Schlagwort-Archive: Auswärtssieg

Nochmal Wacker zum Aufstieg geschlagen. Der CFC vs. Nordhausen.

Bier

Freitag, 12.04.2019. 29. Spieltag in der Regionalliga Nordost. Saison 2018/2019. Der 1. vs. 4.ten. So zumindest die nüchterne Betrachtung des Spitzenspiels zwischen FSV Wacker Nordhausen und dem Chemnitzer FC. Der MDR übertrug mal wieder per Livestream und versuchte die Bedeutsamkeit des Spiels noch ein wenig zu steigern, indem auf den möglichen sportlichen Aufstieg bzw. die Rückkehr des CFC in die 3. Liga hingewiesen wurde. Der Hinweis auf den „sportlichen“ Aufstieg war dann zumindest noch wichtig, ist doch hinlänglich wie allseits bekannt, dass die Lizenz für die 3. Liga noch nicht erteilt wurde und die 100% Gewissheit nicht darüber besteht, ob der Berliner AK nun wirklich keine Lizenzunterlagen eingereicht hat. Dies hatte Präsi Han zwar in mehreren Interviews verneint, aber beim CFC misstraut man diesen Aussagen. Da will man sich lieber auf was „Offizielles“ berufen können. Irgendwie symptomatisch für den CFC in den letzten Monaten.

Aber egal, die Grundstimmung war doch aufstiegseuphorisch und um dem Spiel noch eine weitere Brise Brisanz zu geben, lautete die Ansage für mich „jedes Tor ein Bier“. Der CFC mit der besten Offensive (67 Tore) und die Wackerer mit der gleichstärksten Defensive, wie die Himmelblauen mit 27 Gegentoren. Das konnte also ein ziemlich nüchternes oder ein herrlich-berauschendes Spiel werden. Die Ansagen der Teams dagegen waren: „Wiedergutmachung gegen den Ligaprimus“ vs. „Lösungen finden gegen die Heimstärke“.

Die Wiedergutmachung der Thüringer bezog sich allerdings nicht auf die 0:2 Hinspiel-Niederlage, sondern auf die 0:5 Auswärtsklatsche vs. VfB Germania Halberstadt. Der CFC, der von den letzten vier Auswärtsspielen drei verloren hatte, wollte wieder Fußball spielen. Na wenn das mal keine Ansage ist :-).

Mit dem Anpfiff war die Hoffnung auf das erste Tor und folglich dem ersten Bier sofort präsent. Das Spielgeschehen wechselte von Seite zu Seite, etwas gewöhnungsbedürftig waren die Trikots der Thüringer. Nur in hoch definiert war erkennbar, dass es nicht die Himmelblauen waren. Unsere Spieler traten in dunkelblau und weiß auf. In den ersten 15 Minuten war es offenes Spiel und das erste Bier blieb weiter verschlossen. Das änderte sich dann 10 Minuten später, denn T. Müller servierte wieder astrein auf D. Bozic, der mit Köpfchen zur 1:0 Führung einnetzte. Der erste Zug an der Flasche war aufgrund der fortgeschrittenen Zeit dann auch entsprechend kräftig. Beim zweiten Zug musste ich dann kurz absetzen. Elfmeter für Nordhausen! Kurze Vergewisserung: Jedes Tor ein Bier!? Auch Gegentore? Na klar! Doch T. Becker setzte den Ball unter die Unterkante der Latte. Kein Tor=kein Bier. Hmmh, kurz gemischte Gefühle, aber die Freude über ein Nicht-Gegentor überwog natürlich selbstverständlich zweifellos freilich mehr. Diese Gefühle wurden genau 11 Minuten später auf eine harte Probe gestellt. Ein Eckstoß von rechts versenkte F. Esdorf auch mit Köpfchen, der 1:1 Ausgleich in der 36. Minute. Das zweite Bier war dann eher eins mit bitterem Beigeschmack. Dass das Dritte nur drei Minuten später folgen sollte, konnte natürlich niemand erahnen. Vor allem nicht wie P. Milde den Ball mit einem herrlichen Schlenzer im Nordhausener Kasten unterbrachte. Darauf anzustoßen gehörte zum guten Ton. Prost! Weitere Treffer folgten nicht, pünktlich ging es in die Halbzeitpause.

