Ein Kommentar zum deutschen Clasicò: FCB vs. BVB 2014

ReusFCBBVB

Bayern München gegen Borussia Dortmund. Oder anders formuliert: der Erste gegen den 15.ten der Tabelle. Nüchtern betrachtet kein Spitzenspiel, doch die gewachsene Rivalität ließ ein Fußballfest erwarten. Beim Vorspiel ging es weniger um das sportliche Duell, sondern um die Causa Marco Reus. FCB-Boss Rummenigge babbelte auch für meinen Geschmack ein wenig zu viel über eine mögliche Verpflichtung des Flügelflitzers. Diese führte uns ins Land Kuriosistan, in dem BVB-Boss Acki Watzke den Sträfling Hoeneß vermisst. Der hingegen warnte davor…aus sicherer Distanz…Reus zu den Bayern zu lotsen, weil er nicht schon Weihnachten Meister werden will.

Und was ist mit dem Spieler selbst? Er will sich darüber keine Gedanken machen. Sein Buddy Mario Götze ließ schon verlauten, dass er sich seinen Freund in der Lederhose wünscht. Was zählt also im harten Fußballgeschäft? Bleibt er beim BVB #EchteLiebe? Oder #BruderVorLuder? Entwickeln sich die Vereine zur neuen Art von Freundinnen, denen früher oder später der Lauf-Pass gegeben wird? Die Weltmeister Özil, Schweinsteiger & Neuer spielten ja in letzter Zeit solche Pässe…sie landeten alle im #Abseits. Aber soviel zu Wechselgerüchten und Liebeleien.

In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf der viel zitierten „Augenhöhe“. Chancen hüben wie drüben. Einen Ausflug nach Kuriosistan machte BVB-Torhüterli Weidenfeller als er seinem Mitspieler Mchitarjan aus 5 Meter Entfernung die Kugel auf den Hinterkopf drosch. „Ein Schlag auf den Hinterkopf erhöht das Denkvermögen“, dachten wohl die alten Pädagogen der schwarzen Schule. Der erste sehenswerte Angriff des BVB wurde dann von Reus mit einem Kopfball-Tor veredelt. Er gibt also die sprichwörtliche Antwort auf’m Platz. Der beliebteste Treueschwur…der Kuss auf das Vereins-Wappen…blieb allerdings aus. Kühlt die Liebe etwa ab, wie nach der Eheschließung?

Das Spiel hingegen kühlte sich nicht ab, das hohe Tempo wurde auch in der zweiten Halbzeit gehalten. Mit der Einwechslung des BVB-Spielers Subotic nahm das Spiel seine entscheidende Wende, da er 2mal das langhaarige Ende der Dortmunder #Fehlerkette wurde. Erst ein verunglückter Abpraller, der direkt vor Lewandwoski’s Füßen landete und dieser mit einem beherzten Schuss einnetze. Dann noch das Ziehen an Ribery’s Trikots, welches einen 11er zur Folge hatte. Und Robben, dieser schnittige Holland-Import nutzte die Gelegenheit sein 11er-Trauma von 2012 zu beenden.

Im Ergebnis ein Spitzenspiel, der deutsche Clasicò eben. Hohes taktisches Niveau, dynamisch und fair, nicht so eine
Klopp-erei wie beim HSV gegen Pillenkusen. Die Bayern weiterhin auf dem 1. Rang, der BVB auf einem Relegationsplatz. In der Rückrunde sieht das hoffentlich anders aus.

By Nino

Ein Gedanke zu „Ein Kommentar zum deutschen Clasicò: FCB vs. BVB 2014“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s