Ein Kommentar zum Rücktritt von Armin Veh in Stuttgart, beim Verein für Bewegungsspiele

vfb-tsg-veh.variant628x353

Weil ich nicht glauben konnte was da stand, musste ich die Meldung des Rücktritts von Armin Veh gleich zweimal lesen. Rücktritt? Beim VfB Stuttgart? Mit Platz 18 nach 12 Spieltagen…da hätte ich nach den „Mechanismen der Branche“ eher eine Entlassung oder „Freistellung“ erwartet…@Slomka/Keller/Dutt.

Aber Armin entschied sich für diesen ungewöhnlichen Akt und sagte: „Dieser Schritt ist mir sehr schwer gefallen, weil mir der Verein und die Mannschaft am Herzen liegen.“ Nun wird heiß und fettig darüber diskutiert, ob Veh nun ein mutiger Mann oder einer ist, der sich der Verantwortung nicht stellt.

2007 wurde Veh mit den Schwaben Meister. Als es in der letzten Saison bei der Eintracht in Frankfurt nicht mehr nach seinen Vorstellungen lief, wollte er zurück ins Ländle…und das obwohl sich Stuttgart mit Ach und Krach rettete. Aber für Veh war es eine Herzensangelegenheit.

Ich denke, dass man als Trainer mit einer neuen Mannschaft auch eine Beziehung eingeht. Und in jeder guten Beziehung gibt es Phasen der Freude und Phasen, in denen nicht immer eitel Sonnenschein ist. In letzterer befand sich jedoch das Paar Veh/VfB seit dem 1. Spieltag. Es lief einfach nicht mehr wie 2007. Die Gespräche wurden kürzer, die Treffen wurden weniger, das Stöhnen und lange Einatmen fand außerhalb des Bettes statt und die Stimmung näherte sich dem Gefrierpunkt. Für Veh war der Zeitpunkt gekommen…um zu gehen. Keine „Raus-Rufe“ der Fans, kein „wir-müssen-mal-reden-Gespräch“. Vielleicht hat er aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und nimmt sein Schicksal selber in die Hand, als sich abservieren zu lassen?

Auf der anderen Seite denke ich, dass die Phasen der miesen Laune und schlechten Ergebnisse zu einer Beziehung dazu gehören. Das man diese Phase gemeinsam durchsteht. Das man sich daran erinnert, warum man zusammen ist und bis jetzt durchgehalten hat. Ganz zu schweigen von den 66 Nummern, ähm Punkten die noch zu vergeben gewesen wären. Hamburg hat sich mit 27 Punkten in die Relegation und letztendlich (so bitter das auch ist) in der 1.Liga gehalten. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Oder doch eher „ein Ende mit Schrecken“ als ein „Schrecken ohne Ende“? Für Veh war es nicht das 1.Mal eines überraschenden Rücktritts. 2003 trat er in Rostock nach 4 Niederlagen in Serie zurück, um sich eine (!) Woche später dem 2 Klassen tiefer spielenden FC Augsburg anzuschließen. Das hat mehr ein Gschmäckle als Mut oder Rückgrat.

Ich bin mir jedenfalls nicht ganz sicher was nun besser bzw. richtiger ist. Es wächst aber die Erkenntnis, dass der Fußball und das Leben mit der Liebe doch mehr gemeinsam haben als man(n) wahr haben will.

Zur Beantwortung der Frage, wer nun beim VfB anheuert, bedurfte es keines langen Blickes in die Mercedessterne. Der #AufSchalke#Jahrhundertrainer Huub Stevens kehrt auf jene Trainerbank zurück, die er erst nach dem Ende der letzten Saison verlassen hatte. Nachfolger war…ja genau…Armin Veh. Stevens weiß hoffentlich, dass Beziehungen im Ländle…hüstel hüstel…mit dem VfB nicht von Dauer sind.

