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„Was bisher geschah…Teil 8“

Acht

Während sich die deutsche Nationalmannschaft mit der Niederlage, ähm Niederlande in der Nations League duellierte, richteten wir zum achten Mal den Blick zurück auf unsere Texte des thebeautifulgameblogs. Heraus kam die Erkenntnis, dass es sich diesmal hauptsächlich um Aufreger-Themen gehandelt hat. RB Leipzig, Borussia Dortmund, der Chemnitzer FC, der FC Bayern München und die journalistische Hysterie, wenn es mal bei den Bayern nicht läuft. Das ist ja wiederum brandaktuell.

Dazu noch die zweite Erkenntnis, dass sich Fake News auch in der sportlichen Berichterstattung breit gemacht haben. Baba widmete sich dafür ausführlich einer Kölschen Legende und blickte zurück auf die Stationen des fast Gescheiterten Lukas Podolski. Legendär wie der Spieler. Viel Spaß beim Stöbern.

71. Hass auf RB Leipzig! Nicht mehr alle Dosen im Schrank? Teil 2
72. Dem BVB wachsen Flügel! Kommentar zum Pokalspiel vs. Hertha BSC
73. Das Leck mich am A…-Spiel. CFC vs. VfR Aalen
74. Fake News? Lese was du glauben sollst!
75. Quo vadis, Chemnitzer FC?
76. Stationen eines fast Gescheiterten?
77. Das Hör-Spiel Real Madrid vs. FC Bayern München
78. Leserbrief zum 11Freunde Artikel „Gezutzelte Weißwurst“
79. Alt vs. Jung. Kommentar zum Pokal-Halbfinale FCB vs. BVB
80. Kommentar zur FC Bayern-Journalismus-Hysterie

P.s: Weitere Leseempfehlungen sind auch der Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6 sowie Teil 7

By Baba und Nino

 

Das Armutszeugnis der 1. Fußball-Bundesliga

WahnsinnBundesliga

Das Armutszeugnis der 1. Fußball-Bundesliga wurde am 32. Spieltag der Saison 2017/2018 eindrucksvoll abgelegt. Was war geschehen?

Der Hamburger SV gewinnt 3:1 auswärts gegen den VfL Wolfsburg. Nach 14 sieglosen Auswärtsspielen gewinnen die Hamburger das 2te Mal (!) in dieser Saison. Den letzten Sieg in der Ferne gab es am 2. Spieltag gegen den 1. FC Köln. Die Kölner? Mittlerweile abgestiegen! Der HSV? Noch 2 Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Wie haben sie das geschafft? Drei Trainerwechsel und durch Siege gegen FC Schalke 04. Mit hoher Wahrscheinlichkeit nächste Saison ein deutscher Vertreter in der Champions-League. Der 17.te schlägt den 2ten. Eine Woche später gewinnen die Schalker im Derby gegen Borussia Dortmund (2:0), den 3.ten der Tabelle. Schalke hat 24 Punkte Rückstand zum schon feststehenden Deutschen Meister Bayern München. Der FCB übrigens als einziger verbliebener Vertreter auf europäischer Fußball-Bühne. Wie viele Punkte hat der aktuell Absteiger Köln? 22 Punkte.

Die Bayern gewinnen mit einer C-Elf 4:1 gegen Eintracht Frankfurt. Jenes Frankfurt, welches Schalke im DFB-Pokalhalbfinale mit 1:0 rausgeschmissen hat und somit im Finale auf die Bayern trifft. Frankfurt damit nächste Saison ein deutscher Vertreter in der Europa League. Nächster Gegner des Hamburger SV? Eintracht Frankfurt, zuletzt drei sieglose Spiele hintereinander.

Das sich eingefleischte HSV-Fans wie Sören jetzt wieder berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen, ist völlig verständlich. Für ihn ist der HSV mittendrin in seiner Crunchtime. Die Rothosen schwimmen auf einer Welle der Euphorie und kann Frankfurt auswärts 3 Punkte abnehmen. Dann empfangen sie zum Endspiel die Borussia aus Mönchengladbach.

Ich selbst habe gehofft, dass sie es diesmal nicht schaffen. Dass es endlich vorbei ist, mit diesem ganzen „Niemals 2. Liga“ und „Unabsteigbar“. Nach diesem Spieltag ist alles wieder offen. Auch wenn ich in solchen Fällen kein Fan von Prognosen bin, so sehe ich folgende Szenarien vor mir: Szenario 1: Der HSV schafft wieder den direkten Klassenerhalt, der VfL Wolfsburg darf wie in der letzten Saison noch in die Relegation. Szenario 2: Der HSV schafft es am letzten Spieltag auf den Relegationsplatz und schafft den Klassenerhalt über diesen Umweg. Die Relegation spielen sie wahrscheinlich gegen Holstein Kiel, die am letzten Spieltag den dritten Platz erst endgültig gesichert haben. Noch völlig fertig davon, treffen sie auf einen euphorisierten HSV, der dann zweimal unentschieden spielt und aufgrund der Auswärtstorregel in der ersten Liga bleiben. Relegation, das können die Hamburger. Lewis Holtby wird sich mit stolz geschwelter Brust durchs Volksparkstadion tragen lassen. Mannschaft und Fans werden feiern, als hätten sie mal wieder die Deutscher Meisterschaft gewonnen. Allein du kannst es dir nicht ausdenken, aber wahrscheinlich wird es genauso kommen. So bitter so süß.

Was mich bei allem am meisten verwundert, ist die Tatsache, dass der HSV die Lizenz für die 1. Bundesliga bekommen hat. Ohne Auflagen. Ohne Bedingungen. Im Kicker ist zu lesen: „Das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 hatten die Hamburger mit einem Minus von 13,4 Millionen Euro abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten hatten mit 105,5 Millionen Euro einen neuen Höchststand erreicht.“ Wie ist es möglich, dass aufgrund solcher Voraussetzungen der HSV die Lizenz bekommt? Die Wette auf die Zukunft heißt höhere Einnahmen „durch Transfererlöse oder übermäßigen sportlichen Erfolg, zum Beispiel im DFB-Pokal„. Allein dafür: Respekt HSV.

Seitens der DFL wird den Hanseaten wohl so einiges zugetraut, in sportlicher wie finanzieller Perspektive. Und das ist dann wahrlich ein Armutszeugnis der gesamten Bundesliga. Es spricht ja nicht für die Ausgeglichenheit der Liga, wenn der 17.te den 2ten schlägt, sondern für fehlende Qualität. Nach 7 Siegen, 7 unentschieden und 18 (!) Niederlagen ist der HSV nach dem 32. Spieltag rechnerisch immer noch in der Lage die Liga zu halten. Eine Tatsche, die von vielen Experten geflissentlich übersehen wird.