Unverändert kamen beide Teams aus dieser zurück. Das Spiel plätscherte dann erstmal vor sich hin, was für mich nicht so dramatisch war, konnte ich doch diese Zeit für den ersten Gang Richtung WC antreten. Dieser Gang war allerdings nicht so schnell, wie O. Genausch in der 67. Minute entlang der rechten Bahn sprintete. Er bediente J-L. Mickels hervorragend, aber dieser schaffte es nicht, den Ball mit dem Kopf unterzubringen. Kein Ausgleich=kein viertes Bier. Erleichtert-enttäuschtes Durchatmen an der fast leeren Flasche.

Ein weiteres Tor wollte trotz aller beiderseitigen Bemühungen nicht mehr fallen. CFC-Trainer D. Bergner brachte sogar in der 91. Minute wieder J-P. Hoppe, der in den letzten beiden Spielen mit Joker-Toren wusste, wie man für Aufsehen sorgt. Aber auch das blieb folgenlos. Die zweite Halbzeit blieb ohne weitere Tore. Aber egal!

Ganz nüchtern betrachtet: Mit dem 1:2 Auswärtssieg hat der CFC den 1. Tabellenplatz verteidigt. Der Berliner AK gewann zwar das Auswärtsduell vs. Optik Rathenow mit 1:0, aber wayne interessiert das jetzt noch?

Unter misstrauischen Vorbehalt: Der CFC ist wieder zurück! Zurück in der 3. Liga! Aufstieg! Yeahhhhh! Ein-Schuss-ein-Tor-Karl-Marx-Stadt! Nie-mehr-vierte-Liga-nie-mehr! Die Freude-Handbremse wurde gelöst, der kleine Rausch nimmt Fahrt auf.

In diesem Sinne! Himmel-Blau!

By Nino

Gänse-Pelle. Der CFC zu Gast beim VfB Auerbach.

Bunt

Der Anlauf Nummero 3 führte nun doch dazu, dass der Chemnitzer FC und der VfB Auerbach das Duell vom 22. Spieltag der Regionalliga-Nordost-Saison 2018/2019 bestreiten konnten. Die Verschiebung war für den CFC nicht so das Problem, schließlich kennt man sich damit mittlerweile bestens aus.

Die Himmelblauen gaben, nach drei Auswärtsniederlagen in Folge, die Losung aus, dass „Mit Plan und alter Stärke“ der Gegner bezwungen werden sollte. So als wenn der CFC seit Anfang März 2019 planlos und ohne Stärke gewesen wäre!? Da muss sicherlich ein rechts großer Irrtum vorgelegen haben.

Die Auerbacher teilten im Vorfeld mit, dass man „seine Chance wahren“ will. Wie sie das gestalten wollten, konnte jeder Fußball-Liebhaber und all jene Nicht-Allesfahrer per Internet-Livestream beim geliebten Heimatsender MDR verfolgen.

Die Gestaltung der taktischen Grundordnung von Trainer D. Bergner war auch von hohem Interesse, schließlich mussten die Ausfälle von T. Müller und M. Blume kompensiert werden. Sollte es daher eher ein Spiel über Rechtsaußen werden? Oder doch lieber über Linksaußen? Oder die goldene Mitte, die ist schließlich auch noch da.

Die Auerbacher traten in gelb-schwarzen Trikots an, die Himmelblauen traditionell in himmelblau-weiß, das Schiri-Dreigespann trug ein geschmeidiges Schwarz. Also alles so schön bunt im VfB-Stadion, in dem pünktlich zu diesem Derby die Gegengerade eingeweiht wurde.

