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Zum Vergessen. Der CFC beim Berliner AK.

BAK Panorama

25. Spieltag in der Regionalliga Nordost Saison 2018/2019. Der Berliner AK vs. Chemnitzer FC. Wieder das Topspiel des Tages. Wieder ein Spiel in turbulenten Zeiten. Das Hinspiel, dass zu einem Tanz der Emotionen wurde gewann der CFC überragend mit 3:1. Die Stadt Chemnitz stand wegen der rechtsextremistischen Vorkommnisse in Folge des Todes von Daniel H. im Mittelpunkt. Nun steht der CFC wegen der Trauerzeremonie für den verstorbenen Thomas H. erneut in der Kritik. Das Abhalten dieser und der anschließende Umgang damit, führten zu Suspendierungen, Rücktrittserklärungen, Amtsniederlegungen und zur Sperre von Daniel Frahn. Summa summarum befindet sich der CFC seit sieben Tagen im Ausnahmezustand. Das Nachholspiel vs. BFC Dynamo unter der Woche verloren die Himmelblauen noch dazu mit 1:2. Da der Berliner AK auch nicht gewinnen konnte, konnte diese Niederlage ohne größere Schmerzen verarbeitet werden.

Schmerzen hingegen bereitete mir eher die öffentliche Darstellung des CFC durch seine Vertreter und derjenigen, die zu der ganzen Misere eher schweigen, anstatt zur Aufklärung beizutragen. Wo sind denn z.B. die sonst so lautstarken Ultras Chemnitz 99? Sie standen ja bei der Trauerzeremonie in der ersten Reihe. Den ganzen Aufruhr können sie sich allerdings gar nicht erklären. In Teilen ist das sogar verständlich, hatten doch viele in der Stadt wie z.B. die Freie Presse, die Sparkasse Chemnitz, die Stadt Chemnitz die Dienste von Haller Security bzw. über Subunternehmen in Anspruch genommen. Doppelmoral lässt grüßen. Unverständlich bleibt aber immer noch, warum ausgerechnet im Stadion An der Gellertstraße einem Rechtsextremisten gedacht werden musste! Das konnte und kann man nicht von der Person Thomas H. trennen. Gerade auch nicht Politik und Fußball, die in Chemnitz ja schon immer mit im Stadion zusammensaßen. Aber diesem Thema widme ich mich mal später.

Nun erstmal wieder Fußball, denn an sich hatte ich mich auf dieses Spiel schon länger gefreut. Nur wurde diese Freude durch die bittere Woche erheblich eingetrübt. So passte es dann auch, dass der Wettergott es auch nicht gut meinte. Der Sonntag startete mit Sonnenschein, jedoch kamen 20 Minuten nach Spielbeginn Wolken und obendrein noch Regen mit kräftigem Wind hinzu. Vor dem Anpfiff setzte der Berliner AK noch ein Zeichen und hielt eine Trauerminute für die Opfer des Anschlags in Christchurch in Neuseeland ab. Das war angemessen und würdig.

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Angepfiffen wurde pünktlich und das Spitzenspiel hatte schnell seinen ersten Höhepunkt. In der 9. Minute traf die Nr. 11 A. Kargbo mit einem sehenswerten Fallrückzieher zur 1:0 BAK-Führung. Das im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nicht noch weitere BAK-Tore fielen, lag einzig an deren Unvermögen, das runde Leder im Chemnitzer Kasten unterzubringen. Die Himmelblauen blieben derweil blass, die Angriffsbemühungen verliefen erfolglos. So ging es mit dem 0:1 Rückstand in die Pause. In dieser wurden die 1.127 Zuschauer u.a. mit „Hurra“ von den Ärzten und „Und wir leben“ von den Toten Hosen musikalisch unterhalten. In Anbetracht der derzeitigen Situation beim CFC vielleicht ein kleiner Seitenhieb des BAK-Präsidenten Han, der diesmal bei keiner privaten Hochzeitsfeier zugegen war, sondern kurz vor dem Spiel noch mit Auto erschien.

Unterhaltsam ging es auch in der zweiten Halbzeit weiter, denn schon sieben Minuten nach Wieder-Anpfiff gab es den nächsten Aufreger. Zunächst jedoch im positiven Sinne, denn der Jakubow-Ersatz J. Mroß rettete mit einer klasse Parade. Diese hatten wohl alle Zuschauer gesehen, jedoch nicht die Grote’sche Hand bei einer Abwehrreaktion. In Folge dessen gab es Diskussionen, die nicht das Ergebnis hatten, dass es keinen Elfmeter gab. T. Deniz traf mit einem flachen Schuss zum 2:0 für den BAK.

