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Finale in der HSV-Crunchtime

HSVLogo

Moin moin Freunde des Fußballs,

nach dem Halb-Finale in der HSV-Crunchtime sind wir nun endlich angekommen. Im großen Finale am 34. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga-Saison 2017/2018. Der Hamburger SV auf der Zielgeraden seines größten Comebacks. Wer hätte das gedacht, außer den eingefleischten HSV-Fans natürlich, dass der HSV eben doch noch nicht tot, geschweige denn solchen Schwachsinns wie „abgestiegen“ ist.

Denn bei allem Wunschdenken der HSV-Gegner ist doch eins klipp und klar: Mit einem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach ist es noch möglich den Relegationsplatz zu erreichen. Vorausgesetzt, die Wolfsburger verlieren zu Hause gegen den 1. FC Köln. Nach Prüfung aller Fakten und meines Bauchgefühls liegen diese Ergebnisse im Bereich des absolut Möglichen.

Die Kölner haben schon angekündigt, dass sie dieses letzte Spiel nicht herschenken wollen. Schließlich will man nicht derjenige Traditionsverein sein, der erstens gegen einen millionenschwer finanzierten Plastikclub verliert und damit beiträgt, dass der Hamburger SV zum ersten Mal in seiner Geschichte absteigt. Diesen Ziegen, ähm Bärendienst wollen die Kölner dem HSV und der gesamten Bundesliga nicht leisten. Die Kölner, da bin ich ohne jeden Zweifel, werden sich schon zu wehren wissen.

Der HSV hat zwar eine bittere Niederlage gegen die Frankfurter Eintracht einstecken müssen, aber die wurde ganz schnell abgehakt. Schließlich gilt es, das ganz große Ziel – die Relegation – nicht aus den Augen zu verlieren. Das ist genug Motivation, für die Spieler wie für die Fans. Klar, das eigentliche Ziel – direkter Klassenerhalt – ist nicht mehr möglich. Da bedurfte es eben einer minimalen Anpassung. Schwamm drüber, Mund abputzen, weiterhin fokussiert bleiben.

Ich kann es jedenfalls kaum erwarten: das volle Volksparkstadion, die euphorischen Fans, die Spieler voller Tatendrang und Siegeslust. Der Duft von Geschichte wird in der Luft liegen. Denn Geschichte wird in jedem Fall geschrieben. Entweder des größten Comebacks in der langen Bundesliga-Geschichte oder des 1. Abstieg des HSV. Letztere Option wird meinerseits selbstverständlich verdrängt. Die 1. Liga-Zugehörigkeit ist tief verankert in der HSV-DNA. Niemals 2. Liga!

Also kommt nur die erste Option in Frage und diese Rechnung ist super einfach:
HSV-Heimsieg gegen Mönchengladbach plus Auswärtssieg der Kölner in Wolfsburg, macht zusammen: 16. Tabellenplatz und Relegation gegen Holstein Kiel. Montag 21.05.2018, zweiter Sieg gegen die Kieler und der HSV bleibt weiterhin in der 1. Liga. Alles gut und alles bleibt beim Alten.

Wer jetzt meint, dass wäre unrealistisch, der hat den Hamburger SV nie verstanden. In der Relegation können wir unsere ganze Erfahrung ausspielen. Die Motivation Triple-Relegations-Meister werden zu können, wird die letzten Prozente aus den Spielern kitzeln. Anders kann ich mir es nicht vorstellen.

Auch stelle ich mir vor, dass UnsNicolai den Siegtreffer gegen die Mönchengladbacher beschert und damit sein ganz persönliches Comeback feiert. Am ersten Spieltag trifft er zum Auftaktsieg, am 34. Spieltag zum letzten Sieg. Solche Geschichten schreibt nur der HSV. Was in der Relegation passiert, dazu komme ich später. In diesem Sinne: Niemals 2. Liga. Nur der HSV!

By Sören

 

P.s: wiederum vielen Dank an Baba&Nino für die Möglichkeit, auf ihrem Blog meine Gedanken loswerden zu können.

Kommentar zum himmelblauen November und Dezember 2017

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Im November und Dezember des Jahres 2017 standen für den Chemnitzer FC noch sechs Spiele in der 3. Fußball-Bundesliga an. Nach der bitteren (und völlig unnötigen) 1:2 Niederlage im Sachsenpokal beraubte sich der CFC einer von zwei Möglichkeiten im nächsten Jahr am DFB-Pokal teilnehmen zu können. Aber nicht nur diese Chance wurde vertan. Da war ja noch jene auf eine positive Wende im tristen Liga-Alltag. Auch wenn das Restprogramm es in sich hatte, so wurde es nix mit einem versöhnlichen Jahresabschluss 2017. Oder um es kurz und knapp zu sagen: Alle 6 Spiele wurden verloren, nicht einmal ein Unentschieden stand am Ende zu Buche. Oder um es für die Masochisten lang zu machen:

Meppen: 2:3 Auswärtsniederlage

Würzburg: 0:3 Heimniederlage

Münster: 0:1 Auswärtsniederlage

Magdeburg: 2:3 Heimniederlage (hier geht’s zum Spielbericht)