Am Ende twittert der HSV wohl wie 2017: „Tick Tack, wir gehen euch weiter auf den Sack!  #therewillbehaters #immerersteliga“. Danke, Bundesliga!

By Nino

 

Das Beste zum Schluss! Ein Kommentar zu #FCBBVB

AllianzArena

 

DFB-Achtelfinale 2017/2018. FC Bayern München vs. Borussia Dortmund. MiaSanMia vs. Echte Liebe. Rekordpokalsieger vs. Titelverteidiger. Das siebte Aufeinandertreffen in Folge ist Rekord. Der krönende Abschluss auf deutscher Vereinsebene 2017.

Der FCB hatte sich in der ersten Runde im Duell der Rekord-Pokalsieger (hier geht’s zum Spielbericht) gegen den Chemnitzer FC mit 5:0 durchgesetzt, in der 2ten Runde folgte der dramatische 5:4 Sieg im 11er Schießen gegen RB Leipzig. Die Borussia aus Dortmund siegte in der 1ten Runde gegen den FC Rielasingen-Arlen mit 4:0, in der zweiten Runde folgte ein 5:0 gegen den 1. FC Magdeburg.

Im Vorfeld hatte der Großteil der Sportmedien Schnappatmung anlässlich dieses Duells. Klar, mehr an Prestige geht derzeit nicht in Fußball-Deutschland. Die Bayern sind souveräner Herbstmeister und der BVB hat nach dem Trainer-Wechsel zwei Siege in Folge eingefahren. Aber abgesehen von der medialen Aufregung, auf einen spannenden Fußball-Abend konnte man sich so oder so freuen.

Als ich dann die Aufstellung des BVB gesehen habe, ließ die Vorfreude auf ein Offensivspektakel etwas nach. Mit einer 5er-Kette ließ BVB-Trainer Stöger die Borussen in dieses Duell starten. Auch wenn Stürmer Aubameyang wegen muskulärer Probleme nicht mitwirken konnte, war es schon verwunderlich, warum dermaßen defensiv gespielt werden sollte. Bei der bayerischen Aufstellung überraschte der Ausfall von Hummels, der mit einem grippalen Infekt kurzfristig ausfiel. Ansonsten wie gewohnt eine sehr ausgewogene Aufstellung, die die Breite des FCB-Kaders deutlich machte.

Diese Breite machte sich auch gleich in den Anfangsminuten bemerkbar. Die Bayern starteten furios, die Chancen wurden fast im Minutentakt kreiert. Nach Chancen von Vidal (Lattentreffer), Lewandwoski (Fast-Fallrückzieher) brachte Boateng die zweite Chance nach einem Süle Kopfball-Lattentreffer ebenfalls mit einem Kopfball die Bayern mit 1:0 in Führung. Sein Premierentor im DFB-Pokal. Nicht nur das ließ die FCB-Fans schon in kurzer Zeit auf stimmungsvolle Betriebstemperatur kommen.

Auf dieser war auch Ribéry, der sich im Zweikampf mit Kagawa eine blutige Zunge holte. Nach seiner Behandlung lief er zu schnell auf den Rasen zurück, so dass er sich eine Gelbe Karte für zu-frühes-zurück-auf-den-Platz-laufen einfing.

Danach flachte das Spiel ein wenig ab, aufgrund der stürmischen Anfangsphase auch kein Wunder. Die Bayern hatten ihr Ziel erreicht: das schnelle erste Tor erzielen und damit eine Duftmarke setzen, die nicht so schnell vom Winde verweht wird. So dauerte es bis zur 34. Minute, in der sich die Borussen die erste Chance erspielten. Yarmolenko schaffte es Ulreich zu überwinden, scheiterte aber an Alaba, der den Ball auf der Linie klärte, den er vorher noch verpasste. Eine Ein-Mann-direkt-Fehler-Ausbügelung sozusagen.

Und gerade als das Gefühl hätte aufkommen können, dass sich noch ein Duell auf Augenhöhe entwickelt, doppelpasst sich Müller mit Lewandwoski frei und der bayerische Buam schließt mit einem feinen Heber zum 2:0 ab. Mit dieser Gala-Einlage ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Aus dieser kamen beide Mannschaften personell unverändert und das Spiel ging quasi dort weiter, wo es in der ersten Halbzeit zu Ende ging. James und Süle und wiederum Müller erspielten weitere Tor-Chancen, um auf eine beruhigende 3:0 Führung zu erhöhen. Die ließ aber auf sich warten, da die Bayern auf den Verwaltungsmodus umschalteten und nur gelegentlich für weitere Chancen sorgten. Nach einer abgefälschten Flanke von Müller segelten Lewandowski und Vidal in der 65. Minute an Ball und Tor vorbei.

Der Verwaltungsmodus rächte sich dann allerdings in der 76. Minute. Yarmolenko markierte den Anschlusstreffer. So ging er dann doch noch mal hoch, der Puls. Aber gut, dass Heynckes mit Coman und Tolisso zwei Franzosen einwechselte, die einerseits für schnelle Konter sorgen konnten und für die nötige Ruhe in der Defensive. Einziger bayerischer Aufreger blieb dann doch nur die gelbe Karte für Lewandowski, die er sich berechtigterweise für Meckern und Schiri-Anrempeln einfing.

Das zu späte offensive Aufbäumen der Borussen (Chance durch Isak) wurde nicht belohnt, so dass sich die Bayern, wenn auch mit zittriger Endphase, insgesamt souverän den Einzug ins DFB-Viertelfinale sicherten.

Die Dortmunder können sich nun voll auf die Europa-League und die Bundesliga konzentrieren. Die Bayern spielen weiterhin auf den berühmten 3 Hochzeiten Bundesliga, DFB-Pokal und Champions-League.

Angesichts dieser Leistung fühle ich mich mehr und mehr an die 2013er Saison erinnert, die ja bekanntlich mit dem Triple endete. Dieses steht sicherlich bei sehr vielen Bayern-Fans auf dem Wunschzettel. In diesem Sinne: Sportliche Weihnachten.

By Nino

 

Kommentar zum himmelblauen September und Oktober 2017

Zahlen

Im Kommentar zum himmelblauen August 2017 haben wir uns dabei erwischt, dass wir eine erste Bilanz zur fast runderneuerten CFC-Mannschaft und dem neuen Trainer-Team um Chef Horst Steffen ziehen wollten. Das war zu diesem Zeitpunkt noch reichlich verfrüht.