Angepfiffen wurde pünktlich eine Minute nach 19 Uhr. Oder war der Livestream nur zeitversetzt? Egal, Hauptsache der Ball rollt, denn Fußball, der macht das Leben doch so lebenswert. Mit der Phrasendrescherei war’s dann auch schnell vorbei, denn die erste Chance verbuchten die Vogtländer. Nachdem K. Velkow der Ball auf dem Auerbacher Ackerplatz versprang, letztlich aber von M-P. Zimmermann nicht zählbar verwertet werden konnte. Im Anschluss aber übernahmen die Chemnitzer Spieler das Zepter und bauten durchgehend spielerischen Druck auf. Die Auerbacher widerstanden jedoch diesem und bauten fast schon ein kleines Bollwerk vor dem eigenen Tor auf. Dieses hielt aber nicht bis zur Halbzeitpause. In der 40. Minute flankte P. Milde mustergültig auf D. Bociz, der lehrbuchmäßig wie völlig freistehend zum 1:0 einköpfte. Die mitgereisten CFC-Fans jubelten lautstark, die Stimmung bei den Auerbachern war hingegen schlagartig wie auf einer Trauerfeier.

Mit dieser 1:0 Führung ging es in die Halbzeitpause. Unverändert der CFC, der VfB mit einem Wechsel in der Aufstellung für die zweiten 45 Minuten. Ob dieser oder die nun prächtig zur Geltung kommenden Flutlichtmasten Einfluss auf das Auerbacher Spiel hatten, kann nicht wirklich geklärt werden, denn die Spieler zündeten ein kleines, aber feines Feuerwerk ab. Chance um Chance wurde herausgespielt. Die CFC-Abwehr eierte da einigermaßen fahrlässig herum. Gut, dass in dieser Phase nicht der Ausgleich erzielt werden konnte.

Das Spiel wurde nach dieser Phase etwas ruppiger. Weniger Fairness, mehr Rücksichtslosigkeit. Teilweise ging es eher radikal zu, aber nicht extrem radikal. Insgesamt gesehen aber immer noch alles im (ver-)tretbaren Rahmen. Das Fairplay konnte noch großgeschrieben werden. Den modetechnischen Höhepunkt lieferte ab der 59. Minute das Geburtstagskind P. Itter, der fortan mit einem Turban aus Mull aufspielte. Ursprung dessen war ein Zusammenprall mit dem Ergebnis einer bloody Platzwunde.

Das letzte Drittel des Spiels gestaltete sich als Ritt auf der nervlichen Rasierklinge. Das beruhigende zweite Tor wollte trotz aller himmelblauen Bemühungen nicht fallen. Und wie es manchmal so ist: Machst du die Dinger nicht vorne, kriegste hinten einen rein. Diese Phrase blieb aber ein Ferkel, denn N. Hoheneder verhinderte grätschenderweise auf der Linie den 1:1 Ausgleich. Das ließ den Puls wieder rasanter werden. Ein wenig später wurde dann der 1. Wechsel auf CFC-Seite vollzogen. Winterneuzugang J.-P. Hoppe kam für D. Frahn, der den 19jährigen dann von der Bank aus supportete. Dieser Support fruchtete gleich erfolgreich, denn der Jungspund setzte sich an der Auerbach’schen Grundlinie durch und vollendete seine Einzelaktion mit einem herrlichen Heber zum 2:0 Endstand. Was für ein geiles Tor in der 96. Minute. Respekt auch für den verletzungsfreien Knie-Diver in Richtung der Gästetribüne.

Mit dem 0:2 Auswärtssieg hat der CFC seine Spitzenreiter-Position mit nun 7 Punkten Vorsprung ausgebaut. Die Taktiknerds dürften enttäuscht sein, eine klare Linie war auf dem Platz nicht wirklich zu sehen. Vielleicht gibt es diese bald im Doppelpack auf und neben dem Platz. Als Spitzenreiter könnte man sich durchaus wieder souveräner präsentieren. Die nächste Gelegenheit folgt schon am 28. Spieltag. Da steht das Duell vs. den Tabellenletzten FSV Optik Rathenow an.

