Talent zwar ein Mann geworden war, der aber leider sein Talent nicht weiter entwickelte hatte, wie seinerzeit sein Adlersturmpartner Super Salto Klößchen. Die Jahre im grauen Niemandsland der Bundesliga ohne wirkliche Konkurrenz rächten sich jetzt und ehe er sich versah, war seine Zeit auch hier abgelaufen und die Bank sein zu Hause.

In der Adlertruppe spielte er auch zunehmend eine kleinere Rolle und bei der WM beim 7:1 gegen Brasilien war sein Beitrag auf dem Platz marginal. Dennoch stach er als Hofnarr hervor und unterhielt die gleichgeschaltete Versicherungs-AG genannt „Löws Buben“ in beträchtlichem Maße. Selfies von ihm gingen um die Welt und wirklich jeder fand ihn sympathisch, auch ich, nachdem ich jahrelang meinen Groll hegte, da der Prinz es gewagt hatte, dem Capitano Ballack eine zu knallen. Aus dem Prinzen war ein Hofnarr geworden und es schien, dass er sich mit dieser Rolle für eine Zeitlang wohl fühlte. Und dennoch konnte er auch diese Rolle nicht allzu lange ausfüllen oder war er dieser überdrüssig geworden. Nach der EM 2016 ist auch der Prinzenrolle bewusst geworden, dass er nicht als Maskottchen in Erinnerung bleiben wollte und tat Allen und vor allem sich selbst und Jogibär einen riesigen Gefallen und trat zurück – gefühlte 9 Jahre zu spät.

Nach seinem farblosen Intermezzo bei Inter Mailand schlug er bei Galatasaray Istanbul auf, wo er schon an fußballerisch gute Zeiten anknüpfen hätte können, doch leider seine Affinität zu sozialen Medien und sein unbedingter Wille zu Gefallen, ihm zum Kasper von Dikta…äh Präsident Erdogan machten.  #wennmankeineAhnunghateinfachmaldieFingerstillhalten – sieheTrumpf.

Jetzt da er endlich den Weg frei gemacht hat, für ehrlichen Leistungskampf im Adlerteam verlässt er uns auch schon, um beim japanischen Kaiser vorzuspielen und ich kann es kaum erwarten, wenn er sich in die internationalen Belange in Fernost einmischen wird. Es wird nicht langweilig um ihn und auch wird er nicht weniger bezahlt.

Ich kann es kaum erwarten Poldi nach seiner Bolzplatzkarriere als Unterhalter der Deutschen im Dschungel zu sehen oder als Juror für DSDS oder als Szenekenner für Fußball auf RTL2. Nun könnte man meinen, dass dies gemein ist und seine Karriere schmälert, aber dem ist nicht so. Ich denke, er wäre auf lange Sicht in Köln wohl sehr froh gewesen, anstatt rumgereicht zu werden, als Fußballer mit einem Versprechen auf die Zukunft, dass er nicht einlösen konnte, da es für jeden jungen Fußballer zu groß gewesen wäre. Der junge Mann Podolski hat immer Spaß gemacht, wenn er auf dem Platz seine Klebe rausgeholt hat oder halt neben dem Platz den sympathischen Spaßmacher gemimt hat. Genau für diese Unbeschwertheit muss man ihn einfach mögen.

Alles Gute in Japan Prinz Poldi. Wir sehen uns!!! Garantiert!

By Baba

 

Die 22 Antworten zur EM 2016…die ersten 7

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Die 22 Antworten zur EM 2016…die ersten 7

Mit dem Endspiel-Sieg Portugals gegen Frankreich haben die Iberer ihren ersten großen Titel errungen. Nebenbei wurden noch so ganz andere Flüche beendet und erstmalige Teilnahmen gebührend gefeiert #Island. Damit dürften doch alle happy sein oder nicht?

Baba und ich haben uns vor der EM 22 Fragen gestellt, deren Beantwortung wir nun hochseriös, absolut anti-ironisch, bierernst vollziehen können und vielleicht der Wahrheit etwas näher kommen. Los geht’s mit den ersten sieben Fragen

1. Hält der Klassiker Frankreich vs. Rumänien zum Auftakt was er verspricht?

Frankreich hat das Auftaktspiel knapp mit 2:1 gewonnen. Es war ein klassisches Auftaktspiel, dass der Gastgeber fast immer gewinnt. Das Zeug zum Klassiker hat es wohl erst dann, wenn sich Rumänien in der Elite-Gruppe des europäischen Fußballs etabliert.