By Nino

EM-Qualif Spiel 4 Deutschland vs. Gibraltar

NeuerGIB
Nach den EM-Qualifikationsspielen gegen Schottland, Polen und Irland nun vs. Gibraltar. Ich gestehe, dass Gibraltar erst auf meinem geografischen Bildschirm sichtbar wurde, als ein Freund dort sein berufliches Glück suchte #Auslandserfahrung 🙂 Fußballerisch ist Gibraltar bisher geringfügig in Erscheinung getreten. Zumindest wusste man man dort, wie hoch man gegen den Weltmeister verlieren will. Der Torhüter, der hauptberuflich als Feuerwehrmann seine Brötchen verdient, hatte verlautbaren lassen, dass er nur 6 kriegen will, also Gegentore. Dann sei man nä-h-mlich besser als Brasilien, das bekanntermaßen im historischen WM-Halbfinale 2014 mit 7:1 die wohl schmerzlichste aller Niederlagen erlebt hatte.
Die Pressevertreter schwadronierten auf gewohnt semi-professionelle Weise, dass es nur „einen Sieger geben könnte“, ein „Pflichtsieg müsse her“ und es wurde nur über die Anzahl der Tore gelabert. Nach jeweils einem Sieg, Niederlage und Unentschieden hatten wohl einige schon die Hosen halbvoll, das es für die EM 2016 nicht reichen könnte. Da kam der Frischling Gibraltar gerade recht. Das hat übrigens so viele Einwohner wie das Berliner Regierungsviertel. Wie man so hörte sind die Menschen dort aber wesentlich entscheidungsfreudiger und sympathischer.
Die Vorbereitung der Nationalmannschaft war zunächst von Auszeichnungen #Silbernes Lorbeerblatt, der Kino-Weltpremiere #Die Mannschaft und der Preisverleihung #Bambi geprägt. Rücktreter #Klose&Lahm erhielten von der noch spielenden LivingLegend Schweinsteiger den Ehrenbambi. #EhreWemEhreGebührtTeil1. Der Goldene Löw-e war es dann, der mustergültig preis-gab, das man nun „den roten Teppich gegen den grünen Rasen“ tauschen müsse. Ein Formulierungs-Pass aller 1ter-Klasse…4 Sterne würdig.
Bei der Aufstellung probierte es Taktikfuchs Löw mit einer 3er-Kette…und täglich grüßt Pep Guardiola. Die erste Halbzeit war das erwartete Anrennen gegen einen 10er Riegel vor dem 11er-Raum. Thomas Müller doppelpackte und Mariooo Gööötze wurde es dann einfach zu bunt und schnappte sich sein Allgäuer-Herz und spielte nicht noch einen Pass und schloss allein ab. Das tat auch Liam Walker, der mit einem beherztem 34m Schuss urplötzlich Manuel Neuer prüfte #BesteSzene. Das Zwischenfazit zur ersten Halbzeit lautete: Gibraltar ist besser als Brasilien, die hatten damals schon 5 Tore gefangen.
In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel so zäh wie ein altes Rindersteak. Da sollte erst wieder ein Eigentor das frenetisch feiernde LaOla-Wellen-Publikum aus Nürnberg den Jubel-Pegel bis an die Schmerzgrenze treiben. Danach wurde es schnell wieder still, denn viel zu sehen gab es nicht mehr. Weniger vom Weltmeister, aber mehr von der Gibraltar’schen Mannschaft. Die kämpfte aufopferungsvoll um jeden Zentimeter. Es galt ja schließlich besser zu sein als Brasilien. Und das schafften sie dann auch…3 Gegentore weniger! Chapeau! #EhreWemEhreGebührtTeil2.
Von den three Points mal abgesehen muss ich mich schon fragen was das für ein Spiel war? Ein Spiel indem fast die ganze Zeit die 3er-Abwehrkette zu einer dritten Angriffsreihe wird und die gibraltischen Spieler nicht mehr als 5 Ballkontakte hintereinander schaffen. Maxi Kruse, Shkodran Mustafi und leider auch Luuuukas Podolski haben sich für weitere Aufgaben nicht empfohlen. Gut zu wissen, das Mesut Özil, Marco Reus, Mats Hummels und besonders Bastian Schweinsteiger bald wieder zurückkehren werden.
Am Dienstag, den 18.11. spielt zum Jahresabschluss der amtierende gegen den Ex-Weltmeister, der amtierende Europameister gegen den kommenden (?). Darauf würde ich derzeit keine Wette eingehen.
By Nino