By Nino

 

Himmelblauer Zahlenrausch

ZahlenMit dem 4:0 Auswärtssieg gegen den FSV Optik Rathenow gelang dem Chemnitzer FC der 11. Sieg im 11. Spiel in der Regionalliga Nordost, Saison 2018/2019. Das macht nach Adam Riese 33 Punkte. Bei den Toren stehen 29 eigene und 9 gegnerische zu Buche. Dazu 0 Unentschieden und 0 Niederlagen, auch wenn sich das von selbst ergibt. 10 Punkte Abstand zu den nächsten 3 Verfolgern Hertha BSC II, FSV Wacker Nordhausen und Berliner AK 07. Ganze 16 Punkte zum 5. und 6. Platzierten (Rot-Weiß Erfurt und FC Viktoria 1889 Berlin).

Beim weiteren Anblick der Tabelle wird deutlich, warum sich die Himmelblauen schon so früh punktetechnisch von der Konkurrenz absetzen konnten. 3 Teams (15.-13.ter) mit 12 Punkten, 5 Teams (11.-7.ter) mit 14 Punkten, 2 Teams (5.-6.ter) mit 17 Punkten und wie oben bereits erwähnt, haben der 2.-4.te jeweils 23 Punkte. Diese Regionalliga Nordost ist demnach momentan sehr ausgeglichen. Gerade die zu Beginn als stärkste eingeschätzte Konkurrenten wie FSV Wacker Nordhausen teilen sich zu oft die Punkte (bisher 5mal) oder wie Rot-Weiß Erfurt überraschen mit Niederlagen (bisher 2, bei 5 Unentschieden).

Was sagt das nun über die Leistungsfähigkeit der Himmelblauen aus? Jene fast komplett neu zusammengestellte Mannschaft, der man gut und gerne erst einmal etwas Zeit zum Einspielen und Eingewöhnen eingeräumt hätte. Der CFC hat sich bisher keine Schwäche erlaubt und gewinnt auch die schwierigen Auswärtsspiele (z.B. gegen Budissa Bautzen). Die Ausfälle der Leistungsträger wurden kompensiert und die 5. Gelbe Karte schon mehrmals zu keinem ungünstigen Zeitpunkt gezückt. So stehen die Himmelblauen als Spitzenreiter da und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vor allem wenn man an die Zeiten vor einem halben Jahr denkt: Da steckte der CFC noch tief im Abstiegskampf der dritten Liga.

Nun also im Kampf um die Rückkehr in diese dritte Liga? Ist es schon so weit über den Aufstiegskampf nachzudenken bzw. diesen Gedanken überhaupt zuzulassen? Diese einmalige Chance auf den direkten Aufstieg, ohne den Mist namens Relegation? Oder soll man diese Momentaufnahme nicht einfach mal genießen? Ich bin da hin und hergerissen. Es fällt zunehmend schwer, sich diesem Siegesrausch nicht zu ergeben.

Zumindest hat der CFC mit den 33 Punkten schon mal im Abstiegskampf ordentlich vorgelegt. Bei noch ausstehenden 23 Spieltagen sollten die restlichen 7 Punkte zur magischen 40 Punktemarke schon irgendwie erreicht werden. Vielleicht mit 1 Sieg, 4 Unentschieden und 1 Niederlage in den noch 6 ausstehenden Spielen der Hinrunde? Übrigens stand eine Niederlage bei Energie Cottbus am Ende der Regionalliga Nordost Saison 2017/2018 zu Buche. Bei 28 Siegen und 5 Unentschieden, die summa summarum zu 89 Punkten führten. Bei einem Torverhältnis zu 79:14. Was für eine beeindruckende wie vorbildliche (???) Bilanz.

Vielleicht hilft ja zur himmelblauen Ernüchterung der Blick auf die kommenden Spieltage. Da stehen mit dem FSV Wacker Nordhausen (als derzeit 3.ter) und der zweiten Mannschaft von Hertha BSC (als derzeit 2.ter) zwei Spitzenspiele an. Danach folgen 4 Spiele gegen Teams, die zurzeit nicht schlechter als Tabellenrang 12 stehen, also mehrheitlich im oberen Bereich zu finden sind. Was bei der Ausgeglichenheit und geringen Punktabstände wiederum nicht viel zu bedeuten hat.