Nach nun mittlerweile 14 Spieltagen und drei Pokalspielen (DFB-und Sachsenpokal) haben wir uns mal in den Statistik-Keller begeben, um mit Hilfe des Blickes auf die nackten Zahlen Erhellendes zur Frage „Wie steht es um den CFC?“ zu Tage zu fördern.

Schauen wir uns zum Einstieg in diese (Achtung Spoiler!) Statistik-Tortur die 10 Spiele des CFC von September bis Oktober 2017 an: Das macht 4 Siege, 2 Unentschieden und 4 Niederlagen. Eine klassisch ausgeglichene Bilanz, oder? Wenn man näher hinschaut, kann’s auch so betrachtet werden: Unentschieden, Niederlage, Niederlage, Sieg, Unentschieden, Sieg, Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage. Eine klare Tendenz? Fehlanzeige!

Dann hilft vielleicht die „Heim/Auswärts“-Betrachtung?
Heim-Unentschieden, Auswärts-Niederlage, Heim-Niederlage, Auswärts-Sieg, Auswärts-Unentschieden, Auswärts-Pokalsieg, Heim-Sieg, Auswärts-Niederlage, Heim-Sieg, Auswärts-Pokalniederlage. Macht also: 2 Heimsiege, 2 Heim-Niederlagen, 1 Heim-Unentschieden, 1 Auswärts-Unentschieden, 3 Auswärts-Niederlagen, 2 Auswärts-Siege. Ja genau, das ist so wenig hilfreich wie lesbar 🙂 Also Schluss mit dem Klein-Klein der letzten 10 Spiele.

Kommen wir daher nun zur Gesamtschau und blicken auf die Tabelle der 3. Fußball-Bundesliga: 14 Spieltage sind absolviert, der CFC steht mit 16 Punkten (von 42 Möglichen) auf Rang 12. 4 Siege, 4 Unentschieden, 6 Niederlagen, negatives Torverhältnis von minus zwei (19:21 Tore).

Im Ergebnis der näheren Betrachtung wird zumindest deutlich, dass der CFC 11 Punkte zu Hause geholt hat (von Möglichen 21) und auswärts dagegen nur 5 von 21. Bilanz-technisch heißt das also: Der CFC ist bisher zu Hause besser, auswärts dagegen der kleine Bruder vom Punktelieferant.

Was die Pokal-Wettbewerbe betrifft, so sind die Himmelblauen gegen Rekordpokalsieger FC Bayern München rausgeflogen (hier geht’s zum Spielbericht) und im Sachsenpokal war beim VfB Auerbach im Achtelfinale Schluss (1:2). Das ist besonders bitter, weil eine Chance auf die erneute Teilnahme am DFB-Pokal 2018/2019 kläglich verspielt wurde. Gaaanz optimistisch gesehen, können sich die Himmelblauen nun auf den Liga-Alltag konzentrieren.

Auf dem Programm stehen bis zum Jahresende 2017 sechs Spiele. 4 Auswärtsspiele und 2 Heimspiele. 3 Spiele gegen Teams, die momentan vor dem CFC in der Tabelle stehen (Meppen, Magdeburg, Rostock) und 3 Spiele gegen Teams, die momentan hinter dem CFC stehen (Würzburg, Münster, Zwickau). Aber ob diese Betrachtung so hilfreich ist? Zumindest bestehen mehr Möglichkeiten, dass der CFC seine Auswärtsbilanz etwas verbessert. Jedoch liefern Zahlen und Ergebnisse nur die halbe Wahrheit über die Leistungsfähigkeit einer Mannschaft. Ebenso wenig ob z.B. die Spiele überlegen gewonnen oder unglücklich verloren wurden. Wie schätzt ihr also den Stand der Dinge beim CFC ein?

By Baba und Nino

 

 

Kommentar zum himmelblauen August 2017

CFC-August

Der himmelblaue August 2017 begann wie der himmelblaue Juli endete. Nach der 2:4 Auswärtsniederlage vs. SC Paderborn folgte eine bittere 2:4 Heimniederlage gegen den VfR Aalen. Zwei Niederlagen in Folge, da sollte bei einem Spiel gegen einen Aufsteiger vielleicht doch was Zählbares herausspringen. So zumindest unsere leise Hoffnung im Hinblick auf das darauffolgende Auswärtsspiel gegen FC Carl Zeiss Jena. Aber auch in diesem Ost-Klassiker kam der CFC nicht über ein 1:1 hinaus. Wenigstens nicht verloren sagt der Optimist, der Pessimist hingegen: wieder nicht gewonnen.

Umso besser, dass das nächste Spiel für Ablenkung sorgen konnte. Am 12. August 2017 stand nun endlich das 1. Runden-DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Bayern München an, das Traumlos wie hier bereits schon mehrfach erwähnt.

Der CFC stimmte mit einem Countdown ein und allerorten war von der Vorfreude auf dieses Highlight-Spiel zu lesen und zu hören. Auch wir waren voller Vorfreude und hofften auf ein himmelblaues Pokalwunder. Dieses geschah dann doch nicht (warum, wieso, weshalb steht hier im Spielbericht.

So war es dann auch gut, dass dieser ganze Trubel vorbeiging und der Fokus wieder auf die 3. Liga und dem Ziel Klassenerhalt gelegt werden konnte. Am 5. Spieltag trafen die Himmelblauen auf den VfL Osnabrück. Jene Mannschaft, die mehr oder weniger überraschend den Hamburger SV aus dem DFB-Pokal geschmissen hatte. Aber vielleicht war das beim HSV eh alles nur Teil eines ausgeklügelten Saison-Plans. So oder so, konnte der CFC ein 0:0 erkämpfen und einen weiteren Punkt verbuchen.

Bei diesem Punkt ist es dann auch leider geblieben, im letzten Punktspiel im August 2017 verlor der CFC 2:4 gegen die SpVgg Unterhaching. So steht der CFC nach 6 Spieltagen mit einer Bilanz von einem Sieg, zwei Unentschieden und drei Niederlagen auf dem 13. Tabellenplatz. Nun spricht das Torverhältnis von minus 4 Toren nicht wirklich für die offensivere Spielweise, sondern eher für eine Abwehrreihe mit ausbaufähiger Sicherheit. Man ist geneigt zu sagen: „Lieber 1:0 gewinnen, als 2:4 in Schönheit zu verlieren.“

Neben dieser Neigung erwischen wir uns auch dabei, die ersten Bilanzen zu ziehen. Nach kurzem Innehalten ist es aber dafür definitiv noch zu früh. Höchstens nach dem 10. Spieltag kann man zumindest feststellen, ob das neue Spielsystem überhaupt von den Spielern verstanden und umgesetzt werden kann. Zu Bedenken ist ja auch immer noch, dass der Kader eine fast komplette Runderneuerung erfahren hat. Geduld ist gefragt, in der heutigen Zeit, so behaupten wir mal, eine schwer umzusetzende, Eigenschaft, vor allem im schnelllebigen Fußballgeschäft #Phrasenschwein.