Ein Kommentar zum deutschen Clasicò: FCB vs. BVB 2014

ReusFCBBVB

Bayern München gegen Borussia Dortmund. Oder anders formuliert: der Erste gegen den 15.ten der Tabelle. Nüchtern betrachtet kein Spitzenspiel, doch die gewachsene Rivalität ließ ein Fußballfest erwarten. Beim Vorspiel ging es weniger um das sportliche Duell, sondern um die Causa Marco Reus. FCB-Boss Rummenigge babbelte auch für meinen Geschmack ein wenig zu viel über eine mögliche Verpflichtung des Flügelflitzers. Diese führte uns ins Land Kuriosistan, in dem BVB-Boss Acki Watzke den Sträfling Hoeneß vermisst. Der hingegen warnte davor…aus sicherer Distanz…Reus zu den Bayern zu lotsen, weil er nicht schon Weihnachten Meister werden will.

Und was ist mit dem Spieler selbst? Er will sich darüber keine Gedanken machen. Sein Buddy Mario Götze ließ schon verlauten, dass er sich seinen Freund in der Lederhose wünscht. Was zählt also im harten Fußballgeschäft? Bleibt er beim BVB #EchteLiebe? Oder #BruderVorLuder? Entwickeln sich die Vereine zur neuen Art von Freundinnen, denen früher oder später der Lauf-Pass gegeben wird? Die Weltmeister Özil, Schweinsteiger & Neuer spielten ja in letzter Zeit solche Pässe…sie landeten alle im #Abseits. Aber soviel zu Wechselgerüchten und Liebeleien.

In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf der viel zitierten „Augenhöhe“. Chancen hüben wie drüben. Einen Ausflug nach Kuriosistan machte BVB-Torhüterli Weidenfeller als er seinem Mitspieler Mchitarjan aus 5 Meter Entfernung die Kugel auf den Hinterkopf drosch. „Ein Schlag auf den Hinterkopf erhöht das Denkvermögen“, dachten wohl die alten Pädagogen der schwarzen Schule. Der erste sehenswerte Angriff des BVB wurde dann von Reus mit einem Kopfball-Tor veredelt. Er gibt also die sprichwörtliche Antwort auf’m Platz. Der beliebteste Treueschwur…der Kuss auf das Vereins-Wappen…blieb allerdings aus. Kühlt die Liebe etwa ab, wie nach der Eheschließung?

Das Spiel hingegen kühlte sich nicht ab, das hohe Tempo wurde auch in der zweiten Halbzeit gehalten. Mit der Einwechslung des BVB-Spielers Subotic nahm das Spiel seine entscheidende Wende, da er 2mal das langhaarige Ende der Dortmunder #Fehlerkette wurde. Erst ein verunglückter Abpraller, der direkt vor Lewandwoski’s Füßen landete und dieser mit einem beherzten Schuss einnetze. Dann noch das Ziehen an Ribery’s Trikots, welches einen 11er zur Folge hatte. Und Robben, dieser schnittige Holland-Import nutzte die Gelegenheit sein 11er-Trauma von 2012 zu beenden.

Im Ergebnis ein Spitzenspiel, der deutsche Clasicò eben. Hohes taktisches Niveau, dynamisch und fair, nicht so eine
Klopp-erei wie beim HSV gegen Pillenkusen. Die Bayern weiterhin auf dem 1. Rang, der BVB auf einem Relegationsplatz. In der Rückrunde sieht das hoffentlich anders aus.