Danach war es für den CFC ein Spiel zum Vergessen. Keine wirklichen Angriffsbemühungen und weiterhin Glück aufgrund des sich fortsetzenden Unvermögens der Berliner weitere Tore zu schießen. Die mitgereisten CFC-Fans harrten im Regen aus und sorgten auch für unüberhörbare Grüße an den Insolvenzverwalter K. Siemon. Diese hier wiederzugeben entspricht nicht meiner Kinderstube. Ganz abgesehen davon, dass damit weiterhin die Zeichen auf Konfrontation stehen und beiden Seiten auf ihrer Sicht der Dinge behaaren.

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Mit der 0:2 Niederlage setzt der CFC seine sportliche Mini-Krise mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen in Folge fort. Der Abstand zum Berliner AK beträgt nun sieben Punkte, kann jedoch mit dem Nachholspiel gegen den VfB Auerbach wieder auf 10 Punkte ausgebaut werden. Ausbaufähig ist hingegen auch die Musik-Auswahl bei den Berlinern. Nach dem Abpfiff ertönte noch D. Hasselhoff mit „Looking for Freedom“. Mehr gibt es dazu und zu diesem Spiel nicht zu sagen.

By Nino

 

Die Bubis der Alten Dame. Der CFC vs. Hertha BSC II

Abschluss Fans

13.ter Sieg? Erstes Unentschieden? Oder sogar erste Niederlage? Ausrutscher oder Ausbau der Rekordserie? Immer wieder diese Fragen rund um den fabelhaften Start des Chemnitzer FC e.V. in die Regionalliga Nordost Saison 2018/2019.

Neben dem grünen Platze stellen sich auch gerade eine Menge anderer Fragen. Wer ist z.B. der ominöse Investor mit dem die Gründung der Chemnitz Fußball GmbH durchgeführt wurde? Ich tippe mal auf die KPM Bau GmbH. Wie soll die Etatlücke von 493.000 Euro geschlossen werden? Ist das vielleicht nur eine eingeplante Finte des Insolvenzverwalters, die alles zukünftige Handeln als alternativlos erscheinen lässt? Die Antworten wird’s erstmal nicht geben, daher lieber Fußball, der ist zum Glück meistens auch keine so komplexe Sache wie ein Insolvenzverfahren. Der Ball muss ins Tor, um zu gewinnen, einmal mehr als es der Gegner schafft.

So stand zur willkommenen Ablenkung, nach dem mühevollen 3:1 Pokalsieg gegen die Kickers Markkleeberg, wieder der Alltag der Regionalliga an. Und in diesem gastierten die, auch in Zukunft weiterhin so heißenden, „Himmelblauen“ am 13. Spieltag bei der Nachwuchsmannschaft U23 von Hertha BSC. Der zweiten Mannschaft, den Bubis der Alten Dame. Abseits solcher Beschreibungen standen sich der tabellarisch betrachtet der aktuell Tabellendritte mit der zweitbesten Offensive gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter mit der besten Offensive gegenüber. Die zweitbeste Heim- gegen die auswärtsstärkste Mannschaft. So oder so ein Spitzenspiel. Viele Tore könnten also bejubelt werden.

Der Wettergott Petrus zeigte sich allerdings nicht von seiner besten Seite: 12 Grad bei bedecktem Himmel. Die 516 mitgereisten CFC-Fans hielten sich auch bedeckt. Stimmungsboykott war die Ansage.

Stadion Wetter

Das Spiel begann zunächst mit dem üblichen Spitzenspiel-Abtasten, bloß keine Fehler machen. Etwas offensiver waren zunächst die Herthaner, die mit ersten Torschüssen unseren Torhüter J. Jakubow prüften. Den ersten Aufreger für die Chemnitzer gab es in der 22.ten Minute. Nach Foul an D. Frahn war ein sächsisches „meine Fresse“ im ganzen Stadion zu hören. Alle Achtung dafür 😉 Der zweiter Aufreger folgte prompt. Hertha Bubi F. Egerer holte sich nach einem Foul als letzter Mann an D. Bozic den roten Karton ab. Dieser diente gewissermaßen als Initialzündung. Allerdings nicht für ein anschauliches Spiel, sondern für die weitere Verteilung von Karten. Es folgten innerhalb von vier Minuten drei Gelbe Karten, mit dem Höhepunkt der roten Karte für K. Velkow in der 42. Minute. Somit ging es 10 gegen 10 weiter. Zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck, dass einige Spieler nur ihr dünnes Nervenkostüm übergestreift hatten. Fußballerisch lief es für den CFC dann auch noch schlechter. Ein erst abgewehrter Freistoß konnte nicht unter Kontrolle gebracht werden, so dass R. Morack zur 1:0 Führung traf.

