Die 2014/2015er Bundesliga-Saison langweilig? Von wegen!

bundesliga 2014-2015

 

Ein gern geschriebener oder gesprochener Satz in dieser Saison ist, dass die 1. Bundesliga zur Liga der Langeweile verkommen ist. Die Argumente „Kein echter Titelkampf“…“Die Bayern-Dominanz ist zum k***en“ sind wohl mindestens unter den TOP 3, vor allem um den Bayern an den Lederhosen zu zupfen. Schau ich mir jedoch die Entwicklungen der zweiten und dritten April-Woche 2015 an, so kann ich gar nicht feststellen, dass diese Saison das Prädikat langweilig erhalten müsste.

Den Anpfiff machte der Hamburger Sportverein, der mit dem Tweet „Endspurtimpuls: Bruno #Labbadia erhält Vertrag als Cheftrainer für 15 Mon (ligaunabhängig)“ für eine faustdicke Überraschung sorgte. Lautete drei Tage vorher noch die Antwort von Vorstandsboss Didi Beiersdorfer auf die Frage nach einem neuen Trainer: „Das schließe ich aus!“…“Es gibt keine Gedankenspiele.“ Dieser Sinneswandel innerhalb von drei Tagen…geschenkt. Ich bin eher dankbar für die Wörter #Endspurtimpuls #ligaunabhängig.

Doch an diesem Tage blieb der HSV nur der zweite Platz bei der Goldenen Ananas in der Kategorie „Aufmerksamkeit“. Diese sicherte sich Jürgen Klopp höchstpersönlich, indem er seinen Rücktritt beim BVB09 zum Ende der Saison bekanntgab. Nach 7 erfolgreichen Jahren. Und dabei dachte ich, dass diese #EchteLiebe über das verflixte 7te Jahr hinaus gehen könnte.

Am nächsten Tag gedachte ich noch dem Dino und seiner Schnelllebigkeit sowie der Liebe, da verkündete der Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt seinen Rücktritt. Der medizinischen Abteilung wurde „aus ihnen unerklärlichen Gründen für die Niederlage (1:3 vs. FC Porto, Anm. Nino) hauptverantwortlich gemacht“. Des Weiteren wird von einem „geschädigten Vertrauensverhältnis“ geschrieben. Bekannt war schon länger, dass das Verhältnis zwischen Pep und Mull nie das Beste war. Aber zu diesem Zeitpunkt!? #WochenDerWahrheit. So richtig Licht ins Dunkel wird wohl erst kommen, wenn Müller-Wohlfahrt sich ausführlicher behandelt, ähm erklärt.

Im Spiel 1 nach Kloppo’s angekündigtem Rücktritt spielten einige Borussen so befreit, als würden sie sich insgeheim über den Abschied freuen bzw. sich noch schnell für neue Vereine präsentieren wollen. Das 3:0 gegen den SC Paderborn ließ die Hoffnung auf ein versöhnliches Saison-Ende wieder erblühen, wie Primeln oder Tulpen im Frühling.

Dagegen verpuffte der Trainer-Wechsel-Effekt beim Harmloser SV direkt wie bei einem breitgesessenen Furzkissen. Die 0:1 Niederlage im Nordderby gegen den SV Werder Bremen wirkt dabei doppelt bitter.

Das am gleichen Tag auch noch Thomas Tuchel als neuer BVB-Trainer bekannt gegeben wurde, dafür hatten die Hamburger kein offenes Ohr mehr. Schließlich hatten diese lange um ihn geworben. Doch Tuchel konnte sich den Avancen der Elbstädter erwehren, schließlich hatte er vor längere Zeit in einem Interview erwähnt, dass er die zweite Liga für sehr schwer vorstellbar hält.

Den farbenfrohen Anstoß zur zweiten Woche lieferte die graue Maus aus Hannover. Auf Befehl des Ober-Hannoveraners Martin Kind wurde der Trainer Tayfun Korkut entlassen. Im Gegensatz zu Hamburg ließ man sich für den Trainer-Sinnes-Wandel sieben Tage mehr Zeit. 10 Tage zuvor ließ Kind nämlich verkünden, dass es zu keinem Trainerwechsel kommen werde. Vielleicht sollten die Hörgeräte in Hannover nochmal neu justiert werden. Das #Ehrenwort in Hannover ist nun soviel wert wie eine Twitter-Aktie. Ob Michael Frontzeck der viel beschworene Feuerwehrmann sein kann, sollte sich bald zeigen. Peter Neururer durfte bei seiner Verflossenen jedenfalls nicht noch mal ran, da er bei seiner anderen Ex, dem VfL Bochum noch unter dem Pantoffel, ähm unter Vertrag steht. Seinen ersten Rettungseinsatz hatte Frontzeck gegen die TSG aus Hopp-einheim. Der Brand wurde nicht gelöscht, sondern mit dem 1:2 wurde munter am 1. Liga-Baum gesägt, um weiteres Brennmaterial in das offene Feuer werfen zu können.

Besser machte es hingegen der FC Bayern, der am Samstag vorher die Söldner-Truppe aus Hoffenheim mit auswärts mit 2:0 besiegte. Ein guter Test-Kick für die Champions-League, in der der FC Porto in einem epischen Spiel mit 6:1 portofrei nach Hause geschickt wurde. Alle Streitigkeiten vergessen, eitel Sonnenschein an der Säbenerstraße.

Für heitere Momente sorgte auch der 3:2 Heimsieg des HSV gegen FC Augsburg. Dabei beschleicht einem das Gefühl, dass der HSV es noch schaffen könnte. Nicht weil sie es schaffen in einer Saison 4 (vier!) Trainer zu beschäftigen, sondern weil andere Mannschaften noch schlechter sind.

Zum Abschluss des 30. Spieltages sorgte die andere Borussia, die Mönchengladbacher mit einem 1:0 Sieg gegen die Wölfe aus der Autostadt für die vorzeitige Meisterschaft des FC Bayern München. Die 25te. Applaus Applaus. „Nur das Triple ist genug“ so Pep Guardiola’s Worte vor dem Champions-League-Duell gegen den FC Porto. Um dieses zu erreichen muss der FCB noch gegen den anderen FCB des Weltfußballs gewinnen und das Final-Ticket des DFB-Pokals lösen. Dazu hatte die Münchner zum Ende der zwei aufregenden Wochen Gelegenheit…im deutschen Clasicò gegen den BVB. Das der Pokal seine eigenen Gesetze hat, dafür braucht es einen eigenen Kommentar und ein paar Tage Abstand.

Was die Bundesliga betrifft, so bleibt es bis zum letzten Spieltag spannend. Von Langeweile keine Spur.

By Nino

2 Kommentare zu „Die 2014/2015er Bundesliga-Saison langweilig? Von wegen!“

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