Daher sollte der CFC sich nur mit sich selbst beschäftigen…das kann er ja am besten 😉

By Nino

 

 

Voll auf die Sieben! Der CFC zu Gast beim VSG Altglienicke

Zum Beginn der berlinerisch-englischen Woche stand am 7. Spieltag der Regionalliga Nordost 2018/2019 zunächst ein Auswärtsspiel bei der Volkssportgemeinschaft Altglienicke für den Chemnitzer FC an, bevor der Berliner AK am 8. Spieltag an der Fischerwiese gastieren wird. Man vermutet es zumindest. Stand jetzt soll die Entscheidung hinsichtlich des Antretens der Berliner einen Tag (!) vor dem Spiel fallen. Total gespannt warten wohl alle Beteiligten darauf, ob sich die Berliner (allen voran deren Präsident) noch mehr mit Ruhm bekleckern wird oder nicht.

Die Himmelblauen haben jedenfalls ihre Fahrt ins völlig ungefährliche Berlin angetreten und standen pünktlich auf dem Rasen des Friedrich-Ludwig-Jahns Sportparks im Stadtteil Pankow. Warum es dazu nicht in Altglienicke kam, ist der Tatsache geschuldet, dass die VSG in Folge des Aufstiegs 2017 in die Regionalliga in dieses Stadion umziehen musste, da das eigene mit Kunstrasenplatz nicht den Anforderungen an die Standards der besagten Liga entsprach. So ist es dann auch für die Südost-Berliner in gewissermaßen ein Auswärtsspiel.

StadionPanorama

Zu Auswärtsspielen fahren tendenziell auch weniger Fans, was für dieses Spiel für beide Teams zutraf. Gerade einmal 1022 Zuschauer kamen ins Stadion, indem auch schon Michael Jackson 1992 im Rahmen seiner Dangerous Tour aufgetreten war. Damals ausverkauft und sicherlich in bester Stimmung, wirkten hier die Fans im weiten wie bunten Rund doch eher verloren. Auf die schätzungsweise 200 mitgereisten CFC-Fans war wie immer Verlass, die Gesänge wurden ab Minute eins angestimmt.

CFC-Fans

Diese Gesänge sorgten dann auch dafür, dass der CFC hier gefühlt ein Heimspiel hatte. Die heimischen Fans fanden ihre Erregungshöhepunkte bei der Vergabe von gelben Karten und Abseitspfiffen, ansonsten eher Totenstille. Im Gegensatz dazu feuerten die CFC-Fans die Mannschaft an und diese spielten selbstbewusst nach vorne und suchten den schnellen Abschluss. Diese Angriffsbemühungen wurden dann auch in der 11. Minute belohnt. Zwar nicht direkt aus dem Spiel heraus, sondern durch ein Foul an R. Garcia im 11meter-Raum. Folgerichtig gab es einen Elfmeter, den Kapitän D. Grote sicher verwandelte.

Grote11er

Im weiteren Spielverlauf waren die Chemnitzer Angriffsbemühungen nicht mehr ganz so zwingend. Dennoch reichten diese wiederum ein Elfmeter rauszuholen. Dem zweiten ging ein Foul an P. Itter voraus, D. Frahn verwandelte zum 2:0.

Frahn11er

2 Tore durch Elfmeter, das sieht man auch nicht so oft. So musste es dann auch soweit kommen, dass in der 45. Minute ein weiterer Treffer fiel. Ausgerechnet der Ex-Himmelblaue B. Förster traf zum 1:2 Anschlusstreffer. Dreimal darf geraten werden: Ja, durch einen Elfmeter.

Mit diesem ging es dann auch direkt in die Halbzeitpause. Diese wurde seitens des Stadionsprechers der Altglienicker für eine Live-Gesangseinlage genutzt. Nicht jedermanns Geschmack, aber er grüßte die Chemnitzer Fans und sang mit Leidenschaft. Hut ab!