2. Wen wird M. Scholl in Wund und Boden kritisieren?

Der ARD-Experte wuselte mit Wörtern wie mit dem Ball in seinen besten fußballerischen Tagen. Da geht auch mal ein Satz vorbei. Nach den ersten beiden Spielen der deutschen National11 knöpfte er sich M. Özil vor, der ja auch mit seiner laxen Art genug Angriffsziele bietet. Das dieser seine Kritik an sich abgleiten ließ wie Eigelb auf Lachs, muss M. Scholl angestachelt haben. Nach dem Viertelfinal-Sieg gegen Italien beließ er es nicht bei einer einzelnen Person, nein er kritisierte gleich das gesamte deutsche Trainerteam. Allen voran Taktik-Berater Urs Siegenthaler; diesem riet er morgens liegen zu bleiben. Die Retourgrätsche des DFB folgte, zum Teil zu Recht, prompt und in aller Schärfe zurück. Ein paar Tage später, nachdem sich das „Gewitter der Entrüstung“ beruhigt hatte, begründete M. Scholl seine Kritik an Siegenthaler als „Gehirnschluckauf“. Oha. Wie immer zeigte M. Scholls Performance etwas Erfrischendes und in der Zukunft wird er sich einen Platz als Kommentator erhalten, da er Dinge anspricht die auch unbequem sind und dadurch dem bierseligen Zuschauer ein bissel was zu beißen gibt, ganz im Gegensatz zu den meisten Spiel-Kommentatoren.

3. Wird M. Götze auch im Finale zeigen das er besser als L. Messi ist?

Nach dem die deutsche Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Frankreich ausgeschieden war, konnte es zu keiner Finalteilnahme von M. Götze kommen. Stattdessen duellierten sich die Franzmänner mit den Portugiesen. Eine erneute Unterbeweis-Stellung seiner besseren Spielklasse war M. Götze also verwahrt geblieben. Dieser wird wohl auch bei der WM 2018 in Russland ausbleiben, nach aktuellem Stand ist Messi aus der argentinischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Auch sonst hat Goetze komplett enttäuscht und die mangelnde Spielpraxis machte sich bemerkbar.

4. Wird Deutschland seine Hammergruppe als bester Gruppendritter überstehen?

Mit Siegen gegen die Ukraine, einem Unentschieden gegen Polen und einem 1:0 Sieg gegen Iren aus Nordland hat Deutschland die Hammergruppe souverän überstanden. Dank des neuen EM-Modus wäre der beste Gruppendritte vielleicht die bessere Wahl auf die kommenden Gegner gewesen. Portugal hat’s vorgemacht. Und bitte diesen Modus abschaffen!!!

5. Wird P. Lahm als Messias direkt von der SKY-Kommentator-Bank eingewechselt?

Lahm hat im Vorfeld der EM kundgegeben, dass er diese von zu Hause aus, mit „Grill anschmeißen, ein Bierchen trinken und der Nationalmannschaft die Daumen drücken“ verfolgen wird. Er tut sich und anderen den Gefallen, das sog. Experten den Kommentator-Job übernehmen. Gefühlt kann das jeder sowieso besser als diejenigen, die dafür bezahlt werden. Auch hat Hector in Ansätzen gezeigt, dass er vielleicht mal in die großen Fußstapfen des kleinen Philipp steigen kann.

6. In welchem Gruppenspiel wird C. Ronaldo anfangen zu weinen?

Das Weinen war C. Ronaldo bis zum letzten Spiel der EURO 2016 gegen Frankreich vorbehalten. Erstaunlicherweise wollten das viele sehen. Und alle kamen auf ihre „Kosten“. Zunächst vergoss er Trauer-Tränen, aufgrund seiner verletzungsbedingten Auswechslung. Mit dem Abpfiff kullerten Freuden-Tränen sein Gesicht hinunter, aufgrund des EM-Titels. Somit waren für einen kurzen Moment die Lover und Hater vereint, in der Freude über Ronaldo‘s- Tränen. Er ist halt für alle da, der Herr CR7. Interessant wäre zu sehen, wie sich das Verhältnis nun zwischen ihm und Messi verändert, da Ronaldo mit diesem Titel Boden gut gemacht hat auf dem Weg zum besten Fußballer der Welt. Messi hat den Nationalmannschaftstitel nicht und wird auch keinen mehr bekommen.