Das macht zumindest im Spielbetrieb eine Pause. Bei der Nationalmannschaft stehen die WM-Qualifikationsspiele gegen Tschechien und Norwegen auf dem Plan. Zeit für den CFC ein Testspiel auszutragen (vs. BSC Rapid Chemnitz).

Welche neuen Erkenntnisse und im besten Fall auch Konsequenzen daraus gezogen werden können, wird beim nächsten Heimspiel gegen den Karlsruher SC zu beobachten sein. Der hat turbulenten Wochen hinter sich. Nach dem Fehlstart wurde der Trainer M-P. Meister entlassen und A. Schwartz geholt. Wir hoffen natürlich, dass der „neue Trainer-Effekt“ ordentlich verpufft und der Heimkehrer Anton Fink #FußballGott beim Tore schießen eine 90-minütige Pause einlegt. Mehr dazu dann im Kommentar zum himmelblauen September 2017…

By Baba und Nino

 

Rekordpokalsieger unter sich – Kommentar zu #CFCFCB

ChemnitzFans

Wunder gibt es immer wieder“ so der Titel des Musik-Klassikers von Katja Ebstein, der das Motto für dieses DFB-Pokalspiel zwischen dem Rekordsachsenpokalsieger Chemnitzer FC und dem Rekord-DFB-Pokalsieger FC Bayern München treffsicher vorgegeben hat. Einerseits für den CFC, weil es Zeit für ein himmelblaues Pokalwunder ist, andererseits für den FCB, dass es ihrem Selbstverständnis nach ein Wunder wäre, in Chemnitz das Stadion als Verlierer zu verlassen.

Durch dieses wolle Stürmer Daniel Frahn nackt laufen, sofern ein himmelblauer Sieg gefeiert werden könne. So seine besonders für die weibliche Anhängerschaft frohlockende Ankündigung #EinMannEinWort. Ansonsten wurde beiderseitig das altbekannte Phrasenbingo gespielt: Von „einen heißen Kampf liefern“ und „zusammen mit den Zuschauern begeistern“ #CFC war auch vom „Spiel des Lebens“ (für die Chemnitzer) und „Hexenkessel“ #FCB die Rede.

Geredet und informiert wurde besonders von Seiten des CFC. Mit einem 5-Tages-Countdown wurde auf das Spiel euphorisch eingestimmt. So konnte man z.B. erfahren, dass eigens ein Sonderparkkonzept entwickelt wurde, um eine reibungslose An-und Abreise zum Stadion zu gewährleisten. Spöttisch könnte man da auch sagen, dass es wohl besser ist, dass nicht jedes Heimspiel der Himmelblauen ausverkauft ist. Aber Schwamm drüber: Pokalspiel gegen den FCB ist ja nur einmal im Jahr.

Marketingtechnisch wusste der CFC dieses Spiel auch sehr gut zu nutzen. Neben den üblichen Verdächtigen Fan-Artikeln wie #Tasse und #Begegnungsschal gab es diesmal auch ein extra Pokal-Nicki käuflich zu erwerben. Zwei Tage vor dem Spiel! Gut, dass Chemnitz der Ort der schnellen Wege ist und die Anlieferung aufgrund Online-Bestellung noch vor Spielbeginn realisiert werden konnte.

Die schnellen Wege konnten auch bei der Anreise genutzt werden. Dank der vielfältigen Parkmöglichkeiten waren wir auf der sicheren Seite und kamen anderthalb Stunden vor dem Spiel an. Zeit genug, um die sehr gründliche Einlass- bzw. „Fass-mich-bitte-überall-an“-Kontrolle durch die Herren der Security erfahren zu können. Der Begegnungsschal wurde zugleich auch freudig empfangen und die Sitzschale mit dem Trio Clubmagazin&Stadionwurst&Bier eingenommen.

Stadion vor Anpfiff

Das Stadionrund füllte sich zusehends und die Gäste wurden mit „respektvollem“ Applaus empfangen. Der Anpfiff zum Spiel erfolgte durch Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus pünktlich und auch die Sonne ließ sich bei 16 Grad noch blicken.

bei Anpfiff

Die Bayern begannen gewohnt druckvoll und wollten das schnelle erste Tor schießen. Das gelang dann „erst“ in der 20. Minute, nachdem ein Lewandowski-Freistoß doppelt abgefälscht im Chemnitzer Netz landete. 10 Minuten später wurde Lewandowski als Buhmann des Spiels erkoren, nachdem er nach einem Foul etwas länger brauchte, um auf die Beine zu kommen. Schnell wurde es laut und Schmähgesänge angestimmt. Keine Glanzleistung, auf beiden Seiten.

Das es auch anders geht, bewiesen Ribery und Kunz. Der bayerische Flügelflitzer prüfte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den Chemnitzer Keeper mit einer strammen Direktabnahme. Da ging ein Raunen durch das Stadionrund, mein lieber Herr Gesangsverein. So blieb es beim 0:1 aus Chemnitzer Sicht und die Hoffnung auf ein Pokalwunder musste mit weiterem Bier am Leben gehalten werden.

In der zweiten Halbzeit drängten die Bayern mit dominanten Spiel auf die schnelle Entscheidung. Nach einer feinen Kombination zwischen Ribery und Coman schloss dieser mit einem Rechtsschuss zum 2:0 ein. Die Stimmung im Stadion ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Immer wieder initiierte die Südkurve Gesänge und forderte zur Unterstützung auf.

Die war auch dringend notwendig, denn die Bayern spielten zusehends ihre spielerische Klasse aus. Der Ballbesitz war erdrückend (am Ende 76%) und das dritte Tor lag in der Luft. Dieses fiel dann wiederum durch Lewandowski in der 60. Minute, der sich offensichtlich durch Schmähgesänge nicht aus der Ruhe bringen lässt. Das dritte Tor veranlasste FCB-Cheftrainer C. Ancelotti dann die ersten Ein-bzw. Auswechslungen vorzunehmen. In einem Doppelwechsel kamen Alaba&Robben für Rafinha&Lewandowski.

Nach dem 0:3 erinnerte ich mich wieder an die Worte von Daniel Frahn, der auch angekündigt hatte: „Wir wollen uns nicht abschlachten lassen“. So blieb die Hoffnung, dass der CFC nicht wie der unabsteigbare HSV“ endet, der sich in der Bundesliga schon mal mit 8:0 nach Hause schicken lässt.