HalbzeitShow

Diese Leidenschaft hätte man sich auch für die zweite Halbzeit seitens der Teams gewünscht. Das Spiel kam leider ohne wirkliche Torraumszenen aus, der Großteil des Geschehens spielte sich im Mittelfeld ab. Die Minuten verrannen und die Spannung wurde letztendlich allein durch den Spielstand aufrechterhalten. Bei aller Liebe zum Spiel, aber das war kein Einblick in die fußballerische Feinkostabteilung. Umso genüsslicher die Chemnitzer Fans, die jedes vorbeifliegende Flugzeug mit einem kräftigen „Flug-Zeug“-Ruf feierten. Und da diese im 5-Minuten-Takt ihr Ziel Tegel ansteuerten, war immer wieder für Stimmung gesorgt.

Etwas spannender wurde es dann nochmal in den letzten Spielminuten, als die Altglienicker zwar noch eine Riesenchance heraus, aber nicht erfolgreich zu Ende spielten. Auch zwei weitere Ecken blieben ohne Erfolg.

StadionAbends

So blieb es bei dem Spielstand und der CFC feierte einen eher glanzlosen 1:2 Auswärtssieg. Der Vereinsrekord wird damit weiter ausgebaut und die Himmelblauen stehen weiter unangefochten wie ein Fels in der Tabellenbrandung an der Spitze der Regionalliga Nordost. Die Mannschaft trotzt den stürmischen Zeiten und sendet sportliche Hoffnungszeichen in Richtung der Gläubiger, Sponsoren und Fans.

Abschluss

Wahrscheinlich ist der nächste Gegner der Berliner AK. Wie eingangs erwähnt, ist noch nicht endgültig entschieden, ob die Berliner auch wirklich antreten. An diesem Abend ist mir noch herzlich egal, denn zwei Dinge sind klar: Erstens: Der CFC ist als Spitzenreiter nach Berlin gekommen. Zweitens: Der CFC reist als Spitzenreiter aus Berlin ab. In diesem Sinne: Gute Fahrt, wohin auch immer.

By Nino

 

Heiße Herzen und kühle Köpfe. Der CFC in Babelsberg

EingangStadion

Englische Woche beim Chemnitzer FC! Mit dem 3:2 Auftaktsieg vs. FSV Union Fürstenwalde und dem 2:0 Sieg gegen BFC Dynamo grüßten die Himmelblauen von der Tabellenspitze der Regionalliga Nordost. „Spitzenreiter, Spitzenreiter hey hey…“ stimmte man trotz aller Hinweise auf „Momentaufnahme“ und „ist doch erst am Anfang der Saison“ leise an. Vielleicht liegt es an der Unvernunft, vielleicht auch an den heißen Tagen, so genau weiß ich es nicht. Mit dieser Gefühlsmischung ging es jedenfalls hocherfreut nach Babelsberg, ins Karl-Liebknecht-Stadion, auch Karli genannt.

Dritter Sieg im dritten Spiel? Das wäre schon mal ne Duftmarke, die die Himmelblauen setzen würden. Ein gutes Motto für dieses Spiel: „Mit breiter Brust und kühlem Kopf.“ Für Daniel Frahn war es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte, für ihn nach eigener Aussage „das wohl emotionalste Spiel seiner Karriere“. Wie emotional es zugehen würde, darauf war ich gespannt. Die Hitze und die Zusammenkunft der Fan-Freundschaft zwischen dem CFC und einzelnen Cottbus-Fans lieferte vor Beginn des Spiels die ersten Spannungspunkte. Diese führten dann auch leider gleich zu einem Negativhöhepunkt. Beim Abspielen der CFC-Hymne (!) schaffte es ein einzelner Cottbus-Fahnenträger die Babelsberger-Ultras verständlicherweise aus der Fassung zu bringen. Was der Einzelne gezeigt hat, hierzu wird auf diesem Blog kein Platz eingeräumt. Und es wirft auch die Frage auf, wieweit Fan-Freundschaft gehen kann und soll. Geschichtsvergessenheit und/oder Relativierung, das sollte und darf keinen Platz in der CFC-Fangemeinschaft haben. Soviel zu dieser nicht politischen, nämlich zutiefst grundgesetzlichen Debatte.