By Nino

Ein Kommentar zu den Trainer-Entlassungen in Hamburg, Schalke und Bremen

Trainer
Nun hat es auch Robin Dutt erwischt. Entlassung, ähm #Freistellung bei Werder Bremen! Nach dem 9. Spieltag! Damit gesellt er sich in die illustre Runde, die bisher aus Mirko Slomka (beim HSV nach dem 3.ten) und Jens Keller (bei Schalke nach dem 7.ten Spieltag entlassen) bestand. Beim #DinoHSV und Schalke ist man ja Trainer-Entlassungen gewohnt, wie Titel bei den Bayern aus München. In Bremen war das bisher selten. Da hat sich wohl die Chefetage von den #MechanismenDerBranche anstecken lassen.
Aber was sind eigentlich diese Mechanismen? Das der Trainer in einer erfolglosen Mannschaft das schwächste Glied hat, ähm ist? Das die Medien eine Entlassung herbeischreiben? Diese Vermutung liegt nahe, allen voran bei #BLÖD. Da wurden schon letzte Woche Nachfolger für Dutt in dieses würdelose Spiel gebracht. Und dann rief der eigene Manager noch ein „Endspiel“ aus! Am 9. Spieltag! Wenn der Trainer nicht gewinnt, dann fliegt er. Als wenn ein Trainer gegen 11 Spieler gewinnen könnte…Nunja, bei Bremen’s Manager Eichin ist der Fußball-Sachverstand noch ausbaufähig. Was bei seiner Einstellung noch als innovativ galt, nämlich einen Eishockey-Manager als „Quereinsteiger“ zu präsentieren, könnte sich früher oder später als Fehlgriff erweisen.
Bei Schalke sieht es nicht viel anders aus. Da thront ja die Wurst #Tönnies über allem, der von sich selbst sagt, das er kein Fußball-Fachmann ist. Und in Hamburg hätten sie dem Mirko einfach mehr Zeit geben sollen. Schon gerade deswegen, weil er den Wahnsinn gewagt hat, den HSV in seiner schwersten Krise zu übernehmen. Aber auch dort gibt es einen alten Mann mit viel Geld, der seinen Willen durchzusetzen weiß. #RedBullLässtGrüßen.
Sollten sich also die großen „Traditionsvereine“ ein Beispiel an den vermeintlichen „kleinen“, wie Freiburg, Mainz oder Braunschweig nehmen? Da können die Trainer in Ruhe arbeiten, sich fachlich entwickeln und müssen nicht jede Woche um ihren Job bangen. Der neue in Hamburg, dieser Kloppo für Arme #Zinnbauer und Mister „ich habe die Champions-League gewonnen“ #Di Matteo bei Schalke müssen erst noch beweisen, ob sie mit den erfolglosen Spielern dauerhaft erfolgreich sein können. Denn die Spieler wurden bisher nie während einer Saison entlassen.
Die Bremer müssen nun im DFB-Pokal auswärts gegen den Chemnitzer FC ran. Nicht nur aus Heimatliebe drücke ich dem #F#C#K die Daumen, sondern auch weil sich der Verdacht nicht erhärten darf, das Trainerwechsel das probate Mittel gegen schlechte spielerische Leistungen sind. Es wird hoffentlich ein spannender Fußball-Abend. Der Pokal hat ja bekanntlich…#SeineEigenenGesetze. Ich hoffe, dass die Fischköppe ihr himmelblaues Wunder erleben!
By Nino

Die einzigartige und atemberaubende dritte Liga.

3.LigaLogo
Wer dritte Liga hört und sich abwertend äussert, hat einfach noch niemals einem Spiel dieser Spielklasse beigewohnt oder ist einfach nur Erfolgsfan. Das Niveau ist grossartig, die Spiele gut besucht und die Stimmung auch richtig gut. Meines Erachtens hat die dritte Liga der Bundesliga auch voraus, dass es einen schönen Querschnitt von modernen Multifunktionsarenen und alten, maroden aber traditionsreichen Bauten bietet. Das Ganze noch gemischt mit vielen Derbys von Traditionsteams und noch mehr Derbys der ehemaligen Oberliga. Jedes Wochenende kann man dörfliches Ambiente wie in Sonnenhof Grosaspach oder grossstädtisches Bundesligaflair geniessen. All diese verschiedenen Komponenten machen die Liga so attraktiv.
Hinzu kommen die Riesentalente von morgen. Damit hat diese Liga einen ganz besonderen Charme und Reiz. Es ist jetzt nur mal zu hoffen, das die LIGA endlich einem Sponsor bekommt, um nicht auszubluten. Hinzu kommen noch mangelnde Einnahmen aus dem TV und schon rutscht schnell mal ein ambitionierter Verein in die Zahlungsunfähigkeit etc etc. Auch die ist den überzogenen Forderungen vom Verband anzurechnen, der kaum oder nur unzureichend Kompensation für die Vereine bereitstellt.
Ich hoffe das diese Probleme sich bald klären, damit sich der Abstand zur zweiten Liga verringert. Es kann nicht immer nur in puncto Sicherheit, Stadion und Nachwuchs gefordert werden, ohne nachhaltig die Vereine zu unterstützen.
In diesem Jahr sieht es so aus, als würden sich keine zahlungsunfähigen Vereine aufzeigen, aber die Saison ist noch lang und die Erfahrung zeigt, das wie im Sport auch im Finanziellen am Ende abgerechnet wird.
Dennoch macht diese Liga Spass und weckt Hoffnung auf mehr schnellen und attraktiven Fußball in einem einzigartigen Umfeld.
Für die dritte Liga schreibt euer
Baba