Den Frahn’schen Worten wurden sich die Himmelblauen wohl noch bewusst und agierten trotz des Dauerdrucks etwas aktiver. Die Entlastungsangriffe wurden aber leider souverän von der Abwehrreihe um Hummels und Süle geklärt. In der Schlussphase wurde der Klassenunterschied mehr und mehr deutlich. Die Bayern ließen nicht nach und erhöhten durch Ribery (79. Minute) und Hummels (89. Minute) noch zum 5:0.

Kurz danach wurde das Spiel pünktlich in der 90. Minute von der insgesamt souveränen Schiedsrichterin Steinhaus abgepfiffen. Mit dem Abpfiff wurde auch die Ausnüchterung über das ausbleibende, himmelblaue Pokalwunder eingeleitet.

CFC nach Abpfiff

Was bleibt also in Erinnerung? Für mich jedenfalls, dass der gesamte Chemnitzer FC sich als würdiger Gastgeber erwiesen hat. Die CFC-Fans haben über 90. Minuten den 12. Mann gestellt und eine erstklassige Kulisse geboten. Meine bescheidene Hoffnung, dass sie die Himmelblauen nicht in Ehrfurcht erstarren, hat sich auch erfüllt. Die kämpferische Leistung war auf jeden Fall erste Klasse. Diese Kampfbereitschaft sollte in die anstehenden 3.Liga-Aufgaben mitgenommen werden.

Bzgl. der Bayern-Fans bin ich auf die Strafe des DFB gespannt. Vor Anpfiff wurde mit Pyrotechnik hantiert, eher amateurhaft, aber das ist eine andere Diskussion.

Pyro

Der CFC kann erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Die Chance auf ein Re-Match gibt es vielleicht schon nächstes Jahr. Da wird wieder ausgelost und der CFC ist hoffentlich als amtierender Rekordsachsenpokalsieger wieder mit von der Partie. Oder einfach als Zweitligist.

Ja, auch in der Stunde der Niederlage soll man das träumen nicht vergessen…

By Nino

 

 

Zeit für ein himmelblaues Pokalwunder!?

DFB-PokalCFCFCB

Die Fakten sind klar: In der 1. Runde des 2017/18er DFB-Pokals trifft der Drittligist Chemnitzer FC auf den Erstligisten FC Bayern München. Rekord-Sachsenpokal-Sieger vs. Rekord-DFB-Pokalsieger. Das Stadion ist bis auf den letzten der 15.000 Plätze ausverkauft, die Vorfreude bei den Fans ist riesig.

Ohne jetzt weitere Daten wie Gesamtetat der Teams, individuell-spielerisches Niveau usw. in den Blick nehmen zu wollen, so ist die Rollenverteilung aus meiner Sicht für dieses Spiel klar. Der FCB ist der klare Favorit, der CFC der krasse Außenseiter.

Beim schönen Spiel Fußball geht es ja mitunter mehr um die Realität und was auf dem Rasen passiert. Er lädt zum Träumen ein. Nach der Auslosung war ich mir noch unsicher, ob dieses Los ein Traumlos für den CFC ist (hier geht’s zum Text). Mittlerweile kann ich sagen, dass es eins ist. Der CFC und seine Umbruchs-Mannschaft (10 Abgänge, 11 Neuzugänge) kann hier nur gewinnen. Gegen die Bayern zu verlieren, ist keine Schande. Der CFC hat die Chance, ein Team der internationalen Spitzenklasse als würdigen Gastgeber zu empfangen. Die Fans haben die Chance eine stimmungsvolle Atmosphäre zu bieten. Die bayerischen Fans können eine mit dem CFC-Logo-gebrandete Brühwurst essen (ja, es gibt auch noch was Anderes als Weißwurst mit süßem Senf ;-)). Vielleicht scheint auch die Sonne und dieses Pokalspiel kann ein Highlight für alle Beteiligten werden. #MittendrinStattNurDabei

Der CFC war so clever und hat die Eintrittskarten zunächst nur für Mitglieder und Dauerkarteninhaber sowie in Verbindung mit einem Heimspiel (vs. VfR Aalen) angeboten. Somit sind nur rund 1000 Tickets noch in den freien Verkauf gekommen. Nach wenigen Minuten wurde dieser beendet und „Ausverkauft“ vermeldet.

Die Voraussetzungen für einen unvergesslichen Fußball-Samstagnachmittag sind also gegeben. Auch wenn ich als Bayern-Sympathisant (warum, wieso, weshalb steht hier) und Heimatverein-Fan in ein kolossales Fan-Dilemma gerate und es hoffentlich eine erkenntnisreiche Erfahrung wird. Davon abgesehen werden in diesem Spiel alle Daumen für die Himmelblauen gedrückt. #Erfolgsfan #;-)

Ob es Zeit für ein himmelblaues Wunder ist? Na klar, warum nicht. Beim Fußball dreht sich nicht immer alles um das Gewinnen. Es geht darum eine Geschichte zu schreiben, die im besten Falle dann noch den Enkelkindern erzählt werden kann. Und dieses Spiel hat definitiv das Potenzial Geschichte zu schreiben. Es kann eine knappe Niederlage für den CFC werden, ein klarer Sieg für den FCB. Es kann auch in die Verlängerung gehen, vielleicht sogar Elfmeterschießen. Tod oder Gladiolen. #VanGaal

Das Gute am Fußball ist ja, dass vorher alle nicht wissen, wie es ausgeht. Seien die Voraussetzungen auch so unterschiedlich wie in diesem Spiel. Und auch der alte Kalauer soll auch hier zum Einsatz kommen: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Davon mal abgesehen, habe ich lediglich die bescheidene Hoffnung, dass die Himmelblauen nicht in Ehrfurcht erstarren. Dass sie keine devote Haltung gegenüber den Spielern einnehmen werden. Dass sie den ganzen Hype um dieses Spiel mit #Müller #Hummels #Lewandowski #Alaba ausblenden können. Dass sie dieses Spiel nutzen, um auch mal etwas zu wagen. Wenn nicht in diesem Spiel, wann dann? Freilich sollen keine dreifachen Übersteiger zelebriert oder überharte Zweikämpfe geführt werden. Aber warum nicht mal ein Fernschuss, die sind gerade in Mode…oder die leider viel zu wenig praktizierten direkten Eckstöße. #MarioBasler

Wie gesagt, gegen die Bayern zu verlieren, ist keine Schande. Die Spieler können aber „kämpfen, beißen, kratzen“, „alles in die Waagschale werfen“, „niemals aufgeben“ und sich sonst noch alle weitere heißmachenden Sprüche aus der Motivationsschatulle immer und immer wieder ins Gedächtnis rufen.