CFC-Fans

Die Babelsberger starteten mit einem 2:1 Auswärtssieg gegen Germania Halberstadt in die Regionalliga Saison. Ein weiterer Sieg wäre den NullDreiern daher gerne ganz recht gewesen. Das Spiel wurde aufgrund der TV-Übertragung kurz nach 14 Uhr angepfiffen und erlebte seine ersten Höhepunkte rund um die 11. Minute. Erst brachte ein Babelsberger eine eigentümliche 11-er-würdige Hand-Drehaktion zustande, die wiederum in einer Ringer-Aktion am Mittelkreis endete. Die Himmelblauen ließen sich davon aber nicht irritieren und versuchten den Weg ins Tor mit legalen Mitteln zu erreichen. Die Babelsberger hatten da nicht viel entgegenzusetzen, so dass es in der 14. Minute zu einer 11-er-reifen Situation kam, die wiederum auch der Schiedsrichter so beurteilte. So kam es, dass Daniel Frahn sich den Ball schnappte und diesen mit einem strammen Sonntagsschuss an einem samstäglichen Nachmittag ins obere rechte Eck zimmerte. Nu hatte er sein Tor und alle mitgereisten Fans fanden einen weiteren Grund ihr Bier in die Höhe zu werfen.

Frahn11er

Weitere Höhepunkte waren so denn die hitzebedingte Trinkpause in der 24. Minute und der Ausgleich in der 35. Minute, durch Nattermann. Zugegeben auch formvollendet reingedroschen. Mit dem 1:1 Ausgleich ging es dann auch die wohlverdiente Pause.

Nach dieser kam es zu einem kleinen, aber feinen Höhepunkt. Der Autor dieser Zeilen konnte den abprallenden Ball erstaunlicherweise sicher fangen und zu einem Spieler des CFC werfen. Beim nächsten Mal weiß ich dann auch, wer derjenige war (Asche auf mein Haupt 🙂 ).

Im weiteren Verlauf des Spiels kam es zu Chancen auf beiden Seiten, zumal die Babelsberger am starken Jakubov und Garcia scheiterten. Die himmelblauen Angriffsbemühungen wurden in der 84. Minute belohnt. Aus einem unklaren Gewusel heraus, schaffte es Bozic das runde Leder im Babelsberger Tor unterzubringen. Grenzenloser Jubel bei den mitgereisten Himmelblauen-Fans, blankes Entsetzen bei den Fans auf Babelsberger Seite. Im weiteren Verlauf kam es lediglich noch zu einer gelben Karte, der fünften insgesamt in diesem Spiel, welches trotz der Hitze mit kühlem Kopf aller Beteiligten durchgezogen wurde.Panorama

So steht der dritte Sieg im dritten Spiel zu Buche. Wer hätte das am Anfang dieser englischen Woche gedacht. „Spitzenreiter, Spitzenreiter hey hey…“, das kann jetzt schon ein bisschen lauter gesungen werden. Selbstverständlich in dem Wissen, dass es noch eine lange Saison ist. Die mitgereisten Himmelblauen-Fans überzeugten mit 90-minütiger Unterstützung, die dem ein oder anderen Babelsberger ein respektvolles „Stimmung machen könn’se ooch“ abgerungen hatte.

Mehr Zustimmung ist von Verlieren nicht zu erwarten. In diesem Sinne: „Spitzenreiter, Spitzenreiter hey hey..“

By Nino

CFC-Fans2

Mittendrin in der HSV-Crunchtime

HSVLogo

Moin moin Freunde des Fußballs,

nach dem tollen 1:0 Heimsieg gegen den SC Freiburg befinden wir uns nun mittendrin in der HSV-Crunchtime. Noch drei Spiele bis zum Wunder von der Elbe! Spiel 1 bzw. am 32. Spieltag der 1. Fußballbundesliga-Saison 2017/2018 stand das direkte Duell gegen den VfL Wolfsburg an. Im Vorfeld dieses Abstiegsknallers wurde, wie schon in den letzten Wochen der HSV-Crunchtime, wieder über die verschiedenen Abstiegsszenarien geschrieben. Dabei dachte ich, dass dieses lächerliche Niedermachen des HSV endlich aufhören würde. Wer hat denn gewonnen und wer verloren? Die Antwort ist klar: Nur der HSV! Also Ablage P und fertig.

