Kommentar zum mitteldeutschen Flutlicht-Duell CFC vs. RWE

Flutlicht

Der Startschuss für den 14.ten Spieltag in der 3. Fußball-Bundesliga fiel in Chemnitz. Beim Spiel des CFC gegen Rot-Weiß Erfurt. Soweit so nüchtern. Für alle Fans hieß das: Ost-Duell unter Flutlicht. Sachsen vs. Thüringen. Die Himmelblauen gegen den 3.Liga-Dino. Oder wie das Fußballmagazin Kicker in seiner Online-Ausgabe abschlägig beschrieb: „Abstiegskampf in Chemnitz.“ Der 16.te gegen den 18.ten der Tabelle #Kellerkinder.

Mir war das gelinde gesagt ziemlich sch…egal. Die Vorfreude auf ein CFC-Heimspiel…an einem Freitagabend…unter Flutlicht, diese Vorfreude war unerschütterlich. Die Bedingungen für einen perfekten Start ins verlängerte Wochenende, wenn auch nur eine Stunde, waren gegeben #Zeitumstellung. Auch das Wetter war mir thüringisch Wurst. 9 Grad und Nieselregen, da musste ich eben mehrmals das halbe Taschenfass heben.

Das Spiel begann typisch deutsch: pünktlich. Die Hoffnung auf feine Spielzüge und viele Tore war die wärmende Jacke, die das Stadion-Erlebnis erträglich machte.

Anpfiff

Der CFC begann, wie es sich für eine Heimmannschaft gehört, aktiver und versuchte das erste schnelle Tor zu schießen. Beim Versuch blieb es denn leider auch. Das Spiel war ein einziges hin und her. Der Zug zum Tor wurde entweder verpasst. Oder man war zu früh dran. Oder nahm den falschen Gleis bzw. den falschen Laufweg. Irgendwas war immer. So waren diese ersten 45 Minuten kein Blick in die Feinkostabteilung. Wenn schon, dann war das eben der 16.te gegen den 18.ten. Not gegen Elend.

In der Halbzeitpause versuchte der CFC noch etwas von Pauline Schäfers Weltmeister-Glanz abzukriegen. Die Chemnitzer Turnerin siegte ja überraschend am Schwebebalken. Die ganze Aktion wurde vom heimischen Publikum mit respektvollem Applaus begleitet.

Panorama

Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit flammte die wärmende Hoffnung auf feine Spielzüge und viele Tore wieder auf. Die brennende Frage war daher: Wer schießt das erste Tor? Was ja bekanntlich beim Stand von 0:0 jedem Spiel fehlt #Phrasenschwein. Mit weiterer Dauer des Spiels und der wenig erträglichen Chancenverwertung stellte ich mir tatsächlich die Frage, warum ich mir eigentlich ein Fußball-Spiel anschaue? Beim Basketball z.B. haben die Teams 24 Sekunden Zeit einen Spielzug abzuschließen. Oder beim Handball, da wird irgendwann Zeitspiel angezeigt. Beim Fußball kann es mitunter passieren, dass sich minutenlang der Ball hin und her geschoben wird. So auch bei diesem Spiel. Optimistisch betrachtet war es ein offener Schlagabtausch. Bei dem pessimistisch gesehen der Torerfolg ausblieb.

Doch die Beantwortung der Frage „Warum Fußball?“ fiel mir dann wieder ganz leicht. Nach einer zunächst geklärten Flanke eines Erfurters schaffte es Hansch den Ball an sich zu reißen und diesen punktgenau Kapitän Endres auf 11Meter Distanz zu legen. Dieser nagelte mit einer Drehung die Kugel ins obere rechte Eck. Unhaltbar für den Erfurter Torwart. Ein Wahnsinns-Ding. Kategorie Tor des Monats. Mindestens. Der Jubel war ekstatisch. Die 86 Minuten Fußball-Magerkost waren schnell verdaut. Es reichte ein Biss Feinkost und der Abend ist gerettet. Solche Emotionen gibt’s dann eben doch nur beim Fußball.

Die letzten Aktionen der Erfurter waren nicht vom Erfolg gekrönt, so dass die Himmelblauen am Ende etwas glücklich mit 1:0 und drei Punkten vom Platz gehen konnten. Und schon keimt die nächste himmelblaue Hoffnung, auf viele Tore und weitere Punkte…

By Nino

Letzte Aktion

2 Kommentare zu „Kommentar zum mitteldeutschen Flutlicht-Duell CFC vs. RWE“

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