Nichts Schlimmeres gäbe es, wenn die Paderborner-Haltung angenommen wird, die der damalige Trainer A. Breitenreiter mit seiner Mannschaft an den Spieltag gelegt hat. Nach der 0:6 Auswärtsniederlage resümierte der Trainer das Spiel mit einem „Vielen Dank für das tolle Erlebnis“. Diese schmierig-devote Haltung soll um den himmelsblauen Willen nicht an diesen und sonst auch nie an den Tag gelegt werden. Es ist immerhin ein Pokalspiel, bei dem es wie immer zu Beginn 0:0 steht. Der CFC kann nur gewinnen, die Bayern mehr verlieren, als gewinnen. Für die „wir-wollen-immer-gewinnen-Bayern“ wäre es eine Blamage, an der altehrwürdigen Fischerwiese als Verlierer vom Platze zu gehen.

Dies haben die Bayern bisher mehrfach in der aktuellen Saison-Vorbereitung getan. In neun Testspielen (#TelekomCup #AudiSummitCup #InternationalChampionsCup #AudiCup #Supercup) gab es drei Siege und sechs Niederlagen. Die Asien-Promo-Reise war sportlich gesehen eine krachende Niederlage. Der Supercup wurde erst im Elfmeterschießen 5:4 vs. Borussia Dortmund gewonnen. Souverän sieht anders aus. Nicht zu vergessen die Verletztenliste. Eine topbesetzte Mannschaft wird schon aus diesem Grund nicht möglich sein.

Der CFC ist mit einem Sieg, einem Unentschieden und zwei Niederlagen in die Drittliga-Saison 2017/2018 gestartet. Das stark veränderte Team befindet sich noch in der Findungsphase. Die Spielphilosophie des neuen Trainers Steffens kann noch nicht in Gänze auf dem Platz umgesetzt werden.

Das alles gilt es aber für das Spiel des Jahres auszublenden. Die Vorfreude sollte überwiegen. Ich freue mich daher auf ein schönes Fußballspiel, in einem vollen Stadion, in meiner Heimatstadt. Es ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel. Oder doch das himmelblaue Pokal-Wunder? Mehr dazu hier auf diesem Blog…

By Nino

Nur der CFC oder auf der Fischerwiese brannte der Baum!!!

CFC Mannschaft2017

Nun ist es endlich soweit und die ellenlange Vorbereitungszeit ist vorbei. Die Profis haben sich gut durch den Sommer gekämpft und den Abgängen stehen gute Neuzugänge zu Buche.

Grundlegend denke ich, dass es gut war, Koehlei gehen zu lassen, auch wenn er wohl menschlich und clubtechnisch ein Guter ist. Dennoch wurde es versäumt ein Team zu formen, welches Chancen herausspielen konnte, fitnesstechnisch gut drauf war und sich als Einheit präsentierte. Dann kam noch der ganze Mist mit dem Millionenloch hinzu und schon war unsere persönliche Chaossaison komplett – und das zum 50ten Geburtstag, der Jubiläumssaison!!! Da kann man am Ende froh sein, dass der CFC nicht abgestiegen ist, sondern weiterhin sportlich und finanziell für die dritte Liga qualifiziert ist.

Nachtreten bringt auch nix und somit kann ich Koehlei und Ulf Mehlhorn nur Danken für die Rettung in der letzten Saison und deren mediale Erscheinung.

Ob die Clubverantwortlichen um Dr. Hähnel einen guten Job machen, lässt sich schwer sagen, war doch Herr Dr. Hähnel maßgeblich an der positiven UND negativen Entwicklung in den letzten Jahren mit beteiligt. Aufstieg und Stadionbau kann er sich ganz groß auf seine Fahnen schreiben, aber eben auch die Versäumnisse in finanzieller Aufsicht. Ich bin mir sicher Dr. Hähnel trägt den Club im Herzen, dennoch finde ich, hätte er nach dieser Saison zurücktreten müssen.

Eins kann man auch über die vergangene Saison sagen: Es war nie langweilig, wenn ich zum Beispiel an das Spiel in Magdeburg denke, die Jubiläumsfeiern und Spiele, das Finanzdesaster mit Neuwahlen um die Jahreswende, der Kampf für die Lizenz am Ende der Saison und der Sachsenpokal-Gewinn mit dem DFB Pokal-Los der Bayern. Langweilig war es nie, dennoch könnte ich mir eine ruhigere Saison vorstellen – vor allem wenn man sportlich etwas erreichen will.

Mast, Danneberg, Dabanli, Cincotta, Fink, Bittroff, Jopek, Stenzel, Conrad, Türpitz haben den CFC verlassen und um es ehrlich zu sagen, nur Jopek, Danneberg und Mast hätten den CFC weitergebracht. Türpitz fehlt die Durchschlagskraft und ich wundere mich, warum er in Magdeburg als großartiger Spieler mit viel Kreativität gefeiert wird, wenn er das viel zu selten aufblitzen lassen hat. Conrad war viel zu viel verletzt und nur dann eine Stütze, wenn er voll belastbar war. Fink kann ich eigentlich kaum kritisieren, nachdem er in den letzten Jahren die Überlebensversicherung des CFC war. Aber seit November 2016 war er nur noch ein Schatten seiner selbst. Natürlich war das auch den Zuspielen geschuldet, aber er war nicht in Form, suchte oft viel zu eigensinnig und überhastet den Abschluss und kam mir wie ein Fremdkörper vor. Ich denke es war gut ihn zu verkaufen, da dies dem CFC sicher finanziell geholfen hat und er auch näher bei seiner Familie sein kann. Dabanli ist wahrscheinlich nie richtig angekommen und als Söldner einzuordnen. Cincotta war immer ein Versprechen auf einen schnellen Spieler mit Torgefahr auf der Außenbahn, hat sich aber letztendlich nicht durchgesetzt. Bittroff war zu anfällig in der Abwehr und manchmal wenig motiviert. Um Stenzel tut es mir leid, da er ja schon ein wenig zum Inventar des CFC gehörte. Dennoch nach rein sportlichen Dingen war es klar, dass sein Vertrag nicht verlängert werden würde.

Danke für alle Spieler, aber es gibt auch einen CFC nach Fink, Türpitz, Conrad Danneberg und Stenzel.

Die Vorbereitung schien gut zu verlaufen und der 3:1 Sieg gegen Dynamo sticht dabei für mich heraus. Die „Experten“ vom MDR sehen den CFC im Abstiegskampf und dem kann ich keinesfalls zustimmen, da ich den CFC in einer guten Rolle sehe, der um die Plätze im oberen Mittelfeld spielt.