Rostock: 1:3 Auswärtsniederlage

Zwickau: 2:3 Auswärtsniederlage

Kein Sieg in zwei Monaten, ohne Punkte bis auf den 17. Tabellenrang abgerutscht. Wie man es auch formulieren will: Das himmelblaue Elend bleibt das Gleiche. Nicht nur auf dem Rasen herrschte Unordnung, auch im Verein selbst brannte der Baum schon vor Weihnachten. Austritte von Aufsichtsratsmitgliedern, Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden, Rücktritt des Präsidenten Dr. Hänel und fehlende 124.000 Euro als Nachweis für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die Saison 2017/2018. All dies ließ einem die Haare zu Berge stehen. Zumindest die Auflagen zur Nachlizenzierung konnten innerhalb von zwei (!) Tagen erledigt werden, d.h. das ein oder mehrere Personen ihr himmelblaues Herz erwärmen konnten und die Geldschatulle geöffnet wurde. Nur allzu gern wüssten wir, ob es sich um interne oder externe Sponsoren handelte. Für sachdienliche Hinweise haben wir rund um die Uhr ein offenes Ohr…

Aber nicht nur bei der Produktion von negativen Schlagzeilen kann der CFC überzeugen, nein, er tut auch einiges dafür was zum Prädikat „Traditionsverein“ gehört. Hier seien die Auftaktveranstaltung zum Traditionstreffen mit über 90 Gästen bzw. Ehemaligen und die Aktion rund um das Auswärtsspiel in Meppen genannt. Dabei wurden den 450 mitgereisten Anhängern als Dankeschön zwei Freikarten oder ein CFC-Fanschal im Gegenzug der Eintrittskarte angeboten. Eine kleine, aber sehr feine Aktion.

Auch was die Arbeit in den Gremien betrifft, so zeigte der CFC zumindest zum Jahresende noch Handlungsfähigkeit. Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung wurden drei neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt. Neue Gesichter, dafür alt bekannt und dem CFC lange verbunden. Mit viel Herzblut und Sachverstand wollen sie sich verantwortungsvoll der Arbeit im Aufsichtsrat widmen. Dafür braucht es zurzeit wohl ebenso gute Nerven.

Die wurden um den Jahreswechsel dann auch bei allen Himmelblauen nochmal strapaziert. Meldungen über „Entscheidungen die getroffen werden sollen“ machten die Runde. Dabei ging es offensichtlich nicht um die Verpflichtung von weiteren Spielern, sondern um die Frage, ob Cheftrainer Horst Steffen weiterhin auf der Trainerbank sitzen bleiben kann oder sich hier ein Wechsel andeutet. Uns stellte sich dabei wieder mal die Frage, wie ein Trainerwechsel finanziell abgesichert sein soll. Ein neuer Trainer (vermutlich mit neuem Co-Trainer) und weiterhin Steffen (und vermutlich alten Co-Trainer Ristic) auf der Gehaltsliste haben!? Also, wären summa summarum 4 Trainer zu bezahlen.

Die Antwort folgte dann auch prompt nach dem Neujahrsfest: Beurlaubung von Cheftrainer Steffen. Die branchenüblichen Erklärungen von „nach eingehender sportlicher Analyse“ und „Danke für die geleistete Arbeit“ durften selbstverständlich nicht fehlen. Immer freundlich bleiben, man sieht sich ja immer zweimal im Leben, mindestens.

Das Training wird vorerst von Co-Trainer Ristic geleitet. Die Suche nach einem neuen Trainer läuft auch Hochtouren. Das Problem mit der mehrfachen Gehälterzahlung wird über die Finanzierung von externen Sponsoren geregelt. Auch hier wüssten wir nur allzugern, welche himmelblaue Herzen sich dazu erwärmen lassen konnten.

Für die Arbeit an der himmelblauen Pressefront konnte sich die Pressesprecherin N. Oeser nicht mehr erwärmen. Nach sieben Jahren wird sie den CFC auf eigenen Wunsch verlassen und sich einer neuen Herausforderung widmen. Das verflixte siebente Jahr, da geht so einiges in die Brüche. Aber soviel dazu.

Im ersten Jahr nach 2017 ist die Herausforderung klar, denn Abstiegsplatz bedeutet Abstiegskampf. Und in diesem geht das Abstiegsgespenst schon um, nicht nur in den Köpfen der Spieler.

Die restlichen 18 Spiele werden also Abstiegskampf pur. Nur Masochisten haben die pure Freude daran. Für Januar und Februar 2018 stehen Paderborn, Aalen, Jena, Osnabrück, Unterhaching und der Karlsruher SC als Gegner auf dem Programm.

Wir hoffen, dass wir da zumindest schreiben könnten, dass der CFC die Abstiegsplätze verlassen hat. Mit welchem Trainer auch immer. Mehr dazu im Kommentar zum himmelblauen Januar und Februar 2018…

By Baba und Nino

Kommentar zum himmelblauen August 2017

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Der himmelblaue August 2017 begann wie der himmelblaue Juli endete. Nach der 2:4 Auswärtsniederlage vs. SC Paderborn folgte eine bittere 2:4 Heimniederlage gegen den VfR Aalen. Zwei Niederlagen in Folge, da sollte bei einem Spiel gegen einen Aufsteiger vielleicht doch was Zählbares herausspringen. So zumindest unsere leise Hoffnung im Hinblick auf das darauffolgende Auswärtsspiel gegen FC Carl Zeiss Jena. Aber auch in diesem Ost-Klassiker kam der CFC nicht über ein 1:1 hinaus. Wenigstens nicht verloren sagt der Optimist, der Pessimist hingegen: wieder nicht gewonnen.

Umso besser, dass das nächste Spiel für Ablenkung sorgen konnte. Am 12. August 2017 stand nun endlich das 1. Runden-DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Bayern München an, das Traumlos wie hier bereits schon mehrfach erwähnt.