7. Wird der amtierende Europameister Spanien wie bei der WM 2014 ebenfalls grandios scheitern?

Spanien hat sich in der Hammergruppe D als Gruppenzweiter für das Achtelfinale qualifiziert, noch vor der Türkei (!) und Tschechien (!). Das letzte Gruppen-Spiel vs. Kroatien wurde pomadig verloren. Aufgrund dessen stand die Wiederholung des 2012er-Finales gegen Italien auf dem Plan. Die Italiener nutzten die Chance auf Revanche und besiegten die Spanier eindrucksvoll mit 2:0. Grandioses Scheitern kann man auch hier attestieren, muss man aber nicht. Die Ära des Tiki-Taka ist vorerst vorbei. Gott sei Punk!

By Baba und Nino

Angst schießt keine Tore – Kommentar zu GER vs. ITA

ItalienGER

Italien-Trauma! Italien-Fluch! Angstgegner! Vorgezogenes EM-Finale! Es reichen diese Schlagwörter aus, um die Vorberichterstattung zum EM-Viertelfinalspiel zwischen Deutschland und Italien zu beschreiben. Ohne Frage und klar wie Kloßbrühe: Gegen die Italiener haben die DFB-Auswahlen bei Turnier-Spielen noch nie „was gerissen“. Wäre es also an der Zeit, ein neues Kapitel in dieser Geschichte zu schreiben? Spieler wie Kroos, T. und Boateng, J. haben zumindest keinen Zweifel daran gelassen, dass sie weder Angst und noch ein Trauma von „nur“ einem verlorenen EM-Halbfinale #2012 davon getragen haben.

Für die Startaufstellung griff Bundestrainer Löw erneut knöcheltief in die Taktikkiste und überraschte mit einer geänderten Startaufstellung. Höwedes, B. gesellte sich für den im Achtelfinale gegen die Slowakei stark auftrumpfenden Draxler, J.  zu Boateng-Gomez-Hector-Hummels-Khedira-Kimmich-Kroos-Müller-Neuer-Özil.

Und wie im Leben so ist es auch im Fußball. Wenn du Pläne machst, kommt dir das Leben dazwischen. Khedira, S. verletzte sich nach 15min und Schweinsteiger, B. reihte sich in das neue taktische Gefüge. Seine stärkste Szene hatte der Kapitän bei einem Kopfball-Tor, was allerdings aufgrund eines regelwidrigen Schubsers nicht gegeben wurde. Ansonsten ist die Geschichte der ersten Halbzeit schnell erzählt. Sie war vom gegenseitigen Abtasten und großem Respekt geprägt #Phrasenschwein#1. Den ersten Gedanken an eine Verlängerung konnte ich noch erfolgreich hinunterspülen.

In der zweiten Halbzeit begann die deutsche 11 etwas offensiver, dieses stetige Bemühen wurde mit einem schönen Angriff über Neuer-Gomez-Hector von Özil, M. gekrönt. 1:0 Führung, bei einem EM-Spiel. Von dem Gedanken an eine Verlängerung konnte ich mich erleichtern. Diese Erleichterung hielt jedoch nicht lange an. In der 78. Minute ließ sich Boateng, J. zu einer noch-nie-gesehenen-Abwehr-Bewegung hinreißen, die in der B-Note mit einem 11er quittiert wurde. Der Schiedsrichter traute auch seinen Augen nicht, er zückte glücklicherweise keine gelbe Karte. Bonucci, L. verwandelte sicher zum 1:1 Ausgleich.