EM-Quali Spiel 3 Deutschland vs. Irland

DeutschlandIrland

Nach der 0:2 Pleite vs. Polen, nun also #TheBoysInGreen aus Irland. Im Vorfeld dieser Partie stellten sich gleich mehrere Fragen: Sind die Iren so fit und zielstrebig wie am Glas #Guinness? Sind sie die wahren Meister des Gewichthebens in der #Halbliter-Klasse? Wie geht Herr Löw mit der physischen Belastung und den Motivationsproblemen um? #AusredeNo.1+2

Darüber wurde ja in den letzten Tagen besonders viel geschrieben und gefachsimpelt. Zu viele Spiele, zu wenig Erholung etc. pp…Nunja, bei den Spitzenklubs der Frauen werden schon mal vier englische Wochen nacheinander gespielt…

Liegt es also an der Motivation? Wie soll sich die Spieler noch für den zweithöchsten Titel motivieren? Die EM ist erst in zwei Jahren, viel Zeit in einem schnelllebigen Fußballer-Leben. Was ist zu tun? Wie wird Jogi-Bär zum Motivations-Bär? Oder braucht es wieder den großen Motivator #Klinsmann, der so flammende Reden hält, das jedes Streichholz von alleine angeht? Oder soll Kloppo seine wahrste Liebe beim DFB finden? Läuft ja gerade nicht so gut…#BVB09. Der neue Assi Thomas Schneider jedenfalls wird diese Rolle nicht übernehmen können. Zu weich, kein Biss…ein(e) Schwa(l)be eben.

Also, Fragen über Fragen, deren Antworten vielleicht dieses Spiel liefern konnte. Durch die Niederlage gegen Polen hatte ich zumindest die Hoffnung, dass die Löw’schen Jungs heiß auf Wiedergutmachung waren. Notgedrungen musste wieder eine 11 auf den Platz, die noch kein Spiel miteinander bestritten hat. #AusredeNo.3 Karim Bellarabi machte gleich noch einen Startelfeinsatz….ja, is er denn scho Stammspieler?

Die erhoffte heiße Motivation kühlte nach 20 Minuten so schnell ab, wie die Stimmung bei einem „wir-müssen-mal-reden“-Gespräch. Danach gab es nur wenige passable Ballstafetten, der berühmte #ZugZumTor fehlte und der fuhr ins nirgendwo. In der zweiten Halbzeit durfte sich dann Lukas, der #PrinceAusKölle Podolski ins Spielgeschehen einschalten. Er machte seine weiteren Ambitionen mit einem Katastrophenpass deutlich. Leider entwickelte sich auch in dieser Halbzeit ein Spiel, so schal wie ein abgestandenes Pils. Aber dann kam die Wende…in der 71. Minute! Da nahm sich der Neu-Madrilene Kroos seine Eier in die Hand und drosch das runde Leder mit einem platzierten Schuss erst an den linken Pfosten, damit er dann in der rechten Ecke eintrudelte. Kollektive Erleichterung, Aufatmen und das Publikum #AufSchalke hatte sich auch zu erkennen gegeben. In der 85. Minute dann der 1. nennenswerte Angriff der tapfer kämpfenden Iren und fast mit einem Tor gekrönt. Wäre da nicht Eric Durm mit einer Guido-Buchwald-Gedächtnis-Grätsche gewesen! #Ganz großer Sport. Diesen zeigten auch noch die Iren und erzielten mit einem ja, doch schön herausgespielten Spielzug in der 94. Minute den überraschenden 1:1 Ausgleich und damit auch zum Endstand.