Der CFC stimmte mit einem Countdown ein und allerorten war von der Vorfreude auf dieses Highlight-Spiel zu lesen und zu hören. Auch wir waren voller Vorfreude und hofften auf ein himmelblaues Pokalwunder. Dieses geschah dann doch nicht (warum, wieso, weshalb steht hier im Spielbericht.

So war es dann auch gut, dass dieser ganze Trubel vorbeiging und der Fokus wieder auf die 3. Liga und dem Ziel Klassenerhalt gelegt werden konnte. Am 5. Spieltag trafen die Himmelblauen auf den VfL Osnabrück. Jene Mannschaft, die mehr oder weniger überraschend den Hamburger SV aus dem DFB-Pokal geschmissen hatte. Aber vielleicht war das beim HSV eh alles nur Teil eines ausgeklügelten Saison-Plans. So oder so, konnte der CFC ein 0:0 erkämpfen und einen weiteren Punkt verbuchen.

Bei diesem Punkt ist es dann auch leider geblieben, im letzten Punktspiel im August 2017 verlor der CFC 2:4 gegen die SpVgg Unterhaching. So steht der CFC nach 6 Spieltagen mit einer Bilanz von einem Sieg, zwei Unentschieden und drei Niederlagen auf dem 13. Tabellenplatz. Nun spricht das Torverhältnis von minus 4 Toren nicht wirklich für die offensivere Spielweise, sondern eher für eine Abwehrreihe mit ausbaufähiger Sicherheit. Man ist geneigt zu sagen: „Lieber 1:0 gewinnen, als 2:4 in Schönheit zu verlieren.“

Neben dieser Neigung erwischen wir uns auch dabei, die ersten Bilanzen zu ziehen. Nach kurzem Innehalten ist es aber dafür definitiv noch zu früh. Höchstens nach dem 10. Spieltag kann man zumindest feststellen, ob das neue Spielsystem überhaupt von den Spielern verstanden und umgesetzt werden kann. Zu Bedenken ist ja auch immer noch, dass der Kader eine fast komplette Runderneuerung erfahren hat. Geduld ist gefragt, in der heutigen Zeit, so behaupten wir mal, eine schwer umzusetzende, Eigenschaft, vor allem im schnelllebigen Fußballgeschäft #Phrasenschwein.

Das macht zumindest im Spielbetrieb eine Pause. Bei der Nationalmannschaft stehen die WM-Qualifikationsspiele gegen Tschechien und Norwegen auf dem Plan. Zeit für den CFC ein Testspiel auszutragen (vs. BSC Rapid Chemnitz).

Welche neuen Erkenntnisse und im besten Fall auch Konsequenzen daraus gezogen werden können, wird beim nächsten Heimspiel gegen den Karlsruher SC zu beobachten sein. Der hat turbulenten Wochen hinter sich. Nach dem Fehlstart wurde der Trainer M-P. Meister entlassen und A. Schwartz geholt. Wir hoffen natürlich, dass der „neue Trainer-Effekt“ ordentlich verpufft und der Heimkehrer Anton Fink #FußballGott beim Tore schießen eine 90-minütige Pause einlegt. Mehr dazu dann im Kommentar zum himmelblauen September 2017…

By Baba und Nino

 

Kommentar zum himmelblauen Juli 2017

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Nicht nur der himmelblaue Juni 2017 machte alles neu, nein, auch der himmelblaue Juli entwickelte beim Chemnitzer FC viel Neues.

Wie im Juni wurde sich weiterhin um die Kaderplanung intensiv gekümmert. Die fast Generalüberholung wurde mit den Verpflichtungen vom 21jährigen Defensivspieler Janik Bachmann und dem 27jähirgen Björn Kluft, der als Offensivspieler zuletzt beim FC 08 Homburg unter Vertrag stand, abgeschlossen.

Vor dieser letzten und etwas späten Verpflichtung wählte die Mannschaft schon einen neuen Mannschaftsrat. Als neuer Kapitän wurde #Endres gewählt sowie sein Stellvertreter #Grote.

Neben dieser neuen sportlichen Aufstellung gab es auch aus dem kulinarischen Bereich Neues zu vermelden. Zur neuen Saison kann der geneigte Nicht-Vegetarier die neue Stadionwurst mit himmelblauen Senf genießen. Die wir zitieren: „grobe Brühwurst“ ist mit dem CFC-Logo „gebrandet“. Das ist wahrlich Geschmackssache. Da die Kuriosum-Skala mit CFC-Kreißsaal und „gebrandeter“ Stadionwurst noch nicht ganz ausgereizt ist, schlagen wir himmelblaues Bier vor! Die Zeit ist nun wirklich reif. Wir würden es #Werneshimmelblauer nennen 😉

Aber nicht nur die Feinschmecker kommen auf ihre Kosten, sondern neuerdings auch die Videospieler. Mit dem Computerspiel FIFA 18 kann nun auch die 3.Liga und der DFB-Pokal mit dem Verein des Herzens gespielt werden. Kicken ist dennoch immer besser als daddeln…

Was besser oder schlechter ist, darüber lässt sich sportlich streiten. Was wir aber richtig gut finden, das sind die Aktivitäten der aktiven Fanszene von Chemnitz. Mit diesen wurde für positive Schlagzeilen gesorgt. Zum einen mit der Neugestaltung der Fassade der Südtribüne. Hier wurde der Schriftzug „Tradition stirbt nie“ auf die Fassade gemalt. Zum anderen ist es die finanzielle Unterstützung des Nachwuchsleistungszentrums des CFC. Vom Fanszene Chemnitz e.V. wurden fast 50.000€ überreicht. Chapeau für diese Aktionen!

