Das Wunder einer himmelblauen Ticket-Spenden-Aktion

Nikolaus

Wunder gibt es immer wieder“. Das wusste im Jahr 1970 Katja Ebstein zu besingen. Das Wunder einer Ticket-Spenden-Aktion dürfen die Freunde und Fans des Chemnitzer FC im Dezember 2018 erleben. Wie konnte es zu diesem Ereignis kommen?

Dazu eine kurze Einführung: Der Fanszene Chemnitz e.V. hatte vor zwei Jahren in Kooperation mit AWO Fanprojekt Chemnitz und dem CFC eine Ticket-Spenden-Aktion ins Leben gerufen. Im Ergebnis konnten in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt 700 bedürftige Kinder und Jugendliche am letzten CFC-Heimspiel der jeweiligen Saison teilnehmen. Eine Aktion, die an sich zu unterstützen gilt, gerade im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage.

In diesem Jahr läuten die Glocken aber anders. Der CFC teilte Ende November 2018 dem Initiator Fanszene Chemnitz e.V. mit, dass „die aktuell handelnden Personen im Chemnitzer FC e.V. keine Zusammenarbeit mit dem „Fanszene Chemnitz e.V.“ für diese Aktion wünschen bzw. wir „zur Zeit nicht als Ansprechpartner“ gesehen werden.“

Meine erste Reaktion war dazu: „Ho Ho Ho…noooo!“ Es folgten die Fragen nach dem Warum/Wieso/Weshalb und was denn bei den handelnden Personen im CFC e.V. los sei? Gibt es denn im innersten Führungszirkel niemanden der sagt: „Hey Leute, das können wir nicht machen, das gibt nur schlechte Presse und die Fans werden das nicht gut finden“. Oder werden diese Stimmen überhört? Marketing-Themen, die nix mit Fußball zu tun haben, sind schon immer „Kinder & Tiere“ gewesen. Das geht immer, da kannst du nicht viel falsch machen. Das dachte sich auch der CFC, da er mitteilte, andere Optionen zu prüfen.

Wenige Tage später teilte dann der CFC mit, dass er zu einer Ticketspendenaktion unter dem Motto „Der Nikolaus ist Himmelblau“ aufruft: „Alle Jahre wieder – wie bereits berichtet, möchte der CFC auch in diesem Jahr Kindern und Jugendlichen in der Vorweihnachtszeit einen Stadionbesuch zu einem Heimspiel der Himmelblauen ermöglich.“

Meine Reaktion diesmal: Oh…je…Oh…je…! „Alle Jahre wieder“!? Im Ernst!? Auch bei äußerst freundlicher Betrachtung ist das immer noch ganz schön dreist, diese Art von Spendenaktion zu kopieren. Wie durch ein weiteres Wunder sind auch bereits vor dem Spendenaufruf bereits 1.000 Euro eingegangen, so dass mindestens 200 Kinder am Heimspiel vs. SV Babelsberg 03 teilnehmen können. Woher die 1.000 Euro kommen, ich will es gar nicht wissen. Nach Ablauf dieser Nikolaus-Aktion soll es darüber hinaus möglich sein, Kindern und Jugendlichen ein Stadionerlebnis zu ermöglichen #Nachhaltigkeit.

Wie konnte es nun zum Abbruch der Zusammenarbeit kommen? Es ist wohl das Ergebnis der noch andauernden Auseinandersetzungen mit Teilen der Fanszene und der Art und Weise der Ausgliederung der Profiabteilung beim CFC e.V. (keine Gewähr auf Vollständigkeit). Und wer ist dran schuld? Je nach dem man fragt, dann ist es wohl immer der andere. Bei näherer Betrachtung läuft es wohl auf den Vorstand des Fanszene Chemnitz e.V. und den Vorstand des CFC inklusive Insolvenzverwalter K. Siemon hinaus. Insgesamt also ein überschaubarer Personenkreis, deren Handlungen im Ergebnis kein gutes Bild nach Außen abgeben.

Mir stößt allerdings auch übel auf, dass abseits dieser Spendenaktion, scheinbar bei diesen Beteiligten etwas Anderes in Vergessenheit gerät. Nämlich, dass es noch Fans und Mitglieder geben soll, die keine Möglichkeit hatten, an den Gesprächsrunden zwischen den Vereins- und Fanvertretern teilzunehmen. Jenen Mitgliedern, deren Forum die Mitgliederversammlung ist, wird diese Möglichkeit des Austausches nicht gegeben. Jedenfalls dieses Jahr nicht mehr, aufgrund der hohen Kosten. Oder weil man einfach bis Ende des Jahres 2018 und Anfang 2019 seine Ruhe haben will. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Zurück zum himmelblauen Nikolaus. Zu diesem Tag wird wohl die Aktion enden und das Ergebnis verkündet. Und ich brauche nicht viel Phantasie und keinen Blick in die Glaskugel, aber diese Aktion kann ohne Wenn und Aber nur ein voller Erfolg werden. Das Ziel „1000 Tickets für 1000 Kinder“ wird wahrscheinlich knapp drüber liegen. Die klare Botschaft an die Herren des Fanszene Chemnitz e.V. soll dann lauten: Schaut auf diese Aktion! Schaut auf diesen Erfolg! Schaut, wir kriegen es auch selber hin. Und nur so einmalig machen wir es auch nicht.

Damit wäre dann der vorläufige Höhepunkt dieses Schmierentheaters einiger Leute erreicht. Ausgetragen an einer Aktion, die eigentlich den Bedürftigen helfen sollte. Diese werden aber letztendlich zum Spielball auf dem Platz der Eitelkeiten. Bei aller Brisanz rund um die Themen Insolvenzverfahren/Ausgliederung muss man sich schon fragen, ob ein himmelblaues Wunder die Situation noch retten kann. Bei allen Aktionen des Vorstands des CFC und den Reaktionen (natürlich nur einiger Fans…) auf persönlicher Ebene #Hurensohn #Meuselwitz ist eine Befriedung allerdings bisher nicht zu erwarten. Das Niveau der Debatte sowie Attacken sollte nicht noch ein tieferes Niveau erreichen. Darauf hoffen kann man ja. Wunder soll es ja bekanntlich immer wieder geben…

By Nino

 

Ein Gedanke zu „Das Wunder einer himmelblauen Ticket-Spenden-Aktion“

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