Nun schlich sich dieser eine Gedanke wieder an und er brachte ein paar Fragen mit. Wie schießen die Italiener aus 11 Metern? Muss Neuer, M. seine Ankündigung wahr machen und doch „zur Not“ auch einen schießen? Ich wollte auf diese Fragen keine Antwort und hoffte einfach darauf, dass Löw irgendwann noch Götze, M. einwechselt und alles gut wird. Wie damals 2014. In Brasilien. Im WM-Finale. Diese Hoffnung starb dann allerdings mit dem Abpfiff der Verlängerung, in der sich das Spiel aus dem Anfangsdrittel wiederholte. Abtasten. Bloß keine Fehler machen. Dann also doch auf die ganze harte Tour. Elfmeterschießen. Es gehört ja auch immer ein bisschen Glück dazu #Phrasenschwein#2. Was dann aber folgte, hatte wenig mit Glück zu tun. Ich lasse daher einfach die schlichte Statistik wirken…lesen und zählen:

0:1 L. Insigne (verwandelt)

1:1 T. Kroos (verwandelt)

1:1 Zaza (nicht verwandelt)

1:1 T. Müller (nicht verwandelt)

1:2 Barzagli (verwandelt)

1:2 Özil (nicht verwandelt)

1:2 Pelle (nicht verwandelt)

2:2 Draxler (verwandelt)

2:2 Bonucci (nicht verwandelt)

2:2 B. Schweinsteiger (nicht verwandelt)

2:3 Giaccherini (verwandelt)

3:3 Hummels (verwandelt)

3:4 Parolo (verwandelt)

4:4 Kimmich (verwandelt)

4:5 de Sciglio (verwandelt)

5:5 J. Boateng (verwandelt)

5:5 Darmian (nicht verwandelt)

6:5 Hector (verwandelt)

Ja, genau gezählt. 18. Elfmeter(!). 11 verwandelte, 7 verschossene. Nicht im Text: Jubel, Frust, Freude, Trauer, Staunen, Zittern, Hoffnung, letztendliche Erlösung. Ein Drama für die Geschichtsbücher. Für mich der Algerien-Moment dieser EM. Nach diesem Sieg ist nun alles möglich.

Im Halbfinale wartet mit Frankreich nicht nur der Gastgeber, sondern auch die offensivstärkste Mannschaft der bisherigen EM. Bisher 11 französischen Treffern stehen 7 deutsche entgegen. Bundesjogi wird sich für die Anfangself wieder etwas Neues einfallen lassen müssen. Hummels, M. fehlt gelbgesperrt, Gomez. M. und Khedira, S. fehlen verletzt. Bei seiner Entscheidungsfindung wird er sich höggschdwahrscheinlich nicht vom Experten Scholl, M. beraten lassen. Dieser hatte nach dem Sieg die Aufstellung mit 3er-Kette hart kritisiert. Leider mit einer Begründung, die vor 20 Jahren vielleicht noch hätte gelten können. Oder um es mit Dieter Hildebrandt zu sagen: „Meinungen sind wie Grundstücke: Erstens sind sie zu teuer, und zweitens kann man nicht immer darauf bauen.“

By Nino

 

Das erste Date mit GER bei der EM vs. UKR

SchweinsteigerUKR2016

Am Sonntag, 12.06.2016 um 21 Uhr war es soweit. Das erste Gruppen-Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die ukrainische Auswahl. Sonntag-Abend ist ja spießigerweise Tatort- oder irgendwas Anderes-Zeit, diesmal also EM-Fußball zur Primetime.

Mit Beginn des Turniers können wir auch an der Beantwortung unserer EM-Fragen arbeiten, diesmal insbesondere an Numero 4, nämlich ob Deutschland seine Hammergruppe als bester Gruppendritter überstehen wird ?

Gruppendritter ist allerdings nicht das verlautbarte Ziel des amtierenden Weltmeisters. Europameister 2016, das ist das Ziel. Ich finde das gut…eine klare Ansage…eine klare Botschaft an die Konkurrenz. Kein Blabla im Sinne von „mal sehen wie weit wir kommen“ oder „wir denken von Spiel zu Spiel“. Gemäß dessen war dann auch die Start11 mit Boateng-Draxler-Götze-Hector-Höwedes-Khedira-Kroos-Mustafi-Müller-Neuer-Özil mit gleich 10 Weltmeistern bestens aufgestellt.

Wenn man das erste Spiel mit einem ersten Date vergleicht, so bleibt die Frage was für den Mann oder die Frau in Erinnerung bleibt? Was bleibt hängen von diesem Spiel…des Kennenlernens? Für mich waren das vorzugsweise zwei Szenen. Numero uno mit Innenverteidiger Jérôme Boateng. Als zum Ende der ersten Halbzeit die Ukrainer den Druck erhöhten, sich gekonnt bis in den deutschen 11er-Raum vorspielten und eine linksseitige Flanke für Aufregung sorgte, nahm Boateng den Ball an, um ihn dann mit einer artistischen Flugeinlage von der Torlinie zurück in den 5-Meter-Raum zu stoßen. Und das alles in einer Bewegung! Diese führte zu allseitigem Staunen nicht nur in der trauten Privat-Viewing-Runde. Ein Typ von 1,92m Größe, mit solch einer Beweglichkeit, da bleibt einem der Spruch „das hätte ich auch geschafft“ ehrfürchtig im Halse stecken.