Mit diesem weiteren Stimmungssenker ging es in die Halbzeitpause, in der Zeit blieb sich alkoholfreies Bier zu kaufen. Im Ernst, liebe Herthaner. Nur alkfreie Plörre im gesamten Stadion? In Berlin? Bei einem Spiel in der Regionalliga? Das war mitnichten ein Risikospiel!

Unverändert ging es in die zweite Runde, in der die Himmelblauen von Beginn an zeigten, hier noch was holen zu wollen. Eine gelbe Karte wollte auch S. Kurt, das ehemalige Supertalent des deutschen Fußballs. Eine gelbe Karte für die Blockierung des Abstoßes. Jugendlicher Leichtsinn oder erfahrene Dummheit, ich weiß es nicht so genau. Mehr Cleverness und erfrahner machte es dann unsere Sturmspitze, in dem er den vorher von N. Hoheneder herausgeholten 11er sicher verwandelte.

Frahn 11er

Im Folgenden ließen sich die Chemnitzer nicht aus der Ruhe bringen, denn es folgten die 3G der Hertha Bubis: Geschiebe, Gefoule und Gemaule. Zweiteres hörte dann zum Glück auf, denn R. Garcia packte sich ein Herz, ließ am Mittelkreis zwei Bubis aussteigen und fand Kapitän D. Grote. Dieser traf aus 16 Metern unhaltbar für J. Klinsmann zum 2:1 Führungstreffer in der 71. Minute. 4 Minuten später schaffte es D. Bozic, nach toller Vorarbeit von D. Frahn, auf 3:1 zu erhöhen. Von diesen Schocks erholten sich die Bubis nicht mehr. Die Schlussminuten wurden von Cheftrainer D. Bergner genutzt, um die Torschützen R. Garcia und D. Bozic auszuwechseln. Das quittierten die still gebliebenen CFC-Fans, außer dem dreifachen Torjubel und „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Rufen, mit einem warmen Applaus. Publikumsliebling K. Hovi durfte ab der 89. Minute ran, konnte aber keine Akzente mehr setzen.

So blieb es beim 3:1 Auswärtssieg und dem unfassbar 13.ten Sieg in Folge. Große Freude brach dann nach Abpfiff aber nicht aus. Zumindest kam es noch zum Abklatschen der Fans mit den Spielern. Mehr Versöhnliches gab es dann aber nicht mehr. Vielleicht teilen sich Wacker Nordhausen und der Berliner AK noch die Punkte, das wäre das i-Tüpfelchen dieses Spieltags.

Endstand

Am 14. Spieltag kommt der FC Oberlausitz Neugersdorf zum Heimspiel ins Stadion Chemnitz. Ein neuer Name soll bis Ende des Jahres 2018 gefunden sein. Bis dahin wohl auch ein Investor bzw. dessen Name. Diskussionsstoff gibt es auch weiterhin in Hülle und Fülle bei den Himmelblauen.

By Nino

 

 

Tanz der Emotionen. Der CFC vs. Berliner AK 07

Anpfiff-Fans

Nach dem 2:1 Auswärtssieg vs. VSG Altglienicke und damit dem siebten Erfolg in Serie stand nun der zweite Teil der berlinerisch-englischen Woche des Chemnitzer FC an. Als Gegner an diesem 8. Spieltag der Regionalliga Nordost 2018/2019 wurde der Berliner AK an der Fischerwiese begrüßt. Dieser hatte im Vorfeld des Spiels für reichlich Irritationen hinsichtlich dessen Teilnahme gesorgt. Noch am Vortag wurde seitens des BAK darauf hingewiesen, dass er bei rassistischen Beleidigungen oder dem Gefühl der Benachteiligung wieder abfahren würde. Ok, rassistische Beleidigungen sind ein echter Grund, aber Benachteiligungen? In welcher Art und Weise? Wenn die Mannschaft bei der Platzwahl nicht die gewünschte Seite bekommt oder sie zuerst gegen den Wind spielen soll? Es ist wirklich traurig, dass jede Mitteilung des BAK nur noch mit Kopfschütteln quittiert werden kann. Der BAK, insbesondere Herr Han hätte mal kleine Brötchen BAKen sollen. Leider hatte er dafür keine Zeit mehr.

So führten diese ganzen Nebengeräusche doch wirklich dazu, dass der Weg zum Stadion mit einem mulmigen Gefühl begleitetet wurde. Da auch noch der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Herr Kretschmer zum Spiel anreiste, hat dieses noch eine politische Note und besondere Aufmerksamkeit erhalten. Umso mehr stellte sich die Frage, ob die Appelle der Himmelblauen zur Besonnenheit und „sich-nicht-provozieren-lassen“ bei allen Fans ankommen würden? Oder fühlten sich ein paar nun besonders herausgefordert, dem BAK, speziell Herrn Han die Meinung zu geigen? Tausende leidenschaftliche Fans, das ist doch wie einen Sack Flöhe hüten. Unmöglich.