Neben dem ganzen Neuem beim CFC stand wiederum das DFB-Pokalspiel vs. FC Bayern München im Zentrum der Aufmerksamkeit. Nachdem klar war, dass das Spiel am Samstag, 12.08. stattfindet, starb die leise Hoffnung auf ein Montagsspiel, welches im „Free-TV“ zur #Primetime übertragen wird. Dies lässt sich wohl mit der dauernden Kritik an der Spielauswahl der ARD-Verantwortlichen begründen, weniger mit der Attraktivität des Spiels. Denn mit Blick auf die anderen Partien hat kein anderes Pokalspiel mehr Relevanz #himmelblaueBrille.

Nach der Bekanntgabe des Spieltermins ging es nun ans Eingemachte, nämlich der Frage: Wie wird der Ticketverkauf ablaufen. Der CFC entschied sich: Mitglieder und Dauerkarteninhaber first! Dieses Vorverkaufsrecht wurde offensichtlich sehr gut in Anspruch genommen. Am langen Ende des Verkaufs standen noch rund 1000 Tickets zur Verfügung. Auch für diese Tickets galt, das sie nur in Verbindung mit einer Heimspielkarte vs. VfR Aalen erworben werden konnten. An sich eine sehr gute Idee, wäre da nicht die bittere Pille Aalen anschauen zu müssen.

Davon mal abgesehen steht fest: DFB-Pokal-Spiel vs. FC Bayern München, ein Traumlos!. Volles Stadion, volle, ähm tolle Fans. Himmelblaues Herz, was willst du mehr?

Neben dieser Bekanntgabe wurde auch der Rahmenspielplan für die neue 3.Liga-Saison veröffentlicht. Die einzige Konstante für den CFC ist, dass wie in der letzten Saison 2016/2017 die Chance besteht, die Kogge aus Rostock im letzten Heimspiel zu versenken.

In der Vorbereitung auf die neue Saison gab es weitere Testspiele. Ein 1:0 vs. ZFC Meuselwitz und 0:2 vs. FC Dukla Prag in der heimischen Arena.

Die Niederlage kann aber in Hinblick auf den Auftaktsieg vs. FSV Zwickau getrost zu den Akten gelegt werden. Im ersten Heimspiel schoss Daniel Frahn das 1:0 Siegtor bereits in der 7. Minute. Danach folgten teils bange Minuten, ob dieses Tor reichen würde. Gereicht hat es, damit war klar: die ersten drei Punkte und kein Gegentor. Dieser erfreuliche Auftaktschwung konnte im Auswärtsspiel vs. SC Paderborn leider nicht fortgeführt werden. Trotz einer kämpferischen Leistung musste eine 2:3 Niederlage eingesteckt werden.

Am 3. Spieltag folgte dann eine bittere 2:4 Heimniederlage vs. VfR Aalen, bei der am Ende am ehesten die engagierte Leistung der Fans während und nach dem Spiel in Erinnerung bleiben wird. Somit sind nach dem 3. Spieltag weiterhin 3 Punkte bei einem negativen Torverhältnis (minus zwei) zu verzeichnen. Jetzt heißt es „schnell die Kurve kriegen“ #Klugscheißer. Das nächste Auswärtsspiel vs. den Tabellennachbarn Carl Zeiss Jena bietet dazu die beste Möglichkeit.

Summa summarum also wieder ein ereignisreicher Monat für den CFC. Und das wird so weiter gehen. Nach dem Ost-Kracher vs. Jena darf der FC Bayern München sein Spiel des Jahres in Chemnitz austragen. Bisher haben die Bayern mehr Testspiele verloren als gewonnen. Das ist doch mal was :-)… mehr dazu dann himmelblauen August.

By Baba und Nino

 

P.S.:

Lese-Tipp Numero Uno: Einen Rückblick auf die turbulente 2016/2017 Saison hat Baba geschrieben, on top mit einem Tipp für die neue Saison.

Lese-Tipp Numero Due: Kommentar zum himmelblauen Juni … Teil 1 und Teil 2. Viel Spaß beim Lesen.

Kommentar zum himmelblauen Juni 2017 – Teil 2

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„Alles neu macht der Juni!“ Dieses Motto galt auch weiterhin für die zweite himmelblaue Juni-Hälfte 2017. Zum ersten Juni-Teil geht’s hier.

In Sachen Kader-Planung lief es richtig rund. Besser gesagt lief es eher auf einen Kader-Umbruch hinaus, denn zum Stand vom 30. Juni 2017 hat der CFC 11 Abgänge und 9 Zugänge vermeldet. Bei den Zugängen ist einzig mit Marvin Thiele ein Spieler aus der eigenen U19 dabei. Ansonsten alles Spieler aus der 3. Liga, unteren Klassen oder aus dem Ausland. Die Marschrichtung in Sachen Mannschaftsentwicklung hatte Sportvorstand Ziffert in einer Meldung zur aktuellen Lage Mitte Juni vorgegeben. Er teilte mit, dass er nur mit Spielern arbeiten will, die sich „100% mit ihrer Aufgabe beim CFC identifizieren“. Beim Blick auf die Anzahl der Abgänge könnte man böswillig behaupten, dass da ja nicht mehr viele Spieler übriggeblieben sind, die sich voll und ganz dem CFC verschreiben. Eine Einzelfall-Betrachtung wäre zwar angemessener, aber was hilft es sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Ziffert formulierte dies daher positiver: „Wir müssen und wollen einen Neuanfang starten“.