BoatengUKR2016

Für meine Szene numero due des Abends sorgte dann Bastian Schweinsteiger, als der nominelle Kapitän kurz vor Ende des Spiels eingewechselt wurde. Solche Wechsel, in der 89. Minute, sind ja mehr dazu da, Zeit zu schinden, weniger dafür um Spielpraxis zu sammeln. Nach einer wiederum gelenkigen Abwehreinlage von Shodkran Mustafi startete Mesut Özil zu einem Sprint über die Hälfte des Platzes. Schweinsteiger folgte erstaunlicherweise schnell und vollendete diesen Angriff mit einem Drop-Kick zum 2:0 Endstand. Im unseren Kommentar zur Nominierung des EM-Kaders hatten wir gehofft, schreiben zu können, „dass wir uns abermals getäuscht haben und Schweinsteiger sich auch im EM-Finale als der Spielführer präsentiert hat, den es zum Sieg eben braucht.“ Nun hat er schon direkt im ersten Spiel ein Tor gemacht und gezeigt, das er noch richtig wichtig werden kann bzw. vielleicht jetzt schon ist. Auf der Ersatzbank haben sich jedenfalls alle gefreut. Entwickelt sich da vielleicht ein neuer Mannschaftsgeist?

Bei genauerer Betrachtung bleiben selbstverständlich auch die Weltklasse-Paraden von Manuel Neuer, der 1:0 Kopfball-Treffer von Shodkran Mustafi, die vielen weiteren Chancen in Erinnerung. Die noch ausbaufähigen Elemente des deutschen Spiels werden genauso verdrängt wie die kleinen Makel beim ersten Date.

Das Interesse auf ein zweites Date mit der deutschen Auswahl wurde auf jeden Fall geweckt. Inwieweit dieses berechtigt ist, wird sich im nächsten Gruppen-Spiel zeigen. Dann trifft die #DieMannschaft vorentscheidend auf das polnische Team. Dieses ist mit einem 1:0 Sieg gegen Nordirland ins Turnier gestartet. Wie man gegen die Polen verliert oder gewinnt, weiß das Trainer-Trio um Jogi „Hand-vom-Sack“ Löw ganz genau.

LöwUKR2016

Im Hinspiel zur EM-Qualifikation gab es eine 2:0 Auswärts-Klatsche, im Rückspiel gab es einen starken Auftritt mit einem 3:1 Heimsieg.

Ein Unentschieden gab es also noch nicht…

By Nino

In 22 Fragen zur EM 2016…die letzten 8

frankreichem4

 

Nach Teil 1 und Teil 2 unserer Fragen zur EM 2016 folgen nun die letzten 8. Nach der EM werden wir diese mit dem besten Wissen und Gewissen beantworten, wie immer spaß- und ironiebefreit. Lasset die EM beginnen!

15. Wird J. Vardy seine Three Lions direkt aus der Leicester Kneipe ins Finale ballern?

16. Wird F. Torres wieder ohne jegliche Beteiligung zum Spieler des Turniers werden?

17. Wird die Donaumonarchie in Gruppe F den totalen Triumph feiern oder sich am Ende in der Puszta verstecken?

18. Welches Land wird nach der EM eine Mauer um sein Land errichten? Österreich, Ungarn, Albanien oder Kroatien?

19. Wird F. Beckenbauer endgültig wegen Senilität nur noch als schmückendes Beiwerk gezeigt und nicht mehr mit Fragen belästigt?

20. Wird J. Löws Seidenschal ein Trend in Paris setzen oder wird auch einmal seine Hose vor Begeisterung reißen?

21. Lautet das Merkel’sche Motto auf einen EM-Sieg auch „Wir schaffen das!“?

22. Wird C. Hummels uns mit ihrer Soja Latte beschäftigen oder wird ihr die Einreise aufgrund mangelndes Geschmackes verwehrt?

 

By Baba und Nino