Der Tanz der Emotionen war eröffnet, bevor überhaupt der Ball zu rollen begann. Somit wurde auch schon vor Anpfiff die Stimmungs-Handbremse gezogen. Von Seiten der mitgereisten BAK-Fans durfte man jedenfalls nicht viel erwarten. Es waren ja schließlich auch nur 9!

BAK-Fans

Schade auch, dass der sportliche Aspekt in den Hintergrund rückte. Schließlich durfte anhand der Tabellenplatzierungen für dieses Duell das Prädikat „Spitzenspiel“ vergeben werden. Der Erste gegen den Dritten. Das sollte in den meisten Fällen ein interessantes Fußballspiel werden. Die Zutaten für einen spannenden Fußballnachmittag waren jedenfalls gegeben. Durch die Anpfiff-Verlegung auf 15 Uhr konnte ich jedenfalls noch Futtern wie bei Muttern.

Das Spiel begann pünktlich und die Teams tasteten sich erst einmal ab. In der achten Minute gab es den ersten Aufreger. J. Gesien sah vor der Süd eine Gelbe Karte. Es folgten laute Pfiffe und Geschrei. Mein Blick ging dann auch zum Spielertunnel, aber Herr Han rannte noch nicht auf’s Spielfeld. Auch in der 23. Minute kam er nicht. Dabei hatte er ja allen Grund dazu. Ein Tor wurde wegen Abseits nicht gegeben. Die Schiris haben das jedenfalls astrein richtig beurteilt. Der ersten Großchance der Himmelblauen in der 30. Minute ging eine Grot’sche Grätsche voraus, für die er sich Szenenapplaus abholte. Auch gerade beim Kapitän hatte man das Gefühl, dass er die Ankündigung „Wir wollen Taten sprechen lassen“ wirklich umsetzen wollte. Die zweite Großchance wurde dann zum ersten Treffer veredelt. Den Abpraller des Berliner Torhüters versenkte Bozic zum 1:0. Davon waren offensichtlich die Berliner schwer beeindruckt, da sich vier Minuten später die Berliner Hintermannschaft nicht einig war und R. Garcia einen verunglückten Pass abfing. Allein auf dem Weg zum Tor ließ er sich nicht beirren und versenkte den Ball souverän zum 2:0. Zwei Tore in vier Minuten, so spielt ein Spitzenteam. Mit diesem beruhigenden Spielstand wurde die Halbzeitpause eingeläutet, die mit dem üblichen Ritual „erst-wegschaffen-dann-neues-holen“ begangen wurde.

Spielszene

In die zweite Halbzeit starteten die Mannschaften weniger spielfreudig als zu Beginn. Erst der 1:2 Anschlusstreffer durch A. Kargbo sorgte wieder für mehr Spannung. Wie schon beim Auswärtsspiel beim VSG Altglienicke wurde diese nur aufgrund des Spielstandes erzeugt. Trainer D. Bergner reagierte darauf mit Wechseln, brachte erst T. Mauer für Torschütze D. Bozic und später wurde Torschütze R. Gracia für P. Milde ausgewechselt. Beide Torschützen raus, das war zum Glück kein schlechtes Omen. In der 84. Minute traf M. Langer mit dem Kopf zum 3:1. Vorausgegangen war diesem Treffer ein verzögerter Freistoß von D. Grote. Sehr schön gemacht. Das sahen auch die Fans so, die unseren Kapitän in der 89. Minute mit Standing Ovations vom Platz verabschiedeten. Für ihn kam K. Taag, der dann noch eine gelbe Karte von D. Frahn miterleben durfte, der sich nicht ganz zu Unrecht über den Schiedsrichter beschwert hatte. Am Ende tat dies aber der sich verbessernden Stimmung keinen Abbruch. Schließlich war dann klar, dass der CFC hier als Sieger vom Platz geht. Der Berliner AK und sein Präsident verlassen diesen als Verlierer. Ein Spitzenspiel war es vielleicht nicht ganz, dafür aber eins mit vielen Spitzenwerten in Sachen medialer Provokation.

Ein Gefallen hat sich der Berliner AK Präsident jedenfalls nicht getan. Von Seiten des CFC wurden alle Anstrengungen unternommen, dass ein begeisterndes Fußballfest gefeiert werden konnte. Warum nutzte Herr Han nicht diese willkommene Gelegenheit, sich der Botschaften des CFC für Weltoffenheit-Toleranz-Fairness sowie Freiheit-Demokratie-Rechtstaat anzuschließen. Seine unterscheiden sich ja nicht wirklich von der des CFC. Somit hat er ein klassisches Eigentor geschossen. Meine Empfehlung daher für ihn: Treten Sie in Zukunft weiterhin für ihre Werte ein. Verzichten sie dabei bitte auf andauernde Provokation, Hinhaltetaktik und suchen sie das Gespräch zuerst mit den betroffenen Vereinen, anstatt gleich allen skandalgeilen Sportredaktionen permanent neue Nahrung zu liefern.

