Kommentar zum himmelblauen Juni 2017 – Teil 1

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„Alles neu macht der Juni – Kommen und Gehen beim Chemnitzer FC.“ So lautete die Überschrift eines MDR-Sport-Im-Osten-Artikels zur Analyse des aktuellen CFC-Kaders. Damit war trefflich umschrieben, was bei den Himmelblauen gerade im Bereich der Kaderplanung passiert. Es war aber im Juni 2017 nicht nur ein Kommen und Gehen beim CFC, sondern auch ein Hoffen und Bangen, Auslosen und Jubeln und die Auseinandersetzung mit der Zukunft und Vergangenheit.

Zu Beginn des himmelblauen Junis stand erst einmal das Lizenzierungsverfahren für die neue 3.Liga-Saison an. Vor dem Hintergrund der Meldungen, dass es eine Finanzierungslücke von 2 Millionen Euro geben sollte und die Stadt Chemnitz nicht noch einmal „in die Bresche springen wolle“ war die Lage der Gefühle bei Hoffen und Bangen angesiedelt. Zu diesem Zeitpunkt fragte sich sicherlich nicht nur der geneigte Fan, woher so viel Geld kommen sollte. Vielleicht aus den Einnahmen aus dem 1.Runden-DFB-Pokal-Spiel? Diese Einnahmen konnten sicher eingeplant werden, nachdem der Sieg im Sachsenpokal 2017 vs. Lok Leipzig geholt wurde (zum Kommentar geht’s hier). Weitere Einnahmen sollten durch ein Benefizspiel vs. Dynamo Dresden generiert werden. Die Landeshauptstädter verzichten auf alle Einnahmen und sollen unter dem Motto „Tradition stirbt nie“ Anfang Juli zur Fischerwiese kommen. Dazu später mehr…

So oder so eine starke Geste der SGD’ler und ein weiteres Puzzlestück in den Lizenz-Unterlagen. Abgabetermin dieser war Freitag, der 2. Juni.

Nun war also eine Woche zwischen Hoffen und Bangen angesagt. Gespannt wurden die Nachrichten verfolgt, die erlösenderweise die Lizenzvergabe für den CFC vermeldeten. Tief durchatmen. Die feuchtgedrückten Daumen trocken gewischt und weiter geht’s. Planungssicherheit für mindestens ein Jahr. Allerdings fragen wir uns nicht mehr ganz genau, woher das viele Geld gekommen ist. Eine Ahnung davon bekommt man dann, wenn man sich anschaut, bei wem sich der CFC-Vorstand alles pflichtgemäß bedankt hat.

Nun galt es den Blick nach vorne zu richten. Die beste Gelegenheit gab es dazu schon zwei Tage später. Am Sonntag, den 11. Juni stand die DFB-Pokal-Auslosung an. Wieder ein Tag, an dem das himmelblaue Herz höherschlagen sollte.

Die „Losfee“ war Sebastian Kehl, BVB-Legende im sportlichen Ruhestand. Die Hoffnung lag auf einem machbaren Los, da die Einnahmen aus einem 2.Runden-Spiel auch sehr verlockend sind. Aber ob es dazu kommen wird, das steht in den himmelblauen Sternen. Denn Kehl zog das Traumlos FC Bayern München! Rekord-DFB-Pokalsieger vs. Rekord-Sachsenpokal-Sieger! Eine erste Einschätzung, ob es sich nun wahrlich um ein Traumlos handelt gibt’s hier.

Nach der Kategorie „Auslosen und Jubeln“ war dann wieder Kommen und Gehen beim CFC angesagt. Nach dem der Abgang von Björn Jopek verkündet wurde, stand einen Tag später die Vorstellung des neuen Trainers auf der Tagesordnung. Aus der Gerüchteküche wurden viele Namen auf dem Trainer-Teller serviert. Am Ende hat sich der CFC für Horst Steffen entschieden. Der 48jährige Fußball-Lehrer trainierte zu Letzt Preußen Münster und bringt noch Co-Trainer Sreto Ristic mit. Dazu später mehr.

Aber nicht nur die Trainer-Gespann-Vorstellung sollte diesen Mittwoch, den 14. Juni zu einem denkwürdigen machen, auch ein weiterer Abgang sorgte für Schlagzeilen. Stürmer und Fan-Liebling Anton Fink verlässt den CFC in Richtung Karlsruher SC. 222 Pflichtspiele, 118 Tore, Rekordtorschütze des CFC. Ein herber Verlust, sportlich wie menschlich. Die Rückkehr-Entscheidung zum KSC ist wohl auch eine Entscheidung für seine Familie. Auch hier nochmal: Danke und alles Gute, Toni! #FußballGott

Neben diesen Meldungen gab der CFC auch seinen Sommerfahrplan in Vorbereitung auf die 3.Liga-Saison bekannt. 3 Testspiele, ein Kurztrainingslager und das schon erwähnte Benefizspiel vs. Dynamo Dresden. Dann geht’s schon wieder los mit der bunten Welt der 3.Liga.

Eine weniger bunte Welt hat sich offenbar auch mit der Auslosung des DFB-Pokals für Ticketbetrüger eröffnet. Der CFC meldete das sogenannte „Fake-Tickets“ zum Verkauf angeboten werden. Daraufhin wurde vor dem Kauf solcher „Fake-Tickets“ gewarnt #AchtungBetrug. Wohl auch vor dem Hintergrund der hitzigen Debatte in der Fanszene über den Erwerb der Tickets, die auch viele #Eventfans auf den Plan gerufen hat. Es bleibt zu hoffen, dass alle Dauerkartenbesitzer, Mitglieder, Sponsoren an erster Stelle bei der Ticketvergabe stehen. Sicher keine einfache Aufgabe. Neben dieser standen auch weiterhin die Kader-Planung an. Dazu und zum neuen Trainer-Duo sowie zur Frage, was Chemnitz mit dem G20-Gipfel zu tun hat, gibt es mehr im Teil 2 zum himmelblauen Juni 2017…

By Baba und Nino

 

2 Kommentare zu „Kommentar zum himmelblauen Juni 2017 – Teil 1“

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