Von den Neuzugängen sind Laurin von Piechowski, Fabio Leutenecker, Marcus Mlynikowski, Myroslav Slavov, Maurice Trapp, Okan Aydin und Florian Trinks guter Ersatz für die abgewanderten Spieler. Mit Marvin Thiele und Alexander Dartsch hat der CFC auch noch eigene Spieler wieder oder dazugewonnen, denen ich den Durchbruch zutraue. Janik Bachmann und Björn Kluft sehe ich dagegen als Wildcards.

Mein Tipp für die Saison lautet: Wenn der CFC es schafft, ein Team zu formen sind die vorderen Plätze durchaus drin.

By Baba

 

Kommentar zum himmelblauen Juni 2017 – Teil 2

chemnitz

„Alles neu macht der Juni!“ Dieses Motto galt auch weiterhin für die zweite himmelblaue Juni-Hälfte 2017. Zum ersten Juni-Teil geht’s hier.

In Sachen Kader-Planung lief es richtig rund. Besser gesagt lief es eher auf einen Kader-Umbruch hinaus, denn zum Stand vom 30. Juni 2017 hat der CFC 11 Abgänge und 9 Zugänge vermeldet. Bei den Zugängen ist einzig mit Marvin Thiele ein Spieler aus der eigenen U19 dabei. Ansonsten alles Spieler aus der 3. Liga, unteren Klassen oder aus dem Ausland. Die Marschrichtung in Sachen Mannschaftsentwicklung hatte Sportvorstand Ziffert in einer Meldung zur aktuellen Lage Mitte Juni vorgegeben. Er teilte mit, dass er nur mit Spielern arbeiten will, die sich „100% mit ihrer Aufgabe beim CFC identifizieren“. Beim Blick auf die Anzahl der Abgänge könnte man böswillig behaupten, dass da ja nicht mehr viele Spieler übriggeblieben sind, die sich voll und ganz dem CFC verschreiben. Eine Einzelfall-Betrachtung wäre zwar angemessener, aber was hilft es sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Ziffert formulierte dies daher positiver: „Wir müssen und wollen einen Neuanfang starten“.

Einen Neuanfang gab es ja auch auf der Trainerbank. Mit der Verpflichtung von Horst Steffen und dem Co-Trainer Sreto Ristic wurde wieder Wert daraufgelegt, dass es eine klare Spielphilosophie geben soll. Wir sind daher gespannt, ob das Trainer-Duo ihre offensive Spielweise umsetzen kann. Neben der neuen taktischen Ausrichtung wird mit der Verpflichtung von Ristic wieder verstärkt der Fokus auf die Fitness der Spieler gelegt. Dieser Bereich war in der vergangenen Saison einer der unrühmlichen Baustellen unter Cheftrainer Köhler. Da sich Köhler mit dem unter Vorgänger Heine engagierten Fitnessexperten nicht auf eine Zusammenarbeit einigen konnte, entfiel diese für die Mannschaft. Dennoch nutzten einige Spieler die innovativen Angebote des Fitnessexperten. Nun soll offensichtlich diese Arbeit voll und ganz Ristic übernehmen. Vorschluss-Lorbeeren bringt er zumindest schon mal mit, da er in früheren Tagen mit Bundesjogi Löw zusammengearbeitet hat. Welche Auswirkungen das allerdings haben wird, werden wir erst sehen, wenn es darauf ankommt. Nämlich auch noch in der 80.Minute einen Sprint zu starten, um den vielleicht entscheidenden Konter einzuleiten.

Ein entscheidendes Puzzlestück dazu, dass man überhaupt in der 3. Liga wieder dabei ist, war die Vereinbarung des Benefizspiels vs. Dynamo Dresden. Dies sollte am Mittwoch, 5. Juli stattfinden und die Planungen für die Teilnahme unsererseits waren schon sehr weit fortgeschritten, die Vorfreude entsprechend groß. Leider wurde dieses Gefühl aber 8 Tage vorher mit einem sinnbildlichen Schuss in die Magengrube jäh beendet. Denn es wird uns schlecht, wenn wir an die Begründung denken müssen, warum dieses Spiel verschoben wird: „Aufgrund der Lageeinschätzung der Sicherheitsbehörden […] bedingt durch den G20 Gipfel […] in Hamburg“. Übersetzt heißt das, dass zu wenige Polizisten zur Verfügung stehen. Um ein Spiel für den guten Zweck abzusichern. Ein Fußball-Spiel. In Chemnitz. Damit wäre auch die Frage beantwortet, was Chemnitz mit G20 zu tun hat 😉

Zur bitteren Wahrheit gehört auch, dass es offensichtlich nicht mehr möglich ist, ein Fußball-Spiel ohne die freundliche Begleitung durch die Polizei organisieren zu können. Vielleicht war das ja früher mal besser!? Unsere klare Meinung: #FCKG20

Bei der Planung und Vorbereitung des neuen Spieltermins kann nun auch der neue kaufmännische Leiter Lars Schauer mitwirken. Dieser hatte schon länger als Berater beim CFC gewirkt, nun also in der Geschäftsführung. Optimistisch betrachtet kann dies als (weiterer Versuch) gewertet werden, die Phase der CFC-Sanierung mit noch mehr Professionalität angehen zu wollen.

Aufgrund dieser Phase kann es sich bei der Saison 2017/2018 nur um eine Übergangssaison handeln. Das Gerede von einem Aufstieg in die zweite Bundesliga könnte man sich folglich getrost sparen und erst einmal auf eine Saison ohne deprimierende Tiefen und allzu euphorische Höhen hoffen. Schlauer dazu sind wir allemal erst wenn’s vorbei ist…daher gilt der Blick auf das Hier und Jetzt:

Nach dem Trainingsauftakt, zu dem über 1500 Fans ins Stadion kamen, standen zwei Testspiele an. Ein 9:0 vs. den Mittelsachsenmeister Barkas Frankenberg bildete einen schwungvollen Beginn. 3 Tage später folgte der zweite Test. Diesmal weniger Tore, dennoch ein 2:0 Sieg gegen Banik Sokolov. Eine makellose Bilanz…unbesiegt…die Null steht…so könnte man ganz optimistisch schreiben.

Die wahren Prüfsteine werden aber noch kommen und der Juli wirft seine Schatten bereits voraus. Das nächste Testspiel steht am 8. Juli vs. ZFC Meuselwitz an. Da wird sich vielleicht schon ein bisschen zeigen, wie die Mannschaft anders spielen wird. Was die Kaderplanung betrifft, so scheint der Sportvorstand seine Hausaufgaben gemacht zu haben.