Zurück zum Hauptakteur, dem Chemnitzer FC: Ergebnisorientiert betrachtet ist dieser 3:1 Heimsieg der 8. Erfolg in Serie. 24 Punkte, bei 21 Toren und 8 Gegentoren. Das sind die nackten Zahlen, die die aktuelle Situation emotionslos beschreiben. Daher will ich es mal anders betrachten: Himmelblauer Waaaaahnsinn, acht Siege in Folge! Olè Olè, Olè Olè. Ein-Brett-eine-Duftmarke-ein-Ausrufezeichen-Zeichen-an-die-Konkurrenz-was-auch-immer. Der Chemnitzer FC ist: Spitzenreiter Spitzenreiter hey hey. Spitzenreiter, Spitzenreiter hey hey. Oh, oh, oh – Chemnitzer FC Allez, Allez, Allez, Allez Chemnitzer FC!

By Nino

Abpiff

BAK mal kleine Brötchen!

Brötchen

Oder auch „Ball flach halten“. Das sind die Empfehlungen an den Präsidenten des Berliner AK, Herrn Han, wenn er mit seinen Vorstandskollegen über die Teilnahme am Spitzenspiel gegen den Chemnitzer FC am 8. Spieltag der Regionalliga Nordost 2018/2019 berät.

Der Ursprung für diese groteske Situation liegt schon eine Weile zurück. Ende August 2018 kam es nach dem gewaltsamen Tod eines 35-jährigen Mannes zu extremistischen Ausschreitungen in der Stadt Chemnitz. Es folgte eine, immer noch andauernde, Debatte u.a. um die richtige Migrationspolitik. Herr Han hatte in dieser hitzigen Gemengelage medienwirksam mitgeteilt, dass der Berliner AK, sofern kein tragfähiges Sicherheitskonzept vorliegen würde, nicht zum Punktspiel in Chemnitz antreten werde. Zu diesem Zeitpunkt waren die Han’schen Sicherheitsbedenken durchaus nachvollziehbar. Stutzig machte aber zum einen der Zeitpunkt, da das Spiel erst in zweieinhalb Wochen stattfinden würde und zum anderen die Art und Weise der Ankündigung. Die Verantwortlichen des CFC reagierten jedoch besonnen wie sachlich und wiesen darauf hin, dass alles für einen reibungslosen Ablauf getan werde.

Im Rahmen dieser Vorbereitungen kam es nun vier Tage vor dem Spiel zum sog. „Sicherheitsgipfel“. Vertreter der Vereine, Staatsanwaltschaft, Polizei sowie Fanbeauftragte waren nach Chemnitz gekommen und verständigten sich auf ein Sicherheitskonzept. Augenscheinlichste Änderung: Die Anstoßzeit wurde von 13:30 Uhr auf 15 Uhr verlegt, da zu diesem Zeitpunkt eine bessere Polizeipräsenz gewährleistet werden kann. Alles paletti hätte man meinen und sich auf dieses Spitzenspiel freuen können.

Wäre da nicht wieder Herr Han, der zwar mit dem Ergebnis zufrieden ist, aber dennoch erst einen Tag vor dem Spiel mit seinen Vorstandskollegen darüber entscheiden will, ob sie zum Spiel antreten oder nicht. „Wir wollen noch abwarten und schauen, wie sich die Lage entwickelt“, lässt er sich zitieren. Obendrein will er für die Fahrt durch Chemnitz noch Polizeischutz für den Mannschaftsbus.

Spätestens an diesem Punkt fällt es einem schwer, ruhig und verständnisvoll zu bleiben. Um es vorweg zu sagen: Ich habe absolutes Verständnis für Sicherheitsbedenken und das es für den Berliner AK und seiner Teamstruktur eine sensiblere Herangehensweise erfordert. Ich habe auch aus rein egoistischen Gründen ein hohes Interesse an einem sicheren Ablauf des Spiels und will die Bedenken nicht klein reden und ihn in die „der-soll-sich-mal-nicht-so-haben“-Schublade stecken. Wie Herr Han aber in der Art und Weise kontraproduktiv dazu beiträgt, dass das Spiel unter besondere Beobachtung steht, dafür fehlt mir jegliches Verständnis. Sein Handeln wirft vor allem viele Fragen auf:

Warum ist Herr Han schon Ende August 2018 direkt in die Öffentlichkeit gegangen, anstatt erst einmal mit den Verantwortlichen des CFC, der Polizei und des Verbandes ins Gespräch zu kommen, um dort seine Sicherheitsbedenken anzumelden? Weil er dort auf taube Ohren gestoßen wäre? Ja, in Chemnitz gab es Ausschreitungen und es wurde ein hässliches Bild von Chemnitz gezeichnet. Es gab aber auch andere Veranstaltungen bei denen u.a. 65.000 Menschen friedlich demonstriert haben.