Einen Neuanfang gab es ja auch auf der Trainerbank. Mit der Verpflichtung von Horst Steffen und dem Co-Trainer Sreto Ristic wurde wieder Wert daraufgelegt, dass es eine klare Spielphilosophie geben soll. Wir sind daher gespannt, ob das Trainer-Duo ihre offensive Spielweise umsetzen kann. Neben der neuen taktischen Ausrichtung wird mit der Verpflichtung von Ristic wieder verstärkt der Fokus auf die Fitness der Spieler gelegt. Dieser Bereich war in der vergangenen Saison einer der unrühmlichen Baustellen unter Cheftrainer Köhler. Da sich Köhler mit dem unter Vorgänger Heine engagierten Fitnessexperten nicht auf eine Zusammenarbeit einigen konnte, entfiel diese für die Mannschaft. Dennoch nutzten einige Spieler die innovativen Angebote des Fitnessexperten. Nun soll offensichtlich diese Arbeit voll und ganz Ristic übernehmen. Vorschluss-Lorbeeren bringt er zumindest schon mal mit, da er in früheren Tagen mit Bundesjogi Löw zusammengearbeitet hat. Welche Auswirkungen das allerdings haben wird, werden wir erst sehen, wenn es darauf ankommt. Nämlich auch noch in der 80.Minute einen Sprint zu starten, um den vielleicht entscheidenden Konter einzuleiten.

Ein entscheidendes Puzzlestück dazu, dass man überhaupt in der 3. Liga wieder dabei ist, war die Vereinbarung des Benefizspiels vs. Dynamo Dresden. Dies sollte am Mittwoch, 5. Juli stattfinden und die Planungen für die Teilnahme unsererseits waren schon sehr weit fortgeschritten, die Vorfreude entsprechend groß. Leider wurde dieses Gefühl aber 8 Tage vorher mit einem sinnbildlichen Schuss in die Magengrube jäh beendet. Denn es wird uns schlecht, wenn wir an die Begründung denken müssen, warum dieses Spiel verschoben wird: „Aufgrund der Lageeinschätzung der Sicherheitsbehörden […] bedingt durch den G20 Gipfel […] in Hamburg“. Übersetzt heißt das, dass zu wenige Polizisten zur Verfügung stehen. Um ein Spiel für den guten Zweck abzusichern. Ein Fußball-Spiel. In Chemnitz. Damit wäre auch die Frage beantwortet, was Chemnitz mit G20 zu tun hat 😉

Zur bitteren Wahrheit gehört auch, dass es offensichtlich nicht mehr möglich ist, ein Fußball-Spiel ohne die freundliche Begleitung durch die Polizei organisieren zu können. Vielleicht war das ja früher mal besser!? Unsere klare Meinung: #FCKG20

Bei der Planung und Vorbereitung des neuen Spieltermins kann nun auch der neue kaufmännische Leiter Lars Schauer mitwirken. Dieser hatte schon länger als Berater beim CFC gewirkt, nun also in der Geschäftsführung. Optimistisch betrachtet kann dies als (weiterer Versuch) gewertet werden, die Phase der CFC-Sanierung mit noch mehr Professionalität angehen zu wollen.

Aufgrund dieser Phase kann es sich bei der Saison 2017/2018 nur um eine Übergangssaison handeln. Das Gerede von einem Aufstieg in die zweite Bundesliga könnte man sich folglich getrost sparen und erst einmal auf eine Saison ohne deprimierende Tiefen und allzu euphorische Höhen hoffen. Schlauer dazu sind wir allemal erst wenn’s vorbei ist…daher gilt der Blick auf das Hier und Jetzt:

Nach dem Trainingsauftakt, zu dem über 1500 Fans ins Stadion kamen, standen zwei Testspiele an. Ein 9:0 vs. den Mittelsachsenmeister Barkas Frankenberg bildete einen schwungvollen Beginn. 3 Tage später folgte der zweite Test. Diesmal weniger Tore, dennoch ein 2:0 Sieg gegen Banik Sokolov. Eine makellose Bilanz…unbesiegt…die Null steht…so könnte man ganz optimistisch schreiben.

Die wahren Prüfsteine werden aber noch kommen und der Juli wirft seine Schatten bereits voraus. Das nächste Testspiel steht am 8. Juli vs. ZFC Meuselwitz an. Da wird sich vielleicht schon ein bisschen zeigen, wie die Mannschaft anders spielen wird. Was die Kaderplanung betrifft, so scheint der Sportvorstand seine Hausaufgaben gemacht zu haben.

Richtig ernst wird es dann zum Start in die neue 3. Liga-Saison mit dem Heimspiel vs. FSV Zwickau, am 21.Juli. Bis dahin sind dann hoffentlich auch die Fragen geklärt, wer wie Karten für das DFB-Pokal-Spiel vs. FC Bayern München bekommt. Nicht zu vergessen das Benefizspiel vs. die SGD. Insgesamt war es ein ereignisreicher Juni, bleibt zu hoffen, dass der Schwung in den Juli mitgenommen werden kann. Mehr dazu im Kommentar zum himmelblauen Juli 2017.

By Baba und Nino

 

Kommentar zum himmelblauen Juni 2017 – Teil 1

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„Alles neu macht der Juni – Kommen und Gehen beim Chemnitzer FC.“ So lautete die Überschrift eines MDR-Sport-Im-Osten-Artikels zur Analyse des aktuellen CFC-Kaders. Damit war trefflich umschrieben, was bei den Himmelblauen gerade im Bereich der Kaderplanung passiert. Es war aber im Juni 2017 nicht nur ein Kommen und Gehen beim CFC, sondern auch ein Hoffen und Bangen, Auslosen und Jubeln und die Auseinandersetzung mit der Zukunft und Vergangenheit.