Eine Frage wäre somit jedenfalls beantwortet: Ja, die Iren sind fit und zielstrebig wie am Glas, vor allem bis zum Letzten! Über die offensichtlichen Motivationsprobleme nach dem WM-Erfolg können sich nun alle selbsterannten Fußball-Experten und Küchenpsychologen den Mund fusselig reden. Als nächstes wartet die Mannschaft aus Gibraltar. Bisherige Ergebnisse: 0:7…0:7…0:3. 4 Gegentore weniger, optimistisch gesehen eine Verbesserung. So sehe ich das auch bei der NationalElf: Nach einer Niederlage folgte eine Unentschieden. Hauptsache nicht verloren und dieser Punkt kann in der Endabrechnung noch mal jaaanz wichtig werden 🙂

By Nino

EM 2016 Qualifikation Polen vs. Deutschland

PolenDeutschland

Nach der WM ist vor der EM. Im 1. Spiel gegen Schottland und ihre #TartanArmy gab’s ein schmeichelhaftes 2:1. #Raumdeuter Müller schnürte ein Doppelpack und sorgte für einen erfolgreichen Start. Nun also Spiel II der Qualifikation für die EM 2016 bei den Franzmännern.

Mit den Polen rund um Stürmerstar Lewandowski wartete wohl der stärkste Gegner in der Gruppe D#aher prophezeite Bundes-Jogi „auch ein ganz schweres und enges Spiel“…#O#M#G…wer das WM-Finale vs. #ARG gesehen hat, der weiß von einem schweren und engen Spiel zu berichten. Aber was soll #Jogirette auch schon machen? Er muss die Jungs nach dem höggschden aller Triumphe motivieren, damit sie mit Konzentration und jaaanz fokussiert das Spiel bestreiten.

Bei seiner Aufstellung vertraute er 9 WM-Helden und zwei Frischlingen. Am meisten überraschte dabei die Personalie Karim Bellarabi. Er spielte letzte Saison noch bei der Eintracht aus Braunschweig, welche in die 2. Liga abstieg, dann wechselte er zu #Vizekusen, machte dort ein paar gute Spiele und z@ck steht er bei seinem ersten Spiel (!) in der Start11 (!). So schnell kann’s gehen. Dahinter steckt wohl ein viel größerer Plan, den der Otto-Normal-Fußball-Laie spätestens am Abend des 10.Juli 2016 erkennen könnte #TagDesEM-Finals 🙂

Die Übertragung der #EuropeanQualifiers durch RTL ist leider noch gewöhnungsbedürftig. #Lehmann, Jens bewegt sich nämlich nicht so grazil auf dem Rasen der Rhetorik. Vielleicht sollte er lieber Werbung für einen Sportwettenanbieter oder Bratwürste machen!

Und was durften wir dann beobachten? Eine muntere Anfangsphase, gefolgt von vielen Torchancen und einem Publikum, das so euphorisch war, als würde dieser Abend historisch werden. Nach der Halbzeitpause kam Polen überraschend vor das Gehäuse von Libero Neuer und noch überraschender stand es eins zu null. Die weiteren Angriffsbemühungen des Weltmeisters scheiterten kläglich, Höhepunkt der Kracher an die Latte an, ähm von Podolski. Und wie heißt es so schön: „Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein.“ Summa summarum lässt sich also festhalten: #Historische Pleite für die Nationalelf. Ein überragendes Debüt von Bellarabi. Die Erkenntnis, das ein Welttorhüter auch Fehler macht. Und Polen darf sich nun bis zum Rückspiel #WeltmeisterBesieger nennen. #Gratulujemy zwycięstwa

Damit gebe ich ab…frei nach RTL-Manie: „Wir machen eine kurze Unterbrechung und geben ab zur #Werbung.“

By Nino