Warum wollen Herr Han und seine Vorstandskollegen erst einen Tag vorher entscheiden, ob sie in Chemnitz antreten oder nicht? Welche Informationen braucht er noch? Warum lässt er nach dem Sicherheitsgipfel alle anderen Beteiligten drei Tage im Ungewissen?

Jetzt warten sicherlich alle total gespannt auf die Entscheidung des BAK-Vorstandes. Wie soll dann die Pressemitteilung aussehen? „BAK-Vorstand entscheidet nach Chemnitz zu kommen“. Will er dafür noch Applaus einheimsen, oder was?

Mit all diesen Forderungen sowie der Taktik des Hinhaltens hat er nur unnötig Öl ins Feuer gegossen. Womöglich torpediert er sämtlichen Anstrengungen des CFC ein sicheres Spiel zu gewährleisten. Die Chance, die Sache zu einem guten Ende zu bringen, die hat er noch. Nicht, dass sich dann wirklich noch jemand provoziert fühlt und zu einem Zwischenruf ansetzt. Oder sogar darauf hinweisen sollte, das Berlin in Sachen Kriminalität nicht gerade als Vorbild dient. Es ist ja nicht so, dass sich dort arabische Clans feindlich gegenüberstehen, mit der Folge das verletzte Mitglieder in einem unter Polizeischutz stehenden Krankenhaus behandelt werden. Von diesen Zuständen ist Chemnitz zum Glück noch weit entfernt und soll es auch bleiben. Das nur am Rande.

Herrn Han ist ja hoffentlich nicht entgangen, dass der CFC gerade an diesem Spieltag ein Zeichen für TOLERANZ – WELTOFFENHEIT – FAIRNESS setzen will. Diese Chance sollte dem Verein und den Fans nicht genommen werden. Chemnitz ist nämlich wirklich mehr bunt statt braun. Und ganz nebenbei: Diese Aktion hat auch nix mit Politik zu tun. Das sind Selbstverständlichkeiten, die in jeder Gesellschaft die Grundlage des Zusammenlebens sein sollten.

Der eigentliche Skandal wäre die Absage des Berliner AK. Das wäre nicht nur ein Bärendienst für die Fans, all jenen die für ein sicheres Spiel sorgen wollten und für den CFC, der gerade an diesem Spieltag eine Botschaft senden wollte. Herr Han und seine Kollegen sollten sich das also gründlich überlegen. Er soll lieber seine Energie darauf verschwenden, dass der Fußball zukünftig mit weniger Polizeipräsenz, also weniger Hilfe des Staates auskommt. Der Fußball kann doch seine Angelegenheiten selber regeln.

Der CFC und seine Fans stehen jedenfalls für das Spitzenspiel bereit. Dem siebten Sieg soll der Achte folgen. Zur Not auch am grünen Tisch.

By Nino

 

 

Alt vs. Jung. Kommentar zum Pokal-Halbfinale FCB vs. BVB

Lederhose

Nachdem ich das Champions-League Viertelfinal-Rückspiel des FC Bayern München vs. Real Madrid bedauerlicherweise nur per Radio verfolgt hatte, wollte ich diesmal auf Nummer sicher gehen und das 2017er DFB-Pokalhalbfinale gegen Borussia Dortmund wenigstens vor dem heimischen Fernsehgerät anschauen. Lieber hören und wieder sehen. Ein Wiedersehen zwischen dem FCB und dem BVB gab es im DFB-Pokal nun schon im sechsten Jahr in Folge. Spätestens im Finale trafen die Teams aufeinander, zuletzt 2016 mit dem Sieg des FCB im 11er Schießen.

Solch einen 11meter-Sieg schaffte auch die Eintracht aus Frankfurt. Im ersten Halbfinale setzten sie sich gegen die Borussia aus Mönchengladbach durch. In Frankfurt wurde also schon die Reise nach Berlin geplant. Da wollen ja unglücklicherweise alle hin, vor allem die Bayern, um u.a. mit ihren Altmeistern #Lahm und #Alonso einen gebührenden Karriereabschluss feiern zu können. BVB-Trainer T. Tuchel ließ im Vorfeld wissen, dass sie die Saison der Bayern vermiesen wollen. Solche Kampfansagen gehören zur Fußball-Folklore dazu. Auch das Geschwätz von einem „vorgezogenen Finale“ #Kicker oder dem deutschen Clasicó. Zu dieser Einschätzung hatte ich mich vor nicht allzu langer Zeit in jugendlicher Naivität auch hinreißen lassen. Es ist sicherlich, rein historisch gesehen, kein Duell wie Real Madrid vs. FC Barcelona. Zumindest ist es jedoch seit den 2010er-Jahren das spannendste Duell zweier deutscher Mannschaften. Und die Sympathien sind klar verteilt: Auf der einen Seite die Bayern-Fans und auf der anderen Seite die Dortmunder Fans plus der Rest der Republik, der den Bayern an die Lederhosen will. Jeder konnte sich also irgendwie freuen.