Zu Beginn des himmelblauen Junis stand erst einmal das Lizenzierungsverfahren für die neue 3.Liga-Saison an. Vor dem Hintergrund der Meldungen, dass es eine Finanzierungslücke von 2 Millionen Euro geben sollte und die Stadt Chemnitz nicht noch einmal „in die Bresche springen wolle“ war die Lage der Gefühle bei Hoffen und Bangen angesiedelt. Zu diesem Zeitpunkt fragte sich sicherlich nicht nur der geneigte Fan, woher so viel Geld kommen sollte. Vielleicht aus den Einnahmen aus dem 1.Runden-DFB-Pokal-Spiel? Diese Einnahmen konnten sicher eingeplant werden, nachdem der Sieg im Sachsenpokal 2017 vs. Lok Leipzig geholt wurde (zum Kommentar geht’s hier). Weitere Einnahmen sollten durch ein Benefizspiel vs. Dynamo Dresden generiert werden. Die Landeshauptstädter verzichten auf alle Einnahmen und sollen unter dem Motto „Tradition stirbt nie“ Anfang Juli zur Fischerwiese kommen. Dazu später mehr…

So oder so eine starke Geste der SGD’ler und ein weiteres Puzzlestück in den Lizenz-Unterlagen. Abgabetermin dieser war Freitag, der 2. Juni.

Nun war also eine Woche zwischen Hoffen und Bangen angesagt. Gespannt wurden die Nachrichten verfolgt, die erlösenderweise die Lizenzvergabe für den CFC vermeldeten. Tief durchatmen. Die feuchtgedrückten Daumen trocken gewischt und weiter geht’s. Planungssicherheit für mindestens ein Jahr. Allerdings fragen wir uns nicht mehr ganz genau, woher das viele Geld gekommen ist. Eine Ahnung davon bekommt man dann, wenn man sich anschaut, bei wem sich der CFC-Vorstand alles pflichtgemäß bedankt hat.

Nun galt es den Blick nach vorne zu richten. Die beste Gelegenheit gab es dazu schon zwei Tage später. Am Sonntag, den 11. Juni stand die DFB-Pokal-Auslosung an. Wieder ein Tag, an dem das himmelblaue Herz höherschlagen sollte.

Die „Losfee“ war Sebastian Kehl, BVB-Legende im sportlichen Ruhestand. Die Hoffnung lag auf einem machbaren Los, da die Einnahmen aus einem 2.Runden-Spiel auch sehr verlockend sind. Aber ob es dazu kommen wird, das steht in den himmelblauen Sternen. Denn Kehl zog das Traumlos FC Bayern München! Rekord-DFB-Pokalsieger vs. Rekord-Sachsenpokal-Sieger! Eine erste Einschätzung, ob es sich nun wahrlich um ein Traumlos handelt gibt’s hier.

Nach der Kategorie „Auslosen und Jubeln“ war dann wieder Kommen und Gehen beim CFC angesagt. Nach dem der Abgang von Björn Jopek verkündet wurde, stand einen Tag später die Vorstellung des neuen Trainers auf der Tagesordnung. Aus der Gerüchteküche wurden viele Namen auf dem Trainer-Teller serviert. Am Ende hat sich der CFC für Horst Steffen entschieden. Der 48jährige Fußball-Lehrer trainierte zu Letzt Preußen Münster und bringt noch Co-Trainer Sreto Ristic mit. Dazu später mehr.

Aber nicht nur die Trainer-Gespann-Vorstellung sollte diesen Mittwoch, den 14. Juni zu einem denkwürdigen machen, auch ein weiterer Abgang sorgte für Schlagzeilen. Stürmer und Fan-Liebling Anton Fink verlässt den CFC in Richtung Karlsruher SC. 222 Pflichtspiele, 118 Tore, Rekordtorschütze des CFC. Ein herber Verlust, sportlich wie menschlich. Die Rückkehr-Entscheidung zum KSC ist wohl auch eine Entscheidung für seine Familie. Auch hier nochmal: Danke und alles Gute, Toni! #FußballGott

Neben diesen Meldungen gab der CFC auch seinen Sommerfahrplan in Vorbereitung auf die 3.Liga-Saison bekannt. 3 Testspiele, ein Kurztrainingslager und das schon erwähnte Benefizspiel vs. Dynamo Dresden. Dann geht’s schon wieder los mit der bunten Welt der 3.Liga.

Eine weniger bunte Welt hat sich offenbar auch mit der Auslosung des DFB-Pokals für Ticketbetrüger eröffnet. Der CFC meldete das sogenannte „Fake-Tickets“ zum Verkauf angeboten werden. Daraufhin wurde vor dem Kauf solcher „Fake-Tickets“ gewarnt #AchtungBetrug. Wohl auch vor dem Hintergrund der hitzigen Debatte in der Fanszene über den Erwerb der Tickets, die auch viele #Eventfans auf den Plan gerufen hat. Es bleibt zu hoffen, dass alle Dauerkartenbesitzer, Mitglieder, Sponsoren an erster Stelle bei der Ticketvergabe stehen. Sicher keine einfache Aufgabe. Neben dieser standen auch weiterhin die Kader-Planung an. Dazu und zum neuen Trainer-Duo sowie zur Frage, was Chemnitz mit dem G20-Gipfel zu tun hat, gibt es mehr im Teil 2 zum himmelblauen Juni 2017…

By Baba und Nino

 

Relegation ist geil! Alles oder Nichts! Es lebe die Relegation!

Fußball

Nachdem uns Nino die Abgründe der Relegation näher gebracht hat möchte ich den großen Stellenwert der Relegation hervorheben!

