Kommentar zum Sachsenpokalfinale Lok Leipzig vs. CFC

LOKvs.CFC

Leipzig, Leipzig…wir fahren nach Leipzig! So das Motto des Chemnitzer FC, der im Finale zum Sachsenpokal 2017 stand. Der Grundstein für eine Fahrt nach Berlin, zum großen Bruder des Pokals auf Landesebene, könnte damit gelegt werden. Aber soweit wollte ich auch bei allem Optimismus nicht träumen. Erst einmal dieses Finale gegen den Regionalligisten 1. FC Lokomotive Leipzig erfolgreich bestreiten, dann darf himmelblau geträumt werden.

Wenn es nach den Machern des MDR Sport im Osten geht, so ist dieses Final-Spiel „ein Schmeckerchen“. Ob dieses was für den Gaumen war oder ein zähes Stück Fußball-Kost, dazu später mehr.

Denn schwer verdaulich waren bisher die letzten Monate beim CFC. Die „Highlights“ in aller Kürze: Finanzloch gestopft, Saison-Ziel Aufstieg verpasst, Lizenz für die 3. Liga unklar, Installierung eines neuen Sport-Vorstands #Ziffert, die Verabschiedungen von Cheftrainer #Köhler, Spieler #Türpitz#Magdeburg und dem Athletik-Trainer #Herrmann#Ruhestand. Als groß reine machen kann man das bezeichnen, ah bissel Chaos aber auch.

Der Sachsenpokal könnte daher einen Neustart markieren, zumal der CFC die Einnahmen aus der Teilnahme an der 1. Runde des DFB-Pokals 2018 (und vielleicht noch mehr) dringend nötig hat. Ein kleiner Anlass für Träumereien bot der Blick in die Pokal-Bilanz des CFC. Mit acht Siegen bei 12 Finalteilnahmen ist er bisheriger Rekordsieger. Und der Blick auf die Formkurve ließ zumindest die Hoffnung aufkeimen, dass es ein siegreiches Spiel werden könnte. Am letzten Saison-Spieltag 2016/2017 wurde die Kogge Hansa Rostock mit einem 2:0 Heimsieg versenkt.

Der Finalgegner, Lok Leipzig schoss sich mit einem 4:0 gegen Hertha BSC II warm.

Das Spiel wurde im Bruno-Plache-Stadion angepfiffen, mit 15minütiger Verspätung, da es bei der Anreise der Fans zu Verzögerungen im Straßenverkehr kam. Dies aufgrund der im Vorfeld getroffenen Einigung, nicht am „Finaltag der Amateure“ teilzunehmen, dem bundesweiten Spieltag aller Landespokalfinalspiele. Aber hätte man nicht erahnen können, dass es bei einem Spiel an einem Arbeitstag um 18Uhr zu Anfahrtsstörungen kommen kann. Hätte hätte Mopedkette. #Klugscheißer#1

Für alle Daheim-Gebliebenen war dann wenigstens der Live-Stream des MDR #SportImOsten geschaltet.

Leipzig’s Trainer Scholz sagte vor Anpfiff, dass seine Spieler „bumsheiß“ seien und gab ihnen mit auf den Weg, dass sie „sich nicht einkacken sollen“. Welche Worte CFC Trainer Köhler nutzte, war dann auch egal. Wer bei einem Finalspiel nicht motiviert ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

So richtig motiviert schienen die Himmelblauen zu Beginn nicht gewesen zu sein. Einige leichte Fehler ließen die Leipziger ins Spiel kommen. Die erste Chance hatte dann aber der CFC, genauer gesagt Frahn. In der 19. Minute scheiterte er mit einer Großchance, die Torhüter Kirsten noch gekonnt klären konnte. Und ich fragte mich schon, wann Frahn sein zweites Tor (!)  im Jahr 2017 schießen wollen würde. Dass er eine Minute später die Antwort lieferte, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Eine schöne Kombination, die fast von ihm noch vertändelt wurde, schloss er mit einem passablen Schuss ins linke, untere Eck ein. 1:0 CFC. Erste Euphorie kam auf.

Weitere Highlights gab es dann leider nur von Lok’s Seite. Zunächst pinker (!) Rauch aus dem Block der Leipzig Ultras und später die erste, wirklich nennenswerte Tor-Raum-Szene, die auch noch zu einem Tor in der 33. Minute durch Schink endete. Der 5-Euro-Phrasendrescher-Spruch „Wie aus dem Nichts“, war hier passender denn je. Dem Tor ging ein Stockfehler von Bittroff voraus, der damit quasi selbst den Spielzug einleitete. Die Euphorie-Bremse wurde damit auch kräftig durchgetreten. Alles wieder auf Anfang. Mit dem 1:1 Ausgleich ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Aus dieser kam der CFC personell unverändert, Lok wechselte einmal und brachte Becker. Der Live-Stream-Kommentator bewertete diese Einwechslung als Zeichen der offensiveren Ausrichtung des Lok-Spiels. Zudem könnten die CFC-Spieler vor dem besten Lok-Stürmer ein bisschen Angst haben. Naja, Angst ist kein guter Ratgeber #Klugscheißer#2.

Mit weniger Angst, dafür mit mehr Willen starteten die Leipziger Spieler in die zweite Halbzeit. Was Trainer Scholz wohl diesmal für Worte gefunden hat? So oder so ist es Scheißegal. Es ging auf dem Spielfeld jedenfalls etwas ruppiger zu. Die ersten gelben Karten folgten auf beiden Seiten. Nachdem die himmelblauen Angriffsbemühungen fast zum Erliegen kamen, sorgte Köhler mit der ersten Auswechslung für einen neuen Impuls und brachte Hansch. Der fügte sich schnell in das Spiel ein und hatte knapp zehn Minuten später schon seine zweite gute Szene. Diese endete vorerst an Kirsten, den Abpraller legte er umsichtig zu Frahn, der wiederum zum 2:1 einschob. Ausgerechnet Frahn! Der bisher 2017 einmal trifft und dann in einem Spiel gleich zweimal. Geschichten, ja diese schreibt nur der Fußball #5EuroPhrasenschwein.

Die Loksche reagierte mit einer weiteren Offensiv-Einwechslung mit Ziane. Diese brachte aber letztlich nix mehr ein. Die Chemnitzer spielten die letzten Minuten gekonnt runter und ließen die Angriffsbemühungen ins Leere laufen. Außerhalb des Platzes kam es fast zum Comeback von 3P … #Polizei#Pferde#Platzsturm. Letzteres kam dann glücklicherweise nicht zu Stande.

Somit blieb es beim 2:1 Erfolg des CFC. Kein Spiel für Gourmets, dafür leckere Hausmannskost. Und die reichte für das Ziel: Sachsenpokalsieger 2017. Der dritte Titel in den letzten 4 Jahren. Sowieso und noch etwas länger: Rekord-Sachsenpokalsieger. So betrachtet eine Erfolgsstory. Gründe genug also, um an diesem Abend gebührend zu feiern, die vielen Probleme beiseite zu schieben und himmelblau zu träumen…Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin 😉

By Nino

 

4 Kommentare zu „Kommentar zum Sachsenpokalfinale Lok Leipzig vs. CFC“

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