In der ersten Halbzeit durften sich alle über ein Spiel der Extraklasse freuen. Es war alles dabei, was die Fußballerherzen so begehren. Eine frühe Chance des Dortmunders P. Aubameyang für die Chancen-Zähler, ein unbeabsichtigtes(!?) Handspiel von J. Weigl für die „wir-brauchen-den-Video-Beweis“-Leute, die 1:0 Führung durch Reus nach einem Martinez-„den-man-nicht-mal-in-der-Kreisliga-spielen-darf“-Pass, also Fehlerkette Deluxe#1. In der 25. Minute eine Szene, die entweder mit „ganz-klar-Ball-gespielt“, aber auch „klassisch von der Seite umgesenst“ gesehen werden konnte. Schiedsrichter Gräfe entschied das Duell Ribery vs. Dembelé mit der Gelben Karte für Letzteren. In der 29. Minute bügelte Martinez seinen Fehler aus und köpfte wuchtig zum 1:1 Ausgleich ein. Für was Neues sorgte der holländische Jungbrunnen Robben, der sich eine Gelbe Karte für das Selbstausmessen der bayerischen Freistoßmauer einholte. Gut, ein Mauer bauen ist eh keine gute Idee mehr…

Im Anschluss sorgte Dortmunds Bender mit einer EM-2016-Höwedes-Gedächtnis-Grätsche für Erstaunen. Weitere Chancen gab es durch Vidal und Martinez, der den Pfosten per Kopf traf. Besser machte es hingegen Hummels, der nach Vorlage von Ribery ganz trocken in bester Stürmer-Manier zur 2:1 traf. Kurz vor der Pause haute der Kommentar Bartels noch eine Ancelotti Weisheit raus: „Junge Spieler gewinnen Spiele, erfahrene Spieler gewinnen Titel“. Ohha. Mehr dazu später.

Die zweite Halbzeit begann etwas ruhiger. Die erste Chance verbuchte Robben in der 57. Minute. Die zweite nennenswerte Chance hatte wieder Robben in der 63. Minute auf dem Fuß. Nach einem Torwart-Patzer rettete Bender mit seiner zweiten Deluxe-Grätsche an den Pfosten. Die BILD fordert bestimmt, dass Bundesjogi flugs zum Hörer greifen soll und die Nominierung zum Confed-Cup klar macht. Aber das nur am Rande der Spekulation.

Das nächste Sehenswerte kam aus der Kategorie „wie-aus-dem-Nichts“. Dembelé mit einem Pass der Marke #Zucker auf Aubameyang, der zum 2:2 einköpfte. Also alles wieder auf Anfang dieses Dramas. Die tragischen Figuren wurden dann die Altmeister #Lahm und #Alonso. Der sonst so fehlerlos spielende Lahm verlor den Ball im Mittelfeld, den gewonnen Ball vollendet volledelte Dembelé zur 3:2 Führung. Die Bayern versuchten alles, sogar die Provokation eines 11ers. Zu dieser ließ sich Alonso hinreißen. Er holte sich dafür eine gelbe Karte ab. Im Folgenden versuchte es Robben noch 4mal. Alle Chancen wurden vergeben.

Die ausgerufene Nachspielzeit betrug 5 Minuten. Für alle Nicht-Bayern-Anhänger natürlich viel zu lang. Aber auch diese 5 Minuten konnten die Bayern-Spieler nicht nutzen. So spielte sich Dortmund schlussendlich verdient ins Finale. Zum vierten Mal in Folge. Für alle Bayern-Fans ist diese Anwesenheit wohl viel zu lang.

Und mit den Worten der Trainer Tuchel und Ancelotti abzuschließen: Die Dortmunder haben es geschafft, die Saison der Bayern zu vermiesen. Ausgerechnet der junge Trainer, der Taktik-Bruder im Geiste von Ex-Bayern-Coach Guardiola. Und Ancelotti? Der darf sich nun an seinen Worten hinsichtlich dessen messen lassen, wer die Titel holt. Die Diskussionen wie die Bayern das in Zukunft schaffen wollen, begannen wohl schon direkt nach Abpfiff. Dazu dann auch wieder mehr auf diesem Blog.