Ich liebe die Relegationsspiele. Punkt.

Jedes Mal wenn die Relegationsspiele anstehen freue ich mich darauf, auch wenn jetzt Wolfsburg gegen Braunschweig nicht so meine Vereine sind (ohne Übertreibung) und auch mein Verein oft nichts damit zu tun hat. Aber darum geht es nicht, sondern es geht um den Kick – alles oder nichts. Egal wieviel Geld die Vereine investiert haben und wie sehr ein Team auf dem Papier dem anderen überlegen ist – es stehen sich 11 Spieler gegenüber – die einen mit einer miserablen und die anderen mit einer tollen Saison. Und dann gibt es nur Hop oder Top. Da zeigt sich der wahre Charakter der Spieler und Fans.

Na klar ist es Mist, wenn dein Team unterliegt und nicht aufsteigt bzw. absteigt, ABER genau um diesen Kick geht es doch beim Fußball. Wir werden mit so vielen unwichtigen belanglosen Spielen, welche meist 1:1 oder 1:0 ausgehen, gelangweilt und haben einen Abonnement-Meister. Das ist alles langweilig und lässt mich nicht die Glotze anschalten, aber Relegation, Europapokalausscheidungsspiele, und WM oder EM Spiele, nachdem die unsäglichen Qualifikations- bzw. Gruppenspiele vorbei sind interessieren mich. Auch Pokalspiele erinnern mich daran, worum es beim Fußball geht: ein sportliches Kräftemessen von zwei Teams, die jeweils vor heimischer Kulisse die Chance haben sich zu beweisen, Helden und Antihelden hervorzubringen und uns als Fans in Ekstase zu versetzen oder in die Verzweiflung zu drängen.

Ich will beim Fußball noch was fühlen und ich erinnere mich noch sehr lebhaft als Chemnitz in der Relegation gegen Osnabrück für die 2 Liga auswärts das Hinspiel verlor. Kujat hatte den Ball im Strafraum mit der Hand abgewehrt und die Osnabrücker durch Elfmeter das Heimspiel gewonnen. Nachdem Chemnitz in der gesamten Saison so gut wie kein Spiel verloren hatte und seit über 1000 Spielminuten kein Gegentor kassiert hatte und dann das. Es war zum Haare raufen. Zum Rückspiel an der Gellertstraße hatte ich auch Karten und stand in einem hoffnungslos überfüllten Block, als eben jener Kujat das entscheidende 2:0 markierte. Direkt vor unserem Block und dann auf der Werbebande sich feiern ließ. Irre, es war der Wahnsinn. Die Fischerwiese explodierte und in meinem Block war Pogo angesagt. Bier und Menschen flogen umher und es war ein Rausch, den ich heute fast 18 Jahre später immer noch fühle. So sollte sich der Fußball zumindest ab und an mal anfühlen. Relegation hat den selben Geschmack.

Früher als Kids haben wir auch mit dem FC vor-dem-Haus gegen den FC hinter-dem-Haus gespielt und was waren das für Feste wenn wir die Jungs, die ein bissel älter waren, geputzt haben. Daran erinnere ich mich und nicht an ein Unentschieden am 13. Spieltag von Verein X gegen Verein Y in Liga Z.

Die Relegation verspricht Spannung, welche doch vom Vollblutfan gewünscht wird, ganz im Gegensatz zum bloß Fußball konsumierenden Eventfan. Der will seine Bayern, Barcelona oder Madrid nicht verlieren sehen, sondern gesichert zum Titel begleiten. Daher gefällt mir auch der Playoff-Modus ganz gut, weil es da immer die Chance gibt, dass da ein Favorit mal strauchelt und ein kleinerer Verein über sich hinauswächst.

Ich liebe diese Alles oder Nichts Spiele, weil sie den Fußball lebendig machen, Helden und Antihelden hervorbringen, Geschichten erzählen, mich berühren und irgendwie das, was im Fußball durch die Kommerzialisierung verloren gegangen ist, wieder lebendig machen. Relegation ist Anarchie – da sie wie die anderen Alles oder Nichts Spiele nicht planbar ist und nur dafür schaue ich Fußball!!!

By Baba

Kommentar zum Sachsenpokalfinale Lok Leipzig vs. CFC

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Leipzig, Leipzig…wir fahren nach Leipzig! So das Motto des Chemnitzer FC, der im Finale zum Sachsenpokal 2017 stand. Der Grundstein für eine Fahrt nach Berlin, zum großen Bruder des Pokals auf Landesebene, könnte damit gelegt werden. Aber soweit wollte ich auch bei allem Optimismus nicht träumen. Erst einmal dieses Finale gegen den Regionalligisten 1. FC Lokomotive Leipzig erfolgreich bestreiten, dann darf himmelblau geträumt werden.

Wenn es nach den Machern des MDR Sport im Osten geht, so ist dieses Final-Spiel „ein Schmeckerchen“. Ob dieses was für den Gaumen war oder ein zähes Stück Fußball-Kost, dazu später mehr.

Denn schwer verdaulich waren bisher die letzten Monate beim CFC. Die „Highlights“ in aller Kürze: Finanzloch gestopft, Saison-Ziel Aufstieg verpasst, Lizenz für die 3. Liga unklar, Installierung eines neuen Sport-Vorstands #Ziffert, die Verabschiedungen von Cheftrainer #Köhler, Spieler #Türpitz#Magdeburg und dem Athletik-Trainer #Herrmann#Ruhestand. Als groß reine machen kann man das bezeichnen, ah bissel Chaos aber auch.

