Relegation zwischen Gut und Böse

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Nun ist es wieder soweit und die Relegation hat uns wieder. Dieses Jahr mit einer klaren Rollenverteilung.

Die Guten und Underdogs sind Holstein Kiel mit ihrem Stadion, das Probleme hat für die Bundesliga zugelassen zu werden. Vor nur 2 Saisons spielten sie unambitionierten 3. Liga Fußball. Jetzt sind sie auf dem Sprung in die höchste Spielklasse und das obwohl der eigene Trainer der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen hat und seinen Wechsel nach Köln vor ein paar Wochen verkündet hat.

Kiel steht Kopf und in der Handballmetropole hat sich eine große Euphorie breitgemacht. Bundesliga in Kiel? Nicht in Hamburg oder Rostock. Nein in Kiel. Das klingt ganz nach der Geschichte des gallischen Dorfes, welches gegen alle Übel Widerstand leistet.

Auf der anderen Seite steht Wolfsburg – der Werksclub, der bis vor dem Dieselskandal von Haupteigner VW nur in Championsleague-Sphären dachte. Diese Mannschaft gespickt mit Fußballmillionären in der Niedersächsischen Provinz. Denen fällt die Rolle des Bösen zu, da kein Fußballtraditionalist sich jemals damit anfreunden kann, diese Plastikclubs (Leverkusen, Hoffenheim, Leipzig) ohne Fanaufkommen im Nirgendwo in der höchsten Spielklasse zu sehen.

Die Rollen sind klar verteilt und das Hinspiel findet neben dem Bahnhof des Lieferbandes für VW in Wolfsburg statt. Wer schon mal da war, weiß wovon ich rede. Dennoch verspricht so ein Spiel eine geniale Stimmung, da dieses von der Spannung lebt. Alles oder Nichts – Es lebe die Relegation!

Holstein Kiel hat eine klasse Saison gespielt und Wolfsburg nicht. Doch hat Wolfsburg einen tollen Sieg über Köln hingelegt. Vom Gefühl her sehe ich Wolfsburg vorn, da sie einfach die besseren Spieler haben und über die gesamte Saison hinweg auf höherem Niveau spielen mussten. Kiel hingegen muss seine Stärken – den Kampf annehmen und ihre Konter konsequent fahren.

Zum Spiel: Wolfsburg nach anfänglichem abtasten dann langsam mehr und mehr überlegen und mit der Führung in der 13. Minute. Danach gibt es wenige Lebenszeichen von Kiel, die mir ein wenig ehrfürchtig erscheinen. 34. Minute endlich der Ausgleich aus dem Nichts. Drechsler mit wunderbarem Solo und der Vorarbeit zum wichtigen Auswärtstor! Nun fühlt es sich wie ein offener Schlagabtausch an. Wolfsburg mit 57% Ballbesitz. 40. Minute und dann ist es passiert – Wolfsburg striked again. Kiel muss vorsichtig sein und sich nicht auf den Schlagabtausch einzulassen. Kiel ist jetzt viel zu offen. Wolfsburg schwimmt auf einer Euphoriewelle.

Doch ab Minute 70 drehen die Kieler nochmal auf. Erspielen sich Chancen fast wie am Fließband. Aber auch in den 5 Minuten Nachspielzeit fehlt die letzte Konsequenz und es bleibt beim einzigen Tor für die Störche. 3:1 gewinne die Wölfe das erste Duell gegen die Störche. Am Pfingstmontag dann das zweite Duell. 0:0, alles auf Anfang.

By Baba

 

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