Das Beste zum Schluss! Ein Kommentar zu #FCBBVB

AllianzArena

 

DFB-Achtelfinale 2017/2018. FC Bayern München vs. Borussia Dortmund. MiaSanMia vs. Echte Liebe. Rekordpokalsieger vs. Titelverteidiger. Das siebte Aufeinandertreffen in Folge ist Rekord. Der krönende Abschluss auf deutscher Vereinsebene 2017.

Der FCB hatte sich in der ersten Runde im Duell der Rekord-Pokalsieger (hier geht’s zum Spielbericht) gegen den Chemnitzer FC mit 5:0 durchgesetzt, in der 2ten Runde folgte der dramatische 5:4 Sieg im 11er Schießen gegen RB Leipzig. Die Borussia aus Dortmund siegte in der 1ten Runde gegen den FC Rielasingen-Arlen mit 4:0, in der zweiten Runde folgte ein 5:0 gegen den 1. FC Magdeburg.

Im Vorfeld hatte der Großteil der Sportmedien Schnappatmung anlässlich dieses Duells. Klar, mehr an Prestige geht derzeit nicht in Fußball-Deutschland. Die Bayern sind souveräner Herbstmeister und der BVB hat nach dem Trainer-Wechsel zwei Siege in Folge eingefahren. Aber abgesehen von der medialen Aufregung, auf einen spannenden Fußball-Abend konnte man sich so oder so freuen.

Als ich dann die Aufstellung des BVB gesehen habe, ließ die Vorfreude auf ein Offensivspektakel etwas nach. Mit einer 5er-Kette ließ BVB-Trainer Stöger die Borussen in dieses Duell starten. Auch wenn Stürmer Aubameyang wegen muskulärer Probleme nicht mitwirken konnte, war es schon verwunderlich, warum dermaßen defensiv gespielt werden sollte. Bei der bayerischen Aufstellung überraschte der Ausfall von Hummels, der mit einem grippalen Infekt kurzfristig ausfiel. Ansonsten wie gewohnt eine sehr ausgewogene Aufstellung, die die Breite des FCB-Kaders deutlich machte.

Diese Breite machte sich auch gleich in den Anfangsminuten bemerkbar. Die Bayern starteten furios, die Chancen wurden fast im Minutentakt kreiert. Nach Chancen von Vidal (Lattentreffer), Lewandwoski (Fast-Fallrückzieher) brachte Boateng die zweite Chance nach einem Süle Kopfball-Lattentreffer ebenfalls mit einem Kopfball die Bayern mit 1:0 in Führung. Sein Premierentor im DFB-Pokal. Nicht nur das ließ die FCB-Fans schon in kurzer Zeit auf stimmungsvolle Betriebstemperatur kommen.

Auf dieser war auch Ribéry, der sich im Zweikampf mit Kagawa eine blutige Zunge holte. Nach seiner Behandlung lief er zu schnell auf den Rasen zurück, so dass er sich eine Gelbe Karte für zu-frühes-zurück-auf-den-Platz-laufen einfing.

Danach flachte das Spiel ein wenig ab, aufgrund der stürmischen Anfangsphase auch kein Wunder. Die Bayern hatten ihr Ziel erreicht: das schnelle erste Tor erzielen und damit eine Duftmarke setzen, die nicht so schnell vom Winde verweht wird. So dauerte es bis zur 34. Minute, in der sich die Borussen die erste Chance erspielten. Yarmolenko schaffte es Ulreich zu überwinden, scheiterte aber an Alaba, der den Ball auf der Linie klärte, den er vorher noch verpasste. Eine Ein-Mann-direkt-Fehler-Ausbügelung sozusagen.

Und gerade als das Gefühl hätte aufkommen können, dass sich noch ein Duell auf Augenhöhe entwickelt, doppelpasst sich Müller mit Lewandwoski frei und der bayerische Buam schließt mit einem feinen Heber zum 2:0 ab. Mit dieser Gala-Einlage ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Aus dieser kamen beide Mannschaften personell unverändert und das Spiel ging quasi dort weiter, wo es in der ersten Halbzeit zu Ende ging. James und Süle und wiederum Müller erspielten weitere Tor-Chancen, um auf eine beruhigende 3:0 Führung zu erhöhen. Die ließ aber auf sich warten, da die Bayern auf den Verwaltungsmodus umschalteten und nur gelegentlich für weitere Chancen sorgten. Nach einer abgefälschten Flanke von Müller segelten Lewandowski und Vidal in der 65. Minute an Ball und Tor vorbei.

Der Verwaltungsmodus rächte sich dann allerdings in der 76. Minute. Yarmolenko markierte den Anschlusstreffer. So ging er dann doch noch mal hoch, der Puls. Aber gut, dass Heynckes mit Coman und Tolisso zwei Franzosen einwechselte, die einerseits für schnelle Konter sorgen konnten und für die nötige Ruhe in der Defensive. Einziger bayerischer Aufreger blieb dann doch nur die gelbe Karte für Lewandowski, die er sich berechtigterweise für Meckern und Schiri-Anrempeln einfing.

Das zu späte offensive Aufbäumen der Borussen (Chance durch Isak) wurde nicht belohnt, so dass sich die Bayern, wenn auch mit zittriger Endphase, insgesamt souverän den Einzug ins DFB-Viertelfinale sicherten.

Die Dortmunder können sich nun voll auf die Europa-League und die Bundesliga konzentrieren. Die Bayern spielen weiterhin auf den berühmten 3 Hochzeiten Bundesliga, DFB-Pokal und Champions-League.

Angesichts dieser Leistung fühle ich mich mehr und mehr an die 2013er Saison erinnert, die ja bekanntlich mit dem Triple endete. Dieses steht sicherlich bei sehr vielen Bayern-Fans auf dem Wunschzettel. In diesem Sinne: Sportliche Weihnachten.

By Nino

 

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