Der Sachsenpokal könnte daher einen Neustart markieren, zumal der CFC die Einnahmen aus der Teilnahme an der 1. Runde des DFB-Pokals 2018 (und vielleicht noch mehr) dringend nötig hat. Ein kleiner Anlass für Träumereien bot der Blick in die Pokal-Bilanz des CFC. Mit acht Siegen bei 12 Finalteilnahmen ist er bisheriger Rekordsieger. Und der Blick auf die Formkurve ließ zumindest die Hoffnung aufkeimen, dass es ein siegreiches Spiel werden könnte. Am letzten Saison-Spieltag 2016/2017 wurde die Kogge Hansa Rostock mit einem 2:0 Heimsieg versenkt.

Der Finalgegner, Lok Leipzig schoss sich mit einem 4:0 gegen Hertha BSC II warm.

Das Spiel wurde im Bruno-Plache-Stadion angepfiffen, mit 15minütiger Verspätung, da es bei der Anreise der Fans zu Verzögerungen im Straßenverkehr kam. Dies aufgrund der im Vorfeld getroffenen Einigung, nicht am „Finaltag der Amateure“ teilzunehmen, dem bundesweiten Spieltag aller Landespokalfinalspiele. Aber hätte man nicht erahnen können, dass es bei einem Spiel an einem Arbeitstag um 18Uhr zu Anfahrtsstörungen kommen kann. Hätte hätte Mopedkette. #Klugscheißer#1

Für alle Daheim-Gebliebenen war dann wenigstens der Live-Stream des MDR #SportImOsten geschaltet.

Leipzig’s Trainer Scholz sagte vor Anpfiff, dass seine Spieler „bumsheiß“ seien und gab ihnen mit auf den Weg, dass sie „sich nicht einkacken sollen“. Welche Worte CFC Trainer Köhler nutzte, war dann auch egal. Wer bei einem Finalspiel nicht motiviert ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

So richtig motiviert schienen die Himmelblauen zu Beginn nicht gewesen zu sein. Einige leichte Fehler ließen die Leipziger ins Spiel kommen. Die erste Chance hatte dann aber der CFC, genauer gesagt Frahn. In der 19. Minute scheiterte er mit einer Großchance, die Torhüter Kirsten noch gekonnt klären konnte. Und ich fragte mich schon, wann Frahn sein zweites Tor (!)  im Jahr 2017 schießen wollen würde. Dass er eine Minute später die Antwort lieferte, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Eine schöne Kombination, die fast von ihm noch vertändelt wurde, schloss er mit einem passablen Schuss ins linke, untere Eck ein. 1:0 CFC. Erste Euphorie kam auf.

Weitere Highlights gab es dann leider nur von Lok’s Seite. Zunächst pinker (!) Rauch aus dem Block der Leipzig Ultras und später die erste, wirklich nennenswerte Tor-Raum-Szene, die auch noch zu einem Tor in der 33. Minute durch Schink endete. Der 5-Euro-Phrasendrescher-Spruch „Wie aus dem Nichts“, war hier passender denn je. Dem Tor ging ein Stockfehler von Bittroff voraus, der damit quasi selbst den Spielzug einleitete. Die Euphorie-Bremse wurde damit auch kräftig durchgetreten. Alles wieder auf Anfang. Mit dem 1:1 Ausgleich ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Aus dieser kam der CFC personell unverändert, Lok wechselte einmal und brachte Becker. Der Live-Stream-Kommentator bewertete diese Einwechslung als Zeichen der offensiveren Ausrichtung des Lok-Spiels. Zudem könnten die CFC-Spieler vor dem besten Lok-Stürmer ein bisschen Angst haben. Naja, Angst ist kein guter Ratgeber #Klugscheißer#2.

Mit weniger Angst, dafür mit mehr Willen starteten die Leipziger Spieler in die zweite Halbzeit. Was Trainer Scholz wohl diesmal für Worte gefunden hat? So oder so ist es Scheißegal. Es ging auf dem Spielfeld jedenfalls etwas ruppiger zu. Die ersten gelben Karten folgten auf beiden Seiten. Nachdem die himmelblauen Angriffsbemühungen fast zum Erliegen kamen, sorgte Köhler mit der ersten Auswechslung für einen neuen Impuls und brachte Hansch. Der fügte sich schnell in das Spiel ein und hatte knapp zehn Minuten später schon seine zweite gute Szene. Diese endete vorerst an Kirsten, den Abpraller legte er umsichtig zu Frahn, der wiederum zum 2:1 einschob. Ausgerechnet Frahn! Der bisher 2017 einmal trifft und dann in einem Spiel gleich zweimal. Geschichten, ja diese schreibt nur der Fußball #5EuroPhrasenschwein.

Die Loksche reagierte mit einer weiteren Offensiv-Einwechslung mit Ziane. Diese brachte aber letztlich nix mehr ein. Die Chemnitzer spielten die letzten Minuten gekonnt runter und ließen die Angriffsbemühungen ins Leere laufen. Außerhalb des Platzes kam es fast zum Comeback von 3P … #Polizei#Pferde#Platzsturm. Letzteres kam dann glücklicherweise nicht zu Stande.

Somit blieb es beim 2:1 Erfolg des CFC. Kein Spiel für Gourmets, dafür leckere Hausmannskost. Und die reichte für das Ziel: Sachsenpokalsieger 2017. Der dritte Titel in den letzten 4 Jahren. Sowieso und noch etwas länger: Rekord-Sachsenpokalsieger. So betrachtet eine Erfolgsstory. Gründe genug also, um an diesem Abend gebührend zu feiern, die vielen Probleme beiseite zu schieben und himmelblau zu träumen…Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin 😉

By Nino