By Nino

 

Dem BVB wachsen Flügel! Kommentar zum Pokalspiel vs. Hertha BSC

gelbe-wand-bvb

Der preisgekrönte 11Freunde-Liveticker kündigte das 2017er Achtelfinal-Pokalspiel Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin mit der Überschrift „Aufstand der Unanständigen“ an. Eine spöttische Anspielung auf das Statement des DFB-Präsi Grindel, der nach den gewalttätigen Ausschreitungen beim Spiel BVB vs. RB Leipzig den „Aufstand der Anständigen“ gefordert hatte.

Abgesehen von diesem Appell verbindet die beiden Vereine nämlich, dass sich einiger ihrer sog. „Fans“ zu unrühmlichen Entgleisungen hinreißen lassen haben. Auf Seiten der Herthaner brachten es „Fans“ zu Stande beim Spiel vs. RBL das Banner „Ey, Ralf wir warten sehnlichst auf deinen nächsten Burnout“ im Stadion zu platzieren. Auf Seiten der Borussen wurde u.a. der Banner „Burnout Ralle: Häng dich auf!“ präsentiert. Für beide Seiten glatte 11 von 10 Punkten auf der Hass-Skala.

Seit dem BVB vs. RBL-Spiel sind vier Tage vergangen und so gut wie jeder hat eine mehr oder weniger treffsichere Meinung über die Eskalation in Dortmund entwickelt. Auch ich habe meinen Senf dazu gegeben. Daher war ich gespannt auf dieses Pokalspiel, in dem hoffentlich wieder das schöne Spiel im Mittelpunkt stehen würde. Zudem war ich gespannt auf das Spiel eins nach dem Spiel, das eine Wende darstellen könnte. Eine Wende im Umgang und der Diskussion über das Modell RB im Speziellen und zur Kommerzialisierung vs. Tradition im Allgemeinen. Ob sich diese Hoffnung erfüllen wird, bleibt bis zu den Entscheidungen des DFB-Sportgerichts und der Konsequenzen des BVB mit seinen gewalttätigen „Fans“ abzuwarten. Ein erstes Zeichen setzte schon mal die BVB-Mannschaft um Kapitän Schmelzer, der vor dem Spiel per Video eine Erklärung verlas, in der sich die Mannschaft von der Gewalteskalation deutlich distanzierte. Ein klares Zeichen, insbesondere an die bisher so legendäre #GelbeWand, die mal wieder dunkelgelb geworden ist.

Was das Sportliche anbelangt, so traf der aktuell 4.te der Bundesliga #BVB auf den 6.ten #BSC, getrennt durch einen Punkt. Das letzte Aufeinandertreffen im DFB-Pokal gab es 2016. Im Halbfinale beendete die Borussia mit einem 3:0 den Traum der alten Dame Hertha vom langersehnten Heim-Finale. Eine offene Rechnung, die es also zu begleichen galt.

Ein Spiel mit Spannung konnte man also erwarten. Zur Überraschung entwickelte sich dieses auch, da in den ersten 20 Minuten auf beiden Seiten Großchancen herausgespielt wurden #V.Ibisevic #P.Aubameyang. Etwas besser machte es dann S. Kalou, der mit feiner Technik zur 1:0 Hertha-Führung einnetzte. Mit dieser ging es dann in die Halbzeitpause, aus der die BVB-Spieler spürbar wacher zurückkamen. In der Konsequenz führte das schon in der 47. Minute zum 1:1 Ausgleich durch M. Reus. Im Folgenden entwickelte sich das „Spiel auf ein Tor“ #Phrasendrescher#1. Aber dieses wollte nicht fallen, weitere Großchancen von #P.Aubameyang #M.Reus #O.Dembelé blieben ungenutzt. Die Berliner hielten sich in der Offensive dezent zurück, konzentrierten sich mehr auf die Defensive und hofften wohl auf den #LuckyPunch. Aber dieser erfolgte auf beiden Seiten nicht, so dass es kam es wie es kommen musste: Verlängerung! In dieser waren wiederum die Dortmunder der aktivere Part. Das betraf auch das Verletzungspech, ihre Besten M. Reus und O. Dembelè mussten verletzt raus.

Für ein skurriles Ereignis sorgte dann noch S. Papastathopoulos, der in der 119. Minute (!) wegen Meckerns und abfälliger Gesten gen Schiedsrichter D. Aytekin mit Doppel-Gelb vom Platz flog. Da der Ball auch nicht mehr ins Tor flog, musste dieses Pokalspiel im 11er Schießen entschieden werden. Für dieses flog der wiedergenese Dortmunder O. Dembelè zurück auf’s Feld und ordnete sich in die Reihe der drei BVB-Torschützen ein. Da die Herthaner dreimal nicht trafen, endete das Spiel 3:2 im Elfmeterschießen. Fazit zum Spiel: Dem BVB wachsen Flügel!

By Nino