Abgestiegen ist nämlich bisher nur der 1. FC Köln. Zum sechsten Mal übrigens schon. Was macht dagegen der HSV? Der bleibt erstklassig, davon bin ich weiterhin überzeugt. Erst Recht nach diesem grandiosen 3:1 Auswärtssieg gegen die „Wölfe“. Dieser Sieg war genau das, was wir noch gebraucht haben. Ein Kampf auf beiden Seiten, mit dem glücklicheren Ende für uns. Ach was sage ich glücklicheres Ende? Es ist das Glück des Tüchtigen! Denn nur wir haben die Tugenden auf den Platz gebracht, die es für den Abstiegskampf so dringend braucht: Einsatzwille, Laufstärke und letztendlich die Überzeugung, dass immer noch was gehen kann. Und das haben wir in diesem Sinne eindrucksvoll bewiesen. Klar, es war kein Tiki-Taka. Aber wen bitte interessiert das schon nach der Saison? Genau, niemanden! Wichtig sind die drei Punkte, die uns nämlich zwei Punkte an die Wolfsburger herangebracht haben.

Jetzt sind die Karten nochmal gänzlich neu gemischt. Die Wolfsburger müssen auswärts noch gegen RB Leipzig und zu Hause gegen die Kölner ran. RB Leipzig hat nur noch Endspiele ausgerufen, das Minimalziel Europa-League will erreicht werden. Die Kölner sind nach dem Abstieg sicherlich am Boden, wollen sich aber dennoch gebührend verabschieden. Das der VfL also zweimal gewinnt, dass halte ich für unwahrscheinlich. Sie sind ja vor allem mit sich selbst beschäftigt. Kurz vor Ende der Saison wollten sie Horst Heldt als Sportdirektor verpflichten. Der Versuch ist kläglich gescheitert, Sportdirektor Rebbe haben sie entlassen und im Enddefekt wurde nur Unruhe im Verein gestiftet. Auf solche Ideen kommen ja nicht mal die HSV-Verantwortlichen. Stand jetzt.

Bezogen auf die Punkteausbeute ist klar: Die Luft wird dünner und die zu holenden Punkte weniger. Aber die Hoffnung ist weiterhin da. Die Mannschaft, nein der gesamte Verein samt Fans und der Stadt Hamburg, sie alle werden sich mit aller Kraft gegen den 1. Abstieg stemmen. Die letzten Wochen haben eindrucksvoll gezeigt, dass wir es noch schaffen können.

Als nächster Gegner steht die Eintracht aus Frankfurt auf dem Plan. Die haben die letzten drei Bundesliga-Spiele verloren. Da ist die Luft komplett raus. Jetzt nachdem feststeht, dass Trainer Kovac zu den Bayern wechselt. Was ist aus den letzten Spielen deutlich geworden? Die Spieler bringen sich nicht mehr mit aller Konsequenz ins Spielgeschehen ein. Der emotionale Höhepunkt, das Erreichen des DFB-Pokals und damit sicher in der nächsten Saison auf Europas Bühne zu sein, ist erreicht. Jetzt fehlen die letzten Prozente, um auch gegen den HSV bestehen zu können.

Stichwort letzte Prozente: die haben unsere Rothosen wieder dahin gebracht, wo wir jetzt stehen. Nur noch zwei Punkte auf den Regelationsplatz. Von mir aus könnten wir in drei Tagen wieder spielen. Die Fans und die Mannschaft sind jedenfalls heiß. Heiß auf Erfolg. Heiß auf das Wunder von der Elbe. Am 33. Spieltag können wir diesem schon ein großes Stück näherkommen. In diesem Sinne: Niemals 2. Liga. Nur der HSV!

By Sören

P.s: nochmals vielen Dank an Baba&Nino für die Möglichkeit, auf ihrem Blog meine Gedanken loswerden zu können.