Richtig ernst wird es dann zum Start in die neue 3. Liga-Saison mit dem Heimspiel vs. FSV Zwickau, am 21.Juli. Bis dahin sind dann hoffentlich auch die Fragen geklärt, wer wie Karten für das DFB-Pokal-Spiel vs. FC Bayern München bekommt. Nicht zu vergessen das Benefizspiel vs. die SGD. Insgesamt war es ein ereignisreicher Juni, bleibt zu hoffen, dass der Schwung in den Juli mitgenommen werden kann. Mehr dazu im Kommentar zum himmelblauen Juli 2017.

By Baba und Nino

 

Kommentar zum himmelblauen Juni 2017 – Teil 1

stadioneingang

„Alles neu macht der Juni – Kommen und Gehen beim Chemnitzer FC.“ So lautete die Überschrift eines MDR-Sport-Im-Osten-Artikels zur Analyse des aktuellen CFC-Kaders. Damit war trefflich umschrieben, was bei den Himmelblauen gerade im Bereich der Kaderplanung passiert. Es war aber im Juni 2017 nicht nur ein Kommen und Gehen beim CFC, sondern auch ein Hoffen und Bangen, Auslosen und Jubeln und die Auseinandersetzung mit der Zukunft und Vergangenheit.

Zu Beginn des himmelblauen Junis stand erst einmal das Lizenzierungsverfahren für die neue 3.Liga-Saison an. Vor dem Hintergrund der Meldungen, dass es eine Finanzierungslücke von 2 Millionen Euro geben sollte und die Stadt Chemnitz nicht noch einmal „in die Bresche springen wolle“ war die Lage der Gefühle bei Hoffen und Bangen angesiedelt. Zu diesem Zeitpunkt fragte sich sicherlich nicht nur der geneigte Fan, woher so viel Geld kommen sollte. Vielleicht aus den Einnahmen aus dem 1.Runden-DFB-Pokal-Spiel? Diese Einnahmen konnten sicher eingeplant werden, nachdem der Sieg im Sachsenpokal 2017 vs. Lok Leipzig geholt wurde (zum Kommentar geht’s hier). Weitere Einnahmen sollten durch ein Benefizspiel vs. Dynamo Dresden generiert werden. Die Landeshauptstädter verzichten auf alle Einnahmen und sollen unter dem Motto „Tradition stirbt nie“ Anfang Juli zur Fischerwiese kommen. Dazu später mehr…

So oder so eine starke Geste der SGD’ler und ein weiteres Puzzlestück in den Lizenz-Unterlagen. Abgabetermin dieser war Freitag, der 2. Juni.

Nun war also eine Woche zwischen Hoffen und Bangen angesagt. Gespannt wurden die Nachrichten verfolgt, die erlösenderweise die Lizenzvergabe für den CFC vermeldeten. Tief durchatmen. Die feuchtgedrückten Daumen trocken gewischt und weiter geht’s. Planungssicherheit für mindestens ein Jahr. Allerdings fragen wir uns nicht mehr ganz genau, woher das viele Geld gekommen ist. Eine Ahnung davon bekommt man dann, wenn man sich anschaut, bei wem sich der CFC-Vorstand alles pflichtgemäß bedankt hat.

Nun galt es den Blick nach vorne zu richten. Die beste Gelegenheit gab es dazu schon zwei Tage später. Am Sonntag, den 11. Juni stand die DFB-Pokal-Auslosung an. Wieder ein Tag, an dem das himmelblaue Herz höherschlagen sollte.

Die „Losfee“ war Sebastian Kehl, BVB-Legende im sportlichen Ruhestand. Die Hoffnung lag auf einem machbaren Los, da die Einnahmen aus einem 2.Runden-Spiel auch sehr verlockend sind. Aber ob es dazu kommen wird, das steht in den himmelblauen Sternen. Denn Kehl zog das Traumlos FC Bayern München! Rekord-DFB-Pokalsieger vs. Rekord-Sachsenpokal-Sieger! Eine erste Einschätzung, ob es sich nun wahrlich um ein Traumlos handelt gibt’s hier.

Nach der Kategorie „Auslosen und Jubeln“ war dann wieder Kommen und Gehen beim CFC angesagt. Nach dem der Abgang von Björn Jopek verkündet wurde, stand einen Tag später die Vorstellung des neuen Trainers auf der Tagesordnung. Aus der Gerüchteküche wurden viele Namen auf dem Trainer-Teller serviert. Am Ende hat sich der CFC für Horst Steffen entschieden. Der 48jährige Fußball-Lehrer trainierte zu Letzt Preußen Münster und bringt noch Co-Trainer Sreto Ristic mit. Dazu später mehr.

Aber nicht nur die Trainer-Gespann-Vorstellung sollte diesen Mittwoch, den 14. Juni zu einem denkwürdigen machen, auch ein weiterer Abgang sorgte für Schlagzeilen. Stürmer und Fan-Liebling Anton Fink verlässt den CFC in Richtung Karlsruher SC. 222 Pflichtspiele, 118 Tore, Rekordtorschütze des CFC. Ein herber Verlust, sportlich wie menschlich. Die Rückkehr-Entscheidung zum KSC ist wohl auch eine Entscheidung für seine Familie. Auch hier nochmal: Danke und alles Gute, Toni! #FußballGott

Neben diesen Meldungen gab der CFC auch seinen Sommerfahrplan in Vorbereitung auf die 3.Liga-Saison bekannt. 3 Testspiele, ein Kurztrainingslager und das schon erwähnte Benefizspiel vs. Dynamo Dresden. Dann geht’s schon wieder los mit der bunten Welt der 3.Liga.

Eine weniger bunte Welt hat sich offenbar auch mit der Auslosung des DFB-Pokals für Ticketbetrüger eröffnet. Der CFC meldete das sogenannte „Fake-Tickets“ zum Verkauf angeboten werden. Daraufhin wurde vor dem Kauf solcher „Fake-Tickets“ gewarnt #AchtungBetrug. Wohl auch vor dem Hintergrund der hitzigen Debatte in der Fanszene über den Erwerb der Tickets, die auch viele #Eventfans auf den Plan gerufen hat. Es bleibt zu hoffen, dass alle Dauerkartenbesitzer, Mitglieder, Sponsoren an erster Stelle bei der Ticketvergabe stehen. Sicher keine einfache Aufgabe. Neben dieser standen auch weiterhin die Kader-Planung an. Dazu und zum neuen Trainer-Duo sowie zur Frage, was Chemnitz mit dem G20-Gipfel zu tun hat, gibt es mehr im Teil 2 zum himmelblauen Juni 2017…

By Baba und Nino